SPECIAL: Besuch bei Hegel - Innovation trifft auf Flexibilität, Agilität und den Mut, anders zu sein

Hegel ist ein zwar kleiner, aber dafür besonders innovativer Hersteller von hochklassigen Vollverstärkern, Vorverstärkern, Endstufen, CD-Playern, Phonostufen, D/A-Wandlern und Rack Mount-Verstärkern. Heute sind wir in der norwegischen Hauptstadt Oslo und haben die Ehre, sozusagen „das Herz von Hegel“, nämlich den Hauptsitz der Firma, im fünften Stock des Osloer Forschungsparks, zu besuchen. Hegel ist dort seit über acht Jahren, und das gesamte sonstige Gebäude dient als Forschungslabor für Materialtests.
Gleich beim Eingang stoßen wir auf einen Raum, in dem sich sozusagen die Geschichte des norwegischen HiFi-Unternehmens befindet: Viele Devices aus der facettenreichen Firmengeschichte sind hier gelagert, hinzu kommen Frühwerke des Firmengründers, die sich vor der Tür zum „Archiv“ befinden.

In einem Raum befindet sich eine große Anzahl historischer Hegel-Produkte

Vielleicht kommen die Schätze eines Tages in ein Hegel-Museum?

Seit 1998 existiert das Unternehmen

Hier eine Auswahl kompakter DACs

Hegels erster Verstärker

Der erste Hegel-Verstärker - Front

Ein weiteres Werk aus der "Frühzeit"
Auch ausgefallene Exponante wie ein „Graffiti-Hegel“ oder, dann im Haupt-Hörraum, Hegel-Produkte in teils durchaus ausgefallenen Farben können wir inn der Firmenzentrale bewundern.

"Graffiti-Hegel"
Hegel blickt mittlerweile auf eine durchaus längere Geschichte zurück und wurde im Jahr 1998 von Bent Holter, der heute noch CEO und Besitzer der norwegischen HiFi-Schmiede ist, gegründet. Schon als Teenager reparierte Bent Elektronik, und sah damals schon deutlich die zahlreichen Schwachpunkte, die er bei seinen eigenen Hegel-Produkten natürlich tunlichst vermeiden wollte. Gehen wir in den folgenden Abschnitten näher auf die Firmengeschichte ein.
Wenden wir uns der Geschichte detaillierter zu. Die "Hegel-Story" begann 1988 an der technischen Universität in Trondheim, Norwegen. Ein begabter Student namens Bent Holter fasste den Entschluss, neue Ansätze auszuarbeiten, wie man das Layour von Transistoren, die in Verstärkern verwendet werden, optimieren kann, damit man existierende Probleme bei traditionellen HiFi-Verstärkern eliminieren kann. Als größtes Problem hat Holter schnell den Themenbereich "Verzerrungen" ausfindig gemacht. Dass sich im Verlauf der Signalverstärkung, teilweise sogar in deutlichem Ausmaß, Verzerrungen hinzugesellen und die Klangqualität spürbar herabsetzen, wollte Bent nicht akzeptieren.

Bent Holter ist Gründer und CEO von Hegel
Er wollte sich bei seiner Arbeitsweise von konventionellen Ansätzen komplett freizumachen, und begann, die heute als "Hegel Sound Engine" bekannte Technologie zu entwickeln. Der Name "Hegel" hat übrigens nichts mit dem berühmten Philosophen gleichen Namens zu tun. Vielmehr spielte der Student in einer Musik-Formation namens "The Hegel Band", so entstand der Name für seine HiFi-Brand. Für diese Band baute Bent überdies die Verstärker in Eigenregie. Um seine Projekte zu finanzieren, kam Geld von Telenor, einer bedeutenden Marke aus dem Telekommunikations-Segment.

Arbeitsweise der SoundEngine in den Grundzügen dargestellt
In den frühen 90er Jahren präsentierte Bent die Sound Engine und ließ sie patentieren, 1994 folgte ein D/A-Konverter und 1996 der erste CD-Player der Marke. Innerhalb der nächsten acht Jahre wurde das Produktsortiment ausgebaut, und mehr und mehr brachten die Hegel-Komponenten auch Geld in die Kasse. In der um sich greifenden Finanzkrise hat sich Hegel nicht defensiv und kostensparend verhalten - vielmehr holte man sich hoch talentierte Ingenieure ins Team, die neue, besonders präzise D/A-Konverter zur Serienreife brachten. Im Jahr 2025 ist Hegel nun auch in Deutschland bestens etabliert, das elegante nordische Design und die hochwertige Technik stehen bei HiFi-Fans weltweit hoch im Kurs.

Anders Ertzeid - wir kennen ihn nur gutgelaunt
Insgesamt sieben Vollzeit-Mitarbeiter arbeiten im Osloer Headquarter, darunter neben Bent Holter auch Anders Ertzeid, der uns heute viel begleitet hat und der die Position des Vize Presidents für Sales & Marketing bekleidet.

Blick in die Entwicklungsabteilung

Hegel probiert viele Komponenten aus, bis das Optimum gefunden ist

Soft- und Hardware werden entwickelt und getestet

Zwischendurch unterhält man sich über die neuesten Erkenntnisse

Der Check von Geräten aus der laufenden Produktpalette gehört auch dazu

Im Regal, hinten im Bild, lagern zahlreiche Devices
Mit der aufwändigen Entwicklung von Hard- und Software der Hegel-Devices beschäftigen sich neben dem Chef selbst auch Anton De Caspary, bereits seit mehr als fünf Jahren dabei und hauptsächlich für Software zuständig, und Joakim Jacobsen, der sowohl bei der Entwicklung von Hardware als auch bei der Entwicklung von Software mit eingreift.

Prototypen-Bau bei Hegel

Gerätefront ohne Blende

Massive Frontblende
Zudem arbeitet Hegel in Oslo auch an Prototypen, auch in diesen Raum durften wir hinein und konnten visuelle Impressionen sammeln.

Im Sales Office ist immer etwas los - in der Mitte Christian Åkre
Ebenfalls zum schlagkräftigen „Team Hegel“ gehören Christian Åkre der laut Anders „alles weiß über Hegel-Produkte“, und das Multitalent Andreas Bjornstadt, seines Zeichens Sales Manager und Content Manager, aber kümmert sich beispielsweise auch um die Bedienungsanleitungen.

Andreas erklärt uns den Hegel H150

Hörraum mit 2 x KEF Blade One Meta

Der neue Hegel H150

Gitarren und farbenfrohe Prototypen im Hegel-Hörraum

Humor nach Art des Hauses Hegel: Olaf, der Transistor des Monats

Und auch das ist Hegel: Ringkern-Trafo als Türstopper, äußerst originell
Andreas hat uns auch unzählige wertvolle Informationen während seines Vortrags im Hegel-Hörraum gegeben, in dem unter anderem auch zwei KEF Blade One Meta stehen. Dadurch kann man bei allen Hörsessions immer auf Lautsprecher zurückgreifen, die das enorme Leistungsniveau der angeschlossenen Hegel-Komponenten auch darstellen können.
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Tags: CD-Player • DAC • Endstufe • Firmenportrait • Hegel • Verstärker






