TEST: Quadral Chromium Style 5.0 Set – Chromium Style 6, Chromium Style 2, Chromium Style 1 Base

quadral_cs_komplett1

Das wünschen sich gerade Liebhaber klassischer Mehrkanal-Musik, die gleichzeitig optische Ästheten sind: Ein enorm elegantes, klanglich aufgrund hoher technischer Performance starkes Mehrkanal-Lautsprecher-Ensemble – das aber trotz seiner Leistungsfähigkeit und Noblesse noch bezahlbar sein sollte. Knapp 3.100 EUR werden für das Quadral Chromium Style 5.0 Set fällig, dafür gibt es die kleinere der beiden lieferbaren Frontboxen, die Chromium Style 6, den Center Chromium Style Base 1 sowie die Regalboxen Chromium Style 2. Auf einen aktiven Subwoofer haben wir bewusst verzichtet. Warum? Schließlich sind die Chromium Style 6 mit 90 cm Höhe nicht eben riesig, und überdies schmal. Aber wir wissen aus der Vergangenheit, nicht nur von schlanken Quadral-Lautsprechern, sondern auch z.B. von der Nubert nuLine 264, dass elegante Lautsprecher im Tower-Design durchaus auch in der Lage sind, im Bassbereich groß herauszukommen. Und gerade Liebhaber klassischer Musik legen oft wenig Wert auf abgrundtiefe Bässe, sondern fokussieren einen gediegenen, klaren, räumlich authentischen Klang.

quadral_cs_front1

2-Wege-Bassreflex-Box Chromium Style 6 mit 110 Watt Nennbelastbarkeit und 170 Watt Musikbelastbarkeit

quadral_cs_front_baendchen

Hochton-Bändchen bei der CS 6

quadral_cs_front_mt_chassis

155 mm Tiefmitteltöner

Die Chromium Style 6 hat wie alle Vertreter in unserem hier getesteten Ensemble einen aufwendigen Bändchenhochtöner. Aufgrund der Tatsache, dass die zu bewegenden Massen äußerst gering sind – das Gewicht eines Bändchens liegt am untersten möglichen Ende -, ist die Impulstreue enorm gut. Problem bei Bändchen ist nicht selten die Anpassung an die Mitten/der Übergang zum Mitteltonbereich. Quadral hat dies aber schon seit Generationen sehr gut im Griff, daher überwiegen hier bei weitem die Vorzüge des ultraleichten, ultraschnellen Bändchens. Sogar in den kompakten Regallautsprechern Chromium Style 2 sitzt dieses hochwertige Bändchen. Bis hoch auf 55 kHz kann es in allen Boxen spielen, damit eignet sich die Chromium Style-Serie ausgezeichnet für HiRes-Audio. Nicht so gut: Aktuell gibt es keine passenden Top Firing-Module, so sind die „Immersive Sound“ Einsatzmöglichkeiten für dts:X und Dolby Atmos nicht gegeben, es sei denn, man arbeitet mit Deckenlautsprechern. 

quadral_cs_front_terminals

Anschlussterminals

Die Chromium Style 6 verfügt neben dem erwähnten Alu-Bändchen noch über 2 x 155 mm messende Tiefmittertöner mit Titanium-Polypropylen-Membran. Auch die Tief- und Mitteltöner der anderen Komponenten unseres Sets bestehen aus diesem Material. 35 Hz beträgt die untere Grenzfrequenz, ein Top-Wert für die schmalen Lautsprecher-Säulen. 88 dB (1W/1m) wird als Wirkungsgrad genannt. 13.24 kg wiegt die Chromium Style 6, sie ist 90 cm hoch, 16,85 cm breit und 28,35 cm tief. 

quadral_cs_front_shape

Charakteristische Form

quadral_cs_design

Gerade die CS 6 beeindruckt durch das erstklassige Design

quadral_cs_center_design

Auch der Center ist enorm schick und verfügt über ein interessant gestaltetes Gehäuse, gerade aus seitlicher Perspektive

quadral_cs_front_design_livingroom

Gerundete, hochwertig gearbeitete Kanten des Unibody-Gehäuses bei allen Lautsprechern der Chromium Style-Serie

Verarbeitet sind alle Quadral-Boxen, die für Verstärker von 4 bis 8 Ohm ausgelegt sind, erstklassig. Das beginnt schon bei den leichtgängigen, gut zur Hand liegenden Lautsprecherkabel-Anschlussterminals. Zwar gibt es überall nur Single Wiring-Terminals, aber Bi-Wiring ist in dieser Lautsprecher-Größenklasse bestimmt kein „muss“. Die schicke Grundform der Chromium Style-Boxen, wenn man sie von oben betrachtet, hat aus akustischer Perspektive ihre Berechtigung. Dadurch, dass es keine parallelen Gehäusewände gibt, treten im Inneren der Schallwandler keine stehenden Wellen auf.

Die dicken MDF-Wände sorgen überdies dafür, dass es keine unpassenden Resonanzen vom Gehäuse gibt. Schon lange vor vielen Konkurrenten hat Quadral den Trend zu Unibody-Gehäusen erkannt. Demnach findet sich bei den Chromium Style-Boxen keine separate Schallwand, was unserer Meinung nach sehr gut aussieht und auch beim Kunden ausgezeichnet ankommt. Nicht ganz passend sind die sichtbaren Schrauben rund um die exakt eingepassten Chassis. Hier waren uns verdeckte Befestigungen lieber. Die akkurat mit Stoff bezogenen Lautsprecher-Schutzgitter haften magnetisch. Unter den Chromium Style 6 befinden sich im Design perfekt passende Standfüße, die nach dem Auspacken auf erfrischend einfache Art und Weise mittels vier Kreuzschrauben montiert werden können. Das Ganze dauert mit einem Akkuschrauber nicht einmal 10 Minuten für beide Boxen. 

Bei allen Chromium Style Lautsprechern aus unserem Test-System ist die Oberflächenqualität hervorragend. Alternativ zum Hochglanz-Schwarz unseres Test-Sets sind die Lautsprecher dieser Baureihe auch noch ihn hochglänzendem Weiß mit passenden weißen Stoffgittern erhältlich. Die sorgfältig gerundeten Gehäuseecken sind sehr zu loben und unterstützen wirkungsvoll den Eindruck optischer sowie haptischer Hochwertigkeit.

quadral_cs_center_open1

Center offen

quadral_cs_center_closed

Center geschlossen

quadral_cs_center_terminals

Center Anschlussterminals

Hochwertigkeit in jeder Hinsicht, das beschreibt den Centerlautsprecher Chromium Style 1 Base sehr gut. Der geschlossene 3-Wege-Lautsprecher ist mit 100 Watt Nennbelastbarkeit und 150 Watt Musikbelastbarkeit sehr gut in Verbindung mit den CS 6 Frontlautsprechern zu verwenden. Von 55 Hz bis 55 kHz kann er wiedergeben, und er weist 86 dB Wirkungsgrad auf. Neben dem Alu-Bändchen ist er mit 155 mm Mitteltöner und 155 mm Tieftöner ausgestattet. Er wiegt 7,6 kg und ist 15,63 cm hoch, 48 cm breit und 26,85 cm breit.

quadral_cs_rears_open_closed_mix

CS 2

quadral_cs_rears_design

Bändchenhochtöner

quadral_cs_rears_mt_chassis

155 mm Tiefmitteltöner

quadral_cs_rears_terminals

Anschlussterminals

Die CS 2 als Rear-Lautsprecher in unserem Ensemble ist eine 2-Wege-Bassreflex-Konstruktion, die es auf 60 Watt Nennbelastbarkeit und 90 Watt Musikbelastbarkeit bringt. Von 48 Hz bis 55 kHz spielt sie, und der Wirkungsgrad beträgt wie beim Center 86 dB. Ein 155 mm Tiefmitteltöner ergänzt hier das Alu-Bändchen. 5,7 kg wiegt die Regalbox, die Höhe beträgt 30,9 cm, die Breite 17,65 cm und die Tiefe 26,85 cm. Schön wäre noch ein kleiner Sockel unter dem Gehäuseboden, das würde den Eindruck optischer Noblesse weiter heben. 

Insgesamt stellt das Ensemble zumindest in der Theorie eine sehr gute Lösung gerade für den akustisch anspruchsvollen Musikliebhaber dar. Dank Bändchenhochtöner und identischer Chassisbestückung bei allen Komponenten dürften die feine Auflösung und die enorme akustische Homogenität zu den großen Vorzüge der edlen Lautsprecher gehören. Ob wir mit dieser Vermutung richtig liegen, zeigen uns die nun folgenden Klangtestreihen.

Klang

Wir starten mit einer alten DVD mit einer Aufführung der „Waldbühne in Berlin“ von 1996. Motto der Veranstaltung“ „Italian Nights“. Dirigiert von legendärem Claudio Abbado, lauschen wir in Dolby Digital 5.1 zunächst der Ouvertüre zu Guiseppe Verdis „Nabucco“ – und der enorm kultivierte, dabei enorm dynamische Klang des Chromium Style 5.0 Systems beeindruckt uns tief. Bewusst haben wir diese 5.0 Konfiguration ohne aktiven Subwoofer ausgewählt, denn wir fokussieren mit diesem Bericht den Klassik-Liebhaber, der höchste optische und enorme klangliche Ästhetik miteinander kombinieren möchte. Für nicht wenige Klassikfans stören viele aktive Subwoofer nur die akustische Gesamtharmonie. Für den Filmfan unverzichtbar, aber für den versierten Klassik-Freund nicht selten hinderlich. Und eines sei hier gleich an dieser Stelle verraten: Die beiden schlanken Chromium Style 6 vorne schlagen sich im Bassbereich alles andere als unzureichend. Sie agieren präzise und gefallen überdies durch einen ansprechenden Nachdruck.

Die beiden 155 mm messenden Mittel-/Tieftöner mit Titanium-Polypropylen-Membran zeigen bei der lediglich 90 cm hohen, 16,85 cm breiten und 28,35 cm tiefen Zweiwege-Bassreflex auf, dass optisch „weniger“ durchaus akustisch „mehr“ sein kann. Von erstaunlich tiefen 35 Hz spielen die Hannoveraner Säulen bis in Hi-Res-Audio-verdächtige 55 kHz hoch, dieses enorme Vermögen wird bei dieser „althergebrachten“ Dolby Digital-Tonspur gar nicht benötigt. Auch Center Chromium Style 1 Base und die Rears Chromium Style 2 bringen diesen enorm leichtfüßig aufspielenden und leistungsfähigen Aluminium-Bändchenhochtöner mit. Eine enorme Transparenz bei der Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten zeichnet die ultraleichte und somit höchst impulstreue Konstruktion aus.

Sensibel, aber doch auch mit entschlossenem Fundament: So managt das Chromium Style-Set nicht nur die Nabucco-Ouvertüre, sondern auch die von Angela Gheorghiu gesungene Rezitativ/Arie der Giulietta „Eccomi in lieta Vesta“ aus Vincenzo Bellinis „I Capuleti ed i Montecchi“. Die vokale Präsenz ist weit überdurchschnittlich gut ausgeprägt, zu bewundern sind die filigranen Strukturen. Genauso überzeugend widmet sich das Lautsprecherset aber den einzelnen Instrumenten, bestens zu hören beim Solo mit dem Waldhorn vor dem Beginn des Gesangs-Parts. Insgesamt beweist uns das Ensemble schon bei den ersten zwei Stücken, dass hohe Klasse keine Frage eines entsprechend hohen Kaufpreises ist. Zum absolut fairen Kurs wird hier für den Klassik-Freund ohne Zweifel Großartiges geboten, sehr fein, filigran, und höchst authentisch, mit leicht warmem, angenehmem Einschlag, spielt sich das Chromium Style-Set in unserer Gunst weit nach oben. 

Mehr anstrengen muss sich der Hochtöner bei zwei Auszügen aus Wolfgang Amadeus Mozarts weltberühmter Oper „Figaros Hochzeit“ in dts-HD High Resolution Audio. Es handelt sich um eine Aufführung von den Salzburger Festspielen 2006, der Figaro wird hier von Ildebrando D’Arcangelo gesungen, Susanna von Anna Netrebko. Die Wiener Philharmoniker spielen unter Nikolaus Harnoncourt. Schon bei der orchestralen Eröffnung glänzt das Chromium Style-Set erneut. Besonders die Klarheit bei der Präsentation aller Instrumente begeistert. Sehr sicher kann man überdies die Position von praktisch jedem einzelnen Musiker im Orchester ausmachen.

Die enorm freie, lebendige Wiedergabe auch der Streicher gefällt uns ganz besonders. Es fehlt jeder aggressive Touch, gleichzeitig aber ist die Durchhörbarkeit enorm hoch. Das luftige, echte räumliche Gefühl begleitet den Besitzer des Quadral-Ensembles durch jede „Vorführung in den eigenen vier Wänden“. Souverän erklimmt das Set auch ohne den Support eines aktiven Subwoofers hohe Pegelregionen. Der Wirkungsgrad ist nicht überwältigend, aber so gut, dass man durchaus mit einem AV-Receiver der Mittelklasse ab rund 500 EUR schon beachtliche Ergebnisse erzielen kann. Beim ersten Duettino Susanna – Figaro „Cinque, dieci, Venti, trenta“ lässt das Chromium Style-System den Zuhörer an vielen vokalen Einzelheiten teilhaben.

Beeindruckend ist auch hier wieder die enorme Souveränität. Was diese insgesamt durchaus als von den Abmessungen her eher zurückhaltend zu bezeichnenden Boxen leisten, ist vortrefflich. Vor allem: Hier wird nicht nur einfach präzise wiedergegeben. Vielmehr generieren die Schallwandler aus Hannover einen schlichtweg schönen, mitreißenden Klang, der sogar denjenigen fesselt, der mit Opern nach Art von „Figaros Hochzeit“ normalerweise gar nicht so viel am sprichwörtlichen Hut hat. 

Nun setzen wir unsere Hörtestreihen mit „Canton Della Terra“ fort, einem Duett von Andrea Bocelli und Sarah Brightman, in PCM 5.1 abgelegt auf der Andrea Bocelli Blu-ray „Vivere Live in Tuscany“. Hier beeindrucken uns die beiden Chromium Style 6 vorn ein weiteres Mal mit einer Basskraft, die wir nie erwartet hätten. In Wohnräumen bis gut 20 quadralmeter braucht man hier wirklich keinen zusätzlichen aktiven Subwoofer. Aber auch andere Belange machen deutlich, warum dieses Set besonders leistungsfähig ist. So die geschlossene Front-Klangkulisse, nahtlos bindet sich der Style 1 Base hier ein. Der Center gibt auch die Stimmen von Sarah und Andrea enorm charismatisch wieder, hierbei profitiert er auch vom grandiosen Bändchenhochtöner und dessen ein weiteres Mal überragenden Auflösungsvermögen.

799 EUR pro Stück (1.598 EUR/Paar) kostet die Chromium Style 6, hinzu kommen 599 EUR für den Center und 898 EUR für das Paar Chromium Style 2 Regallautsprecher. 3.095 EUR werden demnach für ein 5.0 Set fällig, das ist ein äußerst geringer Betrag für diese Leistungsstärke. Wie fein die Konturen besonders von Sarahs Stimme eingebunden werden, und wie sauber sie von den Instrumenten getrennt auftreten, verdient enormen Applaus. Als Andrea seine Stimme erhebt, befindet sich ein kraftvolles tieffrequentes Fundament im Raum – nicht nur, wie gut dieses präsentiert wird, sondern auch, wie akkurat das Set Andreas Stimme davon trennt, ist herausragend. 

Natürlich hat es uns auch interessiert, wie sich das 5.0 Set bei der Wiedergabe von Filmton schlägt, aus diesem Grund haben wir die uns wohlbekannte 007-Blu-ray „Ein Quantum Trost“ eingelegt und die englische dts-HD Master Audio-Tonspur verwendet. Schon die Eröffnungssequenz, mit dem ersten Basseinsatz, führt die Erfolgsgeschichte der Chromium Style Boxen eindrucksvoll fort. Von wegen, es mangelt an Tiefgang oder Bassvolumen – man kann dieses Ensemble auch bei der Filmtonwiedergabe bedenkenlos einsetzen. Die Tiefmitteltöner in den Chromium Style 6, aber auch den kleinen Style 2 Regallautsprechern, leisten hier ganze Arbeit.

Dann ist man inmitten einer wilden Verfolgungsjagd. 007 in seinem Aston Martin DBS wird von schießwütigen Killern in schwarzen Alfa Romeo 159 Limousinen verfolgt. Auch wenn dem Auto-Kenner nicht einleuchten möchte, wieso der DBS, um ein Vielfaches stärker, den italienischen Mittelklasse-Limousinen nicht einfach davonfährt: Die MP-Salven und das Hochdrehen der Motoren geben die Quadral-Lautsprecher exzellent wieder. Der Music Score wird eindrucksvoll eingebunden und unterstützt den vorhandenen akustischen Spannungsbogen wirkungsvoll und nachdrücklich. Die Durchsagen der Carabinieri ertönen realistisch, und die Fahrt durch den staubigen Steinbruch mit den zahlreichen Crashs und Abflügen kommt auch bei hohem Pegel mit einem erstaunlichen Auflösungsvermögen heraus.

Dann herrscht Ruhe, nachdem der letzte verbliebene Alfa 159 in den Abgrund donnert. Bond fährt mit seinem arg demolierten DBS in Siena ein, und das Titellied beginnt. „Another Way To Die“ von Jack White/Alicia Keys heizt den Quadral-Boxen ordentlich ein, was diese aber kaum tangiert. Kraftvoll und gelassen, mit der schon von den anderen Test-Passagen her bekannten klaren Stimmwiedergabe, schiebt unser 5.0 Set nachdrücklich an. Nach dem Titelsong befinden wir uns dann wieder in Siena, hier findet gerade der „Palio“, ein legendäres Pferderennen, oberirdisch statt. Ein Spektakel, an dem viele Menschen teilnehmen. Die begeisterten Rufe der Zuhörer kommen mit räumlich hoher Authentizität heraus, ein einheitliches, sehr vielschichtiges Klangbild ist die hörbare Folge.

Unterirdisch wird der wichtige Zeuge der Gegenseite verhört. Der Hall im unterirdischen Gewölbe, wenn M oder 007 sprechen, oder der Gegenspieler verächtlich lacht, wird von den Chromium Style-Lautsprechern ausgezeichnet ins Gesamtklangbild integriert. Anschließend eröffnet der MI6 Leibwächter Mitchell, der ein doppeltes Spiel spielte, das Feuer und erschießt unter anderem Mr. White, den wichtigen Zeugen des Verbrecher-Syndikats. Bond kann Mitchell nicht sofort stellen, sondern hastet ihm durch die Kanalisation hinterher. Rauschendes Wasser, einstürzende Balken, und der Music Score – ein durchaus explosives Effekt-Gemisch, das der Gelassenheit des Hannoveraner Lautsprecher-Ensembles aber in feinster Weise Abbruch tut. Räumlich dicht, mit enormer Weite und Tiefe, wird ein feinfühliges, aber gleichzeitig zupackendes klangliches Panorama offeriert. 

Konkurrenzvergleich

Klipsch Reference Premium Gruppenbild2

  • Das Klipsch Reference Premiere 5.0 Set kommt auf 2.350 EUR (Preis aus 2015) und besteht aus der RP-260F, dem RP-250C Center und den Dipolen RP-240S. Fürs investierte Geld werden enorme Pegelfestigkeit und hervorragende Grobdynamik sowie eine durchaus als ordentlich zu bezeichnende Feindynamik offeriert. Falsch macht man mit dem Klipsch-Boxen demnach nichts. Sie sind robust verarbeitet und haben einen eindrucksvollen optischen Auftritt. So kultiviert, fein und geschliffen wie die Chromium Style-Lautsprecher wollen sie gar nicht sein, sie sprechen eine gänzlich andere Klientel an. 

Dali Opticon Gruppenbild2 

  • Richtig hochwertige Akustik und eine überragende Verarbeitung – das gibt es beim Dali Opticon 5.0 Set, bestehend aus Opticon 8, Opticon Vokal Center und Opticon LCS (extrem flache Lautsprecher, bei uns für den Real-Bereich verwendet), in Hülle und Fülle. Mit 4.445 EUR ist das Set für die Performance nicht zu teuer. Im Vergleich zu den zierlichen Chromium Style-Lautsprechern kann man das Dali-Set auch locker im Hörraum bis zu 35 quadralmeter verwenden. Dynamisch, homogen und und räumlich dicht aufspielend, kokettieren die Opticon Boxen mit dem Dali Hybrid-Hochtonmodul und mit der Dali-typischen Holzfaser-Membran für Tief-/Mitteltonwiedergabe. 
Fazit

quadral_cs_komplett2

Das Quadral Chromium Style 5.0 Set bietet für die knapp 3.100 EUR Kaufpreis nahezu ein Optimum für den anspruchsvollen Mehrkanal-Musikliebhaber. Exzellente Verarbeitung geht einher mit nobler Optik, und aus klanglicher Sicht werden alle möglichen Register gezogen: Höchst kultiviert und detailreich, dank Bändchenhochtöner mit frei aufspielendem Hochtonbereich, macht sich das Hannoveraner Set ans Werk. Gerade bei mehrkanaliger klassischer Musik sind das authentische Raumgefühl und die erstklassige Auflösung sehr zu loben. Trotz der schmalen Lautsprecher-Säulen wird ein aktiver Subwoofer praktisch nie vermisst. Somit wird eine Gesamtperformance geboten, die sogar in der Liga bis 5.000 EUR Maßstäbe setzt. 

Set ohne Mängel: Die Chromium Style 5.0 Ensemble brilliert mit optischer und akustischer Noblesse
preisklassenreferenz
Mehrkanal-Lautsprecherset bis 5.000 EUR
Test 06. Februar 2017

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Carsten Rampacher
Datum: 06. Februar 2017




Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK