PREVIEW: Quadral 5.1.4-Lautsprecherset: 4 x Platinum+ seven, 4 x Phase 15 Top-Firing-Modul, 1 x Platinum+ ten Base Center und Qube 12 Aktivsubwoofer

Wir hatten die Möglichkeit, ein großes Quadral Platinum+ Set (4 x Platinum+ seven, 1 x Platinum+ ten Base, der neue große Center) plus dem Qube 12 Aktivsubwoofer . Dass wir diese Kombination gewählt haben, kommt nicht von ungefähr, denn genau dieses Paket wird Quadral zu einem vorteilhaften Komplettpreis von 8.000 EUR über den Quadral-Fachhandel an den versierten Mehrkanal-Liebhaber ausliefern.  Da schon eine Platinum+ seven auf 2.000 EUR kommt, bekommt man beim vergünstigen Set-Set-Preis von 8.000 EUR den Center (1.249 EUR/Stück) und den Qube 12 (999 EUR einzeln) quasi umsonst dazu.

Neueste Platinum+ Erweiterung ist der große ten Base für 1.249 EUR

Brandneu: Phase A15

Dazu kann man sich noch optional vier der neuen Phase A15 Aufsatzmodule (oder alternativ Wandlautsprecher) kaufen, um Dolby Atmos sowie DTS:X genießen zu können. Ein Phase A15 kommt auf 199 EUR.  Alle Komponenten sind gleichermaßen in schwarzer Hochglanzausführung erhältlich, daher haben wir diese Variante ausgewählt. Das Hochglanz-Finish wirkt selbst bei den preiswerten Phaqse A15 richtig gut gemacht.

Klar, wer genau hinsieht, entdeckt, dass bei den edlen Platinum+ Komponenten und auch beim Qube 12 noch etwas mehr Tiefenwirkung vorhanden ist, aber die Phase A15 fallen keinesfalls negativ auf. Bei allen PÜlaqtinum+ Boxen gefällt die unverwechselbare Optik, mit den einzeln abdeckten Chassis, dem Unibody-Gehäuse und den sorgsam gerundeten Ecken. Mit Metallplatte vorn, massiven Füßen und ebenfalls einem makellos verarbeiteten Unibody-Korpus ergänzt der Qube 12 diese Eindrücke optimal.

Erste Eindrücke

Blu-ray: Mission, Impossible, Rogue Nation, Kapitel 1, Filmbeginn, und Wien-Sequenz, in der U-Bahn-Station, vor der Oper und in der Oper während der Aufführung von Puccinis Turandot:

Marantz-Vor-/Endstufen-Kombination

Smart BX1 von Advance Paris

Als AV-Vor-/Endstufen-Kombination griffen wir auf die Marantz AV7703 Vorstufe mit Decodern für Dolby Atmos/DTS:X/Auro-3D zurück, als Endstufe auf die Marantz MM8077 7-Kanal-Endstufe. Für die beiden hinteren Top-Firing-Module haben wir noch eine Advance Paris Smart BX1 Zweikanal-Endstufe angeschlossen, Kennzeichen sind hier die beiden großen VU-Meter vorne.

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Platinum+ seven, hinten und vorne:

Platinum+ seven

Die insgesamt vier Platinum+ seven, 3-Wege-Druckkammer-Reflex-Standboxen, ermöglichen einen sehr dynamischen, mitreißenden Klang, der auch bei hohem Pegel, wie auch bei den anderen Komponenten, gelassen und klar bleibt. Die gebotene Räumlichkeit ist ebenso beeindruckend wie die Homogenität – das ist aber kein Wunder, wenn man vorn und hinten auf die identischen Boxen setzt, ist die Klangfarbe natürlich auch praktisch identisch, minimale Unterschiede könnten höchstens von einer unterschiedlichen Aufstellungssituation herrühren. Beim startenden Militärflugzeug erzeugen die Platinum+ seven einen fesselnden, intensiven Klang, der den Zuhörer voll ins Geschehen integriert. Der Music Score wird allzeit sehr kräftig, aber nicht mit zu großer Dominanz präsentiert.

Terminals

Bassreflexöffnung hinten

Dank ordentlicher Belastungswerte (Nennbelastbarkeit 160, Musikbelastbarkeit 240W) kann man den Lautsprecher, wie sich in den Testreihen zeigte, auch gut im größeren Raum verwenden. Der Wirkungsgrad liegt bei 88dB (1W/1m), man sollte aber, um das Können der Boxen voll auszuloten, leistungsstarke Endstufen anschließen. Was die Platinum+ seven können, merkt man auch bei den „Turandot“ Sequenzen: Sehr homogen, filigran und zugleich kraftvoll treten sie auf. Als parallel zur Opernmusik die Schlägerei zwischen Ethan und seinem Widersacher über der Bühne stattfindet, bringen die seven alle parallel stattfindenden akustischen Elemente mit akkurater Differenzierung heraus.

Wie auch die anderen Platinum+ Schallwandler ist die seven eine 4-Ohm-Konstruktion, die dank des RiCom+ Tweeters und der starken Altima-Doppelbassbestückung (2 x 180mm) Frequenzen zwischen 27 Hz und 48kHz wiedergeben kann. Ergänzt wird die Bestückung vom facettenreich und exakt aufspielenden Mitteltöner (135mm), der ebenfalls in zweifacher Ausfertigung vorhanden ist. Die Basschassis, nicht wundern, sieht man im Übrigen nicht. Absolut wandnah sollte man die Platinum+ seven nicht aufbauen, denn, ebenso wie beim Center, befinden sich auf der Rückseite zwei Bassreflex-Öffnungen.

Platinum+ ten Base:

Platinum+ ten Base

Gespannt waren wir auf den großen, neuen 3-Wege-Bassreflex-Center, und wir wurden nicht enttäuscht: Die Stimmen von Ethan und Benji und die sehr charakteristische Stimme von Luther, der in Malaysia weilt, werden sehr detailgetreu wiedergegeben – und das, obwohl parallel teils heftige Effekte herauszuhören sind. Der Center gibt diese Effekte souverän und gelassen wieder, dank seiner großen Gehäuseabmessungen, und integriert sich exzellent in die Front-Klangkulisse zwischen die beiden Platinum+ seven. Er liefert eine weitläufige Darstellung, die aber auch hinsichtlich der räumlichen Tiefe absolut überzeugend ausfällt.

Hochwertigkeit beim Center auch im Detail

Dank des RiCom+ Hochtöners werden auch Feinheiten im Hochtonbereich exzellent präsentiert, das merkt man z.B. bei den Gesangsparts in der Oper (Wien-Kapitel), und auch bei der Präsentation der Instrumente. Er agiert ungemein spritzig und musikalisch, da er auch kleine Impulse sofort erkennt und entsprechend umsetzt. Auch im Wien-Kapitel meistert der große Center alle Effekte von vorn aus der Mitte souverän, er kann mit mehreren gleichzeitig stattfindenden akustischen Ereignissen hervorragend umgehen.

Aufgrund des 135mm Altima Mitteltöners wird der Präsenztonbereich klar umrissen, er gliedert sich nahtlos an den Hochtonbereich an. Die zwei 18cm Tieftöner mit Altima-Membran liefern ein gutes Fundament, ganz unten herum greift dann der Qube 12 ein.  

Mit einer maximalen Belastbarkeit von 160W (Nennbelastbarkeit 120W) liefert der Center gute Werte. Der Wirkungsgrad liegt bei 88 dB, etwas Leistung sollte der angeschlossene Verstärker aber auf jeden Fall mitbringen. 1.249 EUR kostet der Center, der in weiß-seidenmatt oder schwarz-hochglanz wie die anderen Platinum+ Lautsprecher lieferbar ist.

Phase A 15 Module:

Die Phase A15 können auch klanglich überzeugen

Die Phase A 15 Module liefern eine sehr luftige, feine Kulisse in der Überkopf-Ebene, und das trotz des simplen Breitband-Chassis, das verbaut ist. Man hat den Eindruck einer gleichmäßigen, allzeit spürbaren Überkopf-Klangkulisse, besonders während des Startvorgangs und der gewagten Manöver von Ethan, der versucht, ins Innere der Frachtmaschine zu kommen, ist die Kulisse sehr ausgeprägt, und stets glaubwürdig. Natürlich ist das auch der Verdienst der Marantz AV7703 Vorstufe, die bei uns das „Kommando“ im Set-Up führt.  Für einen Stückpreis von 199 EUR, wahlweise in schwarzer oder weißer Hochglanzausführung, gibt es mit dem Phase A 15 einen ausgezeichneten Gegenwert.

Qube 12 Aktiv-Subwoofer

Qube 12

Der Qube 12 mit großem 32 cm Chassis (Downfire) hat bei uns schon im Test vor einigen Jahren absolut begeistert: Pegelfest, mit herausragender Dynamik, und mit einem exzellenten Tiefgang. Kaum verwunderlich, dass sich der Bassist auch hier wieder glänzend schlägt. Überzeugend ist vor allem, wie gut der Basslautsprecher aus Hannover parallel stattfindende tieffrequente Ereignisse zu verbinden weiß. Das Donnern der Triebwerke des startenden Flugzeugs wird auf jeden Fall zu einem echten Erlebnis. Dank der leistungsstarken Endstufe beschallt der Qube 12 auch größere Lokalitäten problemlos. Gleichzeitig tritt er stets, wie schon erwähnt, sehr differenziert auf, was ihn auch beispielsweise für den Liebhaber klassischer Musik interessant macht. Mit 500W Nennleistung und 600W Musikleistung sowie einer unteren Grenzfrequenz von 20Hz ist der Qube 12 auch für anspruchsvolle Anwender ein idealer Partner

Erstes Fazit

Sauber verarbeitet, optisch mit hohem Wiedererkennungswert, und auch noch zu einem sehr interessanten Paketpreis (ohne Phase A15, die müssen separat erworben werden) erhältlich: Das Platinum+ /Qube 12-Set verwöhnt mit einem extrem kräftigen, homogenen, lebendigen und detailreichen Klang. Gerade die Bestückung mit vier Standboxen und einem perfekt dazu passenden, großen Center-Lautsprecher sorgt für Begeisterung. Ganz gleich, was wiedergegeben wird – stets souverän und facettenreich ausgelegt, meistert das Ensemble aus Hannover jede Herausforderung.

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Oksana Fritz
Datum: 17. Juni 2019

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