XXL-TEST: Audiolab 9000Q Stereovorstufe und 9000P Stereoendstufe - Ästhetik trifft auf akustische Stärke

Erstmals auf der High End 2024 gezeigt wurde die Audiolab 9000Q Stereo-Vorstufe mit High Quality DAC für 1.699 EUR. Nun ist der optisch sehr attraktive und ausgezeichnet ausgestattete Vorverstärker in unserem Testraum gelandet. Stereo-Liebhaber, die keine ausladenden "Tresore" in ihrem Rack stehen haben möchten, haben mit den ästhetisch-schlichten Audiolab-Komponenten - zum Vorverstärker gesellt sich noch die passende Endstufe, dazu später mehr - die richtige Wahl getroffen.
Die umfangreiche digitale sowie analoge Anschlussbestückung der 9000Q umfasst USB-B, Phono MM/MC, einen XLR Eingang sowie einen XLR-Ausgang Ausgang (je 1), RCA 2 Pre-Out, 4 RCA In, 2 x optisch, 2 x koax sowie Trigger In/Out, damit man die angeschlossene, ebenfalls neue und eben schon kurz erwähnte 9000P Stereoendstufe (1.699 EUR), pro Kanal 100W an 8 Ohm (Mono brückbar) mit ein- und ausschalten kann.
Die Audiolab 9000P ist uns gleich mitgeliefert worden, sodass wir die beiden füreinander bestimmten Komponenten im "Teamwork" testen können.
Verarbeitung
Audiolab verfolgt bei Optik und Design schon immer einen sehr eigenen Stil und 9000Q Vorverstärker sowie 9000P Endstufe bilden hier keine Ausnahme. Selbstverständlich passen die Komponenten perfekt zusammen und ergeben in Kombination einen besonders eleganten, cleanen Look.

Flache, elegante Endstufe

Endstufe: Optische "Teilung" der Gerätefront
Selbst die Endstufe, die natürlich im Gegensatz zur Vorstufe nicht zwingend ein Display benötigt, vollzieht den identischen Bruch in der Geräte-Front.

Exzellente Kantenverarbeitung bei den Audiolab-Komponenten

Massive Seitenwangen
Natürlich handelt es sich in beiden Fällen um ein Metallgehäuse mit massiver Front sowie Seitenwangen aus Aluminium mit hoher Wandstärke. Die Haptik ist tadellos, alles fasst sich wertig und solide an.

Farbdisplay der Vorstufe

Sehr akkurate Display-Integration in die Frontblende, rechts im Bild der Select-Regler
Die nahtlos bündige Display-Integration am 9000Q ist hervorragend gelungen. Optisch perfekt ergibt sich selbst, wenn man mit dem Finger über die Kante fährt, am Übergang zur Alu-Front keine Unterbrechung.

Hochwertigkeit strahlt auch der im Vergleich zum Select-Regler größere Lautstärke-Drehregler aus
Der große Lautstärkeregler und der etwas kleiner dimensionierte Quellenwahlregler sind ebenfalls aus Metall gefertigt und sehr gut integriert. Lediglich die Führung ist nicht ganz perfekt. Beide Regler sind gerastert.
Der Power-Button rechts, wiederum identisch an Vor- und Endstufe, ist als Drucktaste ausgeführt. Das taktile Feedback könnte etwas knackiger sein, aber auch das ist Kritik auf hohem Niveau. Darüber befindet sich eine kleine rote Status-LED, die Auskunft über den Betriebszustand der beiden Audiolab Komponenten gibt. Links neben dem Lautstärkeregler findet sich noch ein 6,35mm Klinkenanschluss für Kopfhörer. Gehäusedeckel und Chassis-Boden sind auch aus Metall und solide mit kleinen Torx-Schräubchen verschraubt.

Klare Linien domonieren bei der Endstufe
Die Standfüße sind großzügig dimensioniert und sorgen für ausreichend Bodenabstand bei beiden Geräten. Die Rückseite fällt hinsichtlich der Verarbeitungsqualität gegenüber den anderen Seiten nicht ab. Alle Anschlüsse sind solide und passgenau integriert und wirken außerdem sehr stabil und robust. Die Cinch-Schnittstellen sind allesamt vergoldet.
Anschlüsse

Audiolab 9000Q - Rückseite

Stereo Cinch-Anschlüsse, vergoldet

Audio-Eingänge
An der Rückseite des Audiolab 9000Q Vorverstärkers befinden sich zahlreiche Anschlüsse. Bei der analogen Audioausgabe kann man sich sowohl auf Stereo Cinch-Anschlüsse als auch auf XLR-Schnittstellen verlassen, bei Cinch stehen gar zwei Pre-Outs zur Verfügung. XLR-Buchsen findet man übrigens auch bei den analogen Eingängen, dazu insgesamt vier Stereo Cinch-Eingänge. Einer davon ist als Phono-Input für den Plattenspieler vorgesehen. Auch ein analoger Stereo Cinch-Ausgang ist integriert. Der 9000Q nimmt auch digitale Audiosignale entgegen und bringt dafür jeweils zwei optische und zwei koaxiale Digitaleingänge mit. Auch eine USB-Schnittstelle Typ B ist für den direkten Anschluss von PCs, Notebooks, Macs verbaut. Außerdem gibt es zwei 12V Trigger-Ausgänge. Streaming-Features über das Netzwerk bringt die Audiolab Vorstufe zwar nicht mit, Bluetooth ist aber an Bord und wird für bessere Übertragungsqualität von aptX HD und LDAC unterstützt.

Audiolab 9000P Rückseite

Signal-Zuspielung

Die Stereo-Endstufe 9000P bringt Anschluss-seitig alles notwendige mit. Das analoge Audiosignal kann entweder per Stereo Cinch oder XLR zugespielt werden. Die Schnittstellen sind sauber integriert, sitzen fest im Gehäuse und die Cinch-Anschlüsse sind vergoldet. Mittig dazwischen befindet sich ein kleiner Druckknopf, mit dem man zwischen der jeweiligen Zuspielungsart hin- und herwechseln kann.
Die Lautsprecher-Terminals sind hochwertig ausgeführt, ebenfalls vergoldet und gekapselt. Sie lassen die Verbindung mit etwas größeren Kabelquerschnitten zu und auch Bananenstecker kann man problemlos anschließen. Ein 12V Trigger-Eingang kann für den automatischen Start der Endstufe sorgen, wenn der Vorverstärker eingeschaltet wird. Auf der Rückseite ganz rechts kann man, ebenfalls mit einem kleinen Druckschalter, noch festlegen, ob man die 9000P als Stereo-Endstufe oder im Mono-Betrieb verwenden möchte.
Fernbedienung

Remote der Vorstufe
Im Lieferumfang der Vorstufe ist auch eine relativ lange, zugleich schmale, gut verarbeitete Fernbedienung enthalten. Sie wirkt vom Stil her klassisch, leider ist der Kontrast der schwarzen Tasten zur Oberfläche der Fernbedienung im Mattschwarz-gebürsteten Alu-Look zu gering, zudem empfinden wir die Tasten zum Großteil als relativ klein. Die Verarbeitung ist tadellos.
Tags: Audiolab • Endstufe • Endverstärker • Vorstufe • Vorverstärker













