IFA-TEST: Monster Superstar – kompakter Bluetooth-Lautsprecher überrascht uns im Check

Monster Superstar Front

Den sehr kompakten, nur 200 Gramm wiegenden Bluetooth-Lautsprecher Monster Superstar gibt es schon seit geraumer Zeit. Wir haben nun die IFA als Gelegenheit genutzt, das Device in traniger schwarz-pinker Variante zu testen. 99 EUR kostet der Superstar in dieser Farbvariation, generell ist er in anderen Farben bereits ab rund 70 EUR zu bekommen, z.B. in Neonblau oder schwarz-silbern. Der Lautsprecher ist spritzwassergeschützt nach IPX 4 Norm und verfügt über eine integrierte Freisprecheinrichtung. Auf der Rückseite ist der Basslautsprecher untergebracht, zwei Breitbänder für Mitten und Höhen finden sich auf der Front. Das gesamte Gehäuse ist mit Silikon leicht gummiert, was eine angenehme Haptik garantiert. und somit auch stoßresistent. Ein gleichermaßen schickes wie robustes Design zu entwerfen gelingt nicht vielen. Monster hat es beim Superstar ohne Zweifel geschafft.

Monster Superstar unten

 Schickes Design trifft auf spritzwassergeschütztes Gehäuse und kompakte Abmessungen

Mit der hier getesteten Farbvariante dürfte sich besonders das weibliche Geschlecht überzeugen lassen. Ein weiteres Argument sind die Handtaschen-kompatiblen Abmessungen (129 mm lang, 65 mm breit und nur 22 mm tief). Monster spricht sogar vom „World’s Smallest Audiophile Speaker“, vielleicht etwas übertrieben, auch wenn aptX als BT-Standard für Klangübertragung in CD-Qualität mit an Bord ist.

Monster Superstar Bedienelemente

 Bedienelemente stylish integriert und gut zu handhaben

Monster Superstar MicroUSB

 Micro USB-Anschluss zum Aufladen des Superstar

Und wie lange läuft der Superstar, ohne Energie nachfassen zu müssen? Für einen so kleinen Speaker gehen 5 Stunden Akku-Laufzeit auf jeden Fall in Ordnung. Eine Möglichkeit, ein vom Akku her schwächelndes Smartphone am Superstar aufzuladen, gibt es leider nicht. 

Dafür erzielt der Superstar akustisch richtig gute Leistungen, nach sehr kurzer Zeit ist der BT-Speaker mit dem Smartphone gekoppelt und stellt eine stabile,, von Aussetzern und Artefakten freie Verbindung her. Auch bei vokalorientierten Titeln blamiert er sich nicht, wie sich bei „I Belong To You“ von Eros Ramazzotti und Anastasia zeigt. Er liefert eine gute Loslösung der Stimmen vom Lautsprecher und schafft es sogar, einige stimmtypische Merkmale herauszuarbeiten. Besonders überrascht hat uns die charismatische Herausstellung der Stimme von Anastasia, die Präsentation hat uns noch besser gefallen als bei Eros. Die Trennung der Stimmen von den Instrumenten gelingt recht gut, und die gesamte tonale Auslegung ist angenehm, ohne ins Langweilige abzudriften. „Anima E Core“ von Andrea Biocelli ist ebenfalls ein Titel, den man nicht ohne Weiteres einem kompakten Bluetooth-Speaker zumuten würde. Doch der Superstar ziert sich nicht, seinem Respekt gebietenden Namen auch diesmal gerecht zu werden. Andreas Stimme schafft es bei der Wiedergabe über den US-Speaker, sogar in erstaunlichem Maße Emotionen zu entfalten. Alle Instrumente sind ebenfalls klar umrissen und gut integriert. 

„I Like“ von Keri Wilson ist ein melodiöser Black-Titel mit massivem, kraftvollem Bass. Dass dieser nicht im vollen Umfang von einem so kleinen Bluetooth-Lautsprecher wiedergegeben werden kann, erstaunt kaum, doch der Superstar schafft es, einen Teil der Vehemenz tatsächlich abzubilden – Respekt! Klar, wenn man dann noch laut hört, was ohne weiteres dank der eigentlich guten Pegelfestigkeit funktioniert, ist der Basslautsprecher irgendwann dann doch am Ende. „Skyfall“ von Adele ist unser nächster Titel, hier hat der Superstar kurz am Anfang kleinere Berührungsängste, der leise Aufbau ganz zu Beginn zeigt, dass die Differenzierung feinster dynamischer Nuancen nicht die Domäne eines solchen Device ist. Dann aber, im weiteren Verlauf des Songs, stellt sich der Superstar seiner Aufgabe tadellos und überzeugt ein weiteres Mal mit guter Stimmwiedergabe. Wir bleiben bei 007, nur springen wir rund 30 Jahre – zurück zu „A View To A Kill“. Damals, als Roger Moore als James Bond Silicon Valley gegen den größenwahnsinnigen Industriellen Zorin retten musste, schuf Duran Duran dieses eindrucksvolle Titellied. Der kräftige Bass und die ordentliche Räumlichkeit sorgen bei der Wiedergabe durch den Superstar dafür, dass man gerne hin- und zuhört. 

„Woke Up Like This“ gehört einem ganz anderen Genre an. Moderne Club-Musik nach Schweizer Art serviert uns DJ Antoine aus Basel, und mit einer durchaus spürbaren Basswiedergabe und prima Impulstreue beim Rhythmus kann uns der Monster-Speaker auch hier überzeugen. Selbst beim energiegeladenen Trance-Tracy „Raptor“ von Digital X gibt sich der kleine Lautsprecher keine Blöße: Flott, lebending und frisch geht er ans Werk, somit ist er für die Unterhaltung unterwegs oder zwischendurch summa summarum bestens geeignet.

Das spürt auch die Konkurrenz. Der Audiovox Twiek6 (jetzt heißt Audiovox Voxx) kostete mal 99 EUR, wird jetzt aber für rund 30 EUR online verkauft. Verheißungsvoller Preis – aber wir würden lieber etwas Geld drauflegen und den Superstar kaufen. Nur einen Vorteil wirft der Twiek6 in die Waagschale – die 18 Stunden maximale Akkulaufzeit. Akustisch bietet der Superstar von allem mehr: Mehr Bass, mehr Punch, mehr Spaß und bessere Detaillierung. Überdies, aber das ist Geschmacksache, sieht der Superstar auch besser aus – da hilft auch die hochwertige Plexiglasverpackung des Twiek6 nichts. Aus dem Hause Grundig stammt der auch spritzwassergeschützte Grundig GSB 200 NFC. Auch dieser BT-Speaker verliert gegen den Monster: Der Grundig sieht schlichtweg ungelenk aus gegen den elegant-coolen US-Klangmeister. Die Verarbeitung reicht auch nicht an den Monster-Speaker heran. Mit rund 70 EUR Marktpreis ist der Grundig nicht billiger, klingt aber schlechter. Für 50 EUR kann der Youga BT-Lautsprecher „Berlin“mit frechem Design und ebenfalls gummierten Gehäuse glänzen. Zudem kann man zwei Berlin miteinander koppeln, auch sehr interessant. Die Akustik geht absolut in Ordnung, aber mit dem Superstar kann der Youga nicht mithalten. Er hat weniger Basskraft und ist nicht so pegelfest. 

Fazit

Monster Superstar MicroUSB-Slot

Monster hat mit dem Superstar einen wirklich talentierten, ultrakompakten Bluetooth-Lautsprecher im Programm, der sehr gut verarbeitet auftritt, spritzwassergeschützt ist und überdies toll aussieht. Er klingt ausgewogen und lebendig, so dass man ihm bis auf die fehlende Auflademöglichkeit für ein Smartphone nichts vorwerfen kann.

Trendiger, sauber verarbeiteter und erstaunlich hochwertig klingender kompakter Bluetooth-Lautsprecher
ueberragend
BT-Lautsprecher bis 100 EUR
Test 07. September 2015

Test: Carsten Rampacher
Bilder: Philipp Kind
Datum: 07. September 2015

 




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