XXL-SPECIAL: Werksbesichtigung bei DALI in Nørager/Dänemark

Zudem produziert das Lautsprecher- und Elektronikunternehmen auch die Treiber selbst, Diese werden in aufwändigen präzisen Prozessen in Nørager zusammengesetzt. Die Teile für die Treiber kommen unter anderem auch aus Deutschland. 

Riesiger Basstreiber der KORE

Mehrere der ultraschweren Bass-Chassis

Die Chassis werden in Dänemark zusammengebaut, Teile dafür kommen unter anderem aus Deutschland

Dali-Spezialität ist das Hybrid-Hochtonmodul, bestehend aus Bändchen und Kalotte

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In zahlreichen Schritten werden die Chassis zusammen gesetzt

Am Ende werden die fertigen Membranen einem Prüfprozess unterzogen

Im Dali-Werk werden 30.000 Stück Opticon MK2 Lautsprecher pro Jahr gefertigt - das ist eine ganz schöne Menge.

Riesiges Lager

Im Lager findet sich praktisch alles, auch Teile für längst ausgelaufene Dali Lautsprecherserien

Angeschlossen an die Produktion ist auch in riesiges Lager - "Just In Time" ist hier - Gottseidank - nicht Trumpf. 

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Hier koimmt das bei Dali selbst gefertigte Cabinet einer Opticon MKII Regalbox direkt in die Produktionsstraße

Das Gehäuse einer Opticon MK2 Regalbox wird zusammen gesetzt

Nun sieht man schon, was es werden soll

Die Schallwand ist nun am Gehäuse

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Fertige Opticon Lautsprecher

Jede der Serien, also Opticon MKII, seit kurzem auch Rubicon und die neue KORE, werden auf eigenen Fertigungsstraßen gefertigt. So gibt es für die Fertigstellung der Opticon MKII demnach eine eigene Produktionsstraße, und auch die Opticon-Gehäuse werden im Haus gefertigt. 

Wir haben bereits erwähnt, dass die Chassis von Hand in mehreren Schritten zusammen gesetzt werden. Der Prozess beginnt mit der Membran und der Sickedann Spinne, dann folgen Korb, Dust Cap, dann das Coating und im Anschlusss das Magnetsystem Zum Schluss erfolgt der Test des Treibers, am Ende des Produktionsvorgangs wird auch die ganze Box getestet. Das Personal rotiert übrigens, so bleibt die Tätigkeit interessant, weil man nicht jeden Tag exakt dasselbe machen muss. 

Von Hand werden die beiden Frequenzweichen der KORE bestückt

Frequenzweiche für den Hochtöner

Frequenzweiche für den Bassbereich

Auch die besonders aufwändige Frequenzbereiche Kore wird von Hand bestückt. Sie besteht aus separaten Frequenzweichen für den Hybrid-Hochtöner und für die riesigen Tieftöner. 

Klimakammer

Bedienpanel

Innenleben

Aufwändig ist auch die Qualitätsprüfung im Haus. Unter anderem gibt es eine Klimakammer (von -80 bis +80 Grad), einen Chassis/Frequenzweichen-Belastungstest mit einem 3000 Watt Verstärker und auch eine Salzkammer wegen des Tests der Widerstandsfähigkeit gegen Korrosion.

Belastungstests für Chassis und Frequenzweichen

Hier sieht man, was gerade auf maximale Belastbarkeit getestet wird

Dali-Lautsprecher werden in vielen Ländern der Erde verkauft, darunter eben auch welche z.B. mit enorm hoher Luftfeuchtigkeit.

3D-Scanner

Damit die Materialqualität stimmt und die Fertigungstoleranzen eingehalten werden, gibt es aufwändige Prüf-Prozesse fürs Material. Dazu hat Dali z.B. einen 3D Scanner für das Checken des Einhaltens von Fertigungstoleranzen erstanden. Alle Materialien werden getestet, bevor sie in die Produktion einfließen.

Nur wenige Teile kommen von externen Zulieferern

Unser Fazit: Wir sind tief beeindruckt von dem, was in Dänemark passiert. Dali agiert beinahe autark, nur wenige Bauteile wie z.B. die Schallwände der Opticon MK2 Lautsprecher werden "von außen" bezogen. Damit hat man auch den Vorteil einer "Politik der kurzen Wege". Keine zeitraubenden und kostpieligen Interaktionen mit externen Lieferanten und externen Fertigungsstätten, sondern alles "in House" mit kurzen Wegen und übersichtlichen Hierarchien. Zumal bei Dali auch das, was vor der Produktion passiert, alles im Hause ist: Beginnend mit der Entwicklung von Chassis und Gehäusen bis zu den selbst entwickelten Endstufen der hausegeien aktiven Lautsprecher. Und auch, wenn die CI-Lautsprecher (In-Wall/On-Wall) nicht in Dänemark vom Band laufen: Entwickelt wird alles in der Firmenzentrale. Ein Team von 5 Experten kümmert sich um die CI-Lösungen, für die Dali in der Zukunft einen großen und wichtigen Markt sieht. 

Special: Carsten Rampacher
Fotos: Carsten Rampacher
Datum: 30. August 2022

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