XXL-TEST: Samsung The Frame 2019 - 55 Zoll-QLED mit "künstlerischer Ader"

Der Samsung The Frame 2019  kostet in der von uns getesteten 55-Zoll-Variante exakt 1.899 EUR (unverbindliche Preisempfehlung)und bringt die Energieeffizienz-Klasse B mit. Alternativ gibt es The Frame 2019  noch in 43 Zoll für 12.99 EUR, in 49 Zoll für 1.499 EUR und in 65 Zoll für  2.499 EUR. Im Gegensatz zu den anderen drei Modellen entspricht der 65-Zöller der Energie-Effizienzklasse A. Natürlich kommt auch The Frame 2019 mit der One Connect Box, einer kompakten Anschluss- und TV-Tunereinheit, an die Quellgeräte angeschlossen werden. Mit nur einem sehr dünnen Kabel erfolgt dann der Anschluss (sogar inklusive Strom) zum Display. Das beiliegende Kabel ist fünf Meter lang, optional gibt es 15 Meter. 

The Frame 2019 verfügt natürlich wieder über den Art Mode, mit dessen Hilfe der TV zu einem "Kunstwerk nach Wahl" wird. Ab Werk sind verschiedene Motive vorinstalliert, für 4,99 EUR/Monat kann man zudem den Zugriff auf viele weitere Kunstwerke im Samsung Art Store erhalten. Auch eigene Fotos können auf The Frame angezeigt werden. Verschiedene Bilder-Rahmen (braun, schwarz, beige, weiß) oder ein Standfuß im Design einer Staffelei sind als Zubehör erhältlich. Ebenso eine No Gap-Wandhalterung, hier schmiegt sich The Frame nahtlos an die Wand. 

An Bord ist die Samsung Sprachsteuerung Bixby, zudem ist der TV zu Google Assistant und zu Amazon Alexa kompatibel. Apple TV und Apple AirPlay 2 befinden sich ebenfalls im Ausstattungsumfang. 

Helligkeits- und Bewegungssensor sorgen für einen verringerten Energieverbrauch, für bestes Farbvolumen setzt Samsung auch bei The Frame auf ein QLED Quantum Dot-Panel. Dass der The Frame 2019 dicker ist hinsichtlich der Bautiefe, ist auf die erfreuliche Tatsache zurückzuführen, dass Samsung hier eine vollflächige LED-Hintergrundbeleuchtung für besten Detailkontrast und tadellosen Schwarzwert einsetzt. Dass das auch in der Praxis sehr gut funktioniert, beweisen unsere Testreihen später. 

The Frame ist kompatibel zu HDR10, HDR10+ und HLG. Nach wie vor verweigert sich Samsung dem Support von Dolby Vision. Ebenfalls puristisch: Im Video-EQ befinden sich nur die vier Bildfelder Standard, Natürlich, Dynamisch und Film. 

Noch bis zum 21.12.2019 kann man mit dem Hersteller "50 Jahre Samsung" feiern und bekommt beim Kauf jedes Aktionsgerätes (hier gehört auch der The Frame dazu) das Samsung EntertainPaket dazu: Inklusive HD+, waipu.tv (jeweils 6 Monate) und der Sportworld App (DAZN, Goalplay und Sky Supersport Ticket, je nach Gerät bis zu 9 Monaten). Noch bis zum 31.12.2019 geht die Aktion. Hier finden Sie weitere Informationen

Verarbeitung

Saubere Verarbeitung des Rahmens. The Frame 2019 ist wegen der Umstellung auf Full LED Backlight tiefer

Von vorn betrachtet ist der Rahmen recht schmal

"Cleane" Rückseite

Oberflächenstruktur im Detail

Fuß

The Frame 2019 tritt im Werkszustand optisch sehr schlicht auf. da der TV über vollflächiges LED-Backlight verfügt, ist die Dicke im Vergleich zu Edge LED-basierten Modellen gestiegen. Die Rückseite ist "clean" gehalten, daher ist es möglich, den TV mitten im Raum aufzustellen. Der Fuß des Fernsehers wirkt hochwertig, ob man das Design attraktiv findet, ist Geschmackssache. Nichts auszusetzen gibt es am sauber verarbeiteten Rahmen in Anthrazit, an den Nahtstellen fallen die Spaltmaße sehr gering aus.

One Connect Box

Dank der ebenfalls gut verarbeiten One Connect Box sieht man hinten am TV keine störenden Anschlusskabel. Nur das extrem dünne Systemkabel läuft von der One Connect Box zum Display. 

Anschlüsse an der One Connect Box

Anschlusssektion

3 x USB an der Seite

Vier HDMI-Anschlüsse (Nummer 3 mit ARC) sind Standard, drei USB-Slots auch. Nicht überzeugend: Keiner der drei USB-Terminals entspricht dem schnelleren Standard 3.0, demnach also dreimal USB 2.0. Es findet sich ein CI+ Einschub, ein optischer Digitalausgang, ein Ethernet-Anschluss, die Terminals für den Triple-Tuner (kein Doppeltuner, nur einmal DVB-C/DVB-T2/DVB-S2). Integriert sind zudem WLAN sowie Bluetooth. 

Konfiguration mittels der Samsung Smart Things App, TV-Sendersuchlauf

Wer die Samsung Smart Things App auf seinem Smartphone verwendet, kann den TV in weiten Zügen mittels der App konfigurieren. Hat man schon andere Samsung-Geräte, die unter Smart Things laufen, wählt man in der App "Gerät hinzufügen". Anschließend sucht man die Art des hinzuzufügenden Gerätes aus, in unserem Fall ein TV. Es folgen die "ersten Schritte mit dem TV-Gerät". Innerhalb dieser ersten Schritte wird zunächst der Standort ausgewählt. Hier kann man den bisherigen Standort, an dem sich andere Samsung Smart Things-Devices befinden, auswählen, oder aber auch einen neuen Standort hinzufügen.

Gerät hinzufügen

Auswahl des Gerätes, welches hinzugefügt werden soll

Beginn der Installation über die Smart Things-App

Standort-Auswahl

Auswahl des Raumnamens

Auswahl des Hintergrundbildes

Zusammenfassung

Raumübersicht

Aufbau der Verbindung zum TV

Eingabe der PIN im Smartphone

PIN wird eingegeben

Einbindung ins Netzwerk

Geschäftsbedingungen für den Samsung Smart Hub

TV wird im Samsung-Account registriert

Festlegen des Namens für den TV

TV-Einrichtungsdaten in der Samsung Cloud speichern

Einführung der Samsung One Remote Control

Verbindungsherstellung zwischen Samsung One Connect Box und Peripheriegeräten

Vorbereiten der Geräte

Adaptiver Ton

In welchem Land steht der TV?

Eingabe der Postleitzahl

Hinzufügen von Apps

Alles erledigt

Nun, im nächsten Step, wählt man einen Raumnamen aus, und kennzeichnet den neuen Raum mit einem Bild nach Wahl. Anschließend bekommt man von der App gezeigt, welche Räume gerade aktiv sind innerhalb von Smart Things. Im Anschluss daran stellt die App eine Verbindung zum TV her. Auf dem The Frame wird nach kurzer Zeit eine PIN-Nummer angezeigt, die man mittels der Tastatur des Smartphones nun innerhalb der App eingibt. Danach findet die Einbindung ins Heimnetzwerk statt. Ist dies geschehen, muss man den Nutzungsbedingungen des Samsung Smart Hubs zustimmen. Wichtig ist, dass man einen Samsung Account besitzt - wer schon andere Smart Things Devices einsetzt, wird diesen bereits haben, ansonsten muss man sich einen Samsung Account zulegen, da man ansonsten zahlreiche Dienste nicht verwenden kann. 

Im nächsten Schritt wird ein Name fürs TV-Gerät festgelegt, hier kann man auch einen eigenen Namen eingeben. Die TV-Einrichtungsdaten werden im Anschluss daran in der Cloud des Samsung-Accounts gesichert. Ist dies geschehen, erfolgt der Hinweis auf die Samsung One Remote Control, mit der man alle an den TV angeschlossenen Geräte steuern kann, also z.B. Ultra HD-BD-Player oder Settop-Boxen. Nun wird eine Verbindung zwischen der One Connect Box unseres TVs und den Quellgeräten hergestellt, um diese zu identifizieren und für den Betrieb startklar zu machen. Dazu müssen die Geräte in der Nähe der One Connect Box aufgestellt werden.  Sind die Geräte identifiziert, kann der Anwender entscheiden, ob er die adaptiven Betriebsarten - also die automatische Einstellung auf den jeweiligen Content - einsetzen möchte oder nicht. 

Für Bild und Ton sind diese adaptiven Modi verfügbar. Als nächstes erfolgt die Frage, wo man mit dem TV fernsieht. Ist die Frage nach dem Land erledigt, kommt die Eingabe der Postleitzahl an die Reihe. Und wiederum im Anschluss daran sucht der User die Apps aus, die dem TV hinzugefügt werden. Hier stehen zur Auswahl: waipu.tv, Brandworld, Sportworld sowie die Mediatheken von ARD und ZDF. Nach diesem Step ist laut App "alles erledigt", am TV muss nun noch die Einrichtung des Tuners erfolgen, also ob man DVB-S2, DVB-C oder aber DVB-T2 verwenden möchte. 

Hierzu muss man ins Einstellungs-Menü, das man links unten unter dem Zahnrad-Symbol im Samsung Smart Hub findet. Hier wählen wir den Menüpunkt "Senderempfang" und gehen dann auf den automatischen Sendersuchlauf., den wir im Anschluss starten. Wir suchen die Empfangsnorm aus und wählen DVB-S2 (Satellit). Nun wählen wir den passenden Satelliten aus, und es geht los. Nach wenigen Minuten sind die entsprechenden Sender gefunden. 

Smart Hub 2019

Smart Hub

Wie schon bislang, präsentiert sich auch die aktuellste Version des Smart Hub als klar nachvollziehbar aufgebaut. In der unteren Reihe wählt man den passenden Punkt aus, darüber dann erscheinen die Sub-Icons zum zuvor ausgesuchten Menüthema. Die Navigation mit der Fernbedienung geht schnell und reibungslos vonstatten.

Fernbedienung

One Remote

Die kompakte Samsung One Remote wird, was nicht wirklich zum schwarzen TV passt, in weißer Variante mitgeliefert. Sie liegt sehr gut in der Hand und der TV reagiert zügig auf Befehle, die mit der Remote gegeben wurde. Oben auf der Fernbedienung findet sich die Power-Taste, darunter findet sich  unter "123" die Möglichkeit, den Sender unter Eingabe der Position zu wechseln. In der Mitte ist die Mikrofon-Taste für die Sprachsteuerung, und die vier Farbpunkte auf der Taste ganz rechts erwirken, hier kann man per Sprachbefehl weitere Möglichkeiten erhalten, indem man z.B. "blaue Taste" oder "gelbe Taste" sagt. Unter den drei Buttons befindet sich das Navigationskreuz mit gutem Druckpunkt. Unter dem Navigationskreuz sind die Zurück-Taste, die Taste fürs Home Menü und eine Play-/Pause-Taste- Die silberfarbenen Wipptasten sind für Lautstärke und Kanal. 

Bixby

Bixby-Einrichtung

Bixby hört zu

Beispiel-Aktion

Möchte man z.B. auf die Frage nach dem aktuellen Wetter Aussagen von Bixby, muss man erst in den Datenschutz-Einstellungen die betreffende App freigeben

Bixby-Dienste in der Übersicht

Bixby-Antwort auf die Frage nach der deutschen Hauptstadt

Weitere Infos gibt es im Internet - auf Wunsch wird gleich der Webbrowser von The Frame geöffnet

Wettervorhersage

The Frame 2019 verfügt über Samsungs Sprachsteuerung Bixby. Drückt man die Mikrofon-Taste auf der Fernbedienung, kann man Bixby einrichten. Mit "Hi Bixby" wird der Sprachassistent zum Leben erweckt. Bevor Bixby bei Fragen wie z.B. dem aktuellen Wetter am Standort aktiv werden kann, muss man in den Datenschutzbedingungen Bixby den Zugriff auf die entsprechenden Dienste erlauben. Einfache Fragen, wie bereits erwähnt nach dem Wetter oder aber nach der hauptstadt Deutschlands, werden sofort verstanden und schnell erscheint das Resultat. Wer möchte, kann sich direkt noch weitergehende Informationen besorgen, hier wird dann der Internet-Browser geöffnet. Zudem ist The Frame auch kompatibel zu Amazon Alexa sowie Google Assistant. 

Apple TV und Apple AirPlay 2

Apple TV

Willkommensbildschirm

Übersicht Apple TV

Hier finden sich die AirPlay-Einstellungen

AirPlay Einstellungen

Eingabe des AirPlay-Codes auf dem Smartphone

AirPlay Musik-Streaming

Auch Bilder können mittels AirPlay 2 zum TV gestreamt werden

Nun ist auch Apple an Bord vertreten: Es gibt Apple TV als weitere VoD-Plattform und auch Apple AirPlay. Wird Apple AirPlay verwendet, um z.B. vom iPhone Fotos und Musik auf The Frame zu streamen, wird ein Code, der auf dem TV-Bildschirm erscheint, ins iPhone eingegeben. Danach funktioniert alles reibungslos, man kann The Frame für die Ausgabe z.B. von Fotos oder von Musik anwählen, und die Wiedergabe startet umgehend. 

Kunst

Rubrik "Klassik"

Auswahl über den Künstler

Klassiker: Claude Monet

Anzeige auf dem TV

Moderne Kunst: David Burdeny

Zugang zum Art Store

Nun kommen wir zu einem wichtigen Punkt - die Verwendung von The Frame als "Kunstwerk". Hierzu wählt man unten links im Smart Hub den Reiter "Kunst" an. Unterteilt ist das Menü (Menüpunkte unten) in folgende Möglichkeiten: Modern, Klassik, Angebot und Künstler. bei "modern" können Werke moderner Künstler wie Cody Cobb oder Scott Ramsey ausgewählt werden, bei "Klassik" stehen dann "alte Größen" wie Claude Monet oder Edgar Degas zur Auswahl. Gehen wir im Menü ganz nach unten, erscheinen die Optionen der "Samsung Collection": Letzte (zuletzt betrachtete Bilder), Art Store, Meine Sammlung und Einstellungen. In den Einstellungen kann man unter anderem Farbe und Helligkeit, einen programmierbaren Sleep-Modus oder die Bewegungserkennung, ob sich jemand im Raum aufhält, einstellen. Wer Mitglied im Samsung Art Store werden möchte, bekommt die Mitgliedschaft für einen Monat kostenlos, anschließend werden pro Monat 4,99 EUR fällig. Dafür erhält man Zugriff auf hunderte von Kunstwerken. Unter "Meine Sammlung" kann man auch eigene Fotos hinzufügen und auf The Frame anzeigen lassen. Wer zudem den TV optisch auffrischen möchte, kann sich optional auch einen anderen Rahmen zulegen, dass der "Bild-Look" noch intensiver wird. 

Universal Guide

Empfehlungen auch in der Smart Things App

Filmauswahl

Im Universal Guide bekommt man Content-Empfehlungen, die sich nach den persönlichen Präferenzen richten.

Universal Guide

Auswahl der Lieblings-Genres bei der Vorbereitung des Universal Guide

Universal Guide - Filme

Man kann seine Lieblings-Genres (z.B. Action, Comedy oder Dokumentationen) festlegen, und dann bekommt man entsprechende Vorschläge in sehr übersichtlicher Form angezeigt. Der Universal Guide wurde erstmals 2018 eingeführt. 

E-Manual

E-Manual

Praxisgerecht aufgeteilt, findet sich die Bedienungsanleitung in elektronischer Form an Bord von The Frame. 

VoD

Amazon Prime Video

Filmbeschreibung

Netflix

Apple TV

Rakuten TV

Hier bietet schon die kompakte Fernbedienung direkten Zugriff per Shortcut-Taste auf Netflix, Amazon Prime Video und auf Rakuten TV. Des Weiteren befindet sich natürlich YouTube an Bord, und nun auch Apple TV. Unter "Samsung TV Plus" finden sich weitere Empfehlungen. Google Play Movies & TV sowie das Sport-Portal DAZN sind ebenfalls verfügbar und direkt z.B. aus dem Live-TV-Betrieb anwählbar. Auch der Zugriff auf die Mediatheken von ARD und ZDF sind möglich. Man kann den Smart Hub an die eigenen Präferenzen anpassen, das gilt natürlich auch für die VoD-Dienste. 

Video-EQ

Bild-Basismenü

Bildmodi

Filmmodus, am besten geeignet für die meisten Inhalte

Bild-Experteneinstellungen

Auto Motion Plus - Zwischenbildberechnung - Betriebsarten

Auto Motion Plus - Benutzerdefiniert

Hilfetexte rechts im Bild

Weißabgleich

Im Detail

Gamma-Modi

Zunächst kann man den Bildmodus auswählen und die Bildgröße einstellen, darunter befindet sich der Punkt "Experteneinstellungen". In diesen finden sich´, auf dem Screen rechts, zu jeder Funktion kurze erklärende Hilfetexte. Den "intelligenten Bildmodus" kann man gleich im Smart Hub, wenn man auf das Zahnrad-Icon für die Einstellungen geht, aktivieren oder deaktivieren.

Wenden wir uns nun den "Experteneinstellungen" zu.  Hier kann man als erstes die Intensität der Hintergrundbeleuchtung einstellen, es folgen Regler für Helligkeit, Kontrast, schärfe, Farbe, Farbton und die Möglichkeit, die getroffenen Einstellungen für alle Quellen oder nur dediziert für die aktuelle Quelle anzuwenden. Die aktivierbare Funktion "digital aufbereiten" verringert Bildrauschen und Flimmern/Flackern. Auto Motion Plus heißt die mittlerweile richtig gut gewordene Frame Interpolation/Zwischenbildberechnung. Man kann sie im Automatik-Modus laufen lassen  oder aber, wenn man den automatischen Modus deaktiviert, auch individuell hinsichtlich der Parameter Unterschärfe-Minderung, Judder Minderung bearbeiten. Ferner kann man manuell "LED Clear Motion" aktivieren oder aber deaktivieren.

Es folgen Kontrastverbesserung (mehrstufig schaltbar), Filmmodus und Farbton (eigentlich müsste es "Farbtemperatur" heißen, einstellbar sind Kalt, Standard, Warm1 und Warm2). Den Weißabgleich kann man in 2 oder 20 Punkten vornehmen (R-Gain, G-Gain, B-Gain, R-Offset, G-Offset, B-Offset). Bei der Gamma-Justage gibt es: HLG, ST-2084, BT.1886 oder 2.2. Anschließend findet sich der "Nur-RGB-Modus", die Farbraumeinstellungen und die Option, alles zurückzusetzen. Was wir vermissen: Der Samsung unterstützt HDR10, HDR10+ und HLG, aber kein Dolby Vision. Folglich finden sich auch keine Bildmodi (Dolby Vision Hell, Dolby Vision Dunkel bei Sony z.B.). THX- oder ISF-Bildmodi  (wie z.B. bei Panasonic-Topmodellen) gibt es auch nicht. 

Audio-Einstellungen

Intelligenter Modus, nur zusammen für Bild/Ton aktivierbar oder deaktivierbar

Ton-Menü

Ton-Modi

Experteneinstellungen

Tonausgabe

Anmerkung: Den EQ kann man nur verwenden, wenn der intelligente Audio-Modus deaktiviert ist. Anmerkung wei: deaktiviert man den 2intelligenten Modus" direkt im Smart Hub, ist er für Bild UND Tin gleichermaßen deaktiviert. Nun zu den Parametern. Zuerst die "Tonausgabe", die entweder über die TV-Lautsprecher, über den optischen Digitalausgang oder über potentiell vorhandene Bluetooth-Speaker erfolgen kann.

An Tonmodi gibt es nur "Standard" und "Verstärkt". Es folgen die mit Hilfetexten ausgestatteten "Experteneinstellungen".  Nach der Einstellung der Balance kommt der Punkt "EQ". Bei diesem grafischen Equalizer stehen die folgenden Bänder bereit: 100 Hz, 200 Hz, 500 Hz, 1 kHz, 2 kHz, 5 kHz und 10 kHz. Beim "Format des digitalen Audioausgangs" stehen Dolby Digital, Dolby Digital Plus und PCM zur Auswahl. Über Dolby Digital Plus kann auch ein Atmos-Signal übertragen werden.

Es folgt die "Verzögerung des digitalen Audioausgangs", anschließend der "Dolby Atmos Eingang" , Was verbirgt sich dahinter? Bringt das am HDMI-ARC-Ausgang angeschlossene Audiogerät (z.B. eine Soundbar) die Fähigkeit mit, Dolby Atmos wiederzugeben, wird diese Option auf "ein" gesetzt. Nun kommen im Menü noch die automatische Lautstärkeanpassung, der Bestätigungston und die Option, alle Parameter zurückzusetzen. 

Quelle

Auswahl der Quelle

Wenn man im Smart Hub auf "Quelle" geht, erhält man eine übersichtliche Anordnung aller kabelbasiert und drahtlos verbundenen potentiellen Quellen wie z.B. Ultra HD Blu-ray-Player, Notebooks oder NAS-Systeme. 

Bild Ultra HD Blu-ray "Mord im Orientexpress", Modus "Film", Frame Interpolation auf "Auto"

Die ersten Sequenzen des Films spielen 1934 in Jerusalem, direkt zu Beginn zu sehen ist die berühmte Klagemauer. Hier zeigt uns The Frame die Oberflächenstruktur der einzelnen Steine von oben, auch vertrocknetes Gras wird detailliert wiedergegeben. Im Modus "Film" erzeugt der Samsung-QLED ein authentisches, angenehmes Bild, das man durchaus als "Kino-like" bezeichnen kann. Aus der Vogelperspektive ist der sandige Boden exakt erkennbar, die Gewänder der Menschen, die unten laufen, arbeitet The Frame tadellos heraus. Bewegungen laufen ruhig, stabil und sicher ab. Störendes Ruckeln oder auch Flimmer-/Flacker-Effekte sieht man praktisch nicht. Im "Film" Modus überzeugt das Bild ferner mit einer natürlichen, sauber ausbalancierten Schärfe und wirkt nicht übertrieben scharf. Das Bild bietet eine hervorragende Plastizität, im Vergleich zu früheren Samsung-Modellen, aber das ist nichts Neues, das war schon 2018 so, erscheint alles viel echter, nicht mehr so synthetisch.

Neu ist allerdings, dass auch The Frame auf so hohem Level operiert. Hier zahlt es sich aus, dass Samsung die Mischung aus adaptivem Kunstwerk und TV technisch massiv aufgerüstet hat (Full LED Backlight, QLED Panel). Als der Meisterdetektiv sein Frühstücksei ausmisst (kein Witz, man sollte den Film anschauen, der auch insgesamt unserer Meinung nach sehr gelungen ist) und die Lichtbedingungen dunkler sind, beweist der Samsung, dass er auch bei weniger Licht im Bild eine richtig gute Differenzierung des Kontrastes erzielt. Die Stoffe, aus denen Hercule Poirots klassisches Oberhemd und die edle Weste gefertigt sind, arbeitet The Frame ausgezeichnet heraus, auch der Kontrast zwischen Weste und Krawatte ist auf hohem Level.

Kurze Zeit befinden wir uns wieder an der Klagemauer, und es findet ein großer Menschenauflauf statt: Wieder legt der Samsung Zeugnis darüber ab, wie eine hervorragende Bildtiefe in der Praxis aussieht. Die Rangelei in Kapitel 3 bringt der Samsung prima zum Ausruck, nur minimales Ruckeln tritt hier ab und zu auf. Die Kanten aller Objekte sind zu fast 100 Prozent sauber, nur selten sehen wir leichten Versatz.  Am Hafen und auf dem Schiff untermauert The Frame seine Fähigkeit, ein auf der einen Seite homogenes, nicht überscharfes Bild bereitzustellen, auf der anderen Seite aber eine tolle Detaillierung zu bieten (Fassaden der Gebäude, Holzboden des Schiffs). 

Im 6. Kapitel ist der Orient Express dann in Fahrt, die prachtvolle Einrichtung des Speisewagens arbeitet The Frame auch bei dämmrigem Licht ohne Fehl und Tadel heraus. Bedingt durch die hohe Helligkeit, die der TV maximal bereitstellen kann, ist es auch bei externem Lichteinfall möglich, in guter Qualität HDR-Inhalte zu betrachten. Das grandiose Bergpanarama, als der Zug durch die Alpen fährt, modelliert The Frame bis in die hintersten Bildebenen scharf durch. Auch bei Aufnahmen im Speisewagen fällt auf, dass beim Blick in den Waggon hinein die Schärfe auf dem virtuellen Weg nach hinten nicht abnimmt. Die Lokomotive von vorn, mit gut sichtbaren Schneespuren, wirkt plastisch, als sie kurz auf den Zuschauer zufährt. 

Insgesamt überzeugt The Frame mit einem erstaunlich tiefen Schwarzwert und einem richtig guten Detailkontrast. Hier zahlt es sich umgehend aus, dass Samsung nun auf Full lED-Backlight bei The Frame 2019 setzt. Auch der Blickwinkel, gerade horizontal, ist breit, so kann man auch mit mehreren Personen Inhalte verfolgen, ohne dass die Außensitzenden großartig Abstriche bei Kontrast und Farbwiedergabe machen müssen. Das Display, ein Vorteil gegenüber OLED-Panels, nach wie vor, rauscht auch dann praktisch gar nicht, wenn man direkt vor dem TV sitzt.

Bild Mission Impossible "Fallout", gestreamt in 1.080p von Amazon Prime Video, ab Filmbeginn

Der Samsung bleibt sich visuell auch dann treu, wenn er 1.080p Quellen auf Ultra HD hochskaliert. Das Bild erweist sich als natürlich und klar, die Frame Interpolation arbeitet prima, und das Bildfeld "Film" mit seiner realistischen Farbwiedergabe ermöglicht einen insgesamt tiefen sowie authentischen Bildeindruck. Der Gesamt- und Detailkontrast ist gut, die Hautoberfläche in Ethan Hunts Gesicht ist farblich authentisch und von der Schärfe her passend sichtbar. Im Vergleich zur Blu-ray des Films (und natürlich erst recht der UHD-Blu-ray) wirkt das Bild des 1.080p Streams aber etwas flau.

Die Disc-Versionen bieten mehr räumliche Tiefe. Als Hunt ins Flugzeug marschiert, wird das Innere der Frachtmaschine mit sehr guter Detaillierung präsentiert. In dieser Sequenz, als man in den riesigen Rumpf hineinsehen kann, ist auch die Bildtiefe beim 1.080p-Stream richtig gut. Nur leichtes Ruckeln, was teilweise auch vom Stream herrührt, ist bei der wüsten Schlägerei in der Toilette zu erkennen.  Insgesamt präsentiert sich The Frame auch bei 1.080p-Inhalten visuell sehr gut in Form. 

Bild TV-Tuner, DVB-S2

Bei HD-Quellen und aktuellen Sendungen (keine alten Filme, die von der Sendeanstalt hochskaliert wurden) ermöglicht der Tuner ein scharfes, natürliches Bild. Wer bei deutlichem externem Lichteinfall Sendungen schauen möchte, kann den "Standard" Modus verwenden. "Dynamisch" wirkt schlichtweg zu übertrieben, und uns persönlich kommt "Standard" ausgewogener vor als "natürlich". Wer abends Filme und andere TV-Inhalte schaut, kann auch im Tuner-Betrieb auf "Film" zurückgreifen. Bildtiefe, Staffelung, Schärfe, Rauschverhalten: Überall überzeugt der Tuner praktisch restlos.

Anders sieht es bei SD-Inhalten oder alten Inhalten aus, die zwar in HD ausgestrahlt, zuvor aber vom Sender hochskaliert wurden: Hier wirkt das Bild teilweise zu weich gezeichnet, die Farben wirken nicht perfekt ausbalanciert. Fazit: Für HD-Material ist die Tunereinheit exzellent. Älterer Content oder SD-Sender sollte man zumindest aus etwas Distanz zum TV betrachten. Das Verhalten, das der Tuner im SD-Betrieb an den Tag legt, ist aber nicht schlechter als bei der Konkurrenz. Kaum ein aktueller Ultra HD-TV stellt veraltete Inhalte richtig gut dar, das ist auch technisch schlichtweg kaum möglich. 

Klang

Die akustischen Fähigkeiten von The Frame reichen lediglich für für die tägliche Lieblings-Soap oder für die Tagesschau aus. Der Klang wirkt recht dünn, Stimmen sind zwar gut verständlich, aber nicht besonders charismatisch oder originalgetreu. Die Räumlichkeit, die zur Verfügung gestellt wird, ist bestenfalls durchschnittlich, akustische Elemente finden sich höchstens in direkter Nähe zum TV. Hier können wir empfehlen, zum The Frame eine externe Soundbar hinzuzukaufen. 

Fazit

Der Samsung The Frame 2019 kostet mit 1.899 EUR in der 55 Zoll-Variante durchaus viel Geld, bietet aber auch tolle Möglichkeiten: Er kann als Kunstwerk mit wechselnden Bildmotiven herhalten, macht als QLED Ultra HD-TV eine sehr gute Figur und gefällt mit einem üppigen Ausstattungsumfang. Visuell befindet sich The Frame absolut auf der Höhe, dank Full LED Backlight sind Detailkontrast und Schwarzwert tadellos. 

Mittels der Samsung Smart Things App kann man The Frame in wesentlichen Teilen per Smartphone konfigurieren - und auch steuern. Praktische Features wie der Universal Guide oder die mittlerweile gut funktionierende Bixby-Sprachsteuerung sind weitere Vorzüge. Überdies ist The Frame auch noch kompatibel zu Amazon Alexa und Google Assistant. Alle Bedienprozesse laufen dank der sehr gut in der Hand liegenden Fernbedienung,, den schnellen Reakationszeiten des TVs und der klaren, schnell verständlichen Menüstruktur des Samsung Smart Hubs völlig problemlos ab. Auch weniger versierte Anwender werden die vielfältigen Möglichkeiten von The Frame alsbald verwenden können. 

Als sehr praktisch erweist sich ein weiteres Mal die One Connect Box, die man überall unterbringen kann. Die Verbindung erfolgt mit nur einem dünnen Kabel in Richtung Display. Die Verarbeitung des TVs ist ausgezeichnet, nur, dass die Remote in weißer Version und nicht in schwarzer Ausführung beiliegt, ist nicht so ganz gelungen. 

Da wir gerade bei den Nachteilen sind: Das akustisch eher schwache Soundsystem verlangt nach einer Soundbar, von den drei USB-Terminals entspricht keines dem Standard 3.0 und es fehlt der Support für Dolby Vision. 

Insgesamt ist The Frame ein teures, aber hochwertiges "Gesamtkunstwerk" mit extrem üppiger Ausstattung, toller Bildqualität und vorbildlicher Betriebssicherheit. Wer also etwas Besonders sucht und nicht einfach "nur" einen konventionellen Ultra HD-TV kaufen möchte, liegt hier genau richtig. 

Bildstarker, auch als flexibles Bild-Kunstwerk einzusetzender Ultra HD-TV mit üppiger Ausstattung und exzellenter Betriebssicherheit

55 Zoll Ultra HD-TV Oberklasse
Test 17. Juli 2019

Test: Carsten Rampacher
Redaktion: Sven Wunderlich
Datum: 17. Juli 2019

Anzeige

Für Einkäufe bei Amazon.de, Media Markt, SATURN, Sky und im Apple iTunes Store erhalten wir Werbeprovisionen über Affilliate-Links auf unserer Seite.

Tags:


Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK