VIERFACH-TEST: PSB Imagine T3/T2/T/B – Stereo-Hightech aus Kanada

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Seit kurzem ist der kanadische Lautsprecherhersteller PSB im Vertrieb von SVSound in Wiesbaden. Bei einem ausführlichen Check vor Ort hatten wir nun die Möglichkeit, die Top-Serie Imagine bei Stereo-Hörvergleichen zu testen. Im Einzelnen haben wir folgende Imagine-Modelle untersucht:

  • Imagine T3 Standlautsprecher, Stückpreis 3.500 EUR
  • Imagine T2, Standlautsprecher, Stückpreis 1.500 EUR
  • Imagine T, Standlautsprecher, Stückpreis 1.100 EUR
  • Imagine B, Regallautsprecher, Paarpreis 1.000 EUR

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Von links nach rechts: Imagine T3, Imagine T2, Imagine T, Imagine B

Alle PSB Imagine-Lautsprecher bis auf den Image T3 sind wahlweise in hochglänzendem Schwarz, Esche schwarz und Kirsche lieferbar. Das Topmodell Imagine T3 ist wahlweise in hochglänzendem Schwarz oder Hochglanz-Kirsche erhältlich. Optisches Kennzeichen der Imagine-Lautsprecher sind die gelben Membranen für Mittel- und Tieftonbereich. Nur beim Topmodell Imagine T3 kommt anderes Membranmaterial für Mittel- und Tieftöner zum Einsatz, die Membranen sind hier schwarz.

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Sehr solide Oberflächenqualität (T3)

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Exklusiver Sockel

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Bis ins Detail durchdacht

Bei der Verarbeitung kann man besonders vom Imagine T3 Standlautsprecher mit 3.500 EUR Stückpreis einiges erwarten. Und die Erwartungen werden nicht enttäuscht. Schon der edle Sockel, auf dem die Box im Sinne bestmöglicher Entkopplung vom  Boden des Hörraums ruht, sorgt für einen Hingucker-Effekt. Die Chassis sind ohne sichtbare Schrauben eingepasst, auch das gefällt uns sehr gut. Das ist übrigens bei allen Imagine-Lautsprechern der Fall, nirgendwo sind Schrauben sichtbar. Die schwarz-hochglänzende Oberfläche wirkt edel und die Tiefenwirkung ist ausgezeichnet. Die spezielle Formgebung mit sich nach hinten verjüngendem Gehäuse eint alle Imagine-Speaker. Hinten ist der Shape des Gehäuses rund, vorn sind sauber verarbeitete Ecken zu finden. Die kleineren Modelle T2, T und B sind alle  in Esche-schwarzer Ausführung bei uns am Start. Auch bei den günstigeren Schallwandlern kann man bezüglich der Verarbeitung nichts Schlechtes sagen. Alle Imagine-Lautsprecher unseres Hörvergleichs haben ein Unibody-Gehäuse, es gibt  keine separat befestigte Schallwand mehr. Das liegt im Trend und sieht richtig gut aus. Kritikpunkt ist nur, dass die ausgezeichnet verarbeiteten Lautsprecher-Schutzgitter nicht magnetisch haften. Die Imagine T3 hat Tri-Wiring-Terminals zum Anschluss des Lautsprecherkabels, die anderen Modelle inklusive des Bookshelf-Speakers verfügen über Bi-Wiring-Anschlüsse. Alle Terminals sind vergoldet und erscheinen hochwertig. Die beiden T2 und T Standlautsprecher haben ebenfalls einen Standfuß, der aber nicht so aufwändig ausfällt wie bei der T3.

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Zwei der 178mm Tieftöner

PSB_Imagine_T3_rueckseite

Terminals

Technisch schöpft die Imagine T3 aus dem Vollen. Es handelt sich um einen Transitional 3-Wege-Box mit drei Basstreibern,  deren Frequenzgang wie folgt aussieht:

  • On-Axis bei 0 Grad, +/- 3 dB: 24 Hz bis 23 kHz
  • On-Axis bei 0 Grad, +/- 1,5 dB: 30 Hz bis 20 kHz

Die Empfindlichkeit (1 W, 2,83 V) im schalltoten Raum wird mit 89 dB, im normalen Hörraum mit 91 dB angegeben.  Die Impedanz liegt bei 8 Ohm Nennwert, das Minimum beträgt 4 Ohm. Verstärkerleistungen von 20 bis 300 Watt/Kanal werden vom Hersteller empfohlen.

Als Hochtöner kommt eine 25 mm Titankalotte mit Ferrofluid-Neodym-Magneten zum Einsatz. Ein 133 mm Mitteltöner mit Druckfilz-/Glasfaser-Membran und Mastix-Beschichtung sowie drei 178 mm Tieftöner mit dem gleichen Membran-Material ergänzen die Bestückung. 53,1 Liter beträgt das Volumen des Gehäuses. Jede T3 wiegt 32,3 kg, ist 1208 mm hoch, 292 mm breit und 382 mm tief.

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Tweeter und 102 mm Mitteltöner an der Imagine T2

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Einer der beiden 133mm Tieftöner der Imagine T2

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Standfüße

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Eine der Bassreflexöffnungen

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Rückseite

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LS-Terminals

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Hochwertige Oberfläche auch bei der Imagine T2

Der Hochtöner kommt bei allen Imagine-Boxen unseres Vergleiches zum Einsatz. Bei der T2 arbeitet im Mitteltonbereich ein 102 mm Chassis mit einem Ton/Keramik-gefüllten Polypropylen-Konus. Als Tieftöner kommen zwei 133 mm Chassis mit gleicher Membrantechnologie zum Einsatz. Sowohl die Imagine T3 als auch die Imagine T2 bauen auf einer D’Appolito-Anordnung auf. Frequenzen zwischen 34 Hz bis 23 kHz beziehungsweise 36 Hz bis 20 kHz (Rahmenbedingungen analog zu Imagine T3) werden von der Imagine T2 wiedergegeben. Das interne Volumen liegt bei 31,8 Liter. Bei der Imagine T2 handelt es sich um eine Dreiwege-Bassreflex-Box mit drei Basschassis, die 19,4 kg pro Stück wiegt und 1031 mm hoch, 210 mm breit und 346 mm tief ist. Die Nennimpedanz liegt bei 8, die Minimalimpedanz bei 4 Ohm. Verstärkerleistungen von 20 bis 300 Watt pro Kanal werden empfohlen.

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Imagine T

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Oberseite mit montiertem Lautsprechergitter

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Woofer der Imagine T

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Unterer Bereich mit hochwertigem Lautsprechergitter aus Metall

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Sehr solide Terminals auch an der Imagine T

Wie bereits erwähnt, steckt der Hochtöner in allen Imagine-Boxen unseres Vergleiches, demnach auch in der Imagine T. Bei T arbeiten im Mittelton-/Bassbereich zwei 133 mm Chassis mit einem Ton/Keramik-gefüllten Polypropylen-Konus. Frequenzen zwischen 38 Hz bis 23 kHz beziehungsweise 42 Hz bis 20 kHz (Rahmenbedingungen analog zu Imagine T3 und T2) werden von der Imagine T wiedergegeben. Das interne Volumen beträgt 29 Liter. Die Imagine T ist eine Doppel-Bassreflex-Box, mit 18,5 kg Gewicht pro Box. Sie ist 945 mm hoch, 210 mm breit und 346 mm tief ist. Die Nennimpedanz liegt bei 8, die Minimalimpedanz bei 4 Ohm. Der Hersteller rät zu Verstärkerleistungen von 20 bis 200 Watt pro Kanal.

PSB_Imagine_b_seite

Imagine B

PSB_Imagine_b_front_gesamt

Frontansicht

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Tweeter im Detail

PSB_Imagine_b_oberflaeche

Oberseite Imagine B

PSB_Imagine_B_detail_unten

Unterer Bereich mit LS-Gitteraufnahme

PSB_Imagine_b_lsgitter

Auch der Regallautsprecher ist mit massiven Metallgittern ausgestattet

Bei der Imagine B  ist der gleiche Hochtöner wie bei den anderen Boxen unseres Vergleichs Bestandteil der Bestückung..Als Tief/Mitteltöner kommt ein 133 mm Chassis mit gleicher Membrantechnologie wie bei T3 und T2 sowie T zum Einsatz.  Frequenzen zwischen 52 Hz bis 23 kHz beziehungsweise 55 Hz bis 20 kHz (Rahmenbedingungen analog zu Imagine T3) werden von der Imagine T2 wiedergegeben. Das interne Volumen liegt bei 7,7 Liter. Bei der Imagine B handelt es sich um eine Bassreflex-Box, die 7,8 kg pro Stück wiegt und  324 mm hoch, 190 mm breit und 305 mm tief ist. Die Nennimpedanz beträgt 8, die Minimalimpedanz 4 Ohm. Verstärkerleistungen von 20 bis 150 Watt pro Kanal werden angeraten.

Klang

CD-Material:

  • Peter Tschaikowsky, „Hamlet“  Opus 67, Israel Philharmonic Orchestra unter Leonard Bernstein
  • Alicia Keys, „Element Of Freedom“, vom gleichnamigen Album
  • Bonnie Tyler, „Holding Out For A Hero“, Bonnie Tyler Collections
  • Simple Minds, Don’t You, „The Best Of Simple Minds“
  • Mario Lopez, „Sunday Afternoon“ vom Album „Music For The Masses“
Imagine B

Die Hamlet-Ouvertüre kommt bereits bei der Imagine B richtig gut heraus. Dafür verantwortlich ist die Fähigkeit der Regalbox, auch unten im Frequenzkeller ein sehr gelungenes Fundament bereit zu stellen, und die sehr schöne Loslösung der Instrumente vom Lautsprechergehäuse. Klar kommen auch musikalische Details heraus. In den hinteren akustischen Ebenen wird natürlich nicht mehr jede Einzelheit ans Tageslicht gebracht, das kann man in dieser Preisklasse aber auch nicht erwarten.

Bei „Elements Of Freedom“ überzeugt die kleine Regalbox mit einer angenehm-vollen, klaren Wiedergabe. Die Pegelfestigkeit ist exzellent, auch im größeren Hörraum setzt sich der kompakte Schallwandler gut durch. Gelungen ist die Loslösung der Stimme vom Lautsprecher. Sie verteilt sich gekonnt frei im Raum und punktet mit solide Staffelung. Die von der Imagine B gebotene Räumlichkeit ist verblüffend, und zwar sowohl, was die räumliche Weite, als auch was die räumliche Tiefe angeht. Der Bassbereich ist straff und präsentiert sich fundiert.

Lebendig und frisch präsentiert die Imagine B den Simple Minds-Hit „Don’t You“. Dynamisch sind instrumentale sowie vokale Präsentation ausgeprägt.  Die Räumlichkeit ist besonders, was die räumliche Weite angeht, tadellos. Die dynamischen Unterschiede im Stück gibt die Imagine B prima wieder.  Sie klingt heller als  die T2 und die T3, bei diesem Quellmaterial macht sich dies in einer leichten Überspitzung des Hochtonbereichs bemerkbar.

„Holding Out For A Hero“ meistert die Imagine B schwungvoll und mit einer überraschend umfassenden Wiedergabe. Der Lautsprecher ist wahrhaftig nicht enorm groß, aber wenn man ihr zuhört, könnte man beinahe denken, einen ausgewachsenen Standlautsprecher vor sich zu haben. Sie holt eine Menge aus dem Quellmaterial im Bassbereich und offeriert tadellose Übergänge vom Bass- in den Mitteltonbereich und vom Mittelton- in den Hochtonbereich. Dadurch wirkt das gesamte Klangbild stimmig und geschlossen.

Bei „Sunday Afternoon“ von Mario Lopez zeigt die Imagine B ihre Zähne. In der 700 bis 1.000 EUR (Paarpreis) Liga empfängt sie starke Konkurrenz, unter anderem von Nubert, KEF und Quadral, aber sie kann sich mit stolz geschwellter Brust den Kontrahenten entgegen stellen. Was die Imagine B an Dynamik und Nachdruck im Bassbereich zur Verfügung stellt, ist Extraklasse. Sie schiebt auch bei deutlich erhöhter Lautstärke noch ungemein wuchtig an und vergisst nie, gleichzeitig präzise und klar aufzuspielen.

Enorm stark aufspielende Regalbox zum sehr interessanten Preis
ueberragend
Regallautsprecher bis 1.000 EUR/Paar
Imagine T

„Hamlet“ findet auch bei der Imagine T passenden Anklang. Die größere Imagine T2 bringt aber noch mehr Facettenreichtum zustande. Das soll nicht heißen, dass die Imagine T hier versagen würde – nein, sie liefert einen klar abgestuften und lebendig-angenehmen Klang. Für den sehr versierten Musikliebhaber aber stellt die Imagine T2 die noch bessere, weil feiner detaillierende und gleichzeitig nach nachhaltiger zupackende Alternative dar. Wer jedoch eine optisch möglichst kompakte Standbox sucht, die mit allem Quellmaterial gut zurecht kommt, kann auch bedenkenlos zur Imagine T greifen.

„Elements Of Freedom“ meistert die Imagine T mit einer sauber ausbalancierten Stimmwiedergabe, wie gleich zu Beginn offensichtlich wird. Der Aufbau des Songs kommt ebenfalls facettenreich zur Geltung. Hier, bei diesem Song, merkt man, dass die Imagine T mehr Fundament und mehr Intensität auf der virtuellen Bühne bereit stellt als die Imagine B – das deutlich größere Gehäusevolumen manifestiert sich hier in einem kompletteren, nachdrücklicheren Klangbild.

„Don’t You“ ertönt kraftvoll und lebendig, wenn die Imagine T die Wiedergabe übernimmt. Sie entwickelt etwas mehr Fundament als die Imagine B, aber nicht so viel wie die Imagine T2, die mit 1.500 EUR/Stück gar nicht so deutlich über der Imagine T liegt. Die Imagine T ist trotzdem als recht kompakte Standbox gut in Form und erfreut auch mit einer soliden Einarbeitung der Stimme, die überdies gut von den Instrumenten getrennt wird.

Bonnie Tylers „Holding Out For A Hero“ stellt die im Vergleich zur Imagine B deutlich kostspieligere Imagine T mit etwas mehr Volumen im Grundton- und im Bassbereich dar. Sie ist pegelfest, setzt sich aber  weniger deutlich als erwartet von der Imagine B ab. Die Imagine T2 wirkt ihrerseits noch souveräner bei gehobener Lautstärke. Die Stimme Bonnies löst sich auch bei der Imagine T prima vom Lautsprecher.

„Sunday Afternoon“ von Mario Lopez  geht der Imagine T leicht von der Hand. Sie klingt entspannter als die Imagine B, die allerdings für einen so kompakten Bookshelf-Speaker ausgezeichnet agiert. Der Bass der Imagine T ist noch etwas lebendiger, vielschichtiger und hat eine noch bessere Raumwirkung. Insgesamt ist die Imagine T bei diesem Stück in ihrem Element,  hier gefällt sie uns am besten von allen fünf Musiktiteln, weil es begeisternd ist, wie bassgewaltig und effektstark die kleine Standbox aufspielt.  

Kompakter, erstaunlich nachdrücklich darstellender Standlautsprecher
ueberragend
Standlautsprecher bis 3000 EUR/Paar
Imagine T2

Lobenswert facettenreich kommt „Hamlet“ zum Ausdruck. Sehr gut ist die Weitläufigkeit, die aber nicht mit unpräzisem Agieren erkauft wird. Jedes Instrument ist gut auszumachen, erst in den hinteren musikalischen Ebenen lässt das Vermögen, Nuancen gelungen herauszustellen, etwas nach. Der Hochtonbereich wirkt aufgeräumt und recht harmonisch, ohne aber bedeckt aufzutreten.  Der Bassbereich ist kraftvoll, tritt aber nicht über-dominant in Erscheinung.

Mit sehr guter Auflösung über den gesamten Frequenzbereich sorgt die Imagine T2 bei „Elements Of Freedom“ für viel Hörfreude. Der Bass ist präzise, lässt aber noch Distanz zum enorm exakten Bass der Imagine T3. Bei hohem Pegel behält die T2 ihren natürlich-homogenen Charakter bei und löst die Stimme noch überzeugender von den Chassis als die T. Der Unterschied zwischen der kleinen Imagine B und der Imagine T ist weniger groß als zwischen Imagine T und Imagine T2 – die zweigrößte Standbox macht einen tollen Job, auch wegen der akkuraten Aufbereitung der Instrumente.

Der mittlere der drei Standlautsprecher begeistert uns mit seinem gelungenen Fundament bei „Don’t You“.  Mit Nachdruck, aber gleichzeitig angenehm-klarem Klang, geht der Lautsprecher seiner Arbeit nach und zeigt sich als beeindruckend pegelfest.  Man sollte sich die markanten gelben Chassis merken, die bis auf die große T3 alle Imagine-Schallwandler unseres Testfeldes tragen, denn hier kommen sauber abgestimmte, homogen arbeitende Lautsprecher, die anscheinend mit vielen Arten von Quellmaterial sehr gut zurechtkommen.

„Holding Out For A Hero“ liegt der T2 offensichtlich. Ihre schwungvolle Art findet sich in noch geschliffenerer Form auch im Topmodell T3. Die Imagine T2 trennt Stimmen und Instrumente akkurat voneinander und gefällt mit dem nahtlos an die Mitten anschließenden, angenehm räumlichen Hochtonbereich. Dynamisch und schwungvoll kommt der bekannte Hit auch im größeren Hörraum um die 25 bis 30 Quadratmeter heraus.

„Sunday Afternoon“ managt die Imagine T2 mit kraftvollem Bass und einer räumlich dichten Geaamtwiedergabe. Die elektronischen Effekte werden bis weit in den Hörraum transportiert. Die enorme Pegelfestigkeit und die klare Akustik auch bei stark forcierter Lautstärke machen die Box zum Kauf-Tipp auch in dieser stark umkämpften Preisliga um 1.500 EUR/Stück. 

Herausragender, lebendig, kraftvoll und räumlich dicht agierender Schallwandler in schlanker, eleganter Optik
preisklassenreferenz
Standlautsprecher bis 3.000 EUR/Paar
Imagine T3

„Hamlet“ wird von der Imagine T3 mit dem richtigen Maß an Sensibilität aufbereitet. Die deutlichen dynamischen Sprünge kommen sehr gelungen zum Ausdruck, der Lautsprecher aus Kanada agiert mit untadliger Impulstreue. Deutlich wird der Unterschied zur Imagine T2 und natürlich erst recht zu den kleineren Modellen, wenn es um die Feindynamik und um die räumliche Tiefe geht. Hier bietet der teuerste Imagine-Lautsprecher mehr Finesse und Substanz. Die ganze Faszination dieses Stücks wird von der Imagine T3 souverän erfasst, schon bei Zimmerlautstärke ist viel Volumen vorhanden, die gesamte Ausdruckskraft ist exzellent. Bei hohem Pegel behält die Imagine T3 ihr Vermögen, auch Nuancen herauszuarbeiten, in vollem Umfang bei. Ein würdiges Spitzenmodell.

Klar, dass sich die größte und mit Abstand teuerste Box bei „Elements Of Freedom“ auch besonders souverän in Szene setzt. Der gute Wirkungsgrad ist zu loben, ebenso die sehr gute Herausarbeitung des Klaviers. Die Anschlagdynamik kommt sauber heraus, das Spiel wirkt sehr virtuos und lebendig. Kennzeichnend für die Imagine T3 ist auch der satte Bassbereich. Die PSB-Box muss sich in der Liga zwischen 3.000 und 4.000 EUR/Stück nicht vor dem Establishment verstecken. Dank des sehr kraftvollen, akkurat gestaffelten Basses tut sie sich positiv hervor. Das gilt auch für die angenehm-homogene Gesamt-Klangcharakteristik, die für einen großen Spaß auch bei mehrstündigen Hörsessions sorgt. Dank der enormen Detaillierung, der exzellenten Staffelung der Stimme und der feinen Herausmodellierung instrumentaler Einzelheiten setzt sich die Imagine T3 von den günstigeren Modellen in der aufgrund des Preisunterschiedes gebotenen Deutlichkeit ab.

Die Imagine T3 schlägt sich bei „Don’t You“ ein weiteres Mal exzellent. Ihr ausgezeichneter Wirkungsgrad ist im Übrigen immer wieder zu loben. Aber auch sonst notieren wir durch die Bank erstklassige Leistungen: Dynamisch, schwungvoll, reich an klarer Kontur, und mit einer überragenden Pegelfestigkeit, setzt die Box  Akzente. Nichts stört die akustische Harmonie, alles geht souverän vonstatten. Die harmonischen Übergänge zwischen Hoch- und Mitteltonbereich sowie zwischen Mittelton- und Bassbereich erfreuen auch das geschulte Ohr. Der breite horizontale Abstrahlwinkel macht die Box perfekt zum Einsatz auch im großen Hörraum/Wohnzimmer.

„Holding Out For A Hero“ – einen „Hero“ haben wir schon entdeckt. Es ist die PSB Imagine T3. Mit Verve und Nachdruck schafft sie beim Bonnie Tyler-Klassiker viel Atmosphäre. Den blechernen Einschlag, den das Quellmaterial enthält, macht die PSB-Box zu einem großen Teil durch ihre angenehme Auslegung vergessen, so dass nur noch ein minimaler Teil übrig bleibt. Die Stimme Bonnies löst sich hervorragend vom Lautsprecher und bietet eine feine Durchzeichnung.

Bei „Sunday Afternoon“ erzielt die Imagine T3 ohne Schwierigkeiten Club-taugliche Pegel. Satt und mit enormem Nachdruck tritt der Bassbereich in Erscheinung. Die offerierte Härte im Bassbereich ist extrem hoch. Zudem werden auch kleine dynamische Differenzen bei den elektronischen Effekten gut herausgearbeitet. Die Auflösung ist über den gesamten Frequenzbereich hervorragend, damit setzt sich die teuerste Box auch klar an die Spitze.

Angriff aufs High-End-Establishment: Die PSB Imagine T3 setzt die Konkurrenz massiv unter Druck
referenz
Standlautsprecher Luxusklasse

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 18.10.2016




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