XXL-TEST: Eversolo DMP-A8 - Enorm flexibler Netzwerk-Player und DAC mit erstklassigen Klangeigenschaften

Für knapp unter 2.000 Euro bietet Eversolo mit dem DMP-A8 einen flexiblen Streaming-Player an, der auch als DAC und Vorstufe fungieren kann. Die sorgfältig ausgewählten internen Komponenten, darunter besonders hochwertige AKM D/A-Wandler, ein präzises Taktgebersystem und eine vollständig symmetrische analoge Vorverstärkerschaltung, sind maßgeblich verantwortlich für die akustische Leistungsfähigkeit. Das elegante, minimalistische Design und die übersichtliche Eversolo App hingegen sollen für eine einfache Einrichtung und exzellenten Bedienkomfort sorgen. Dazu gibt es vielseitige Anschlussmöglichkeiten sowohl auf digitaler als auch auf analoger Ebene und besonders umfangreiche Möglichkeiten zur Klanganpassung. Wer möchte, kann eine SSD-Festplatte selbst integrieren oder für einen entsprechenden Preisaufschlag in 2 TB und 4 TB Größe direkt beim Kauf mitbestellen.
Der Eversolo DMP-A8 ist in Schwarz zum Preis von 1.980 Euro (UVP) erhältlich.
Audiophiles Innenleben

Exklusive DACs und Komponenten
Der DMP-A8 zeigt sich bei der Auswahl der für eine hohe akustische Leistungsfähigkeit verantwortlichen Bauteile wenig kompromissbereit. Mit AK4499EX und AK4191EQ sind zwei besonders hochwertige D/A-Chipsets an Bord, die neben hoher Präzision und geringen Rauschwerten einen warmen, analog-ähnlichen Sound bieten sollen, gleichzeitig aber jedes noch so feine Detail und jede musikalische Nuance berücksichtigen. In Kombination mit der EOS-Audio-Engine, dem eigenen Eversolo Betriebssystem auf Android-Basis, werden praktisch alle Sampling-Raten unterstützt. Konkret bis maximal 768kHz/32-Bit, DSD512 sowie auch MQA.
Als Taktgeber kommen zwei Accusilicon-Oszillatoren zum Einsatz. Das doppelte Femtoclock-System steht für höchste Exaktheit und somit geringstmöglichen Jitter und wenig Rauschen. Identisch zur Master Edition des DMP-A6 setzt auch der DMP-A8 auf die OPA1612 Operationsverstärker. Über die USB-Schnittstelle XMOS XU316 der 3. Generation werden Signale von PCs oder Notebooks verlustfrei digital in hoher Auflösung übertragen. Im Allgemeinen setzt das Eversolo Multitalent zahlreich auf Komponenten, die man auch in High-End-Stereo-Equipment erwarten würde. Darunter Kondensatoren von WIMA, Nichicon und Murata, Omron-Relais aus Japan und TI-Op-Verstärker aus den USA.
Mit dem kraftvollen und vollsymmetrischen Vorverstärker ist eine analoge Verstärkung von +10dB möglich. Insbesondere in Kombination mit der analogen R2"-Lautstärkeregelung seien hier geringstes Rauschen und geringste Verzerrungen geboten. Die Lautstärkeregelung ist im DMP-A8 also mit einem Netzwerk aus Widerständen und Relais realisiert. Das ermöglicht eine sehr präzise Einstellung. Eine Schutzfunktion sorgt zudem dafür, dass übermäßige Pegel beim Start oder beim Umschalten von Quellen auf sichere Pegel reduziert werden.

Frontansicht im ausgeschalteten Zustand
Für die Stromversorgung kommt beim DMP-A8 ein erweitertes Design zum Einsatz. Zwei getrennte Versorgungen stehen zur Verfügung. Eine davon kümmert sich ausschließlich um alle Schaltkreise, die die Audiosignalverarbeitung betreffen. Die andere versorgt das Gerät und System. Damit werden Interferenzen und Rauschen zwischen diesen Schaltkreisen vermieden. Im Audiobereich besteht das lineare Netzteil aus einem Ringkerntrafo, für das System kommt ein Schaltnetzteil zum Einsatz.
Bereits beim DMP-A6 ME waren wir von den weitreichenden EQ-Einstellungen positiv überrascht. Auch der DMP-A8 bringt äußerst umfrangreiche DSP-Einstellungen mit und geht sogar noch ein paar Schritte weiter. An Bord sind ein parametrischer EQ, Loudness-Funktion, ein IR-Filter, ein Kompressor, Delay sowie High- und Low-Pass-Filteroptionen. Eine automatische Raumeinmessung ist nicht integriert. Wer hier also präzise Einstellungsmöglichkeiten vornehmen will, muss entweder seinen Raum bereits sehr gut kennen oder über das notwendige Know-How und Equipment verfügen, um die EQ-Einstellungen sinnvoll nutzen zu können. Wer diese Vorteile hat, wird sich an den komplexen Möglichkeiten erfreuen können. In den DAC-Einstellungen kann man außerdem noch sechs digitale Filter mit verschiedenen Modi wählen, die unterschiedliche Klangcharakteristiken aufweisen.
Anschlüsse

Rückseite
Der DMP-A8 weist größere Dimensionen auf als z.B. der von uns ebenfalls getestete DMP-A6 Master Edition und ist breiter. Das ist, aufgrund des erweiterten Schnittstellenangebots, auch notwendig. Auf der Rückseite rechts befinden sich analoge Eingänge und Ausgänge, jeweils als Stereo Cinch und XLR ausgeführt. Als Vorstufe nutzbar, unterstützt der DMP-A8 also natürlich auch den Anschluss analoger Quellgeräte.
Links daneben trennt ein 3,5mm Trigger Out (12V) die analogen von den digitalen Anschlussmöglichkeiten. Ein digitalen Eingängen stehen hier zwei optische und zwei koaxiale Anschlüsse zur Verfügung, außerdem HDMI ARC und die USB-Audioschnittstelle, die hier als Typ B ausgeführt wird. An Digitalausgängen stehen jeweils eine koaxiale und optische Schnittstelle bereit, außerdem 2x USB 3.0 und sogar HDMI IIS.

Digitalanschlüsse

Analoge Ein- und Ausgänge

Hochwertige Cinch-Schnittstellen
Ein USB-Slot vom Typ A ist als Ausgang vorgesehen, während der andere als Eingang bereitsteht. Hier ließe sich z.B. auch ein CD-Laufwerk via USB verbinden und der DMP-A8 steht für CD-Ripping zur Verfügung. Dafür gibt es eine eigene CD Rip App. Mit Fehlerkorrektur, Datenvalidierung und Abgleich von Album- und Titelnamen - die Informationen sollen dann gleich in die Musikbibliothek übernommen werden - soll das auch mit entsprechendem Komfort problemlos gelingen.
Für die Einbindung ins Heimnetzwerk ist ein Gigabit-Ethernet-Slot vorhanden, außerdem 5GHz WLAN. Zwei Antennen sollen für zuverlässigen, stabilen WiFi-Betrieb sorgen, auch für Bluetooth ist eine eigene Antenne montiert. Hier kommt die BT-Version 5.0 zum Zug, es werden sowohl aptX HD als auch LDAC und AAC bei der unkomplizierten drahtlosen Signalübertragung unterstützt. Die Bluetooth-Integration wird über das Qualcomm QCC5125 Chipset bereitgestellt.
Sämtliche Anschlüsse sind hochwertig ausgeführt, sauber integriert und die Cinch-Schnittstellen vergoldet.
Nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist der untere Schacht. Hier kann man SSD-Festplatten mit einer Kapazität von maximal 4 TB recht einfach installieren, ohne dass man das komplette Gehäuse des DMP-A8 öffnen muss. Im Quick Start Guide ist der unkomplizierte Vorgang beschrieben. Um Musik hinzuzufügen, verwendet man z.B. den USB-Anschluss auf der Rückseite oder man überträgt das Ganze von Netzwerkfreigaben. Prinzipiell kann der DMP-A8 Musikdateien, die sich auf der SSD-Platte befinden, auch anderen Geräten im Netzwerk zur Wiedergabe zur Verfügung stellen. CD-Rips kann man ebenfalls auf der internen SSD abspeichern.
- Auf Seite 2 sehen wir uns das Gehäuse, die Fernbedienung, das Display und Menü des DMP-A8 an!
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Tags: DAC • EverSolo • Musik-Streamer • Netzwerk-Player • Netzwerk-Streaming-Player • Streaming-Player • Vorstufe






