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Filmkritik: "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers"

"Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" (Star Wars: The Rise of Skywalker) bildet den Abschluss der dritten "Star Wars"-Trilogie. Nachdem Rian Johnson mit "Star Wars: Die letzten Jedi" einige der alten Helden ziemlich demontiert hatte, bekam jetzt wieder J.J. Abrams die Aufgabe erteilt, die Scherben einzusammeln und einen Abschluss für die von George Lucas entwickelte Science Fiction-Saga zu finden, die inzwischen über 40 Jahre Filmgeschichte geschrieben hat.

"Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" bietet rasant inszeniertes Action-Kino, das trotz leichter Überlänge von 142:05 Minuten und einzelner etwas überflüssiger Abschnitte nur wenig Atempause bietet. Die Handlung ist sehr simpel gestrickt und bietet eine ganze Reihe Wendungen und Überraschungen, die die Geschichte an einzelnen Stellen in eine andere Richtung bringen. Angesichts des Tempos, mit dem die Helden von einem Ort zum nächsten durch die Galaxie geschickt werden, bleibt nur wenig Zeit, sich den Handlungsverlauf genau einzuprägen.

Der Film dreht sich vor allem um Rey (Daisy Ridley), Finn (John Boyega) und Poe (Oscar Isaac), auf deren alleinige Star-Power aber nicht vertraut wird, sondern neben Chewbacca, C-3PO und Carrie Fisher zum letzten Mal als Leia auch noch viele andere bekannte Figuren aus der "Original Trilogy" von George Lucas einen Auftritt bekommen.

Wie bereits in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" betreibt J.J. Abrams auch in "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" viel Fan-Service und sowohl visuell als auch atmosphärisch gibt es laufend Déjà-vu-Momente, die an die George Lucas-Klassiker erinnern. So manchem Zuschauer dürfte das aber auch stellenweise zu weit gehen, wenn die Grenzen zwischen Hommage und Kopie kaum noch zu erkennen sind.

Ebenso merkt man es dem Film an, dass es sich um eine Disney-Produktion handelt, die niemals ernsthafte Gefahr ausstrahlt. Immerhin gelingt es aber für einige kurze Momente so etwas wie Geisterschloss-Atmosphäre zu erzeugen, wenn die Handlung etwas in Relikten einer vergangenen Zeit verweilt. Dagegen wirkt der Humor oft etwas zu aufgesetzt und gerade die Dialoge erscheinen vielfach zu gewollt-witzig ohne wirklich mit guten Pointen zu glänzen. Wesentlich amüsanter sind da schon die teilweise sehr direkten Anspielungen, mit denen Ereignisse aus "Star Wars: Die letzten Jedi" kritisiert und teilweise auch revidiert werden.

Auch wenn man an dem Film viele kleine Punkte kritisieren kann, ist es J.J. Abrams zumindest relativ gut gelungen, einen Dreh zu finden, um aus der Hinterlassenschaft von "Star Wars: Die letzten Jedi" noch etwas Brauchbares zu machen. Nach fast zweieinhalb Stunden kommt "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" zu einem Finale, welches diese dritte "Star Wars"-Trilogie so zum Abschluss bringt, dass die Geschichte der alten Helden wirklich zuende erzählt ist und kein weiterer Film dieser Saga mehr nötig erscheint.

Insgesamt hat Disney mit dieser "Star Wars"-Trilogie leider viel Potential verschenkt, um dieses gigantische Epos weiterzuentwickeln und es ist auch nicht gelungen, die neue Generation so aus dem Schatten der alten Helden heraustreten zu lassen, dass man sich wirklich eine weitere Trilogie nur mit Rey, Finn und Poe vorstellen kann. So wirken die letzten Momente des Films auch mehr wie ein Abschied als der Beginn von etwas Neuem.

Die größte Stärke des Films liegt vor allem auf der visuellen Ebene, weil "Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" wirklich viele optische Highlights bietet, die einen Anreiz bieten, den Film später im Heimkino noch häufiger anzuschauen. Von Laserschwert-Kämpfen in gigantischen Sets bis zu Sternenzerstörer-Paraden bekommt der Star Wars-Fan noch einmal das volle Programm geboten, bevor die Sonnen über Tatooine ein letztes Mal untergehen.

"Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers" läuft seit dem 18.12.2019 in den deutschen Kinos erscheint voraussichtlich im April 2020 auf Blu-ray Disc, 4K Ultra HD Blu-ray, Blu-ray 3D und DVD.

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