IFA 2013: Exklusives Hands-On mit dem Philips 65PFL9708 Ultra HD TV

Bei Philips hatten wir die Gelegenheit den neuen UltraHD TV in 65 Zoll in Augenschein zu nehmen

Den 65PFL9708

Wir hatten bereits die Möglichkeit, den brandneuen Philips UHD TV 65 PFL9708 einem kurzen Preview zu unterziehen. Hier lesen Sie unsere ersten Eindrücke und bekommen eine Übersicht über wichtige Einstellparameter.

Umfangreicher Video-Equalizer

Erweiterte Bildeinstellungen

Der Video-EQ verfügt über umfangreiche Einstellmöglichkeiten. An vordefinierten Bildfeldern gibt es Lebhaft, Natürlich, Standard, Film, Foto, Energiesparen sowie die beiden ISF-Modi Tag und Nacht. Weitere Einstellparameter umfassen den Kontrast des Backlights, Farbe, Schärfe, Rauschunterdrückung, MPEG-Artefaktunterdrückung, und das neue Ultra Pixel HD Bildprocessing, Im Submenü zum Ultra HD Bildprocessing finden sich: Perfect Natural Motion, Clear LCD, Ultra Resolution (neu), Dynamic Contrast, dynamische Hintergrundbeleuchtung und eine Farboptimierung. Noch mehr Parameter finden sich um Menü „Erweitert“. Lichtsensor, Gamma (-4 bis +4 in 1er Schritten), Farbtemperatur (normal, warm, kalt, personalisiert. Bei Wahl von „personalisiert“ kann RGB Offset und Gain feintunen), Videokontrast, Helligkeit, Farbsteuerung und RGB Only Modus zur Kontrolle des Farbdecodings. Die 3D Einstellungen umfassen eine Tiefeneinstellung (aus, weniger, normal, mehr) und die Aktvierung der Wandlung von 2D nach 3D.

3-seitiges Ambilight XL

Erweiterte Ambilight-Einstellungen

Der PFL9708 verfügt über dreiseitiges Ambilight XL und bietet dazu auch ein Menü: Es gibt die Modi Dynamisch, Statisch und (ISF) Warmweiß.  50 verschiedene Farben sind wählbar (hierzu muss man „Statisch“ anwählen und kann dann seine eigene Ambilight Farbe bestimmen). Im Unterpunkt „erweitert) gibt es  die Optionen Wandfarbe, Fernseher ausschalten, und die Lounge Light Atmosphäre (mit den Programmen Natur, Heiße Lava, Tiefsee).

Dem TV liegt die bekannte zweiseitige Philips Fernbedienung bei. Auf der 2. Seite findet sich eine komplette QWERTZ Tastatur. Das ist besonders dann praktisch, wenn man die Smart TV Funktionen eifrig nutzt, und hier z.B. bei der Eingabe von URLs. Die App-Auswahl ist bereits an vorgefertigten Apps sehr groß, mehr Auswahl gibt es im App Store von Philips.

Zuspielung von nativem UltraHD-Material

Wenden wir uns der Bildgüte zu, und wir beginnen mit dem 3D Betrieb. Philips arbeitet im 3D-Betrieb mit passiven Polfilterbrillen, bei einem UHD-TV kann man parallel ein FullHD-Bild getrennt für linkes und rechtes Auge ausgeben. Somit entfällt das störende Flimmern und der nach wie vor doch merkliche Crosstalk, mit dem gerade LED-LCD-TVs zu kämpfen haben. Beim PFL9708 sticht gleich das homogene 3D-Bild ins Auge. Das Bild hat eine gleichbleibende Bildschärfe bis in die hinteren Bildebenen, es wirkt farblich authentisch und es gibt kaum störende Farbverfälschungen. Die 3D Effekte sind keinesfalls unnatürlich oder übertrieben, sondern sehr realistisch und harmonisch. Crosstalk ist kaum zu beobachten, nur in hinteren Bildebenen tritt es manchmal auf. Heligkeitsverlust im 3D-Betrieb sind kaum zu beobachten.  Gegenüber Kopfbewegungen ist der PFL9708 nicht empfindlich, es sei denn, sie sind zu massiv.

Wie skaliert der Philips 2k Material auf 4k hoch? Hier hat Sony mit der X9-Serie einen hohen Standard gesetzt. Aber auch der Philips UHD offeriert ein sauberes, dynamisches Upscaling mit sehr stabiler, praktisch artefaktefreier Bewegungsdarstellung. Das Bild erscheint schon in 2D sehr plastisch und bietet eine natürliche Bildschärfe. Die Frame Interpolation arbeitet sehr gut, nur ab und zu zittert mal eine Kante. Insgesamt kann der PFL9708 sehr gut mithalten mit den Konkurrenten – er ist preislich günstiger, aber ebenso sehr leistungsfähig.  Feine Details wie Wüstenboden oder die Mähne eines Pferdes werden tadellos abgebildet. Verschiedene Skycraper in Dubai werden bewegungsstabil abgebildet, auch in der Dunkelheit. Das Bild erscheint rauscharm und sauber, die Konturen sind auch im Dunkeln bei geringer Helligkeit im Bild prima zu erkennen. Minimales Zittern schleicht sich selten bei diagonalen Bewegungen ein, das fällt aber auch lediglich bei genauem Hinsehen auf.

Hexacore-Rechenpower im 65PFL9708

Wie sieht das Bild bei nativem 4k Content aus?  Natürlich sind Detailtreue und Klarheit bestechend, das kennen wir schon von anderen UHD-TVs. Philips verlangt lediglich 5.199 EUR für den großen 65 Zöller. Das ist deutlich weniger als bei der Konkurrenz, die teils deutlich höhere Preise für diese Bilddiagonale aufruft. Zieht man dies mit ins Kalkül, so stellen wir fest, dass der Philips absolut mithalten kann mit den anderen UHD-TVs. Genaueres muss ein Test in unserer Redaktion klären, aber was Farbbrillanz, Kontrastdynamik im Detail und auch den Schwarzwert betrifft, werden tadellose Werte erreicht. Bild-Stabilität, Bewegungswiedergabe und Rauscharmut des Panels sind ebenfalls zu loben.  Feinste Details werden lupenrein durchzeichnet.

Natürlich hat auch der UHD TV die Möglichkeit, dass zwei Gamer mit speziellen 3D-Brillen mit jeweils eigenem Screen gegeneinander antreten können.

Insgesamt hinterlässt der 65PFL9708 nach diesem kurzen Kennenlernen einen hervorragenden Eindruck. Er liefert bei der Upconversion von Full-HD Material ebenso brillante Leistungen wie bei  nativem UHD-Material. Sehr gut gelungen ist auch die 3D-Darstellung mit passiven Polfilterbrillen. Hier kann sich der stolze Besitzer auf gleichbleibende Bildschärfe in allen Bildebenen und über einen natürlichen 3D-Effekt freuen.

Der TV ist, so unsere Eindrücke, schneller, was die Bedienung anbetrifft. Rasch spricht unser Device, das wir kurz inspizieren durften, auf Bedienbefehle an. Die neue Bildprocessing Plattform verlangt  nach mehr Rechen-Power, diese hat Philips offensichtlich integriert. Die CPU-„Gewalt“ der acht Prozessorkerne (verschiedene Prozessorkerne sind für die unterschiedlichen Aufgaben zuständig)  wirkt sich auch auf andere Dinge aus, nicht nur, dass die Bedienung insgesamt flüssiger vonstatten geht, auch Smart TV Anwendungen.

 

Text: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind, Sven Wunderlich




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