IFA 2014: Mehr Details zum Technics-Relaunch mit High Res Audio-Komponenten

IFA_2014_technics_listening_setup_c700

Nachdem wir bereits eine News zu neuen Technics High Res-Audio-Komponenten veröffentlicht haben, gibt es nun auf einem speziellen Panasonic-Event auf der IFA in Berlin weitere Details zu den bereits von uns vorgestellten Komponenten.

Ein Countdown zählt die letzten Minuten und Sekunden auf dem offiziellen Event herunter, bis dann der große Moment kommt:  Noch verhüllt zeigen sich die neuen Devices, die dem großen, legendären Ruf der Marke Technics gerecht werden sollen. Bevor allerdings die Komponenten enthüllt werden, startet eine Show mit einem der besten japanischen Jazz-Trompeter und einer Pianistin – die, wie wir später sehen werden, eine zentrale Rolle bei der „Auferstehung“ von Technics spielt: Michiko Ogawa agiert nicht nur virtuos am Piano in der eben erwähnten musikalischen Performance, sondern ist – außer Jazz-Pianisten –  auch amitierende Direktorin von Technics und  bringt dem Publikum das neue Brand Image der wieder aktiven Marke näher.

Einige Jahre ist es her, dass Technics – mit einem DJ-Turntable als letztem Modell – vom Markt verschwand. Das war 2008 – nun lassen wir die History kurz Revue passieren und nennen einige besonders wichtige Technics-Devices.

IFA_2013_technics_igawa

Michiko Ogawa führt durch die Historie der Marke Technics

Ursprünglich wurde Technics 1965 gegründet. Der Lautsprecher Technics 1 war das allererste Technics-Produkt. 1970 kam der SP-10, ein legendärer Plattenspieler, auf den Markt. 1972 stand der SE-10000 Verstärker mit besonders niedriger Verzerrungen bereit, um audiophile Kunden zu begeistern.  1977 wurde der SE-A1 als besonders edler und hochwertiger Verstärker mit Class A+ Technologie präsentiert. 1975 kamen die SB-7000 Linear Phase Lautsprecher für besonders impulstreuen Klang. In 1986 zeigten die Japaner die SB-RX50 mit Koax-Chassis. 1988 war der SB-AFP1000 als Audio Flat Speake im Mittelpunkt – wohlbemerkt schon damals wurde ein extrem flacher Lautsprecher vorgestellt. In der Wiener Staatsoper kam dieser Konstruktion zum Einsatz. Der DVD-A10 von 2000 war ein hochwertiger DVD Audio/DVD-Video-Player. an den wir uns  von AREADVD noch gut erinnern können. 2008 stellte  der SL-1200MK6 das letzte Technics Modell als legendärer DJ-Turntable dar.

IFA_2013_technics_r1_itani

Mr. Itani erklärt technische Details der neuen Produkte

Auch erstklassige, THX-lizenzierte Surround AV-Receiver, mit charakteristischer braun-anthrazitfarbener Frontblende und großen, beleuchteten VU-Metern, sind uns in bester Erinnerung geblieben, HiFi-Fans denken an Hightech-Cassettendecks und an edle CD-Spieler.

Nun, mit der Wiedergeburt der Marke, nimmt Technics die High Resolution Audio-Thematik auf- genau die richtige Basis, um Audio-Leistungsfähigkeit  auf Highend-Level zu demonstrieren.  Digitale Signalverarbeitungstechnik nimmt einen zentralen Stellenwert in der Technics Audio-Entwicklung ein – und eine richtige Gewichtung aller wichtigen Faktoren: Sound, Technologie und Design – das Dreieck der Technics Philosophie möchte keine elementare  Komponente vergessen.

Nun kommen wir zu den neuen Produkten.  Erscheinen werden zwei neue Serien: Das “R1 Reference-Class System” und das “Premium-Class C700 System”.

Die R1-Serie in der High End-Liga besteht aus einem Netzwerk Audio-Player, einem Verstärker mit imposantem VU-Meter und üppigen Standlautsprechern. Die Komponenten überzeugen durch zeitlose Optik und noble Verarbeitungsqualität. Schlichte Formen, ohne störende Spielerei, stehen im Fokus.

IFA_2014_technics_r1_amps

Das R1 Reference Class-System bildet die Speerspitze des neuen Produktportfolios

IFA_2013_technics_r1_speakers

Dazu gehören auch die SB-R1 Schallwandler

Technics R1 Serie (Reference Class)  40.000 EUR (für das gesamte System)

  • Stereo Power Amplifier SE-R1: Der Highend-Verstärker soll neue Standards setzen – mit volldigitaler Signalverarbeitung, MOSFET-Treibern und extrem niedrigen Verzerrungs- und Jitterwerten.
  • Network Audio Control Player SU-R1: Pre-Amp und Netzwerkplayer mit ebenfalls wegweisender Digitaltechnik mit Minimalisierung jeder Art von interner und externer Störungen. Eine besonders ausgeklügelte Upsampling-Funktion hebt niedriger auflösendes Material auf Hi-Res-Audio-Niveau. DSD und FLAC werden wiedergegeben, natürlich ist ein USB DAC am Start.
  • Speaker System SB-R1: Koaxialchassis in Flachmembranausführung und spezielle neue Langhub-Woofer sorgen hier für ein breites darstellbares Frequenzspektrum von 20 Hz bis 100 kHz.

Die C700-Serie ist mit den Regallautsprechern etwas kleiner dimensioniert und verfügt neben dem eigenen Verstärker und dem Netzwerk-Player noch über einen eigenen CD-Player.  Insgesamt vier Komponenten werden erhältlich sein und zeigen ebenfalls ein nobles, zurückhaltendes Design, das von Wertigkeit geprägt ist.

IFA_2013_technics_c700_komplett

Die C700-Serie komplett

Technics C700-Serie (Premium Class) 4.000 EUR Netzwerkplayer, Verstärker, Lautsprecher.  1.000 EUR  extra kostet der CD-Player

  • Stereo Integrated Amplifier SU-C700 (4.000 EUR): Volldigitales Processing sorgt auch hier für beste Verzerrungsfreiheit.  Ein aufwändiges Netzteil ist eine Selbstverständlichkeit, ebenso enorm hochwertige MOSFETs.
  • Network Audio Player ST-C700:  Maximale Ruhe, nur purer Musikgenuss – auch beim DLNA/USB DAC-Netzwerkplayer für WAV, FLAC und DSD sind highendige Ambitionen unüberhörbar. Die Hi-Res Remaster-Funktion fehlt auch bei diesem kleineren Modell nicht.
  • Compact Disc Player SL-C700 (1.000 EUR): Hi-Res-Remasterfunktion ist hier auch an Bord. Ebenfalls gibt es einen hochpräzisen Clock-Generator und parallel arbeitende D/A-Konverter. Ein Metall-Double-Layer-Chassis gibt die notwendige mechanische Stabilität.
  • Speaker System SB-C700  : Bis auf 100 kHz können die Lautsprecher mit einem Koaxialtreiber (Punktschallquellenprinzip) hoch spielen – somit wird jede HiRes-Audio-Quelle mit vollem Oberwellenbereich wiedergegeben. Die Lautsprecher sind mit hochglänzender Oberfläche und interessanter Formgebung sehr schick geworden.

Ab Ende des Jahres 2014 werden die Komponenten nach Deutschland kommen.
Es folgen Erklärungen zu den zentralen Technics Technologien.
Hier wären verschiedene Oberbegriffe zu erwähnen:  1) ACCURATE DIGITAL TECHNOLOGY, 2) NOISELESS SIGNAL TECHNOLOGY und  3) EMOTIVE ACOUSTIC TECHNOLOGY  sind die drei Faktoren.

JENO Digital Engine ist der Mittelpunkt, mit Clock Regenerator, Sample Rate Konverter und PWM Modulator als den einzelnen Bestandteilen. Mittels dieser leistungsfähigen Engine soll Jitter beinahe völlig eliminiert werden, ebenso  gibt es kaum noch Rauschen und Artefakte.

IFA_2014_technics_sb_r1_woofer

Langhub-Basstreiber der SB-R1

Der GaN  MOSFET Driver  ist für die ideale Wellenform der verarbeiteten Signale zuständig. „Load Adaptive Phase Calibration “ sorgt für ideale Arbeitsbedingungen auch bei wechselnder Last, die der Lautsprecher erzeugt. LAPC kann auf dem Frontpanel und per Fernbedienung aktiviert werden.

Noiseless Signal Technology arbeitet mit 192 kHz/32-Bit D/A-Konvertern und VR Control Data.  Netzwerkplayer und Pre-Amp sind in einem Gehäuse, um die Signalwege möglichst kurz zu halten.  Der Leistungsverstärker ist bewusst als separate Einheit gehalten, um möglichst keine unerwünschten Signalbeeinflussungen zu erzeugen. Des Weiteren setzt Technics auf einen effektiven Jitter-Entferner, einen SPDIF Pulse Transformer und auf einen Common Mode-Filter für die beinahe völlige Isolierung von störendem Rauschen.  Für analoge sowie digitale Schaltkreise gibt es zwei voneinander unabhängige Stromversorgungen.

IFA_2014_technics_sb_r1

Carbon-Graphit-Hochtöner, für Frequenzen bis zu 100 kHz verantwortlich

Bezüglich der die Lautsprecher betreffenden  Emotive Acoustic Technology spielt der „Phase Precision Driver“ eine große Rolle. Der Carbon Graphit-Hochtöner, in der Mitte des Tiefmitteltöners untergebracht, spielt bis auf 100 kHz hoch und verfügt über einen starken Neodym-Magneten.  Aluminium/Carbon Honeycomb-Struktur zeichnet den Tiefmitteltöner mit Doppelmagnetsystem aus.

Nun folgen noch erste Höreindrücke mit beiden neuen Technics Anlagen. Wir starten bei den ersten zwei Songs mit der Premium C700 Serie, die letzten drei Songs werden anschließend von der edlen Reference-Serie wiedergegeben.

IFA_2014_technics_su_c700

Der SU-C700 Stereoverstärker

IFA_2014_technics_st_c700_sl_c700

CD-Player SL-C700 und Netzwerk-Player ST-C700

Schon die C700 schafft es, einen ausgezeichneten Eindruck zu hinterlassen. Besonders der straffe, kräftige Bass, den die beiden doch recht kompakten Regallautsprecher mit Koaxchassis ermöglichen, erstaunt. Auch das Auflösungsvermögen ist enorm. Feine musikalische Einzelheiten werden in allen Frequenzbereichen gekonnt eingebunden. Beeindruckend sind Räumlichkeit und Transparenz des Hochtonbereiches. Die Impulstreue ist enorm, dank Koax-Chassis sind die Gruppenlaufzeiten absolut stimmig. Die Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzbereichen beweisen die große akustische Gesamtharmonie. Virtuose Zupfinstrumente werden kultiviert und lebendig wiedergegeben.

IFA_2014_technics_su_r1

SU-R1 Netzwerk-Player der Reference Class-Serie

IFA_2014_technics_se_r1

Der mächtige SE-R1 Stereo-Verstärker, zwei große vU-Meter zieren die Front

Dann ist die R1 Reference Kette an der Reihe. Hier hörten wir z.B. einen Auszug aus dem 5. Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven sowie „All Or Nothing At All“ von Diana Krall. Der Hörraum war beinahe zu klein für die imposante Wirkung der ausladenden  SB-R1 Lautsprecher. Um ansatzweise einen Eindruck von den Fähigkeiten der Reference-Kette zu bekommen,  reichten die kurzen Impressionen aber aus. Stimmige Gruppenlaufzeiten, enorm feine Herausarbeitung der Anschlagdynamik des Klaviers, exaktes Treffen der richtigen Temperatur sowie ein hervorragendes Management kleiner sowie großer dynamischer Unterschiede ließen das Können aufblitzen. 40.000 EUR für die gesamte Kette sind auch in Wort – dem die Reference-Komponenten aber auch entsprechend große Taten folgen lassen: Diana Kralls Stimme steht perfekt im Raum, in Breite und Tiefe wird eine höchst präzise virtuelle Bühne gezeichnet, die praktisch alle Details wie auf dem Silbertablett serviert.

 

Special: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 03.09.2014




Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK