SPECIAL: Die Key Features des TV Line-Ups 2015 von Sony im Detail

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Sony stellt das aktuelle TV Line-Up für 2015 auf drei große Säulen: den leistungsfähigen X1 Bildprozessor, ein innovatives und elegantes Design und einer flexiblen sowie überaus komfortablen User Experience dank Android TV.

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Der X1 bildet das intelligente Zentrum des Bildprocessings

Beginnen wir zunächst mit dem X1 Bildprozessor. Die zusätzliche Rechenleistung der mit X1 ausgestatteten TV-Geräte garantiert eine intelligente Analyse des zugespielten Signals und leitet die daraus resultierenden Informationen an die 4K X-Reality PRO Engine, die damit eine bisher unerreichte Performance im Bereich Farbe, Kontrast und Detailschärfe bieten soll.

Dabei handelt es sich nicht einfach um eine kurzen Check des Signals sondern um eine „Frame by Frame“-Analyse (jedes einzelne Bild wird analysiert) – egal ob SD, HD oder UltraHD, irrelevant ob Streaming von Netflix, Amazon, Youtube, etc. oder eigens produziertes Material mit Kamera und Foto-Apparat oder eine TV-Ausstrahlung und sonstiges.

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Die wichtigsten Stationen der Bildbearbeitung

Ganz grob kann man die Erkennung und die daraus folgenden Prozesse in drei Blöcke unterteilen. Im „Clarity Block“ wird die Detailschärfe dank intelligenter Noise Reduction und, im Fall des Falles, Upscaling-Prozesse, optimiert. Der „Colour Block“ sorgt für ein perfektes Mapping der Farben im gewählten Farbraum und der „Contrast Block“ umfasst die Bereiche X-tended Dynamic Range, das lokale Dimming der Hintergrundbeleuchtung und die dynamische Kontrastverbesserung.

Bild für Bild analysiert der X1 Prozessor also die Qualität eines eingehenden Signals und gibt die erkannten Informationen an das entsprechend damit zusammenhängende Bildprocessing weiter. Die dafür zuständigen Elemente der „4K X-reality Pro Engine“ holen dann das Maximum an Bildqualität heraus.

Zusätzlich zur internen Signal-Analyse wird ein Datenbank-Abgleich vorgenommen. Besonders im Bereich natives 4K, aber auch beim Upscaling von 2K auf 4K gibt es die größten Benefits gegenüber den Vorjahren. Das liegt daran, dass mittlerweile ein viel größeres Spektrum an 4K-Content, sei es professionell produziert oder vom Nutzer selbst erstellt, zur Verfügung steht. Je nach Signal wird dann das Prozedere bei der nativen Darstellung oder unter Zuhilfenahme von Upscaling-Prozessen angepasst. Hier bedient man sich ähnlichen Verfahren, die bereits seit längerer Zeit beim Transfer von analogem zu digitalem Film verwendet werden. Dank der hohen Rechenleistung kann dies nun on-the-fly geschehen.

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Die „Flat Area Detection“ sorgt für exzellente Detailschärfe des gesamten Bildes

Dazu gehört unter anderem die „Flat Area Detection“, bei der unterschiedliche Bildinhalte auch unterschiedlicher Rauschreduktion unterzogen werden. Stellen Sie sich ein Bild einer Stadt und dem dahinter liegenden Horizont vor. Behandelt man das komplette Bild identisch, wird man zwangsläufig im detailreichen Vordergrund der Stadt Details verlieren. Durch eine individuelle Anpassung der Rauschreduktion werden unterschiedliche Profile im Bild anders behandelt und ein plastischeres, detailreicheres Bild entsteht. Hinzu kommt, dass die „Digital Noise Reduction“ an die neuen Codecs HEVC, AVC und VP9, die nach anderen Enkodierungsverfahren arbeiten, angepasst wurden.

Das Upscaling auf 4K wird dank „Self-Similarity Super Resolution“ in erstklassiger Qualität durchgeführt. So sind zum Beispiel Linien, die in der originalen Full HD-Auflösung fein und zart sind, auch nach dem Upscaling auf 4K noch fein und zart und so wird das superbe Bildgefühl der 4K Auflösung auch bei hochskaliertem Material voll aufgeboten.

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„Noise Crusher“

Der neue „Noise Crusher“ ist ebenfalls ein trickreiches Instrument zur Verbesserung der Bildqualität. Rauschen wird sozusagen, daher der Name, „zerkleinert“ und somit ist es kaum noch erkennbar und stört das visuelle Gesamtvergnügen nicht. Rauschen in HEVC, AVC und VC9 entfernt der optimierte Bildrauschfilter effektiv.

Natürlich gehört auch das TRILUMINOS Display, schon in der mittlerweile dritten Generation an Bord von Sonys Top-TVs, zum Portfolio der visuellen Raffinessen. Der erweiterte Farbraum sorgt für besonders präzise Farbabstufung, da deutlich mehr Farben als auf herkömmlichem Wege abgebildet werden können. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erhalten, wird mit „Precise Colour Mapping“ jede Farbe einzeln und nicht das Bild im Gesamten optimiert.

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XDR Verbesserungen

Mit XDR und XDR PRO bietet Sony zwei sehr leistungsfähige Algorithmen zur Verbesserung des Kontrasts. Besonders XDR PRO treibt die derzeitigen Möglichkeiten auf die Spitze, enorme Bildhelligkeit kann ebenso bereit gestellt werden wie ein hoch akkurates Local Area Dimming für bestmöglichen Schwarzwert und hervorragenden Detailkontrast.  Vorteil von XDR und XDR PRO, beides Bestandteile des neuen 4K X1 Prozessor-Konzeptes ist auch, dass Hauttöne deutlich realistischer als früher wiedergegeben werden. Der zugrunde liegende leistungsfähige Algorithmus arbeitet mit Gesichtserkennung – das ist Hightech pur.

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Auch Design steht im Fokus

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Dank intelligentem Lüftungssystem kann der TV flach an der Wand angebracht werden

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Die Wandmontage gestaltet sich sehr einfach

Nicht nur Performance-starke Technik, auch feines Design ist Kernstück des Sony 2015 TV Portfolios. Wege Design mit untypisch „dicker“ Seitenlinie – in nach unten breiter werdender Dreiecksform – findet sich bei den Baureihen X93 und X94 auch 2015, hinzu kommt aber der dünnste Edge LED-LCD-TV, den Sony je produziert hat: Der X90C ist nur 4,9 mm dünn und lässt sich mit weniger als 4 cm Abstand an der Wand montieren. Das Design-Konzept wird vom extrem schmalen Rahmen vervollständigt. Dass man den TV so nah an der Wand aufhängen kann, liegt an einem völlig neu konzipierten Kühlsystem, damit der TV nicht überhitzt. Mit normalem Kühlsystem wäre es nicht möglich, einen LCD-TV so nah an der Wand unterzubringen.

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Das neue Android Betriebssystem sorgt für ein durchschaubares und flexibles User-Interface

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Direktzugriff auf verschiedene Kategorien

Sony setzt 2015 auf Android als Betriebssystem. Die vier Grundsäulen Sprachsteuerung, Google Cast, Apps und Game aus dem Play Store und One Flick Entertainment stellen hierbei die Basis dar. Ein komplett neues User Interface ist am Start, mit dem sich die Bedienung aller Funktionen einfach, schnell und komfortabel handhaben lässt. Der User kann sich App- und Content-Empfehlungen abholen, ebenso ist es sehr übersichtlich möglich, zwischen allen vorhandenen Quellen zu wählen. Leistungsfähig ist die Sprachsteuerung. Man kann nach Inhalten suchen (z.B. „ich möchte einen Krimi sehen“), dem TV Befehle bezüglich der Steuerung geben und auch dem Sony-TV Fragen stellen, beispielsweise, ob man heute einen Regenschirm benötigt – in Verbindung mit der Online-Wettervorhersage bekommt man dann die entsprechende Antwort. Google Cast ermöglicht die Einbindung von Chrome Cast in die TV-Umgebung. Apps vom Smartphone können auf dem TV verwendet werden. Dabei ist kein eigenes Pairing zwischen Smartphone und TV notwendig, man kann alles mit dem TV steuern, was den Vorteil hat, dass man dem Akku des Smartphones nicht unnötig Leistung entzieht. Praktisch auch – Apps können mit dem Google-Konto für TV und Smartphone/Tablet gleichzeitig heruntergeladen bzw. gekauft werden und anschließend genutzt werden. Somit sind Sony Android TVs Bestandteil der Google Welt – Apps und Spiele können zwischen TVs, Tablets und Smartphones geräteübergreifend genutzt werden, man kann die Devices untereinander vernetzen und zusammen verwenden. 

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One-Flick Entertainment

Mit der Multimedia-Fernbedienung hat man zum One-Flick Entertainment einen einfachen Zugang. Übersichtlich und schnell kann man auf einen Blick alles Relevante sehen und z.B. Bildeinstellungen schnell ändern. Ebenso kann man rasch nach Inhalten suchen und/oder sich das aktuelle TV-Programm anzeigen lassen. „Flick Down“ öffnet das „Action Menu“, „Flick Up“ das Content-Menu und den Direct App Launcher.

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Akustische Performance wird groß geschrieben

In den Baureihen X93C und X94C setzt Sony erstmals in einem TV auf eine Wiedergabemöglichkeit für HiRes-Audiodateien. Sony setzt auf besonders hochwertige Magnetich Fluid Lautsprecher, die bedingt durch die nach unten dicker werdende Wedge-Bauform der beiden Baureihen auch genug Entfaltungsvolumen mitbringen. Alle Lautsprecher inklusive Subwooferchassis sind vorn eingebaut, was den Vorteil hat, dass alle Klanganteile von einem Ort kommen. Dadurch gibt es keine unangenehmen Phasenverschiebungen. Die Membrane der Lautsprecher bestehen aus speziell behandeltem Glass Fibre. Das Wedge Design 2015 ist nicht mehr so bauchig wie 2014, daher wurde der Subwoofer nun neu konstruiert und etwas kleiner vom Volumen her. Trotzdem, so verspricht Sony, ist die Basskraft noch erheblich. Neu ist, dass ein eigener Verstärkerzug die Hochtöner versorgt, was zu einem noch reineren, klareren und lebendigeren Klang führt. Bis zu 956 kHz/24-Bit FLAC und WAV HiRes-Dateien werden verarbeitet. Musikdateien, die in komprimierter Form vorliegen, können mittels DSEE HX effektiv auf eine bessere Qualität hochpoliert werden.

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Eine exzellente Basis aus verschiedenen Komponenten resultiert in einem stimmigen Gesamtkonzept

Insgesamt bietet Sony 2015 sieben UHD-Modellreihen an. Es startet in 43 und 49 Zoll mit dem X83C. Es folgt der X85C in 55, 65 und 75 Zoll, dann startet der S85C in 55 und 65 Zoll, gefolgt vom X90C, ebenfalls in 55 und in 65 Zoll. Bis auf den X83D haben alle genannten Baureihen 3D und ein TRILUMINOS Display. Ohne Ausnahme ist der neue 4K X1 Bildprozessor sowie Motionflow 800 als leistungsstarke Frame Interpolation an Bord. X83 und X85C sind im Slum Design gehalten, der S85C im Slum Curved Design. Er stellt das einzige Curved-Modell von Sony dar. Der X90C ist dann im Ultra Slam Design gehalten. X93C und X94C sind die beiden Baureihen im Wege-Design. Beide beherrschen HiRes Audio.

Großer Unterschied – der X94C, nur in 75 Zoll lieferbar, ist ein Direct LED Backlicht LCD, der X93C in 55 oder 65 Zoll ein Edge LED Backlicht LCD. Alle bis hier genannten Baureihen arbeiten mit Android als Betriebssystem. Bleibt der größte TV, der X95B, er entstammt der 2014er Sony-Kollektion und setzt daher noch nicht auf Android als Betriebssystem, auch hat er nicht den brandneuen 4K X1 Bildprozessor.

 

Special: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 17.02.2015

 




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