TEST: Dali OBERON GRAND VOKAL in 3.0 Konfiguration - vielseitig einzusetzen und akustisch überzeugend
Klangtestreihen

Als kompetenter Verstärker und Zuspieler bei Mehrkanal-Systemen hat sich der Denon AVC-X4800H bewährt. Auch in diesem Test möchten wir den Denon AV-Receiver wieder verwenden, da hier die maximale Performance des Dali OBERON GRAND VOKAL Ensembles beweisen muss, wie gut die dänischen Schallwandler sind.
Wir beginnen unsere Klangtestreihen mit Toto und "I Will Remember". Der Titel startet mit Drums sowie mit Chorgesang und beide Elemente setzen unsere Dali OBERON GRAND VOKAL 404 hervorragend um. Die vokalen Elemente lösen sich sehr schön von den Lautsprechern und die Drums wirken facettenreich und treffen ziemlich exakt den richtigen Punkt. Als Stings Gesangpart dann beginnt, wird die spezielle Stimmfarbe sehr gut umgesetzt, auch kleinere Strukturen und dynamische Elemente innerhalb der vokalen Präsenz kommen gut h. Als der Toto-Frontmann dann zur Kopfstimme dann übergeht, wird diese im Hochtonbereich leicht harsch, allerdings erst bei hohem Pegel. Die SMC-Treibereinheiten liefern ein gutes Bassfundament, das aber für unseren Geschmack noch etwas kräftiger ausfallen dürfte.
Weiter geht es mit der Andreas Diehlmann Band und dem Titel "Long Way To Go". Das Stück beginnt mit einer Akustikgitarre, die erstaunlich genau und klar herausgearbeitet wird: Man hört das Anzupfen der Saiten mit einem überraschenden Maß an Feinheit, für die Preisklasse wirklich sehr gelungen. Nach wenigen Momenten entwickelt sich der Song weiter, es kommen zahlreiche akustische Elemente hinzu. Die Wiedergabe bleibt allzeit klar und sehr gut strukturiert. Überzeugen kann uns die Darstellung der Stimmfarbe vom Blues-Rocker Andreas. So präsentieren uns die Dali Lautsprecher die Rauigkeit und Rauigkeit, die den speziellen vokalen Charakter ausmachen. Der Bassbereich wird ebenfalls sehr gut bedient. So liefern die OBERON GRAND VOKAL ein stimmiges Bassfundament, das nie überzogen wird, aber immer das richtige Maß an Substanz besitzt.
Bevor wir zu Filmton wechseln, starten wir noch einen letzten Musik-Track in Form von "Living In A Haze" von Milky Chance. Die zu Beginn des Titels enthaltenen elektronische Effekte werden differenziert und glaubhaft umgesetzt. Der Synthesizer sowie der Gesangspart lösen sich sehr gut von den Chassis unserer 3.0 Konfiguration und verteilen sich sauber ausbalanciert im Hörraum. Das Zusammenspiel aus Gesang, elektronischen Effekten sowie Bass klappt in jedem Part des Songs ausgesprochen überzeugend. Die SMC-Treibereinheiten liefern zudem auch hier wieder ein sehr gutes Bassfundament, das nie zu überzogen auftritt, aber immer hör- und spürbar ist.
Wir beginnen unsere Klangwertung bei Filmton mit der Blu-ray "The Kingsman - The Golden Circle". Hier verwenden wir die Anfangssequenz, in der sich Eggsy und Charlie nach langer Zeit wiedersehen, was umgehend in einen anständigen Fight im Agenten-Taxi ausartet. Die verschiedenen Effekte wie z.B. die Verwendung des Elektroschockers oder auch das Zerbersten der Glasscheiben sind differenziert wahrnehmbar. Die Dialoge der Protagonisten wirken dynamisch und glaubwürdig auf uns. Etwas erstaunt sind wir, was für einen satten Bassbereich die OBERON GRAND VOKAL bei den zahlreichen explosiven Effekten und den Kampfszenen bieten. Der Bass wird lebendig und mit einer sehr guten Struktur dargeboten. Ebenfalls überzeugen kann uns die Differenzierung der unterschiedlichen akustischen Ebenen. Selbst der Crash mit einem Verfolger-Fahrzeug wird stimmig und mit Nachdruck präsentiert - das hätten wir so nicht gedacht.
Weiter geht es mit dem Blockbuster "Mission Impossible: Rogue Nation". Wir starten mit der Sequenz zu Beginn des Films, als Tom Cruise alias Ethan Hunt ein Militär-Flugzeug mit einer gefährlichen Fracht in Russland stoppen soll. Die Dialoge der Protagonisten erklingen natürlich mit einer hervorragenden Differenzierung. Das Starten des großen Frachtflugzeuges wird mit einer ordentlichen Portion Dynamik und somit lebhaft sowie authentisch in unserem Hörraum abgebildet. Nun skippen wir zu der Sequenz, die im Wiener Opernhaus stattfindet. Hier können die OBERON GRAND VOKAL ebenfalls mit einer sehr guten Darstellung des Orchesters und den Gesangsparts überzeugen. Als Ilsa Faust dann ihre Waffe lädt, erklingt diese Szene mit einer Detailtreue, die für den recht kostengünstigen Lautsprecher erstaunlich ist. Im gesamten Verlauf der Wien-Kapitel werden die Effekte klar, aber zugleich auch mit dem gebotenen Nachdruck herausgearbeitet und erklingen dadurch sehr glaubhaft. Als Ethan sich einen harten Fight mit dem Killer hoch oben über der Bühne abliefert, gelingt auch hier ein ausgezeichnetes Zusammenspiel aus Klängen der Oper und den Kampfszenen. Selbst das Zücken des Messers, das Ethan Schaden zufügen soll, kommt präzise zum Ausdruck.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "The Expandables 3:A Man's Job". Wir verwenden bei diesem Titel Kapitel Nr. 10, als sich "Barney" und sein Team aus dem Hochhaus befreien möchten, das aber unter massiven Beschuss von zahlreichen schweren Feuerwaffen, Panzern sowie Hubschraubern steht. Die Dialoge des Expandables-Teams, das Nachladen der Schusswaffen sowie die Kampfszenen werden sehr klar und hervorragend strukturiert präsentiert. Die tieffrequenden Elemente der Schussszenen werden sehr gut umgesetzt, wie z.B. bei der verwendeten Schrottflinte, die einen überzeugenden Punch besitzt. Als die Panzer dann zum Einsatz kommen, liefert unser 3.0 Ensemble einen satten Bassbereich, den es allerdings etwas an Struktur und Tiefgang fehlt, wenn der Pegel relativ hoch ist. Die gebotene Räumlichkeit ist grundsätzlich exzellent, sodass man sich schon mit einem 3.0 Ensemble nahtlos ins Klangbild eingebunden fühlt.
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