TEST: Philips 65OLED810 - Bildstarker OLED-Fernseher mit überzeugendem Gesamtpaket
Einstellung zu Ambilight

Einstellungen bezüglich Ambilight

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Manuelle Stil-Auswahl

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Individuelle Einstellungen bezüglich der Ambilight-Helligkeit, Sättigung, etc.

Ambilight Suite - Sunrise Weckfunktion

Ambilight Suite - Lounge

Ambilight Suite Ambiente-Beleuchtung "Orange" Einstellungen

Ambilight Suite - Sleep

Erweiterte Einstellungen zu Ambilight
Je nach Content lassen sich für Ambilight selbst verschiedene Stile auswählen, man kann aber auch einfach die KI entscheiden lassen, welcher Stil anhand des Inhalts ausgewählt werden soll. Auch die Ambilight Suite ist an Bord. Man kann sich mit Ambilight und Musik wecken lassen, es gibt eine Einschlaf-Funktion und mit "Lounge" startet man stimmungsvolles Ambiente mit Licht und auf Wunsch ebenfalls mit Musik unterlegt. In der Suite lässt sich zwischen zahlreichen vorgefertigten Lichtmodi auswählen.
Bild

Bildeinstellungen

Aus verschiedenen Bildmodi auswählen
Ultra HD Blu-ray Disc, HDR, Mord im Orient-Express
Bevor wir uns der visuellen Präsentation der oben genannten Ultra HD Blu-ray widmen, sehen wir uns die Bild-Presets des Philips 65OLED810 an, die bei HDR-Content mit dem Präfix HDR- versehen sind. Es stehen also zur Verfügung:
- HDR-Persönlich
- HDR-Kristallklar
- HDR-Heimkino
- HDR-Eco
- HDR-Filmmaker Mode
Außerdem noch HDR-Spiel, HDR-Monitor und HDR Calman, wenn das Gerät mit Calman kalibriert wurde. Für eine authentische Darstellung bleiben in der engeren auswahl Heimkino und Filmmaker Mode, wobei wir hier bei kontrollierten Lichtverhältnissen den Filmmaker Mode bevorzugen. Heimkino ist ebenfalls gut und etwas heller, kann also in helleren Räumen eingesetzt werden, die Farben sind aber leicht kühler und nicht absolut originalgetreu. Darüber hinaus sind bei Heimkino direkt diverse Bildoptimierer aktiviert, die beim Filmmaker Mode nicht "scharf geschalten" sind. Diese Optimierer sorgen zwar für ein flüssiges, gleichmäßiges und klareres Bild, haben aber Störartefakte zur Folge, was sich zum Beispiel in Kantenzittern äußert und den typischen Film-Look negativ beeinflusst.
Es ist hier aber nicht so, dass im Filmmaker Mode sämtliche sich auf die Bilddarstellung auswirkende Algorithmen komplett deaktiviert wären. Zum Beispiel ist die Ambient Intelligence aktiv, die für eine automatische Anpassung der Display-Helligkeit an die Lichtverhältnisse im Raum sorgt. Außerdem eine Optimierung von dunklen Details bei hellem Umgebungslicht. Auch eine Zwischenbildberechnung, häufig bei anderen Herstellern im Filmmaker Mode komplett aus, ist hier noch im Modus "Film" aktiv. Wer also gänzlich ohne Frame-Interpolation schauen möchte, muss diese zusätzlich in den Bewegungseinstellungen noch ausschalten.

Unter "Bewegung" wählt man die Zwischenbildberechnung aus

Unterschiedliche Presets für die Frame-Interpolation
Der Filmmaker Mode begeistert mit ausgezeichneten, natürlichen Farben, die aber auch dynamisch und satt daherkommen. Hauttöne gelingen dem Philips OLED-Fernseher exzellent und auch Farbügergänge erfreuen mit einer sauberen Darstellung. Bei nativer 24p-Wiedergabe zeigt der Philips TV eine solide Performance, kann aber Judder nicht gänzlich verstecken. Gerade in der schwierigen Anfangsszene, als die Kamera an der Klagemauer nach unten schwenkt, ist dann leichtes Zittern der Fugen an den Mauersteinen wahrzunehmen und auch die vielen Bewegungen der zahlreichen Besucher am Boden sind nicht vollständig von Artefakten befreit. Der Film-Modus schafft hier deutlich Abhilfe. Mit ihm gelingt eine ruhige und gleichmäßige Kamerafahrt ohne zitternde Kanten, allerdings bilden sich Nachzieheffekte und leichte Unsauberkeiten bei schnell bewegten Objekten. Der Modus "Pures Kino" liegt hier irgendwo dazwischen. Hier ist noch leichter Judder wahrnehmbar, dafür weniger Interpolationsartefakte sichtbar. Der Philips TV zeigt hier die typischen Verhaltensweisen aller modernen Smart TVs und der Anwender kann sich zwischen einer sehr flüssigen und gleichmäßigen Darstellung ohne 24p-Judder, dafür mit leichten Problemen bei schnellen Schwenks, Kamerfahrten und Bewegungen, und einer 24p-Judder-behafteten Darstellung entscheiden. Die Abstufung zwischen Aus, Pures Kino und Film ist hier sehr fein gewählt, zudem gibt es noch den Modus "Persönlich" mit eigenen Einstellungsmöglichkeiten. Der Film-Look und die authentische Farbgebung bleibt erfreulicherweise in jedem Fall erhalten und leidet lediglich bei stärkerem Eingriff, wie z.B. im Modus "Standard". Selbst dann ist die Farbdarstellung noch sehr natürlich, der Look des Bildes aber sehr clean und nicht mehr ganz Kino-gerecht.
Wählt man den passenden Modus, genießt man ein sehr authentisches Kino-Bild, welches gleichzeitig erstaunlich klar, sauber und rauschfrei ist. Eine charakteristische Eigenschaft des Philips OLED-TVs. Was Schwarzwert und Kontrast angeht, ist der Fernseher über jeden Zweifel erhaben und auch die maximale Helligkeit reicht für intensive HDR-Erlebnisse, auch bei etwas Lichteinfall, absolut aus. Dunkle und auch sehr helle Bildbereiche sind fein durchzeichnet und das gesamte Bild wirkt dreidimensional und plastisch. Gesichtszüge und filigrane Details in Nahaufnahmen arbeitet der 65OLED810 exzellent heraus und sorgt für ein greifbares, glaubwürdiges Bild. Die Schärfe ist auf den Punkt exakt gewählt und ermöglicht eine absolut definierte Detailzeichnung ohne Überschärfungen.
Blu-ray Disc (1080p), Upscaling auf 4K, Skyfall
Wir bleiben bei uns sehr gut bekannten Scheiben und lassen den Philips Fernseher das FullHD-Material auf die 4K-Auflösung skalieren. Den Filmmaker Mode behalten wir bei und, ob HDR oder nicht, ist auch hier eine Zwischenbildberechnung im sanften Modus aktiv. Grundsätzlich stehen die identischen Bildpresets zur Verfügung wie bei HDR, nur eben ohne den Zusatz "HDR-" im Namen. Die Hochskalierung des hochwertig produzierten Bond-Filmes bereitet der Philips P5 Engine keinerlei Probleme. Neben der tadellosen Farbdarstellung überzeugt der TV auch hier mit einer hohen, nicht dramatisierten Schärfe und einer sauberen, authentischen Filmdarstellung. Wer genau darauf achtet, erkennt ein leicht gesteigertes Bildrauschen, dass sich aber lange nicht störend auswirkt. In der ersten Szene spielt das OLED-Panel sein Können bezüglich Kontraststärke voll aus. Im dunklen Gang lassen sich an der Täfelung an der Seite und der dunklen Holztür praktisch alle Einzelheiten erkennen und auch der ungleichmäßig und eher schwach beleuchtete Raum, den der 00-Agent betritt, begeistert mit Klarheit und Detailreichtum.
Das Preset "Film" bei der Zwischenbildberechnung gefällt uns hier besonders gut. Kenner werden die leichten Unsauberkeiten des Algorithmus zwar bemerken, hierfür muss man aber schon genau hinsehen. Dafür erhält man selbst bei der Verfolgungsjagd, zunächst im Auto und dann später mit dem Motorrad über den Dächern Istanbuls und auf dem Basar, ein bewegungsscharfes, sehr angenehmes Bild, welches auch mit ausgezeichneter Schärfe und Plastizität überzeugt. Subjektiv etwas stärker ist die Beeinflussung des typischen Film-Looks, wirklich auffallend ist dies aber nur im direkten Vergleich mit vollständig deaktivierter Frame-Interpolation. Das bei aktivierter Zwischenbildberechnung generierte Bild ist etwas zu sauber, aber es gibt ja immer noch die Möglichkeit, auf den Modus "Pures Kino" oder eine benutzerdefinierte Einstellung zurückzugreifen. Unterschiedliche Tiefenebenen differenziert der OLED-TV ausgezeichnet und liefert auch bei FullHD-Material ein äußerst plastisches, nahezu greifbares Bild. Knackig und intensiv, aber originalgetreu sind auch die Farben im SDR-Betrieb. Das saubere, sehr fein detaillierte Bild mit hoher, aber nicht übertriebener Schärfe begeistert auch beim Upscaling den anspruchsvollen Bild-Enthusiasten.
Live TV (DVB-C)

EPG
Bei der Wiedergabe von Live TV muss der Philips 65OLED810 das Signal intern auf die native Paneläuflösung von 4K hochskalieren. Der KI-Bildmodus "Heimkino" bietet sich hier durchaus an. Zwar sind grundsätzlich die Farben im Filmmaker Mode noch etwas natürlicher, dafür wird dort auch auf weitere Bildoptimierer verzichtet, was zu einem etwas softeren Bildeindruck führt. Im TV-Alltag sind die etwas intensiveren Farben im Heimkino-Modus vertretbar und das Preset ist, ebenso positiv für das alltägliche Fernsehen auch bei externem Lichteinfall, etwas heller gegenüber dem Filmmaker Mode, der eine besonders authentische Film- und Seriendarstellung in den Fokus nimmt.
Das Bild ist ruhig, stabil und angenehm scharf, ohne dass eklatante Treppenstufenbildung oder sonstige Überschärfungsartefakte zu sehen wären. Bei stärkerem Lichteinfall ist das Panel nicht vollständig frei von Spiegelungen, trotzdem kann man das Geschehen problemlos und ohne wirklich störende Reflektionen betrachten, sofern es sich nicht um sehr dunkle Bildinhalte handelt. Überzeugend ist die geringe Ausprägung von Rauschen und, auch dank des exzellenten Kontrastes, die Plastizität und räumliche Wirkung des Bildes. Verschiedene Bildebenen kann man klar ausmachen und auch hintere Bereiche gefallen mit einem sauberen und fein detaillierten Bild. Auch Bewegungen und Kameraschwenks quittiert der Philips OLED-Fernseher mit Ruhe und ohne ausgeprägte Nachzieheffekte. Der Fokus liegt auf angenehmer, entspannter Betrachtung und prägnanter Farbgebung. Besonders hervorzuheben ist die hohe, aber nicht überzogene Gesamtbildschärfe in 65 Zoll sowie die geringe Rauschbildung. Upscaling-Artefakte bleiben fast vollständig aus, nur bei Schriften im Bild lässt sich manchmal leichtes Kantenzittern an den Buchstaben erkennen.
- Auf der nächsten Seite beschreiben wir unsere Klangeindrücke und ziehen das Gesamt-Fazit
Tags: 4K OLED-Fernseher • 4K OLED-TV • Ambilight • Fernseher • OLED • OLED-Fernseher • Philips • TV












