HIGH END München: Neues von Beyerdynamic, Dali und Klipsch

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 Beyerdynamic Custom Studio

Beyerdynamic präsentiert aktuell den neuen Custom Studio-Kopfhörer auf der High End. Der dynamische, geschlossene Kopfhörer kommt auf 199 EUR und liefert einen Übertragungsbereich von 5 bis 35.000 Hz mit. Die Nennimpedanz liegt bei 80 Ohm, der Kennschalldruckpegel bei 96 dB. 100 mW beträgt die  maximale Belastbarkeit, der ohrumschließende Kopfhörer bringt einen Klirrfaktor unterhalb von 0,2 Prozent mit. 290 Gramm Gewicht – das ist im wahrsten Wortsinn gut zu er-tragen. Sauber verarbeitet, eben, wie wir es von Beyerdynamic kennen, ist der Custom Studio ebenfalls. Ein 3 Meter langes Spiralkabel befindet sich im Lieferumfang. Maximal 116 dB können erzielt werden. 

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Ohrmuscheln

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Ohrpolster

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 Im Detail

Der Custom Studio ist laut Beyerdynamic mit professionellen 80 Ohm-Treibern ausgestattet, die mit enorm schneller sowie präziser Resonanz aufwarten können. Die variable Geräuschunterdrückung macht den Custom Studio zudem zum optimalen Monitor-Kopfhörer. Im Gegensatz zu Headphones mit aktiver Geräuschunterdrückung braucht der Custom Studio keine Batterien, arbeitet also mit rein passiven Elementen. Das steckbare Spiralkabel wird mit einem vergoldeten Mini-Klinkenstecker und einem anschraubten 6,25 mm Adapter ausgeliefert. Für hohe Flexibilität bei allen Anwendungen ist das Kabel in verschiedenen Varianten und Längen verfügbar. Flexibel – das ist das Stichwort. Mit dem „Custom Studio Sound Slider“ ist der Anwender in der Lage, auf verschiedene Klangprofile, insgesamt vier an der Zahl, zurück zu greifen. Mithilfe variabler Bassreflex-Öffnungen in den Ohrschalen lässt sich daher das akustische Verhalten in vier Stufen an die eigenen Präferenzen anpassen, von einer analytischen Auslegung bis zu einer bewusst betont bassstarken Präsentation. 

Ebenfalls garantiert Beyerdynamic einen hohen Langzeit-Wert, da sich auch Jahre nach dem Kauf noch praktisch alle Teile bei Bedarf austauschen lassen. Mit einer enormen Auswahl an zusätzlichem Zubehör wird in allen Belangen große Flexibilität geboten. 

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Dali Zensor 1 AX

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 Dali Zensor 5 AX

Dali präsentiert auf der High End, die noch bis Sonntag geht, zwei neue Aktivlautsprecher aus der beliebten Zensor-Baureihe. Bislang waren alle Zensor-Boxen, die den Einstieg ins Dali-Sortiment markieren, ausschließlich passiv. Nun finden sich ein Paar Regal- und ein Paar Standlautsprecher mit eingebautem Verstärker. Dieser sitzt in beiden Fällen in der Master-Box, produziert ebenfalls in beiden Fällen 2 x 50 Watt an Leistung und leitet die Power auch an die zweite passive Slave-Box weiter. Preislich sind die Dali „Aktivisten“ hochinteressant: Die Zensor 1 AX kommt auf 599 EUR Paarpreis, die Standbox Zensor 5 AX auf 999 EUR Paarpreis. 

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 Dali Zensor 5 AX im Detail. Zu erkennen: Der Per-Out zum Anschluss eines aktiven Subwoofers 

Die Zensor 1 AX weist bei +/- 3 dB einen Frequenzgang von 53 Hz bis 26,5 kHz auf und erzielt maximal 104 dB an Schalldruck. Der 2-Wege-Bassreflex-Lautsprecher arbeitet mit einem 25 mm Soft Dome Hochtöner und mit einem 5,25 Zoll Mittelttieftöner. Beide Dali Aktivlautsprecher können nicht nur per analogem Eingang oder optischem Digitaleingang, sondern auch via Bluetooth (inklusive aptX) angesteuert werden. Ein Per-Out zum Anschluss eines aktiven Subwoofers ist ebenfalls vorhanden. Der volldigitale Class D-Verstärker produziert effiziente Energie ohne störende Verlustwärme. 274 mm hoch, 162 mm breit und 240 mm tief ist die Zensor 1 AX. Maximal können, das gilt auch für die Zensor 5 AX, 96 kHz/24-Bit Signale nativ verarbeitet werden. 4,6 kg wiegt die 1 AX, 11 kg die 5 AX, die 840 mm hoch, 212 mm breit und 282 mm tief ist. Von 43 Hz bis 26,5 kHz spielt dieser Lautsprecher, ebenfalls eine 2-Wege-Bassreflexkonstruktion. Im Standby-Betrieb brauchen beide Aktivlautsprecher weniger als 0,5 Watt. Die Bestückung der 5 AX ist identisch, nur dass ein 5,25 mm Mitteltieftöner als Ergänzung noch hinzukommt. 

Dali führt die Qualitäten der beiden Aktivlautsprecher auch gleich live vor. Und was hier an Klangfülle und Präzision geboten wird, ist schon im Falle der sehr kompakten Dali Zensor 1 AX sehr beachtlich. Der Klang ist, auch wieder dank der Dali-typischen Holzfasermembran (die übrigens, wenn man kein Frontgitter verwendet, einen interessanten Kontrast gerade zur weißen Gehäuseausführung abgibt), sehr homogen, rund und gefällig, ohne je ins Langweilige abzudriften. Die Auflösung im Hochtonbereich ist tadellos, auch wenn Dali bei der Zensor-Serie verständlicherweise aus Kostengründen nicht den aufwändigen, aus Bändchen und Kalotte bestehenden Hybrid-Hochtöner einsetzt. Die größere Zensor 5 AX bringt ein erstaunliches Bassfundament mit und man denkt spontan, es mit einer deutlich größeren Box zu tun zu haben. Die Präzision ist ebenfalls ausgezeichnet, und die 2 x 50 Watt Verstärkerleistung reichen, wie deutlich wird, problemlos aus – auch, um höhere Pegel zu erzeugen. Die Dali Aktivboxen treffen auf starke Konkurrenz, zum Beispiel auf die sehr gute nuPro-Serie aus dem Hause Nubert, doch wir sind sehr zuversichtlich, dass sich die aktiven Dänen gut profilieren können, zumal ihre Ausrichtung eine andere ist. Sicherlich ist ein nuPro-Lautsprecherpaar auch fürs Wohnzimmer geeignet, aber Haupteinsatzzweck ist der Betrieb am PC. Die Dali-Aktivlautsprecher hingegen sind in erster Linie fürs Wohnzimmer vorgesehen. 

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 Zensor Pico

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 Auch als Center erhältlich – Dali Zensor Pico Vokal

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 Zensor Pico von Hinten

Passive Neuheit aus der Zensor-Baureihe: Die ultrakompakte, pro Stück 119 EUR kostende Zensor Pico. Als Center heißt die Box dann Pico Vokal. Der Frequenzgang reicht bei beiden Modellen, die baugleich sind, von 62 Hz bis 26,5 kHz. Der gleiche Hochtöner wie in den aktiven Modellen, ein 25 mm Soft Dome-Bauteil, ist auch bei den Pico-Modellen mit an Bord. 84 dB ist der Wirkungsgrad (2,83V/1m) der 6 Ohm-Lautsprecher. Ein 4,24 Zoll Mitteltieftöner ergänzt die Bestückung der ab August erhältlichen Dali-Neuheit. Die empfohlene Verstärkerleistung reicht von 40 bis 125 Watt. 3,1 kg beträgt das Gewicht, 230 mm die Höhe. Die Zensor Pico ist 144 mm breit und 196 mm tief. Beim Einsatz als Zensor Pico Vokal als Center sind die Angaben dann angepasst, dann ist die Breite 230 mm, die Höhe 144 mm und die Tiefe liegt bei identischen 196 mm. 

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 RP-280FA

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 Oben mit Top Firing-Modul

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 Hornvorsatz beim Hochtöner, Cerametallic-Membran beim Tief-/Mitteltöner

Drei Neuheiten stehen beim US-amerikanischen Lautsprecherhersteller Klipsch im Mittelpunkt. Ganz besonders gut gefällt uns die RP-280FA, eine leistungsstarke Standbox aus der Reference Premiere Baureihe mit integriertem Top Wiring-Modul. Die Top Firing Module entsprechen der Dolby Atmos Spezifikation und sind maximal mit 100, langfristig mit 50 Watt belastbar. Sie weisen eine Nominalimpedanz von 8 Ohm auf und eine Übernahmefrequenz vom Mitteltieftöner zum Hochtöner von 2 kHz. Ein 1 Zoll Titanium LTS-Hochtöner mit Klitsch-typischem Hybrid Tractrix-Hornvorsatz für perfekten Wirkungsgrad und optimales Abstrahlverhalten wird von einem 4 Zoll Cerametallic Tiefmitteltöner ergänzt. Die Hauptbox dazu weist satte 98 dB Wirkungsgrad auf und ist mit 150 Watt langzeitig und mit satten 600 Watt als kurzzeitiger Peak-Leistung angegeben. Die Nominalimpedanz liegt bei 8 Ohm, der Frequenzgang bei +/- 3 dB geht von 32 Hz bis 25 kHz. Der 1 Zoll Titanium Dome LTS-Hochtöner mit Hybrid Tractrix Hornvorsatz wird flankiert von zwei 8 Zoll Mitteltieftönern mit Cerametallic-Membran. 109,22 cm hoch, 48,26 cm tief und 26,67 cm breit ist die RP-280FA. Wahlweise lieferbar ist sie in Walnut Wood Venen oder in Black Wood Veneer, die Bassreflex-Box wiegt pro Stück satte 32,5 kg. 

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RP-140SA Top Firing Modul

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Klipsch goes Dolby Atmos

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 Geschlossen mit Abdeckgitter

Klitsch bietet mit dem RP-140SA auch ein separates Top Firing Modul, Dolby Atmos- Spezifikationen entsprechend, an. In Brushed Polymer Veneer-Ausführung lieferbar, ist es 17,78 cm hoch, 28,56 cm tief und 15,24 cm breit. Es stellt die optimale Ergänzung zur Reference Premiere Serie dar, so werden die Boxen dieser Serie „fit“ für Atmos und auch für dts:X. Das 8-Ohm-Modul ist bestückt mit einem 1 Zoll Titanium LTS Hochtöner mit Hybrid Tractrix-Hornvorsatz und einem 4 Zoll Cerametallic Tief-/Mitteltöner. 3,4 kg wiegt die MDF-Konstruktion, die mit 50 Watt langfristig und mit 100 Watt kurzzeitig belastbar ist. 

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 Große Center sind Kennzeichen von Klipsch

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 Hier liegt das Atoms-Modul /rechts im Bild auf einer Standbox

Als passenden Centerlautsprecher für die Reference Premiere Serie empfiehlt Klitsch den neuen RP-450CA Centerlautsprecher, der in Walnut Wood Venen oder in Black Wood Veneer erhältlich ist. Der 8-Ohm-Schallwandler weist imposante Abmessungen auf, die ihn auch für den Einsatz in großen Heimkinos prädestinieren: 79,1 cm breit, 17,3 cm hoch und 36,8 cm tief bei einem Gewicht von 16,19 kg. Vier 5,25 Zoll Tiefmitteltöner treffen auf einen 1 Zoll Titanium LTS-Hochtöner mit Hybrid Tractrix-Hornvorsatz. 97 dB (2,83V/1m) beträgt der Wirkungsgrad, 150 Watt die Dauerleistung, die gehandelt werden kann, Kurzzeitige Peaks von bis zu 600 Watt verdaut der RP-450CA, der einen Frequenzgang von 58 Hz bis 25 kHz bei +/- 3 dB aufweist. 

Bericht: Carsten Rampacher
Bilder: Thomas Hermsen
Datum: 16. Mai 2015




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