XXL-TEST: Ultra HD-Dreamteam? Samsung TV 55KS9090 und Ultra HD-BD-Player UBD-K8500

Samsung UE55KS9090 Front Seitlich1

Wir haben das Glück, dank Samsung nun endlich eine komplette Ultra HD/HDR-Kette testen zu können: Den 55 Zoll-Ultra HD-Premium-TV KS9090 im Curved-Shape mit 1.000 Nit-Panel für reibungslose High Dynamic Range-Wiedergabe (2.799 EUR) in Kombination mit einem der ersten hierzulande für 499 EUR erhältlichen Ultra HD-Blu-ray-Player UBD-K8500. Der Player ist ebenfalls uneingeschränkt HDR-kompatibel und mit zwei HDMI-Ausgängen versehen. Er tritt sehr kompakt auf und ist im Curved-Design gehalten. Während der UBD-K8500 die Signale von 3D-Blu-rays ausgeben kann, nutzt das in Verbindung mit dem 2016er Ultra HD-Modell KS9090 nicht mehr viel – Samsung hat sich die 3D-Wiedergabe bei allen 2016er Modellen gespart. Man kann die Kette, bestehend aus KS9090 und UBD-K8500, nicht nur mittels mitgelieferter Fernbedienung, sondern auch mittels App bedienen.

Samsung UBD-K8500 Front Seitlich1

Perfekte Ergänzung zum KS9090: Der UBD-K8500 für 499 EUR

Anschlüsse 55KS9090

Der 55KS9090 wird mit der sogenannten „One Connect Box“ ausgeliefert. Komischerweise kann an diese alles angeschlossen werden, nur das Ethernet-Kabel, bei kabelbasierter Einbindung ins Heimnetzwerk, wird nach wie vor direkt am TV befestigt. 

Samsung UE55KS9090 One Connect Box3

Vier HDMI-Eingänge, Eingänge für den DVB-S2-Doppeltuner (bei Sat immer zwei Buchsen für vollständige Twin Tuner-Nutzung erforderlich), One Connect Systemanschluss zum TV

Samsung UE55KS9090 One Connect Box2

Zwei USB 2.0 Buchsen, keine USB 3.0 Buchse an der One Connect Box

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Optischer Digitalausgang 

Samsung UE55KS9090 Anschluesse Rueckseite

Weiterer USB 2.0 Anschluss am TV, 1 x CI+ Slot, Lan-Buchse, One Connect-Kabelterminal

Die Anschlussbestückung des KS9090 ist nicht perfekt. Es gibt zwar insgesamt drei USB-Buchsen, aber keine entspricht dem Standard 3.0. Des weiteren gibt es nur einen CI+ Slot. Wenigstens finden sich vier HDMI-Terminals. Analoge Videoformate werden nicht mehr unterstützt, auch nicht per Adapter. 

Anschlüsse UBD-K8500

Samsung UBD-K8500 Anschluesse Rueckseite

Nicht eben üppig: Analoge Audioausgänge bringt der UBD-K8500 ebenso wenig mit wie einen koaxialen Digitalausgang

Samsung UBD-K8500 Rueckseite Seitlich

Rückseite in der Komplettansicht. Gut zu erkennen: Der Lüfter

Ganz klar gibt sich der UBD-K8500 als Vertreter der HDMI-UHD-Ära zu erkennen, wenn es um die Anschlussbestückung geht. Es finden sich gleich zwei HDMI-Terminals (eines kann separat als Audio-HDMI-Verbindung zum AV-Receiver gehen, was dann vorteilhaft ist, wenn der AVR noch nicht über HDMI 2.0 Terminals mit HDCP 2.2 verfügt) und ein HDMI-Terminal ist dann für die Verbindung mit dem Bildwiedergabegerät zuständig. Außer den beiden HDMI-Buchsen gibt es nur noch eine Lan-Buchse sowie einen konventionellen optischen Digitalausgang. Es finden sich weder analoge Audioausgänge noch ein koaxialer Digitalausgang. 

Verarbeitung 55KS9090

Samsung UE55KS9090 Verarbeitung

Schicker schmaler Rahmen am KS9090

Samsung UE55KS9090 Standfuss

Standfuß von vorn in klassisch-eleganter Optik

Samsung UE55KS9090 Standfuss Rueckseite

Auch von hinten präsentiert sich der Standfuß in edler Verfassung

Samsung UE55KS9090 Rueckseite Seitlich

Die „cleane“ Rückseite sorgt dafür, dass man den KS9090 frei im Raum aufstellen kann

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Sehr kompakt gehalten und komplett aus Kunststoff: Die One Connect Box

Der 55KS9090 sieht ausnehmend elegant aus. Der schmale Rahmen sorgt für eine zeitlos schicke Optik, und auch der eher klassisch anmutende Standfuß fügt sich nahtlos ins optische Gesamtkonzept ein. Sein Punktekonto füllt der Ultra HD-TV mit der „cleanen“ Rückseite weiter an. Dadurch, dass der TV auch von hinten sehr edel aussieht, kann man ihn nach Wahl auch völlig frei im Raum positionieren. Wenig Beifall gibt es für die Anmutung der im Vergleich zu früheren Generationen nochmals kompakteren One Connect Box. Gut, Samsung wird mit einem gewissen Recht gedacht haben, dass diese in den meisten Fällen sozusagen „im Verborgenen“ operiert und nicht auf dem sprichwörtlichen Präsentierteller steht, aber der verwendete Kunststoff mit dem Pseudo-Alu-Design auf der Oberseite wirkt doch arg schlicht, bedenkt man die Preisliga, in der sich der 55KS9090 befindet. Die einzige im Lieferumfang enthaltene, sehr kompakte Fernbedienung ist ebenfalls aus qualitativer Sicht ein Rückschritt gegenüber den Topmodellen der 2015er Generation.

Samsung UE55KS9090 Fernbedienung

Die aktuelle Samsung Smart Remote

Samsung UE65JS9590 Fernbedienungen

Stand 2015: Zwei Fernbedienungen im Lieferumfang, und die Smart TV Remote wirkt edler als die 2016er Version

Die Smart Remote des vergangenen Jahres kam deutlich attraktiver daher und hinterließ bilanzierend einen nobleren Gesamteindruck. 

Verarbeitung UBD-K8500

Samsung UBD-K8500 Front Seitlich3

Curved-Shape beim UBD-K8500, somit ist eine perfekte Optik in Verbindung mit einem Samsung Curved TV gegeben

Samsung UBD-K8500 Bedienelemente Oberseite

Schick integrierte, aber unbeleuchtete Bedienelemente mit gutem Druckpunkt

Samsung UBD-K8500 Disc Schublade

Laufwerkslade mit preisklassenüblicher Lagerung, Optik und Haptik

Samsung UBD-K8500 Verarbeitung

Kein echtes Alu, nur Kunststoff in „gebürsteter“ Optik

Samsung UBD-K8500 Fernbedienung

Die mitgelieferte Fernbedienung ist extrem kompakt, qualitativ geht sie in Ordnung

Samsung UBD-K8500 Innenleben Gesamt

Innenleben des UBD-K8500 in der Übersicht

Samsung UBD-K8500 Innenleben1

Geschirmtes Laufwerk

Samsung UBD-K8500 Innenleben2

Gut zu erkennen: Der Lüfter

Samsung UBD-K8500 Innenleben3

Netzteilsektion

Der UBD-K8500 präsentiert sich mit kompakten Abmessungen im Curved-Shape. Die wenigen Bedienelemente sind elegant ins Gehäuse integriert. Der Player besteht komplett aus Kunststoff, die Oberflächen-Optik soll an gebürstetes Aluminium erinnern, was aber nur bedingt gelingt. Die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung ist äußerst kompakt und von befriedigender Qualität. Im Geräteinneren findet man erstaunlich viele Baugruppen und immerhin ein geschirmtes Laufwerk. Dadurch hebt sich der UBD-K8500 doch von manchem günstigeren Modell ab. Der Aufbau erscheint uns recht sauber, es finden sich zudem kaum Verbindungskabel. 

Handhabung 55KS9090

Samsung UE55KS9090 Screenshot 1

Gleich kann die Einrichtung starten

Samsung UE55KS9090 Screenshot 2

Erklärung der Samsung Smart Remote

Samsung UE55KS9090 Screenshot 3

Internet-Verbindung wahlweise kabellos oder kabelgebunden

Samsung UE55KS9090 Screenshot 4

Land auswählen

Samsung UE55KS9090 Screenshot 5

TV-Quelle auswählen

Samsung UE55KS9090 Screenshot 6

Sendersuchlauf

Samsung UE55KS9090 Screenshot 7

DVB-S2 Sendersuche

Samsung UE55KS9090 Screenshot 8

Auswahl der richtigen Service-Liste

Samsung UE55KS9090 Screenshot 9

Nun ist die Suche nach Sendern beendet

Natürlich verfügt der 55KS9090 über einen Assistenten, der bei der Ersteinrichtung hilft und das Koppeln der Fernbedienung, die Einbindung des TVs ins Heimnetzwerk und die Installation der Sender übernimmt. Der  55KS9090 ist mit einem Twin-Tuner für DVB-S2/DVC-C/DVB-T/DVB-T2 ausgestattet. 

Samsung UE55KS9090 Fernbedienung

Smart Remote des Jahrgangs 2016

Samsung, wie könnte es anders sein, hat erneut einen neuen „2016er Smart Hub“ präsentiert. Im Lieferumfang des KS9090 befindet sich überdies nur eine Smart-Fernbedienung, die sehr kompakt ist und nur wenige Tasten offeriert. Bei denn 2015er Modellen gab es eine Smart TV-Fernbedienung und eine konventionelle Remote, bei unserem KS9090 lag nur die kompakte Multimedia-Remote bei. Oben links ist die Standby-Taste, darunter liegt die Ziffern-Taste („123“), mit der man mittels Einblendung unten auf dem Bildschirm z.B. gezielt einen TV-Sender anwählen kann. Unten sind zwei silberne, gleichförmige Tasten für Lautstärke-Steuererung und Kanalwahl. Die Lautstärke erhöht oder senkt man ab, indem man den silbernen Knopf nach unten beziehungsweise nach oben zieht. Drückt man die Lautstärketaste, wird die Mute-Funktion aktiviert. Durch Ziehen nach unten oder drücken nach oben werden auch die Sender durchgeschaltet, drückt man die Taste, landet man im EPG des gerade aktiven Programms. Weiter findet sich ein zentrales Navigationselement, aber kein Touchpad. Das Navigationselement ist gut bedienbar, die Druckpunkte sind recht klar definiert. Unter dem Navigationselement befinden sich noch die „Zurück“-Taste, erkennbar am entsprechenden Pfeil, die „Home“ Taste und eine „Play-/Pause“ Taste.

Samsung UE55KS9090 Screenshot 10

Smart Hub 2016

Samsung UE55KS9090 Screenshot 11

Übersichtliche Symbolik
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App-Store

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Games-Sektion

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Web Browser

Der Smart Hub präsentiert sich in etwas veränderter Optik, wenngleich das Grundprinzip sich nicht verändert hat. Mittels einer Leiste unten im Bildschirm kann man aus jeder Betriebsart – z.B. aus dem Live-TV-Betrieb –  zu verschiedenen Apps (z.B. Video-On-Demand-Dienste) und z.B. zum Web Browser wechseln. Alle Inhalte, ob TV-Sender, externes Wiedergabegerät oder Streaming-Dienst sollen mit maximal drei Klicks erreichbar sein. Daher hat Samsung den Smart Hub noch etwas „smarter“ gemacht und eine zweite Leiste über der bisherigen eingefügt. Damit kann man dann z.B. bei einem VoD-Dienst direkt die korrekte Episode aus der neuen Leiste wählen, die dann bei Bestätigung automatisch gestartet wird. Inhalte lassen sich so bereits durchsuchen, ohne dass die App vorher gestartet werden muss.

Links unten sind noch die Einstellungen, die Eingangswahl und die Suchfunktion. Wählt man das Zahnrad für „Einstellungen“, landet man nicht sofort im gesamten Einstellungsmenü, sondern kann direkt „aus der Leiste heraus“ Grundeinstellungen ändern: Z.B. den Bildmodus, die Art der Tonausgabe (TV-Lautsprecher oder externe Lautsprecher) und den Tonmodus. Das ist recht praktisch. Wer aus der entsprechenden Smart Hub-Zeile auf „Apps“ geht, landet umgehend im App-Store. Dieser ist unterteilt in „Eigene Apps“, „Sehr beliebt“, „Video“, „Lifestyle“ und „Entertainment“. Die Navigation geht zügig voran, es kommt kaum zu Verzögerungen. Unseren Eindrücken nach agiert die 2016er Variante des Samsung-eigenen Tizen Betriebssystems deutlich flotter als die erste Variante, die in den 2015er Modellen zum Einsatz kam – was wir damals auch kritisiert hatten. 

Mittels des eingebauten Mikrofons ist es natürlich möglich, den TV mittels Sprachsteuerung zu handhaben. 

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Kurze Ladezeiten sprechen für den KS9090, der auch HiRes-Audio-Files bis 192/24 wiedergibt

Sehr gut gefallen uns die sehr kurzen Ladezeiten, z.B. wenn Musik, Fotos oder selbst Ultra HD-Videos übers Netzwerk vom Home Server geladen werden. Hier ist uns bislang kaum ein Device untergekommen, das so schnell auf die im Netzwerk befindlichen Content-Geräte zugegriffen hat. Die Wiedergabe erfolgt meist unterbrechungsfrei. Auch Updates, die sich der TV aus dem Netz holt, werden zügig und ohne Probleme installiert. Insgesamt scheint der KS9090 mit einem äußerst leistungsfähigen Prozessor (Quad Core CPU laut Samsung-Angaben) ausgestattet zu sein, der nie überlastet und überfordert wirkt. Das Öffnen mehrere Apps kurz hintereinander lässt ihn auch nicht „außer Atem“ kommen. Dass auch das Upscaling niedriger auflösender Bildinhalte auf die native Panelauflösung so ausgezeichnet ist, ist ebenfalls ein Hinweis auf die Performance-starke CPU-Einheit. 

Handhabung UBD-K8500

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Home-Menü

Samsung UBD-K8500 Screenshot 2

Menüpunkt „Multimedia“

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Verfügbare Netzwerkgeräte

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Zugriff auf NAS-System

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Der UBD-K8500 gibt auch HiRes Audio-Dateien wieder

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Auch beim Player gibt es einen Smart Hub und viele Apps

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Smart Hub Einrichtungsassistent

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Setup ist abgeschlossen

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Auch ein Web Browser ist im UBD-K8500 integriert

Samsung UBD-K8500 Screenshot 17

Samsung Apps auf dem UBD-K8500

Gleich zu Beginn müssen wir Kritik üben, denn der UBD-K8500 bringt kein Gerätedisplay mehr mit. Der Ultra HD Blu-ray-Player bringt ebenfalls eine Menge medialer Ausstattungsmerkmale mit, wie man es von von Samsung-Devices generell her kennt. Die Navigation mittels der im Lieferumfang enthaltenen Fernbedienung geht prinzipiell einfach vonstatten. Wer allerdings große Hände hat, wird nicht richtig glücklich mit der Fernbedienung. Das Hauptmenü des Ultra HD Blu-ray-Players ist unterteilt in drei große Symbole, Disk wiedergeben (falsch geschrieben – „Disc“ wäre richtig), Multimedia und Samsung Apps. Darunterliegend folgen dann App-Empfehlungen, die eigenen Apps sowie Screen Mirroring und das charakteristische Zahnrad – dort geht es zu den Einstellungen.

Samsung UBD-K8500 Screenshot 7

Bildeinstellungen

Samsung UBD-K8500 Screenshot 8

Toneinstellungen. Ab Werk steht der Digitalausgang auf PCM, wer einen modernen AVR in Verbindung mit dem UBD-K8500 betreibt, muss hier „Bitstream“ einstellen 

Samsung UBD-K8500 Screenshot 9

Netzwerk-Einstellungen

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Netzwerk-Status

Samsung UBD-K8500 Screenshot 11

Systemeinstellungen

Das Einstellungsmenü für Bild-, Ton- Netzwerk- und Systemeinstellung ist im Stil so gehalten, wie man es seit Jahren von Samsung BD-Playern her kennt. Wir sehen das nicht als Nachteil an – so ist der Wiedererkennungswert entsprechend hoch, und die Bedienung geht einfach von der Hand. Natürlich ist es möglich, auch den UBD-K8500 wahlweise kabelgebunden oder drahtlos ins Netzwerk zu Hause zu integrieren. Die drahtlose Variante umfasst, wie mittlerweile üblich, auch eine WPS (WiFi Protected Setup) Variante mit Push Button-Funktion. Innerhalb von 120 Sekunden oder 2 Minuten drückt man hier die entsprechende Taste am Router, und innerhalb kürzester Zeit steht eine stabile Verbindung. Auch wenn der UBD-K8500 kabellos eingebunden ist, sind die Reaktionszeiten angenehm kurz. Möchte man 192 kHz/24-Bit Flac-HiRes-Musikdateien wiedergeben, ist das gewünschte Lied innerhalb kurzer Zeit geladen. Hervorragend sind die kurzen Ladezeiten (per WLAN), wenn wir einen Ultea HD Videoclip in 3.840 x 2.160 Pixeln laden. Unser Eindruck auch beim Player: Im Inneren werkelt eine sehr leistungsfähige CPU-Einheit, die alle Operationen locker managt. Auch die exzellenten Eigenschaften später in der Bildwertung beim Upscaling lassen diese Vermutung zu. 

Ausstattung/Merkmale des KS9090

Merkmale des Video-Signalverarbeitung

  • SUHD Remastering
  • Supreme Motion
  • PQI (Picture Quality Index): 2400
  • HDR 1000 Panel
  • Dynamisches Kontrastverhältnis: Mega Contrast
  • Supreme UHD Dimming
  • Precision Black/Ultra Black
  • Auto Depth Enhancer
  • Auto Motion Plus
  • Film Modus
  • Peak Illuminator Pro

Generelle Audio-Eigenschaften:

  • Dolby Digital Plus
  • DTS Codec
  • Ausgangsleistung (RMS): 60 W
  • Lautsprecher-Typ: 4.1-Kanal (Down Firing + Front Firing) – Woofer
  • Soundmodus für Wandmontage
  • Multiroom-Unterstützung
  • TV SoundConnect
  • Bluetooth-Kopfhörer Unterstützung

Übersicht über die Formate, die der KS9090 wiedergeben kann:

  • Video: 316 BP/MP/HP, HEVC (H.265 – Main, Main10,
    Main4:2:2 10), Motion JPEG, MVC, DivX
    3.11/4/5/6, MPEG4 SP/ASP, Window Media
    Video v9 (VC1), MPEG2, MPEG1, Microsoft
    MPEG-4 v1/v2/v3, Window Media Video
    v7(WMV1)/ v8(WMV2), H263 Sorrenson, VP6, VP8, VP9, RV8/9/10 (RV30/40)
  • Audio: MPEG, MPEG4, FLAC, OGG,
    WMA, wav, midi, ape, AIFF, ALAC – Container: AVI, MKV, ASF, MP4,
    3GP, MOV, FLV, VOR, VOB, PS,
    TS, SVAF – Dateiendung: avi, mkv, asf, wmv, mp4,
    mov, 3gp, vro, mpg, mpeg, ts, tp, trp,
    mov, flv, vob, svi, m2ts, mts, divx,
    webm, rmvb, mp3, m4a, mpa, aac,
    flac, ogg, wma, wav, mid, midi, ape,
    aif, aiff, m4a

Übersicht über Abmessungen/Gewicht/Mitgeliefertes Zubehör

  • Abmessungen (B x H x T) mm: Maße ohne Fuß (mm): 1226,0 x 713,2 x 51,8,  Maße mit Fuß (mm): 1226,0 x 800,0 x 376,0, mit Verpackung (mm): 1328 x 812 x 172 Gewicht (kg)
  • Gewicht ohne Fuß (kg): 17,9, Gewicht mit Fuß (kg): 20,0. Gewicht mit Verpackung (kg): 26,7
  • Lieferumfang/Zubehör: Fernbedienung: Smart mit Mikrofon, Stromkabel, Anleitung 
Bild

Klar dürfte sein, dass die Bildwertung in diesem Check den Haupt-Part einnimmt. Leider, dies müssen wir an dieser Stelle gleich vorausschicken, hatten wir als Ultra HD-BD nur den Film „Der Marsianer“ vorliegen, den Samsung bei der ersten Charge des UBD-K8500 sozusagen „serienmäßig“ mitliefert. Doch dazu später mehr.

Ultra HD Premium

Wenden wir uns dem KS9090 zu. Er trägt das Ultra HD Premium-Logo. Was hat es damit auf sich? Samsung sieht die hauseigene SUHD-Technologie mit Quantum Dot-Panel als ideale Basis, die Ultra HD Premium-Spezifikationen umzusetzen. 

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10 Bit Farbtiefe als Grundvoraussetzung

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HDR 1000 Panel mit 1.000 Nit Leuchtkraft

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Ultrahoher Kontrast, tiefes Schwarz

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Samsung erfüllt die Ultra HD-Premium-Vorgaben souverän 

Ultra HD Premium ist eine definierte Spezifikation der UHD Alliance. Wenn ein TV dieses Logo trägt, muss er hohe Anforderungen an die visuelle Leistungsfähigkeit erfüllen. Nur TVs, die High Dynamic Range-Content (HDR-Content) wiedergeben können, werden als „Ultra HD Premium“ TV definiert. Ein Ultra HD Premium-Display hat minimal 3.840 x 2.160 Bildpunkte Auflösung und minimal 10 Bit Farbtiefe. Ein Minimum von 90 Prozent des P3 Farbraums muss dargestellt werden können. Der DCI P3 Farbraum ist nicht identisch mit dem BT.2020/ Rec.2020 Farbraum der ITU. Weiter legt die Ultra HD Premium Norm einen minimalen Dynamikumfang fest, den der TV erfüllen muss: Option 1 ist ein Helligkeitspeak von mehr als 1.000 Nits und weniger also 0,05 Nits Schwarzpegel. Oder aber mehr als 540 Nits Maximalhelligkeit und weniger als 0,0005 Nits Schwarzpegel.

HDR

Beide Devices, der KS9090 und auch der UBD-K8500, können HDR-Content wiedergeben. Was verbirgt sich hinter High Dynamic Range? Bei HDR-Content handelt es sich um Bildmaterial mit besonders hohem Dynamikumfang. Vorzug dieser Form eines digitalen Bildes ist die Fähigkeit, enorme Helligkeitsunterschiede darstellen zu können. HDR ist ein absolutes Trend-Feature bei 2016er UHD-TVs. Allerdings brauchen die TVs ein spezielles Display, was die erforderliche hohe Maximalhelligkeit überhaupt darstellen kann (1.000 Nit-Display als Mindestanforderung). HDR-Material kann von entsprechend geeigneten Kameras kommen (selbst die Kamera z.B. im iPhone von Apple unterstützt HDR). Früher musste HDR-Content in Low Dynamic Range (LDR) Material umgewandelt werden, weil die Panels HDR-Content nicht anzeigen konnten. Dabei wurden die Helligkeitskontraste deutlich reduziert (Dynamik-Kompression/Tone Mapping). Vorzüge von HDR-Content: Über- sowie Unterbelichtungen werden eliminiert, Bilddetails kommen sehr viel besser heraus. Das sieht man sehr gut, wenn z.B. auf dem HDT-geeigneten Display die Skyline von Shanghai oder New York nachts zu sehen sind. Detaillierung, Leuchtkraft und Maximalkontrast sind deutlich verbessert. Auch ein Gebirgspanorama während des Sonnenuntergangs beispielsweise gewinnt, wenn es HDR-Content ist, sichtbar an Qualität. Ein normales LDR-Bild hat nur 256 verschiedene Helligkeitsstufe, ein HDR-Bild hingegen kann Werte von 0,18 bis 560 vorweisen. Speziell Details in hellen Bildteilen werden bei HDR-Content viel besser sichtbar. Verschiedene Ultra HD-BDs haben HDR-Content (nicht alle), die beiden bislang angekündigten/erhältlichen Ultra HD-BD-Player von Samsung (UBD-K8500) und Panasonic (DMP-UB900) sind in der Lage, HDR-Inhalte auszugeben. Auch Video-On-Demand-Dienste werden Inhalte in HDR bereitstellen, teilweise ist bereits Content verfügbar. Um HDR auf dem KS9090 wiedergeben zu können, muss im Menü die Funktion „HDMI UHD Colour“ aktiviert sein (für jeden Eingang individuell zu konfigurieren). Im Betrieb erscheint ein Popup auf dem Screen, dass HDR-Inhalt wiedergegeben wird. 

Video-EQ KS9090

Samsung UE55KS9090 Screenshot 19

Der Bildmodus „Film“ passt am besten

Samsung UE55KS9090 Screenshot 20

Zwei „Spezial“-Modi

Samsung UE55KS9090 Screenshot 21

Praktisch alle Bild-Parameter finden sich unter den „Experteneinstellungen“

Samsung UE55KS9090 Screenshot 22

Weitere Experteneinstellungen

Samsung UE55KS9090 Screenshot 23

Natürlich fehlt auch der Weißabgleich (wahlweise 2 oder 10 Punkte) nicht

Wie sieht der Video-EQ des KS9090 aus? Wir stellen ihn hier hinsichtlich der Justagemöglichkeiten vor. Zunächst weist der KS9090 vier Bildmodi auf. Dynamisch, Standard, Natürlich sowie Film. Es findet sich dann noch die Option „Spezialmodus“: Sport-Modus sowie Spiele-Modus sind hier anwählbar. Anschließend kommt gleich der Menü-Punkt „Bildformat“. 16:9 Standard oder Benutzerdefiniert kann man hier aussuchen. Verwendet man „Benutzerdefiniert“, kann man selbst das Seitenverhältnis so auswählen, dass es für die gerade aktuelle visuelle Umgebung besonders gut geeignet ist. Unter „Bildformat“ folgt „Picture in Picture“ (PIP). Hier hat man im Submenü folgende Parameter: TV-Empfang, Kanal, Größe, Position sowie Tonquelle.

Der eigentliche Video-EQ ist bei den Samsung-TVs des Modelljahres 2016 unter „Experten-Einstellungen“ untergebracht. Hier entdecken wir die folgenden Justage-Möglichkeiten: Hintergrundbeleuchtung, Helligkeit, Kontrast (jawohl! Samsung hat verstanden, erst Helligkeit, dann Kontrast – ausgezeichnet!), Schärfe, Farbe, Farbton, Bildeinstellungen anwenden (für alle Quellen oder selektiv), Digital aufbereiten (Verringerung des Bildrauschens), Klare Analoganzeige (Reduziert das diagonale Rauschen im Bild, das durch die Überlagerung von Signalen entsteht), Frame Interpolation „Auto Motion Plus“ (arbeitet sehr effektiv, sorgt für scharfe, flüssige Bewegungen. Man kann die Funktion deaktivieren, auf Automatik setzen oder auf Benutzerdefiniert. Wählt man letztere Option, kann man selber die Intensität der Unschärfeminderung und der Judder-Minderung bestimmen sowie „LED Clear Motion“ ein- oder ausschalten), Smart-LED (hier wird die Helligkeit einzelner Bildschirmbereiche geregelt, um so automatisch einen optimalen Kontrast zu erhalten), Filmmodus, HDMI UHD Color (schon weiter oben erwähnt, für HDR-Darstellung), HDMI-Schwarzpegel, Optimalkontrast, Farbton (Warm1, Warm2, Standard, Kalt. Wir empfehlen Warm2), Weißabgleich (2 oder 10 Punkte. Bei 2 Punkten: R-Offset, G-Offset, B-Offset, R-Gain, G-Gain, B-Gain. Bei 10 Punkten: Intervall in Prozent, Rot, Grün, Blau), Gammakorrektur, nur-RGB-Modus, Farbraum (Auto oder Nativ oder Benutzerdefiniert. Bei der Wahl von „Benutzerdefiniert“ kann man den Farbraum individuell anpassen). Insgesamt eine gute und recht sinnvolle Auswahl im Video-EQ. Wünschenswert wären für die Zukunft noch individuelle Rauschfilter (z.B. für Moskito-Rauschen, Farbrauschen, MPEG-Artefakte etc.) und ISF-Modi für Tag und Nacht. 

Bildeinstellungen UDB-K8500

Samsung UBD-K8500 Screenshot 6

Der UBD-K8500 und seine Bild-Parameter

Samsung UBD-K8500 Screenshot 7

HDMI Deep Color kann an- oder ausgeschaltet werden 

Hier von „Video-EQ“ zu sprechen, wäre übertrieben. Was kann man beim UDB-K8500 einstellen? Sehr unwichtig in unserer Kette ist die Option „3D-Einstellungen“, was daran liegt, dass Samsung bei den 2016er TVs gänzlich auf 3D verzichtet, demnach also auch beim KS9090, den wir zum Test hier haben. Zweite Bildeinstellungs-Option ist „TV-Format“ (16:9 Original, 16:9 Voll, 4:3 Letterbox, 4:3 Passend), es folgt „BD Wise“, anschließend die relativ wichtige Option „Auflösung“: Auto, 2.160p, 1.080p, 1.080i, 720p, 576/480p sind hier anwählbar. Dann, beim nächsten Menüpunkt, deaktiviert man 24 Hz oder setzt die Funktion auf „Auto“. Für Smart Hub und Screen Mirroring kann im nun kommenden Menüpunkt die Bildgröße eingestellt werden. Wieder erscheint anschließend ein wichtiger Parameter: „HDMI Farbformat“: Auto, YCbCr (4:4:4), RGB (Standard) oder RGB (Erweitert). Letzte Option ist der Punkt „HDMI Deep Color“ (an oder aus).

Bildeindrücke Ultra HD-Blu-ray „Der Marsianer“ ab Filmbeginn

Gleich schon in den ersten Sekunden des Films fallen uns verschiedene Sachen auf:

  • Der KS9090 ist ein Edge LED-TV, trotzdem erzielt er ein satt und tief wirkendes Schwarz. Nur leichte Inhomogenitäten bei der Helligkeitsverteilung, nach wie vor allerdings ist zu einem Direct LED TV ein Unterschied erkennbar. 
  • Es sind sehr viele Sterne in den unendlichen Weiten der Galaxie sichtbar
  • Die rötliche Marsoberfläche wird sehr facettenreich wiedergegeben, kleine Farb-Differenzen kommen glaubwürdig heraus
  • Das Bild erscheint ungemein plastisch
  • Gesamt- und Detailkontrast sind auf hohem Level
  • Minimale Unschärfen bei der leichten Drehbewegung des Planeten. Diese kann man erfolgreich weitgehend eliminieren, wenn man die Frame Interpolation aktiviert (auf „Auto“).

Nachdem nun die Planetenoberfläche gezeigt wird und die Astronauten ins Bild rücken – mit aktivierter Frame Interpolation – ist zu beobachten:

  • Kaum Ruckeln, saubere Kamerafahrten
  • Sehr guter Detailkontrast, auch Gesteinsformationen, die im Schatten liegen, werden detailreich abgebildet
  • Hohe Panoramawirkung des Bildes, die Mars-Felsformationen im Hintergrund treten plastisch und scharf hervor
  • Aber: Schärfe-Plus der Ultra HD-BD fällt in diesen Sequenzen nicht allzu hoch aus
  • Beim Heranzoomen des Bildes allerdings sehr gute Bildschärfe, enorm gute Detaillierung des Astronauten-Anzugs. Triebwerke der Rakete – die metallische Oberfläche erscheint ungemein realistisch. Ebenso die Standfüße, mit denen die Rakete auf der Marsoberfläche steht.
  • Der Boden mit den Steinen in allen Größen wirkt sehr realistisch, insgesamt aber nur geringfügig exakter durchmodelliert als bei qualitativ überzeugend hochskalierter Blu-ray

In der Kontrollstation/Das Innere der Rakete:

  • Leichtes Bildrauschen
  • Sehr saubere Farbwiedergabe
  • Präzise Herausmodellierung der Gesichter des Personal
  • Beim Umlegen der Schalter für den Start sehr präzise Detaillierung
  • Monitoranzeigen wirken sehr authentisch

Insgesamt wirkt das Bild enorm detailreich, die Gesamtbildschärfe ist nicht unnatürlich hoch. Doch das haben wir auch schon bei sehr gut hochskalierten BDs beobachtet. Wir kennen natives HDR-Material, welches wir auf unserem Server abgelegt haben, das deutlich besser die Vorzüge bei Gesamtbildschärfe und Detailschärfe präsentieren kann. Der große Dynamikumfang – es handelt sich um HDR-Content – ist sehr gut erkennbar. Leuchtende Scheinwerfer erscheinen enorm hell und somit realistisch, gleichzeitig kommen in dunklen Sequenzen, während des Unwetters, kleine Einzelheiten deutlich besser als bislang gekannt zum Tragen. Der „Marsianer“ ist nicht perfekt geeignet, um die Vorzüge der Ultra HD-BD zu demonstrieren, denn er ist teilweise neu gerendert worden, teilweise auch nicht, was keine durchgängig perfekte Ultra HD-BD-Qualität ermöglicht. Insgesamt sticht der Dynamikumfang hervor, die Gesamtbildschärfe ist nicht besser als bei einer hochwertig hochskalierten BD mit gutem Quellmaterial. Die Curved-Bauform des KS9090 mit im Vergleich zu früheren Modellen geringerer Stärke der Krümmung sorgt für eine erkennbare Steigerung der visuellen Gesamtplastizität. 

Ultra HD-Demomaterial von Florian Friedrich, zugespielt direkt vom Home Server

Deutlich besser kann man die Vorzüge der Ultra HD-Auflösung und der hervorragenden Display-Qualitäten des Samsung 55KS9090 ironischerweise bei schon bald 2 Jahre altem Ultra HD-Material in 3.840 x 2160 Pixeln erkennen. Unser Video liegt in einer h.264 und einer HEVC enkodierten Variante vor. Die h.264 Version ist in MP4 verpackt, HEVC steckt im MKV-Container. Die Dateien können direkt auf einen USB-Stick kopiert und mit den integrierten Mediaplayern praktisch aller aktuellen UHD-Fernsehern direkt wiedergegeben werden. Alternativ kann man das Video auch auf dem Home Server abspeichern, wie wir es getan haben.

Der Clip beginnt mit beeindruckenden, farbenfrohen Bildern der griechischen Insel Symi, einer Nachbarinsel von Rhodos. Eine Fahrt über das Wasser mit vorgeschobener Landzunge und dahinter liegenden Felsklippen zeigt die überragende Räumlichkeit und Plastizität der vierfachen FullHD-Auflösung – und gleichzeitig wird bewiesen, dass „Ultra-HD nicht gleich Ultra-HD“ ist. Hochwertige TVs wie unser KS9090 schaffen es, deutlich mehr Realismus und Plastizität ins Bild zu bringen als günstige UHD-TVs. Sehr gut agiert ein weiteres Mal Samsungs Frame Interpolation. Trotz der Bewegung wird eine exzellente Kantenstabilität und Detailschärfe geboten, alle Übergänge verlaufen fließend. Auch in der folgenden Einstellung am Hafen mit den im Wind wehenden Fahnen und der kontinuierlichen Bewegungen der Wasseroberfläche wird ein absolut ruhiges und angenehmes Bild geboten – das sehr gute Quellmaterial und das hervorragende Bild-Processing des KS9090 gehen hier „Hand in Hand“. Der Samsung schafft im Modus „Film“ ein enorm realistisches Bild mit toller Tiefenwirkung. Die Wellenbewegung des Wassers kommt hervorragend zum Ausdruck, nahezu jede Einzelheit an den zahlreichen gezeigten Booten wird messerscharf, aber niemals digital-unnatürlich präsentiert. 

Panorama-Aufnahmen, z.B. von einer Wetterstation auf der Zugspitzen demonstrieren den enorm weiten Eindruck, der mit hochleistungsfähiger Technik und dem Know-How von Florian Friedrich möglich ist. Sowohl die mediterranen Landschaften auf Symi als auch ein Ausblick von der Zugspitze auf knapp 3.000 m in die Ferne zeigt, dass auch in hintersten Bildebenen hohe Feinauflösung und Detaillierung keine Vision bleiben muss. Allerdings wird auch ein Bildwiedergabegerät vom Niveau des KS9090 benötigt, um die Güte des Quellmaterials voll ausschöpfen zu können. Schon bei den Griechenland-Aufnahmen überzeugte uns die facettenreiche sowie glaubwürdige Farbwiedergabe, nun, bei allen folgenden Motiven, beweist uns der Samsung ein weiteres Mal, was sein SUHD Quantum Dot-Panel leistet: Die spezielle Stimmung oben auf der Zugspitze wird mit exzellenter farblicher Tiefe vorgetragen. Und wieder schaltet sich auch die Frame Interpolation (nochmals leistungsfähiger als bei den 2015er Modellen) positiv ins Geschehen ein:  Kontinuierliche Kameraschwenks wirken geschmeidig und stabil. Das ist natürlich nicht nur Verdienst des KS9090, denn auch beim Transport des Ursprungsmaterials und der Enkodierung der aufgenommenen Inhalte mit 30 Bildern pro Sekunde wurde sehr sauber gearbeitet. 

Zahlreiche Nahaufnahmen von Blumen stellen besonders den Detailreichtum, die Detailschärfe und Durchzeichnung von Feinheiten im hochfrequenten Bereich heraus. Ebenfalls im Video zu sehen sind verschiedenen Winterlandschaften, Aufnahmen aus San Francisco, Mexico und des Kolosseums in Rom. Mit einer kurzen Einlage eines mittels CG erstellten Baumes im Schnee und „Zirkus“-Sequenzen, die ebenfalls am PC erstellt wurden, endet der Clip später. Der KS9090 gibt sich in keiner Sequenz eine Blöße, sondern beeindruckt durch Farbreinheit, hohe gesamte visuelle Klarheit und eine hervorragende Plastizität, gerade auch bei den Macro-Aufnahmen. Gegenüber den 2015er Modellen können wir bilanzierend bislang feststellen:

  • Farben noch facettenreicher
  • Farben noch authentischer (verbesserte Farbwiedergabe im Modus „Film“)
  • Bessere Frame Interpolation
  • Höhere plastische Wirkung des Bildes

Die Gesamtbildschärfe war schon bei den 2015er Modellen auf enorm hohem Level. Hier musste nicht wirklich nachgebessert werden. 

Blu-ray „Mission Impossible – Rogue Nation“, Anfangs-Sequenz, hochskaliert vom UBD-K8500, der KS9090 arbeitet mit aktivierter Frame Interpolation

Wir starten mit dem Filmbeginn und vermelden freudig, dass wir einen Vorzug des UBD-K8500 schon kennen und schätzen gelernt haben: Die zügigen Einlesezeiten. Das Laufwerk meldet sich nur während des Einlesevorgangs mit etwas Vernehmlichkeit zu Wort, im BD- und Ultra BD-Spielbetrieb muss man schon direkt mit dem Ohr am Player lauschen, um ernsthaft Betriebsgeräusche zu vernehmen. Nun wenden wir uns der in dieser Konstellation gebotenen Bildgüte zu. 

Beim Start von „Rogue Nation“ fällt auf:

  • Hochwertiges Upscaling des UDB-K8500, welches sich z.B. in einer sehr feinen Detaillierung der Grashalme auf der Wiese (dort versteckt sich Benji getarnt) und des Rumpfes des Airbus A400 Armeeflugzeuges zeigt. Auch das Tablet, mit welchem Benji die Steuerung des Flugzeuges übernehmen möchte, wird praktisch rauschfrei und scharf präsentiert. Das „Paket“ mit dem gefährlichen VX-Gas-Inhalt im Airbus wird auch sehr scharf dargestellt. Das Upscaling ist so gut, dass der Vergleich mit der „Marsianer“ Ultra HD-BD durchaus angestellt werden kann – als das Flugzeug startet, kommen die Bewegungsabläufe sauber heraus, die Außenhaut ist nach wie vor, auch im zügigen Bewegungsvorgang, sehr gut zu erkennen. 
  • Das Bild – sichtbar z.B., als Ethan Hunt außen an der Flugzeugtür hängt und der A400 bereits in der Luft ist – wirkt dreidimensional, alle visuellen Ebenen sind sehr gut voneinander zu unterscheiden. 
  • Die schon in Test-Sequenzen zuvor beobachtete ausgezeichnete Farbwiedergabe ist auch bei der Eröffungssequenz von „Rogue Nation“ sehr gut zu erkennen: Das Grün der Wiese, die Tarnfarbe des Flugzeugrumpfes, der Anzug von Ethan Hunt, die Hauttöne in den Gesichtern: Bei allen genannten Bild-Faktoren schneidet der KS9090 sehr gut ab. 
  • Die 24p Signalausgabe ist stabil, es kommt kaum zu Micro-Rucklern
  • Die Frame Interpolation des KS9090 ermöglicht ein ungemein stabiles Bild, bei allen Arten von Bewegungsvorgängen. 
  • Sehr guter Gesamt-Bildkontrast, hoher Detailkontrast
  • Sehr guter Schwarzwert für einen Edge LED-TV
Blu-ray „Mission Impossible – Rogue Nation“, Anfangs-Sequenz, hochskaliert vom 55KS9090, (UBD-K8500 steht auf Signalausgabe „1.080p“) der KS9090 arbeitet mit aktivierter Frame Interpolation

Was sind die Unterschiede, wenn der KS9090 das Upscaling auf 3.840 x 2.160 Pixel erledigt?

Gleich vorweggenommen: Es finden sich nur kleine Differenzen, beide Samsung-Devices offerieren ein sehr lobenswertes Upscaling mit insgesamt leichten Vorteilen für den KS9090. Dass der mit 499 EUR nicht übertrieben teure UBD-K8500 so gut abschneidet, sollte man trotzdem hervorheben. Hier die Unterschiede:

  • Bildschärfe (sichtbar z.B. an den Bäumen im Hintergrund der Wiese, auf der sich Benji getarnt hat, oder an der Palette im Frachtraum des Flugzeugs mit den VX-Raketen) beim Upscaling durch den TV noch eine Idee besser
  • Bildstabilität beim Upscaling durch den UBD-K8500 erstaunlicherweise noch höher ausgeprägt
  • Bild-Rauschneigung (Innenaufnahmen des Büros, in dem William Brandt mit seinem Team kommuniziert) noch geringer, wenn der KS9090 das Upscaling übernimmt. 
  • Detailkontrast steigt minimal, wenn der KS9090 hochskaliert. 
  • Farbwiedergabe sowie Schwarzwert praktisch unverändert. 
Star Wars-DVD „Episode III“, Anfangssequenz „Kampf oberhalb von Coruscant, De-Interlacing und Upscaling des UBD-K8500 von 576i auf 2.160p

Kann man mit einem Ultra-HD-BD-Player überhaupt noch DVDs ansehen, oder ist die DVD als Medium aufgrund der SD-Auflösung von nur 576i komplett überholt, dass selbst modernstes Bild-Processing nichts mehr nützt? Wir machten die Probe aufs Exempel. Schwächen scheinen gleich am Anfang durch, als die gelbe Laufschrift durchs All gleitet. Wellenbewegungen innerhalb der Schriftrolle sind ebenso zu beobachten wie eine nicht einheitliche Einfärbung der Lettern (weißer rand). Die gelbe Farbe wird hingegen sehr gut getroffen. Auch der gute Schwarzwert des KS9090 ist zu loben. Weniger gut gefallen uns die Linien innerhalb der einzelnen Buchstaben. Der De-Interlacer benötigt dann ca. 2 Sekunden, bis er bei der Ansicht des großen Sternzerstörers einrastet. Diese zwei Sekunden zittert das Bild und zeigt unruhige Kanten des riesigen Raumschiffs, dann allerdings steht das Bild solide und es sind erstaunlich viele Details am Zerstörer sichtbar. Nun nähern sich die beiden Raumjäger von Obi-Wan und Anakin. In sauberer Bewegungswiedergabe fliegen die Raumjäger nahe der Außenhaut des Sternzerstörers und kippen nach unten in die Schlacht ab. Selbst der Teil des Sternzerstörers, der im Schatten liegt, wird aufgrund des hervorragenden Kontrastes, den der KS9090 zur Verfügung stellt, gut sowie facettenreich präsentiert. Die Außenhaut der Raumjäger sowie der daraus hervorschauende Kopf von R2D2 kommen ausgezeichnet heraus. Leider sind ab und zu leichte Ruckler im Bild. Fazit: Man kann DVDs anschauen – es ist kein „Graus für die Augen“, und zwar sogar in recht ordentlicher Qualität. Richtig große visuelle Freude bereitet dies erwartungsgemäß aber nicht mehr. 

Samsung 55KS9090: TV-Tuner (DVB-S2)

Der eingebaute Tuner arbeitet im DVB-S2-Betrieb sehr gut, setzt aber keine neuen Maßstäbe. Öffentlich-rechtliche Sender, die von 720p auf 2.160p hochskaliert werden, bieten ein recht scharfes Bild mit guten Strukturen und solidem Bildstand. Allerdings wirkt die Haut von Personen, die fokussiert abgebildet werden, nicht immer perfekt durchmodelliert, sondern teilweise etwas facettenarm und weich gezeichnet. Die Farbwiedergabe ist bilanzierend sehr gut, das gilt auch für den Kontrast. SD-Sender in 576i zeigen ein erstaunlich ruhiges Bild mit vergleichsweise geringem Bildrauschen, allerdings ist auch die Bildschärfe auf recht niedrigem Niveau. Dies kann man nicht dem KS9090 anlasten, es zeigt nur, dass die SD-Ära einfach endgültig vorbei ist. 

Ton

Samsung UE55KS9090 Screenshot 24

Verschiedene Tonmodi sind anwählbar (Film, Musik, Klare Stimme, Standard, Verstärken). Wählt man „Standard“ steht ein grafischer EQ (100/300 Hz, 1/3/0 kHz-Bänder) bereit

Samsung UE55KS9090 Screenshot 25

Weitere Einstell-Optionen

Samsung UE55KS9090 Screenshot 26

Gute grafische Darstellung

Der Samsung KS9090 klingt gar nicht schlecht. Im Vergleich zu manch früherem Flachbildschirm mit unbefriedigenden akustischen Leistungen fällt auf, dass die Akustik klarer sowie detailreicher ist. Verschiedene Filmbeispiele im Ton-Modus „Film“ (Mission Impossible: Rogue Nation, Der Marsianer, Star Wars Episode III) beweisen eine gute räumliche Wirkung, wenn man nicht zu weit vom TV entfernt sitzt. Stimmen sind klar zu lokalisieren und präsentieren sich als allzeit tadellos verständlich. Die erzielbaren sind für einen TV absolut in Ordnung und liegen über dem maximal Möglichen einiger Konkurrenten. Im Vergleich zu den 2015er Modellen hat sich Samsung, zumindest was den KS90990 angeht, klanglich eher verbessert als verschlechtert. 

Es findet sich natürlich (neben „Standard“ und „Klare Stimme“ sowie „Benutzer“ auch ein Musik-Tonmodus. Da der KS9090 auch HiRes-Audiodateien (z.B. in Flac) wiedergeben kann, haben wir bei „Desperado“ in der Adaption von Diana Krall (Album „Wallflower“) die Qualität der Darstellung überprüft. Klare Antwort: Das, was der KS9090 beim 48 kHz/24-Bit-HiRes-File leistet, ist besser als erwartet. Natürlich darf man keine enorm hohen Ansprüche stellen, was Feindynamik oder räumliche Abstufung angeht. Aber der relativ klare, homogene Sound hat uns doch gut gefallen. Auch 192 kHz/24-Bit Flac-Dateien wie „Basil“ von Mark Knopfler werden anstandslos wiedergegeben. Hier kann man ebenfalls keinen „highfidelen Standard“ bei der akustischen Präsentation erwarten. Dazu ist zu wenig Brillanz in den Höhen und ein zu geringer Detailreichtum vorhanden. Der KS9090 ist auch ein Fernseher und kein dediziertes HiRes Audio-Device, und dafür macht er auch hier seine Sache gut. Die Stimme von Mark klingt klar, die Trennung von Stimmen und Instrumenten gelingt gut. Dass es beim Bassvolumen erwartungsgemäß Defizite gibt, zeigt sich, als wir „Outside World 2K12“ von Megasonic wiedergeben (CD-Qualität). Auch hier aber gleich wieder ein Lob: was Samsung aus dem Lautsprechersystem des KS9090 herauskitzelt, ist hervorragend. Denn etwas Bewegung findet sich auch im Bassbereich durchaus, und der angenehme Klang ist ein weiteres Mal positiv hervorzuheben. 

Pro & Contra insgesamt

Pro und Contra 55KS9090

+ Exzellente Bilddynamik – hohe Helligkeit und erstklassiger Kontrast – dank HDR1000 Panel
+ Für einen Edge LED TV sehr guter Schwarzwert
+ Erstklassige Farbwiedergabe mit hohem Facettenreichtum
+ Hervorragende Frame Interpolation
+ Video-EQ mit sinnvollen Einstellparametern
+ Hervorragender „Film“ Bildmodus ab Werk
+ Für TV-Gerät sehr guter Klang
+ Tadelloser Tuner
+ 4 HDMI-Eingänge (oft sind nur noch 3 üblich bei manch anderem Hersteller)
+ Einfach zu bedienender Smart Hub mit hohem praktischen Nutzen
+ Sehr leistungsstarker Prozessor, der alle Aufgaben souverän bewältigt
+ Schickes Design des TV-Gerätes

– Keine anlogen Videoanschlussformen, auch nicht per Adapter
– Kein USB 3.0 Anschluss
– Keine ISF-Bildmodi
– Nur eine, qualitativ durchschnittliche Remote im Lieferumfang
– One Connect-Box wirkt billig

Pro und Contra UBD-K8500

+ Überragendes Upscaling von Full HD-Inhalten auf 3.840 x 2.160 Pixel
+ Sehr gutes De-Interlacing und Upscaling von DVD-Inhalten
+ In den Testreihen zuverlässiges, schnelles und recht leises Laufwerk
+ Lüfter springt nur selten an
+ Design passt genau zu den Samsung Curved TVs

– Keine analogen Tonausgänge und kein koaxialer Digitalausgang
– Materialqualität des Gehäuses entspricht nicht dem Niveau der Preisklasse
– Kein Video-EQ im Player integriert
– Kein Gerätedisplay

Fazit

Samsung UE55KS9090 Front Seitlich1

Hochwertiger Ultra HD-TV mit HDR und Ultra HD Premium-Logo: Samsung 55KS9090

Samsung UBD-K8500 Front Seitlich2

Perfekter Partner: Der Ultra HD-Blu-ray-Player UBD-K8500

Samsung zeigt sich hervorragend gerüstet für die nächste Stufe der Ultra HD-Ära. Mit enormer Bildstärke tun sich der 55KS9090 und der UBD-K8500 hervor. Die Bildwiedergabe, wenn man Ultra HD-BDs einsetzt, können wir nur eingeschränkt beurteilen, da nur eine Ultra HD-Blu-ray zur Verfügung stand. Diese realisiert hinsichtlich der Gesamtbildschärfe, so viel ist sicher, auch kein Optimum. Da es sich aber wenigstens um HDR-Content handelt, konnten wir uns von der dank HDR1000 Panel herausragenden Kontrastdynamik ein Bild machen – hier begeistert der KS9090, der überdies das Ultra HD Premium Logo trägt, über alle Maßen.

Mit sinnvollen Einstelloptionen im Video-EQ und einem schnellen Prozessor fällt der KS9090 ebenfalls positiv auf. Der Blu-ray-Player passt nicht nur optisch perfekt dazu, sondern weiß auch durch die sehr stabile Bildsignalausgabe zu überzeugen. KS9090 und auch der UBD-K8500 skalieren niedriger auflösendes Quellmaterial in exzellenter Güte auf 3.840 x 2.160 Pixel hoch. Multimedial sind beide Devices auf neuestem Stand, so dass auch hier kaum ernste Schwächen durchscheinen. Diese finden sich eher bei der Anschlussbestückung, siehe Pro & Contra-Wertung weiter oben. Auch die Materialqualität von One Connect Box beim TV und vom Gehäuse des Ultra HD-BD-Players könnte noch etwas besser sein. Sonst sind wir gerade beim TV-Gerät von der schicken Optik überzeugt. 

Hochmodern ausgestattete, visuell extrem starke Ultra HD-Kette
referenz
Gesamtreferenz Kette TV/Player Oberklasse
Test 04. April 2016

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 04. April 2016




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