PREVIEW: Sony HT-ST5000 – potentes 7.1.2 Soundbar-Subwoofer-System mit Dolby Atmos?

Sony-HT-ST5000-Gruppenbild1

Klarer Trend sind aktuell Soundbars, die auch Dolby Atmos-Material nativ wiedergeben können.  Bei Sony hat man dies klar erkannt und daher ist die HT-ST5000, eine 7.1.2-Soundbar mit S-Force PRO Front Surround Technologie und mit leistungsstarkem aktivem Wireless-Subwoofer, seit kurzem für 1.499 EUR im Angebot. Dank der Kombination aus leistungsfähigem DSP-Prozessor und der „Wave Front“ Technologie stellt die Soundbar ein weitläufiges Surround-Klangbild in allen Dimensionen zur Verfügung. Es gibt die Soundfelder „3D Surround“ (Top Firing Module mit dabei), „Movie“, „Music“, „Sport“, „Game Studio“, „Standard“ und „Clear Audio+“. Dank DSEE HX Upscaling werden komprimierte Dateiformate in deutlich besserer Qualität wiedergegeben. 800 Watt beträgt laut Hersteller die maximale System-Gesamtleistung, das hört sich nicht eben nach wenig an. 

Sony-HT-ST5000-Fernbedienung

Mitgelieferte Fernbedienung in typischer Sony-Optik

Sony-HT-ST5000-Soundbar-Anschluesse

Anschlussbestückung der Soundbar, HDMI 1 mit ARC

Sony-HT-ST5000-Sub-Front-Seitlich

Sehr gut verarbeiteter aktiver Wireless-Subwoofer

Decodiert werden Dolby Atmos, Dolby True HD, Dolby Digital +, Dolby Digital und Dolby Dual Mono. Drei HDMI-Eingänge und ein HDMI-Ausgang aktueller Spezifikation inklusive HDCD 2.2 sind vorhanden. Integriert ist ein leistungsstarkes Dualband-WLAN (2,4/5 GHz) und natürlich auch Bluetooth. An Musikdiensten finden sich Google Chromecast und Spotify Connect. Die Soundbar verfügt überdies über ein On Screen Display, dort wird sie auch komplett konfiguriert. 

Sony-HT-ST5000-Soundbar-Display

So eine noble Soundbar wie die HT-ST5000 hat natürlich nach wie vor ein Gerätedisplay, das bei günstigen Komponenten gern eingespart wird

Wir haben natürlich einige Screenshots angefertigt. 

Sony HT-ST5000 Screenshot 1

Selten bei Soundbars: Komplettes OSD mit Sprachwahl und vernünftiger Grafik

Sony HT-ST5000 Screenshot 2

Schnelleinrichtung

Sony HT-ST5000 Screenshot 3

 Nun folgen die Netzwerkverbindungen

Sony HT-ST5000 Screenshot 4

Die Verbindung kann kabellos oder kabelgebunden erfolgen

Sony HT-ST5000 Screenshot 5

Wahl der Zeitzone

Sony HT-ST5000 Screenshot 6

Chromecast Built-In kann nun verwendet werden

Sony HT-ST5000 Screenshot 7

Musikservices, die abrufbar sind

Sony HT-ST5000 Screenshot 8

Bluetooth-Pairing

Spotify Connect funktioniert wie gewohnt problemlos (Voraussetzung: Spotify Premium Konto für rund 10 EUR/Monat),  man wählt bei den verfügbaren Geräten die ins gleiche Netzwerk wie das Smartphone eingebundene Sony-Soundbar aus und schon geht die Musikübertragung in sehr guter Qualität, mit toller Räumlichkeit und sattem Bass, wie wir bei Sheena Eastons „For Your Eyes Only“ feststellen durfen, los. Sheenas Stimme gibt das HT-ST5000 System klar und differenziert wieder, das Klavier ist aus dynamischer Sicht ausgezeichnet eingebunden. Wie sieht die Klanggüte bei Dolby Atmos-Filmtonspuren aus?

Bei „Mission Impossible – Rogue Nation“ zeigt die HT-ST5000, was sie kann: Eine überraschend dreidimensionale Räumlichkeit wird geschaffen, so dass man den Eindruck erhält, dass weitaus mehr Komponenten sich um eine nahtlose Beschallung kümmern als lediglich eine Soundbar und ein Subwoofer. Der aktive Basslautsprecher spricht enorm schnell an und liefert einen satten, kraftvollen Bass. Es ist kein „Spielzeug“ wie öfters bei Soundbar-Subwoofer-Systemen zu beobachten, sondern ein ernstzunehmender Bassist. Wie räumlich dicht die Sony-Kombination agiert, hört man auch an den Umgebungsgeräuschen in der U-Bahn-Station, als Benjamin Dunn aus dem U-Bahn-Zug steigt. Einzelheiten, als die Spezialbrille Benjamins Gesicht scannt, arbeitet das HT-ST5000 System gut heraus. Der Hochtonbereich klingt ordentlich, wer akustisch anspruchsvoll ist, wird aber feststellen, dass die Akustik minimal belegt ist und die gebotene Transparenz demnach noch Luft nach oben lässt. 

Als dann der österreichische Bundeskanzler mit seiner Ehefrau in seinem Dienst-Maybach vor der Oper ankommt und Blitzlichtgewitter der anwesenden Pressefotografen ihn empfängt, bietet Sonys 7.1.2 System wieder eine den Zuhörer fast völlig einhüllende Räumlichkeit. Selbst dann, wenn man weiter von der Soundbar entfernt sitzt, ist das räumliche Gefühl noch dicht und fast lückenlos. Die Dialoge zwischen Ethan und Benjamin kommen gut heraus – auch die akustischen Eigenheiten des Funk-Empfangs. Die Umgebungsgeräusche im geräumigen Treppenhaus der Wiener Staatsoper beweisen uns: Dolby Atmos macht auch bei einer Soundbar Sinn, denn alles wirkt plastischer, umfassender, schlichtweg realistischer. Der Music Score wird zu jeder Zeit gelungen eingebunden, die Nachdrücklichkeit, Verdienst des aktiven Subwoofers, ist ausgezeichnet. 

Kleine Effekte, z.B., als der „falsche Polizist“ eine Tür schließt oder Benji im Technikraum arbeitet, bringt das HT-ST5000 System prima zur Geltung. Das Klatschen der Zuhörer vor Beginn von „Turandot“ ist zwar räumlich sehr gut gelungen, allerdings leicht blechern. Das gilt auch für den Klang der Instrumente, die kurz gestimmt werden. Dann geht es unvermittelt mit dem Geschehen auf der Bühne los, und eine ordentliche Durchhörbarkeit sowie eine tadellose Dynamik zeichnet die Wiedergabe von Stimmen und Instrumenten aus. Als die Opernsängerin ihre Stimme erhebt, ist merkwürdigerweise der zuvor bemängelte blecherne Einfluss im Hochtonbereich beinahe völlig weg. Was die Soundbar hier leistet, ist überragend, auch, wie gut verschiedene akustische Ebenen voneinander getrennt werden.

Als dann verschiedene Handlungsstränge anlaufen – Hunt hat sein Gefecht mit dem Killer hoch oben über der Bühne, Ilsa Faust legt auf den Österreichischen Bundeskanzler mit ihrer Schusswaffe an – behält das HT-ST5000 System stets den Überblick über die klanglichen Ereignisse. Details wie das Durchladen der Waffe werden umfassend eingearbeitet, die harten Schläge während der Keilerei von Ethan mit seinem Gegner werden nachdrücklich zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig werden die akustischen Elemente der Puccini-Oper nie vernachlässigt, die musikalische Komponenten wird von den Sony-Komponenten immer solide eingearbeitet. Die Höhen-Wirkung des Klangs ist allzeit hörbar und sorgt für mehr Weitläufigkeit, der Zuhörer „versinkt“ mehr in den Geschehnissen auf dem Screen und erlebt sozusagen eine direktere, nähere Gesamt-Wiedergabe.

Erstes Fazit

Sony-HT-ST5000-Gruppenbild1

Das HT-ST5000 System ist ziemlich kostspielig, dafür aber klanglich vollwertig: dynamisch, räumlich enorm dicht und kraftvoll spielen Soundbar und Subwoofer auf. Die Ausstattung des Systems ist sehr gut, genug HDMI-Terminals, die Multiroom Audio und Musik-Streaming-Einbindung, die verschiedenen Sound-Programme, die Clear Audio+ Funktion und die Hi-Res-Audio-Kompatibilität – da bleibt kaum ein Wunsch offen. Die Optik des Systems ist nicht allzu spannend, die Verarbeitung auch vom aktiven Wireless-Subwoofer sehr gut. 

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 04. August 2017




Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK