SPECIAL: Luxuriöse Vollverstärker der 5000er Serie von Mark Levinson

HARMAN wird im Rahmen der HighEnd 2019 (9. bis 12. Mai 2019, M.O.C. München) die ersten beiden Modelle der neuen Mark Levinson 5000er-Serie vorstellen. Die Vollverstärker . No. 5805 und No. 5802 bieten exzellente Akustik, feinsten Aufbau und streng selektierte Bauteile - so, wie es die Fans der Marke Mark Levinson schätzen. Allerdings verstehen sich die Boliden nicht nur erstklassig verarbeitete traditionelle Devices, sondern auch als Statement für moderne Audiotechnik. Entwickelt, konstruiert und gefertigt werden die HiFi-Komponenten in den USA. 

No. 5805

Als Grundlage des Verstärkers No. 5805 dient das zum Patent angemeldete vollständig diskrete, direkt gekoppelte Schaltungsdesign mit Doppel-Mono-Aufbau und Line-Level-Vorstufe. Eine spezielle Single-Gain- Stufe, die mit einem digital gesteuerten Widerstandsleiternetzwerk zur Lautstärkeregelung kombiniert ist, gewährleistet maximale Signalintegrität und größtmögliche Bandbreite. Jeder einzelne der drei Stereo-Line-Level-Eingänge – ein symmetrischer XLR-Eingang und zwei Single-Ended-Anschlüsse mit speziellen Mark Levinson-RCA-Verbindungen – verfügt über eigene, höchst zuverlässige Signalschaltrelais.

Wie schon bei der 500er-Serie besitzt der Main Drive-Kopfhörerausgang eine exakt an die Strom- und Leistungskapazitäten angepasste Vorverstärker-Ausgangsstufe, die den Kopfhörer direkt und ohne zusätzlichen Verstärker in reiner Class A antreibt. Im No. 5805 ist überdies eine neu entwickelte MM/MC-Phonostufe installiert, die mit Gain-Regelung und Infraschall-Filter an der Vorderseite und Einstellmöglichkeiten für Kapazität und Widerstand auf der Rückseite ausgestattet ist und somit auch im Detail die Sorgfalt bei der Entwicklung erkennen lässt.

Der No. 5805 offeriert aber nicht nur aus analoger Sicht erstklassige Technologie. Ausgerüstet mit dem Mark Levinson Precision Link II™ DAC werden gleichermaßen herausragende digitale Audiofunktionen realisiert. Die neueste Generation eines ESS Sabre 32-Bit D/A-Wandlers mit Jitter-Filter und ein vollständig symmetrischer diskreter Spannungswandler bilden das Herzstück der digitalen Audioverarbeitungsstufe. ESS ist als extrem renommiert und zudem innovativ bekannt. 

Zeitlos-hochwertiges Design

Insgesamt stehen vier digitale Audio-Schnittstellen zur Verfügung: Ein koaxialer Eingang und zwei optische S/PDIF-Eingänge sowie ein asynchroner USB-Port für HighRes-Wiedergabe von PCM- (bis zu 192 kHz/32 Bit) und DSD- (bis zu DSD 5.6) Dateien. Ein leistungsstarker XMOS USB-Audioprozessor dekodiert und spielt MQA-kodierte Dateien ab. Wir nehmen das Stichwort zum Anlass, "MQA" nochmals in einem kurzen Exkurs zu erklären.

MQA steht für „Master Quality Authenticated“ und ist eine neue End-To-End-Technologie, die eine hervorragende Klanggüte wie von einem Master bietet, dabei aber nur eine Dateigröße aufweist, die klein genug ist, um einen zügigen Download oder ein flottes Streaming zu garantieren. MQA ist der erste Standard, der die fürs richtige Hören elementar wichtigen Timing-Informationen überträgt. Diese Timing-Informationen betreffen die stimmige Zuordnung der Position der Instrumente und der von ihnen abgegebenen Töne. Somit erfüllt MQA drei Ansprüche: Qualität durch Master-Klanggüte, Komfort durch die geringe Bandbreite (nur wie CD) und als letztes den Anspruch, ein definierter Standard zu sein.

MQA bietet demnach volle HiRes-Qualität mit einer effizienten Speichernutzung und ermöglicht überschaubare Übertragungsraten selbst für sehr hochwertige HiRes-Dateien.  MQA stellt eine verlustfreie Komprimierung sicher,  statt der knapp 10 Mbit/s für 192/24 fallen nun lediglich 1 bis 1,5 MBit/s an, das ist in etwa bezüglich der benötigten Bandbreite vergleichbar mit einer CD. Somit wird echtes, verlustfreies HiRes Audio-Streaming mit  vergleichsweise niedrigen Bit-Raten möglich. Auf der IFA 2015 feierte MQA Premiere im Pioneer XDP-100R Hi-Res-Audio-Player, nachdem der Anfang etwas steinig war, mausert sich MQA mehr und mehr zu einem nachgefragten Format. Nun zurück zu den neuen Mark Levinson Verstärkern, und hier wenden wir uns jetzt dem No. 5802 zu. 

No. 5802

Der 5802 ist ebenfalls ein komplett digitaler Vollverstärker mit demselben Mark Levinson Precision-Link II™ DAC, der auf sechs digitale Audioeingänge erweitert wird: Ein AES-, zwei koaxiale und zwei optische S/PDIFEingänge sowie ein asynchroner USB-Port für die Wiedergabe von HighRes PCM- (bis zu 192 kHz/32 Bit) und DSD- (bis zu DSD 5.6) Dateien. Der . 5802 besitzt MQA (Master Quality Authenticated)-Technologie, mit der MQA-Audiodateien und -Streams unterstützt werden.

No. 5805, Display

Ganz gleich, ob .5805 oder .5802: Langlebigkeit und modernste Technik werden stets garantiert. Ein mit AptXHD ausgestatteter Bluetooth-Empfänger garantiert Bluetooth-Wiedergabe in allerhöchster Qualität. Beide Verstärker sind mit absolut diskreten, direkt gekoppelten Class AB-Kanälen ausgestattet, die ihre Leistung von einem überdimensionalen Ringkerntransformator (500+ VA) mit getrennten Sekundärwicklungen für den linken und rechten Kanal beziehen. Der Spannungsverstärker verwendet eine vom schon fast legendären Verstärker No. 534 stammende Topologie, die zwei  Hochgeschwindigkeitstreibertransistoren umfasst, welche in Klasse A und sechs Ausgangstransistoren mit 260 V und 15 A arbeiten. 

Zwei Thermal-Trak-Systeme in aufwendiger Konfiguration sorgen für einen stabilen, von Last und Wärme unabhängigen Ausgangspegel. Jeder Kanal ist mit vier direkt in die Leiterplatte der Ausgangsstufe integrierte 10.000- Mikrofarad-Kondensatoren ausgestattet, die ausreichend Leistung für 125 W pro Kanal auf 8 Ohm oder 250 W pro Kanal auf 4 Ohm entfalten und einen stabilen Betrieb bis hinunter auf 2 Ohm sicherstellen. Bei kurzzeitigen Impulsspitzen ist somit stets genug Leistung vorhanden. 

Beste Materialien sind eine Selbstverständlichkeit 

Tolle Technik - aber auch die optische Erscheinung passt zum hohen Anspruch. Noble, langlebige Materialien, aufwändige Verarbeitung und eine Geometrie mit hohem Wiedererkennungswert sind Markenzeichen des Mark Levinson-Designs. Beide Verstärker verwenden ein Zoll (2,54 cm) dicke, perlengestrahlte und schwarz eloxierte, massive Vollaluminium-Frontplatten, die maschinell bearbeitet und konturiert sind, um nahtlos in ein elegantes Display überzugehen, welches seinerseits von perlengestrahltem, farblos eloxiertem Aluminium eingefasst wird.

Exzellent verarbeitete "Klang-Monumente"

Die legendären "Sanduhrknöpfe" sind zu einem sanft geschwungenen Profil gefräst, das einen fließenden Übergang bildet zur gewölbten, perlengestrahlten, farblos eloxierten Front und den dazu passend gestalteten Füßen. Die Liebe zum Detail drückt sich in den geprägten Lüftungsschlitzen an der Oberseite, dem Logo im Siebdruckverfahren, der Beschriftung hinter dem Glaspanel und den gedrehten Aluminiumknöpfen aus. Zu beiden Modellen gehört eine speziell für die 5000er-Serie gefertigte Fernbedienung aus Aluminium. Die Möglichkeiten der Systemeinbindung und die Anzahl der Kommunikationsanschlüsse sind über jeden  Zweifel erhaben und bieten Ethernet-, USB-, RS-232-, IR-Eingänge und 12-V-Trigger-Ein- und Ausgänge.

Für den .5805 wurde die Fernbedienung aus Vollaluminium neu entwickelt. Und schließlich ermöglicht eine interne Website die Einrichtung, den Import und Export von Konfigurationen und Software-Updates mithilfe eines PCs und Standard-Webbrowsers. Darüber hinaus sind Treiber der geläufigsten Steuersysteme von Drittanbietern verfügbar.

Eine äußerst langlebige Anschaffung

Die Verstärker . 5805 und . 5802 sind ab dem zweiten Quartal 2019 verfügbar, die unverbindlichen  Preisempfehlungen liegen bei 9.000 EUR bzw. bei 8.000 EUR - in Anbetracht der Langlebigkeit und der hochwertigen Technik nicht einmal zu viel. 

Special: Harman PR, Carsten Rampacher
Datum: 24. März 2019

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