XXL-PREVIEW: Dali Epikore 11 bei HiFi im Hinterhof in Berlin - dänische Ausnahme-Erscheinung

Klang

Dali Epikore Setup 1

Unser Setup

Dali Epikore Mark Levinson

Mark Levinson No. 585.5 Vollverstärker

Dali Epikore Auralic 2

Auralic Streamer Altair G2.1

Wir beginnen unsere Klangtestreihen mit "The Look Of Love" von Diana Krall. Sensibel, zugleich mit einer  unglaublich tiefen sowie weiten Räumlichkeit nimmt der Epikore 11 Lautsprecher die Arbeit auf. Wie extrem fein die Stimme Dianals präsentiert wird, fesselt uns. Nicht, dass jede Nuance hörbar gemacht wird - das sollte in dieser Preisklasse selbstverständlich sein. Nein, es ist diese Kombination aus brilanter, zugleich verträglicher, homogener Präsentation und absoluter Detailverliebtheit, die heraushörbar ist. Auch, wie gut die Stimme auf der virtuellen Bühne zu orten ist, verdient allerhöchsten Respekt. 

Wir setzen fort mit der Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts legendärer Oper "Figaros Hochzeit". Hier demonstriert uns die Epikore 11 den grandiosen Facettenreichtum, den sie wiedergeben kann - von orchestraler Wucht bis hin zu feinsten Einzelheiten bei den Streichern, die stets Transparenz und Brillanz aufbieten, aber nie aggressiv oder harsch auftreten. Jeder einzelner Musizierende ist innerhalb des Orchesters auszumachen - und die Details bleiben in allen musikalischen Ebenen gleichermaßen konturenreich und klar erkennbar, ohne dass je auch nur ein 1 Prozent der überlegenen klanglichen Balance verloren geht.

Es folgt "Vivo Per Lei" von Andrea Bocelli und Georgia. Hier fällt sofort ein weiteres Mal auf, wie ungemein angenehm und zugleich auf feine Kleinigkeiten fokussiert der Epikore 11 Standlautsprecher auftritt. Er erfasst auch komplexe akustische Vorgänge in Sekundenbruchteilen und ist umgehend mit der passenden Dynamik und einer authentischen, exzellent definierten Räumlichkeit zur Stelle. Als überwältigend empfinden wir die unglaublich dynamische, akkurat gestaffelte Stimmwiedergabe, das gilt sowohl für Andrea als auch für Georgia. Klar kommt es auch auf die Zuspielung an, unser Mark Levinson Vollverstärker erweist sich als nahezu optimal für die Zusammenarbeit, agiert er doch mit einer hoch präzisen, sauber abgestimmten Vorstufe und geschmeidig-kraftvoll arbeitenden Endstufen. 

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Shirley Basseys "Moonraker" aus dem gleichnamigen 007-Film erfüllt nun den Hörraum mit akustischem Glanz. Die Epikore 11 schafft es, die Stimme Shirleys so unmittelbar vor den Zuhörern zu platzieren, dass man das Gefühl hat, jede noch so kleine vokale dynamische Änderung, jedes noch so kleine Vibrieren in der Stimme wie live wahrnehmen zu können. Das Spektrum vokaler Dynamik ist immens, sowas haben wir bislang nur selten gehört. Diese ganze beeindruckende Performance "drückt" die Epikore 11 dem Audiotorium aber nicht wie eine anspruchsvolle Last "aufs Auge", sondern spielt so gelassen, so perfekt ausbalanciert und so exakt auf den Punkt kommend auf, dass Zuhören immer nur zu 100 Prozent pure Freude bedeutet. 

"Nothing Else Matters" in der sehr beeindruckenden instrumentalen Variante aus dem Film "Jungle Cruise" zeigt ein weiteres Mal die Fähigkeiten der Epikore 11 Box auf. Sehr vielschichtig, mit einer breiten, zugleich überaus präzisen Panorama-Wirkung des Klangs, wird hier ein Hörerlebnis offeriert, das die meisten Anwender in dieser Klasse noch niemals genießen durften. Sehr tiefgehend, zugleich sehr schwungvoll, setzt sich der edle dänische Lautsprecher wieder perfekt in Szene. Das nahtlose Zusammenwirken aller akustischen Komponenten des Songs, in dem jedes noch so kleine musikalische Zahnrädchen am richtigen Platz sitzt, fasziniert ungemein. 

"The Sun Always Shine On TV" der norwegischen Legenden von a-ha entfaltet bei der Wiedergabe durch den Epikore 11 Standlautsprecher ungeahnte Qualitäten hinsichtlich der Dynamik und der räumlichen Ausprägung. Hier fühlt man sich wie auf einem persönlichen Live-Konzert - umgeben von exakt definiertem Klang, der plastisch und intensiv für ein lückenloses Hörerlebnis verantwortlich ist. Der Synthesizer besitzt auch bei großer Lautstärke noch einen ungeheuren Facettenreichtum, während die Stimme von Morten Harket immer gekonnt fokussiert wird. 

"No Goodbye" des Kult-DJs Paul Kalkbrenner ist ebenfalls geeignet, um die enormen Wiedergabefähigkeiten des Epikore 11 Standlautsprechers hervorzuheben. Das bewusst Verzerrte in der Wiedergabe kommt perfekt zum Ausdruck, der Bass hat eine enorme Substanz und trifft exakt den richtigen Punkt. Wechsel im dynamischen Gefüge bringt der dänische Schallwandler mit unglaublicher Schnelligkeit und Präzision zur Geltung. Die vokalen Elemente arbeitet er nahtlos ein, ohne die Konturen der Stimme je auch nur im Ansatz zu vernachlässigen.

Und auch mit mit schwerem Metall können die noblen Schallwandler umgehen - die Nightwish-Version von "Over The Hills And Far Away" wird mit einem Maß an unmittelbarer Dynamik gewürzt, der schlichtweg puren Hörspaß freisetzt. Sehr nachdrücklich geht es voran, und dabei wird nie vergessen, auch die Stimmwiedergabe exakt zu berücksichtigen. Das Schlagzeug beeindruckt durch Impulstreue, die E-Gitarren ertönen fetzig und mit dem richtigen Maß an Nachdruck. Auch bei diesem Track entfalten die beiden Standlautsprecher wieder ein großes Maß an authentischer Räumlichkeit. 

Fazit 

Dali Epikore Side 1

Gut, 40.000 EUR sind ein enormer Betrag für ein Paar Standlautsprecher - aber die exquisite Verarbeitung, die exzellente Materialqualität und der hohe technische Aufwand sind auch weit überdurchschnittlich. Klanglich trifft der Begriff "überdurchschnittlich" nicht ins Schwarze. Denn die Epikore 11 entführt das Audiotorium in eine andere Welt, in der man nicht einfach "hört", sondern kompleltt in jedes akustische Element, in jeden Song, integriert wird. Man "erlebt", man fühlt sich eingebunden - und das Ganze macht der dänischde Ausnahme-Lautsprecher nicht durch eine fordernde Darbietung wahr, sondern durch eine immer höchst realistische, kultivierte, absolut komplette und homogene, zugleich aber kräftige, detailreiche und dynamische Präsentation.

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Preview und Fotos: Carsten Rampacher
Datum: 03. Februar 2024

 

 

 

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