TEST: Teufel Musicstation - CD-Internet-Radio mit umfangreichen Streaming-Funktionen und Dynamore Ultra-Technologie

Von Lautsprecher Teufel aus Berlin haben wir die Neuauflage der beliebten Musicstation zum Test erhalten. Die zweite Musicstationvwurde mit einer im Vergleich zur ersten Generation deutlich besseren Ausstattung ins Rennen geschickt.

Die Musicstation 2020 besitzt ein CD-Laufwerk, einen DAB+ Tuner und auch einen klassischen FM-Radiotuner. Dank zahlreicher Netzwerkfunktionen bekommt der Nutzer Zugriff auf Spotify Connect, Amazon Music sowie auf eine Internet-Radio-Plattform. Bluetooth 5.0 mit aptX Technologie für die Wiedergabe in CD-ähnlicher Qualität ist des weiteren im Ausstattungsumfang enthalten. AirPlay 2 besitzt die Musicstation allerdings nicht.

Die neue Musicstation ist in weißer oder auch in schwarzer Ausführung erhältlich. Wer sich für eine Farbe entschieden hat, der kann die Musicstation für momentan 487,39 EUR in Onlinestore von Teufel vorbestellen.

Die Musicstation hat Dynamore Ultra an Board

Die Musicstation kommt jetzt auch in den Genuss der Dynamore-Technologie. Die Dynamore-Technologie erweitert das Stereo-Panorama eines Gerätes virtuell, sodass mehr räumliche Weite entsteht - ohne deutliche Abstriche bei der Präzision der Wiedergabe. Zum System gehören auch seitlich montierte Lautsprecher-Chassis, die die Bühne effektiv weiten. Bei der einfacheren "Dynamore Basis-Version" fehlen die zusätzlichen Chassis. Das stärkt natürlich die akustische Glaubwürdigkeit des Effekts. 

Insgesamt besitzt die Musicstation insgesamt sechs Treibereinheiten die nach dem 2-Wege Prinzip arbeiten. Angetrieben werden diese einem 6-Kanal Class D Verstärker mit einer Gesamtleistung von 100 Watt. Der Gehäuseaufbau besteht aus insgesamt drei Klangkammern, so ist eine Kammer für beide Tieftöner zuständig, die zweite Kammer ist für die beiden linken Breitbänder und die letzte Kammer für die beiden rechten Breitbänder da.

Rückseite mit integrierter Wandhalterung

Um den Aufstellungsort so flexibel wie möglich zu gestalten, besitzt die Musicstation eine integrierte Wandhalterung. Somit kann der Nutzer auswählen, ob er die Musicstation mit Halter an die Wand schrauben möchte, auf den Tisch stellt oder wenn die Wandhalterung entfernt wird, angewinkelt auf ein Schränkchen & Co. gestellt werden soll.

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Wandhalterung einzeln im Detail

Rückseite ohne Wandhalter

Bedienelement auf der Oberseite

Die Musicstation ist auf der Oberseite mit verschiedenen Sensorbedienelemente ausgestattet, auf die wir in diesem Abschnitt unseres Testes etwas genauer eingehen möchten. Besonders auffällig ist oben das im Bild zu sehende Bedienelement auf der Oberseite. Wischt man im großen Kreiselement nach links oder rechts, kann die Lautstärke verändert werden. Befindet man sich im Hauptmenü, kann mittels wischen im großen Bereich zum nächsten Menüpunkt gesprungen werden. Mit dem inneren Kreiselement kann z.B. im Menü Punkte bestätigt werden. Nach kurzer Übung hat man "den Bogen raus".

Links neben dem auffälligen Bedienelement sind drei weitere Sensortasten angebracht. Zum einen finden wir hier Quellenauswahl sowie den Taster für das Aufrufen des Hauptmenüs. Ist man gerade im Einstellungsmenü unterwegs, erscheint noch ein Taster, um den vorhergehenden Menüpunkt anzuzeigen.

Sensorbedienelemente auf der Oberseite 1


Sensorbedienelemente auf der Oberseite 2

Im linken Teil des Lautsprechers befinden sich weitere Sensorbedienelemente. Hier zu nennen wären die fünf Favoriten-Speicher Taster sowie die Stern-Taste. Mittels kurzem Druck auf die Stern-Taste werden die Favoriten aufgerufen, drückt man diese lang, erscheint das Favoritenmenü und der wiedergegebene Titel oder auch Sender kann als Favorit abgespeichert werden.

Darunter befinden sich die Bedienelemente für die Skip-Funktion, mit denen der nächste Titel, Sender oder auch der Sendersuchlauf gestartet wird.

Mehrzeiliges Farbdisplay

Das CD-Internet-Radio von Teufel besitzt auf der Oberseite, mittig angebracht, ein mehrzeiliges Farbdisplay. Das Display macht optisch einen sehr guten Eindruck und ist im Praxisgebrauch auch tadellos ablesbar. In unserem Falle informiert das Display, welcher Eingang aktuell gewählt wurde und was gerade abgespielt wird. Im rechten oberen Teil ist noch eine Uhr integriert und rechts unten informiert uns das Display über den WLAN Empfang. Rechts im Bild, ausserhalb des Displays, zu sehen ist die Taste zum Aktivieren oder auch Deaktivieren der Dynamore Ultra Funktion.

Integrierter CD-Player

Neben dem DAB/UKW Radio und zahlreichen Streamingfunktionen besitzt die Musicstation zusätzlich noch einen konventionellen CD-Player. Das CD-Laufwerk unterstützt die Wiedergabe von MP3-CDs, CD-Rs, CD-RWs und natürlich normale CDs. Legt man eine Compact Disc in den CD-Schacht ein, wird diese automatisch eingezogen und es vergehen ca. 8 Sekunden, bis die CD betriebsbereit ist und abgespielt wird.

Anschluß für die DAB/FM Antenne auf der Rückseite der Musicstation

Anschlüsse seitlich hinter einer Abdeckkappe

Auf der Rückseite der Musicstation befindet sich der Anschluß für die im Lieferumfang enthaltene DAB/FM Antenne. Um den bestmöglichen Empfang zu gewährleisten, sollte der Nutzer diese unbedingt verwenden. Seitlich von der Musicstation befinden sich der AUX Eingang sowie der Klinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm für z.B. einen Kopfhörer. Weiterhin befindet sich dort noch ein USB 2.0 Anschluß. Schön gelöst ist hier, werden die Anschlüsse nicht benötigt, verschwinden sie hinter einer Abdeckkappe.

Im Lieferumfang enthaltene Remote

Um die Musicstation zu bedienen und zu steuern, gibt es unterschiedliche Wege. Zum einen können verschiedene Einstellungen direkt am Gerät durchgeführt werden, oder man nutzt die App, zu der wir im nächsten Abschnitt kommen. Wer auf eine gute Fernbedienung großen Wert legt, der ist bei der Teufel Anlage ebenfalls genau richtig. Teufel liefert bei der Musicstation eine tolle Fernbedienung aus Metall mit, die einen sehr guten Eindruck macht. Die Taster haben einen sehr guten Druckpunkt und geben ein sehr gutes Feedback an den Anwender. Die Musicstation reagiert sehr schnell auf die auszuführenden Aktionen.

Wie im vorherigen Abschnitt schon angeschnitten, hält Teufel für die Nutzer einer Musicstation nun auch eine App bereit. Die App ist selbstverständlich kostenfrei und für Android und Apple Nutzer verfügbar.

Um die Ersteinrichtung zu starten, muss die Musicstation direkt am Gerät zum Leben erweckt werden. Auf dem Display erscheint nun die Sprachauswahl, die ebenfalls am Gerät vorgenommen werden muss. Hat man diesen Punkt bestätigt, fragt die Musicstation, ob der Einrichtungsassistent gestartet werden soll. Bejaht dies der Nutzer, kommt die Abfrage, ob die Einrichtung via App oder direkt am Gerät vorgenommen werden soll. Da wir die App uns genauer ansehen möchten, wählen wir natürlich den Punkt App aus. Die Einrichtung haben wir wieder mit einigen Screenshots festgehalten :

Nach starten der App beginnt ein automatische Suchlauf nach bereits installierten Geräten. Der unsere Musicstation aber noch nicht eingerichtet ist, wählen wir "Audiosystem einrichten" aus.

Und los geht es. Wichtig ist auch, dass das Smartdevice mit dem heimischen Netzwerk verbunden ist

Nun muss im WLAN Menü des Smart Device die Teufel Musicstation ausgewählt werden. Die App zeigt nun "Mit Audiosystem verbunden" an

In diesem Punkt kann das Audiosystem benannt werden

Obwohl wir am Gerät schon die Sprache ausgewählt haben, frägt die App diese nochmal ab

Hier muss das WLAN Symbol berührt werden um mit dem WLAN Suchlauf zu beginnen

Nach Auswahl des Netzwerks wird der Lautsprecher gesucht und konfiguriert

Unterstütze Dienste

Unsere Musicstation wurde erfolgreich mit dem Netzwerk verbunden und die Ersteinrichtung ist abgeschlossen

Übersicht

Einstellungen in der App

DAB Auswahl

Unsere Musicstation in der Übersicht

In diesem Punkt kann die Tonqualität ausgewählt werden

Eine Equalizer steht dem Nutzer natürlich auch zur Verfügung. Hier kann der Anwender seine eigenen Vorlieben im Bass- und Hochtonbereich einstellen

Die Ersteinrichtung funktionierte in unserem Fall problemlos und gestaltete sich sehr intuitiv. Allerdings würden wir uns in dieser Preisklasse noch ein paar weitere Einstellmöglichkeiten wünschen. Bei den Denon Home Modellen z.B. kann der Nutzer in der App auswählen, ob der Lautsprecher frei steht oder Wand nah aufgestellt wurde. Dies hat natürlich auch Einfluss auf den Klang.

Klang

Nun beginnen wir unsere Klangtestreihen und möchten wissen, was die Musicstation "klanglich drauf hat". Wir starten die Wiedergabe von "Wonderful Life" von Alter Bridge, allerdings die Live-Version mit dem "The Parallax Orchestra". Die Wiedergabe von Myles Kennedys Stimme gelingt überzeugend: Klar und mit sauberer Kontur. Die Instrumente vom Orchester sind zugleich mit der richtigen Balance wahrnehmbar und werden erstaunlich differenziert wiedergegeben. Natürlich testen wir auch, welchen Einfluss die Dynamore Ultra-Schaltung auf die Klangwiedergabe hat. Dynamore Ultra erzeugt wirklich ein sehr dichtes, weitläufiges Bühnenbild mit einer realistischen Gesamträumlichkeit. Was aber etwas negativ auffällt: die Stimme flacht dadurch etwas ab und verliert an Charisma. Gerade in der gehörten Live-Version ist das herauszuhören. 

Als nächstes auf unserer Playlist ist der emotionale Titel "Shallow" von Lady Gaga feat. Bradley Cooper. Zu Beginn des Titels zupft Bradley an seiner Gitarre, was recht präzise von der Musicstation abgebildet wird. Auch Bradleys Stimme klingt so, wie wir sie kennen, mit einem gut präsentierten Timbre. Was macht aber die Musicstation aus Lady Gagas Stimme? Diese wird klar und lebendig dargestellt, allerdings vermissen wir hier das Rauchige, Spezielle in ihrer Stimme. Auch die Basskraft setzt hier keine neuen Maßstäbe und wir vermissen etwas den Druck bei der Tieftonwiedergabe, gerade dann, wenn es lauter wird.

Wir wechseln das Genre und spielen der Musicstation "Changes" von 2Pac und Talent. Der legendäre Song des verstorbenen Ausnahmekünstlers wird von der Musicstation mit einer tadellosen Präzison und einer guten Substanz wiedergeben Erneut punktet die Musicstation bei der Stimmwiedergabe. Der Tieftonbereich gefällt uns auch, da er rund und relativ exakt wiedergeben wird. Allerdings fehlt uns etwas der Punch.

Als letztes möchten wir noch testen, wie die Musicstation bei DAB klingt und starten die Wiedergabe des Senders "Antenne Bayern". Bei unseren Kalngtestreihen lief auf dem Sender gerade "Whats Love Got To Do With It" von Tina Turner. Auch bei diesem Track gefällt die Gesamtwiedergabe uns sehr gut. Der Titel wird dynamisch mit allen Facetten dem Hörer präsentiert.

Fazit

Für knapp 490 EUR bekommt der Käufer eine im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich erwachsenere Musicstation geliefert, die eine Vielzahl an Wiedergabemöglichkeiten bietet. So hat sie z.B. ein DAB-Radio an Bord sowie einen konventionellen CD-Spieler. Wer aber mehr sein Augenmerk mehr auf moderne Streaming-Möglichkeiten legt, der ist beim Teufel Lautsprecher auch richtig aufgehoben. So kann die Musicstation Internet-Radio, Amazon Music, Spotify sowie Musicdateien aus dem Netzwerk wiedergeben. Optisch setzt sich das Farbdisplay sehr schön in Szene. Bei der Aufstellung hat der Nutzer die Qual der Wahl - die Musicstation zeigt sich von ihrer flexiblen Seite. Zum einen kann sie ganz normal auf einem Sideboard platziert werden. Dank der integrierten Wandhalterung kann auch eine Wandmontage erfolgen. Die im Lieferumfang enthaltene Metallfernbedienung macht einen sehr hochwertigen Eindruck, und die Sensorbedienelemente reagieren schnell auf unsere Berührungen. Klanglich gefällt uns die Musicstation durch eine überzeugende Stimmwiedergabe und eine angenehme Auslegung. Die Dynamore Ultra Technologie lässt den Lautsprecher deutlich größer wirken und vermittelt ein überraschend großes Bühnenbild.

Modernes All-In-One Lautsprechersystem mit Dynamore Ultra Technologie

All-In-One Lautsprecher-System
Datum: 07. Dezember 2020

 

 

Test und Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 07. Dezember 2020

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