XXL-TEST: Yamaha Luxus-Kopfhörer YH-5000SE und der passende Premium Kopfhörer-Verstärker HA-L7A
HA-L7A

Ungewöhnliche Optik: HA-L7A
Kurzer Overview: Der HA-L7A offeriert eine innovative "Floating and Balanced-Verstärkertechnologie" im Sinne eines natürlichen und ermüdungsfreien Hörens. Aufgrund eines 32-Bit-D/A-Wandlers von ESS soll die Akustik höchste Ansprüche erfüllen.
Die symmetrische Übertragung setzt externes Rauschen auf ein Minimum herab und optimiert die Signaltrennung. Zwei Ringkerntransformatoren sorgen für präzise Wiedergabe und Dynamik. Das robuste Gehäuse minimiert Vibrationen und bietet ein solides Fundament für ein fokussiertes Hörerlebnis.
Nun gehen wir ins Detail.
Floating and Balanced-Verstärkertechnologie:

Floating Balance-Technologie
Beim HA-L7A gibt es insgesamt vier Sätze von Leistungsverstärkerschaltungen auf der Plus- und Minusseite des linken und rechten Kanals der Ausgangsstufe. Sie sind von der Masse getrennt, was zu einem komplett symmetrischen Gegentaktbetrieb der Ausgangsstufe führt. Die Kopfhörer können verwendet werden, ohne dass die Verstärkerkonfiguration zwischen symmetrisch und unsymmetrisch geändert werden muss, sodass Klangunterschiede aufgrund unterschiedlicher Ausgangsanschlüsse auf ein Minimum herabgesetzt werden. Zudem sind alle Schaltkreise, einschließlich der Stromversorgung, gänzlich unabhängig von der Masse, daher werden alle Auswirkungen winziger Spannungsschwankungen und externer Störsignale, die die Masse umgeben, vollständig eliminiert.
ESS ES9038PRO DAC

ESS DAC
Der ES9038PRO-Wandler von ESS Technology ermöglicht eine extrem präzise Wandlung digitaler in analoge Signale. Der dedizierte Haupttaktgeber des Bausteins setzt im Sinne bestmöglicher Qualität auf einen Quarzoszillator mit äußerst kleinem Phasenrauschen. Im Inneren des Chips untergebracht wurde ein D/A-Wandler mit insgesamt 8 Kanälen, der die linke und rechte Seite jeweils im Vierkanal-Prinzip konvertiert. Der Einsatz dieser speziellen Anordnung ermöglicht eine extrem penible Audioausgabe mit einem breiten Dynamikbereich und einem erstklassigen Signal-Rausch-Verhältnis.
Diskreter Aufbau plus symmetrische Übertragung

Vollständig diskreter Aufbau
Alle elementaren Stufen, die dem DAC nachgeschaltet werden, sind mit symmetrischen Schaltkreisen sowie einer diskreten Konfiguration versehen, wodurch eine komplett symmetrische Übertragung vom D/A-Wandler-Ausgang zum Kopfhöreranschluss realisiert wird. Außerdem kommt die symmetrische Umwandlung intern für gewöhnliche unsymmetrische Eingänge zum Tragen, wodurch die auf der Hand liegenden Vorzüge der symmetrischen Übertragung und Verstärkung, wie beispielsweise die Minimierung von externem Rauschen, für eine Vielzahl von Eingangsquellen nutzbar sind. Zusammen mit Kopfhörern, die einen symmetrischen Anschluss besitzen, wird weiterhin die gemeinsame Impedanz des Übertragungssystems unterdrückt, was die Signaltrennung zusätzlich optimiert.
Maximale Dynamik

Zwei Ringkern-Transformatoren
Um den Kontrast zwischen sehr ruhigen Passagen und z.B. dem Einsatz eines großen Orchesters dynamisch voll zur Geltung zu bringen, verfügt der HA-L7A über zwei Ringkerntransformatoren und zeichnet sich durch eine spezielle, äußerst vibrationsarme Konstruktion aus. In der Netzteilsektion arbeiten unabhängige Transformatoren für die Kleinsignalschaltungen in der Vorstufe und den Verstärkerteil in der zweiten Stufe. Dieses Konzept des separaten Netzteils setzt Rauschen, das durch gegenseitige Signalinterferenzen entsteht, weiter herab. Zusätzlich konnten durch die Ringkerntransformatoren magnetische Streuflüsse minimiert werden. Der Einsatz von Bifilar-Wicklungen ermöglicht zudem nur extrem geringe Spannungsschwankungen. Dadurch wird die Stabilität der Stromversorgung verbessert.
Besonders steife Konstruktion

Besonders steife Gesamtkonstruktion

Extrem hochwertige Verarbeitung, hier aus seitlicher Perspektive

Auch hinten am Gehäuse sehr solide Verschraubung
Damit die Audiosignale nicht durch äußere und innere Vibrationen beeinträchtigt werden, wurde ein besonders solides Gehäuse zur Serienreife gebracht, das ein neuartiges Designkonzept mit hochfesten Teilen kombiniert. Eine stranggepresste Aluminiumplatte, 8 mm dick, ist als L-förmige Oberseite im Einsatz, während der natürlich schwingende Ringkerntransformator auf einer 2mm dicken Stahlplatte befestigt ist. Für eine noch stärkere Entkopplung verantwortlich sind eine dicke Frontplatte, eine doppelte Rückwand und das spezielle Gehäusedesign mit einer Bodenabdeckung am Ende.
Weiteres zu Verarbeitung, Display und Fernbedienung

Yamaha-Logo

Schriftzug

Gesamtansicht von oben mit aktivem Display

Cool gemachte Drehregler, der rechte für die Lautstärke

Grafisch wird die momentane Lautstärke verdeutlicht

Man kann einen maximalen Pegel eingeben oder die Funktion "Lautstärke-Limit" deaktivieren
In der Praxis zeichnet sich der Kopfhörerverstärker durch eine extrem edle Verarbeitung und eine beeindruckende Materialgüte beim Gehäuse aus. Man kann sich jedes Detail anschauen und wird auf keine Schwäche stoßen - das ist echte Premium-Qualität "Made in Japan". Und das charakteristische Design, das es kein zweites Mal gibt, macht auch vor Details wie den beiden Drehreglern (Sound Field Mode Selector zur Auswahl des DSP-Programmes sowie Lautstärkeregelung) nicht halt. Besonders stolz ist man bei Yamaha auch auf die massiven Metallfüße.

Massive Metallfüße
Der HA-L7A besitzt unterm Gehäuseboden fünf konische Stahlfüße. Zwischen jedem Fuß und der Bodenplatte wurden Dämpfer untergebracht, die alle Vibrationen ausgezeichnet unterdrücken und so einen festen und stabilen Stand auch auf einem Schreibtisch oder einer Tischplatte ermöglichen. Zusammen mit dem 5,3kg schweren Gehäuse arbeiten alle Elemente zusammen, um unerwünschte Vibrationen effektiv zu verhindern.

Stabförmige Fernbedienung

Oberer Bereich
Im Lieferumfang des edlen Kopfhörerverstärkers, der auch als Vorstufe z.B. zusammen mit aktiven Lautsprechern verwendet werden kann, befindet sich auch eine Fernbedienung. Diese erfüllt zweifellos ihren Zweck, bietet relevante Eingangssignaltasten, natürlich eine Lautstärkeregelung und ein Navigationskreuz. Zudem kann man den Kopfhörerverstärker stummschalten, den Ausgang auswählen und den Klangmodus wechseln bzw. festlegen. Auch für den Pure Direct-Modus ist eine dedizierte Taste vorhanden. Die ausladende Länge und die dafür doch eher kleinen Tasten stören uns nicht, zumal der Druckpunkt absolut in Ordnung ist. Für ein Gerät für knapp 4.000 Euro wirkt das Gehäuse, das komplett aus Kunststoff besteht, aber doch sehr einfach und auch eine Tastenbeleuchtung ist nicht integriert.
Yamahas exklusive Soundfeld/DSP-Technologie

DSP-Modi

Straight-Modus

Sound Field Cinema

Sound Field Drama
Der HA-L7A setzt auf die gleiche Yamaha-exklusive CINEMA DSP-Technologie zur Erzeugung von Soundfeldern, die auch in vielen von Yamahas anerkannt guten AV-Receivern zum Einsatz kommt. Der Kopfhörerverstärker verwendet zusätzlich weitere hochentwickelte Signalverarbeitungs- und Mehrkanal-Erweiterungstechnologien, die Yamaha im Laufe seiner langjährigen Erfahrung bei der Entwicklung von AV-Komponenten stetig optimiert hat. Der integrierte Soundfeld-Modus umfasst sechs Optionen, die das optimale Klangfeld für die gesamte Bandbreite von verschiedenen Quellen reproduzieren.
Wählen kann man zwischen den Modi Cinema, Concert Hall, Music Video, Drama, Outdoor Live und BGM (BackGroundMusic). Dazu gibt es die Einstellungen "Straight" und "Pure Direct", die eine weitgehend unveränderte, originalgetreue Stereo-Abbildung realisieren. Pure Direct umgeht, wie man es kennt, praktisch alle signalverarbeitenden Prozesse und deaktiviert darüber hinaus alle nicht benötigten Pfade und Komponenten im HA-L7A. Bei Straight bleibt das Audiosignal unbeeinflusst, durchläuft aber weiterhin die digitale Signalverarbeitung.
Rauscharmes Schaltungsdesign, hochwertige Bauteile

Jedes Bauteil wurde mit größtmöglicher Sorgfalt ausgewählt
Das auf maximale Rauscharmut ausgerichtete Layout des HA-L7A isoliert die drei Platinen: die Hauptplatine, die Kleinstsignale verarbeitet, die Verstärkerplatine und der Verstärker sowie die Netzteilplatine fürs System. Die Hauptplatine ist so konstruiert, dass unerwünschte Wechselwirkungen zwischen den digitalen und analogen Signalen mittels einer Mehrschichtplatine und der gründlichen Beseitigung von Masseschleifen vermieden werden. Zudem wird der MUSES72323, der für nextrem geringe Verzerrungswerte und sein praktisch nicht vorhandenes Rauschen bekannt ist, für den Lautstärke-IC verwendet. Der Netzteil-IC von Analog Devices zeichnet sich durch ein lediglich minimales Ausgangsrauschen mit hoher Restwelligkeitsunterdrückung aus.
Flexible Anschlussoptionen

Anschlüsse vorne
Auf der Vorderseite des HA-L7A befinden sich zwei symmetrische Kopfhörerbuchsen und ein unsymmetrischer Kopfhöreranschluss. Beide reduzieren dank der vergoldeten Ausführung den Kontaktverlust. Für die symmetrischen XLR-Kopfhörerbuchsen werden NEUTRIK-Verbinder verwendet und für die 5-poligen 4,4-mm-Anschlüsse Pentaconn-Anschlüsse.

Anschlüsse hinten, Teil 1

Gesamtansicht Rückseite
Weitere Anschlussoptionen für externe Quellen befinden sich auf der Rückseite. Dort findet sich z.B. USB (Typ B) sowie koaxiale und optische Anschlüsse. Der Verstärker besitzt außerdem integrierte XLR- und RCA-Vorverstärker-/Line-Out-Ausgangsbuchsen, so dass er als D/A-Wandler oder auch als Stereo-Vorverstärker eingesetzt werden kann.
Weitere Funktionen und Merkmale:

Pure Direct-Funktion

Pure Direct-Modus aktiviert
Pure Direct: Diese Funktion umgeht sämtliche, nicht zwingend für die Audiosignalverarbeitung notwendigen internen Schaltkreise, um einen Klang zu realisieren, der mit dem ursprünglichen Eingangssignal praktisch identisch ist. Darunter z.B. die DSP-Verarbeitung und Analog-Digital-Wandler für analoges Audio. Pure Direct sorgt für eine maximale Reinheit des Signals.

USB-DAC

Hochwertiger USB-Input
USB-DAC: DSD-Dateien (Direct Stream Digital) mit bis zu 11,2 MHz können nativ mit dem ASIO-Treiber abgespielt werden. Aber auch hochauflösende PCM-Soundquellen mit bis zu 384 kHz und 32 Bit werden unterstützt. Der Treiber stammt von Yamaha Steinberg, und die Übertragung ist nicht mit dem PC-Takt synchronisiert, sondern verwendet eine asynchrone Übertragung mit dem hochpräzisen Taktgeber des Geräts. Daher wird der Jitter auf ein Minimum reduziert.

Präzise Taktgeber
Besonders präzise Taktgeber: Für die USB-DAC-Verarbeitung kommen zwei dedizierte Taktgeber zum Einsatz: ein 44,1-kHz-System und ein 48-kHz-System, bei dem ein überaus exakter Quarzoszillator mit geringem Phasenrauschen Verwendung findet. Die DAC-Sektion ist so ausgelegt, dass sie durch die Platzierung des Taktgebers mit dem Quarzoszillator als Master-Clock in der Nähe des Bauelements weniger sensibel auf externe Taktschwankungen reagiert.

Acht unterschiedliche Filter
Acht verschiedene digitale Filter: Zu den verschiedenen integrierten Digitalfiltern gehören der originale Low-Latency-Filter von Yamaha sowie die bereits im DAC-Prozessor vorprogrammierten Filter. Es gibt insgesamt acht Modi, die man je nach persönlichen Vorlieben auswählen kann.
Auf der dritten Seite folgen unsere Klangwertung und das erste Fazit.
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Tags: Kopfhörer • Kopfhörerverstärker • Yamaha






