PREVIEW: Sony 55 Zoll Ultra HD-TV KD-55X8505B – visuell erste Klasse für 2.300 EUR?

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Sony kann UHD noch günstiger als mit der X9000B-Serie – das vor uns stehende Beispiel ist der KD-X558505B, der zu einem Kaufpreis von 2.299 EUR ab diesem Monat erhältlich ist. Verglichen mit der X9000B-Serie, ist das Design sehr schlicht und zurückhalten. Die Wedge-Avantgarde wird hier nicht als Stilmittel eingesetzt. Die Verarbeitung sieht sehr gediegen aus, durch die optisch schlichte, noble Zurückhaltung gibt sich der TV sehr integrativ. 

Im Gegensatz zur X9000B-Serie arbeitet die X8505-Serie mit passiven 3D-Brillen, identisch ist natürlich die UHD-Auflösung des Panels mit 3840 x 2160 Bildpunkten. 4K/60P wird unterstützt, ebenso HDCP 2.2 und HEVC (H.265). Verbaut auch in die Mittelklasseserie ist das Sony TRILUMINOS Display, aktiviert man im entsprechenden Menü den Regler „Farbbrillanz“, dann wird der erweiterte Farbraum eingeschaltet. Das Bild wird dann farblich als besonders dynamisch und intensiv wahrgenommen.

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Außenseite in geschliffenem Alu natur

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Der schmale Rahmen in mattschwarz

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SONY-Logo und weiße Status-LED

Als Bildprozessor setzt Sony auf den leistungsstarken X-Reality Pro Prozessor, der vor allem auch ein exzellentes Upscaling von niedriger auflösenden Quellen bieten soll. SimulView für 2-Spieler-Gaming (mittels 3D-Brille) sichert jedem Player seinen eigenen Screen und ein tolles Spielerlebnis. 

Der Sony verfügt über verschiedene Szene-/Bildmodi: Brillant, Anwender, Foto, Kino, Spiel, Grafik, Sport, Animation, Portable Game Mode. 

Akustisch wird hier nicht so weit ausgeholt wie beim X9000B, hier reicht ein beinahe unsichtbar integriertes Soundsystem mit 20 Watt Gesamtsystemleistung. Es gibt allerdings trotzdem eine üppige Ausstattung: Ein S-Master Digitalverstärker garantiert klaren Klang, und Advanced Audio Volume ist als automatische Lautstärkeregelung mit an Bord. Es gibt verschiedene Sound-Betriebsarten: Standard, Kino, Sport, Musik, Spiel und einen speziellen Modus für komprimiertes Material (z.B. aus dem Internet).

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Einzelansicht der konventionellen Fernbedienung

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Die zwei Fernbedienungen im Lieferumfang

Der Sony X8505 setzt auch auf die neue 2014er Bedienplattform, die uns gut gefällt. Die mitgelieferte klassische Fernbedienung ist nicht besonders hochwertig, wie wir auch schon bei anderen 2014er Sony-TVs bemängelten, liegt aber recht gut in der Hand. Befehle, die mit der Fernbedienung gegeben werden,  setzt der X8505 in ansprechender Geschwindigkeit um. Auch wenn die WM beinahe vorüber ist, thront die Football (eigentlich Soccer) Taste auf der Remote, nach Druck auf diese wird der „Live Football Modus“ aktiviert. Nicht nur eine besonders lebendige Sound-Einstellung, auch der Zugriff auf Fußball-Inhalte (Internetverbindung vorausgesetzt) wie z.B. FIFA-Videos ist gegeben.

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Seitliche Ansicht des KD-55X8505B

Natürlich ist das umfangreiche Smart TV Angebot auch beim X8505 mit an Bord, unter anderem auch der (zahlungspflichtige) Zugang zur Digitalen Konzerthalle mit Konzerten der Berliner Philharmoniker. Für den Zugangs ins freie Internet ist ein Opera-Browser vorgesehen. Mittels der Side TV App für Android, iOS und sogar Win8 ist eine kostenlose App für alle großen Mobile-Plattformen vorhanden. TV und skype gleichzeitig – auch das geht mit dem X8505, und der DLNA  und USB Media Player akzeptiert praktisch jedes derzeit gängige Format.  Selbstverständlich kann man mittels Personal Video Recording auch einfach Sendungen auf USB-Stick oder HDD aufnehmen, das Medium wird allerdings vor Gebrauch vom TV formatiert. 

Wir konnten den X8505 visuell natürlich nur oberflächlich untersuchen. Die Bedingungen während des IFA Innovations Media Briefings in Berlin waren keineswegs optimal, Reflexionen und deutlicher Restlichteinfall verhindern so beispielsweise, dass wir präzise Aussagen zum Schwarzwert treffen können. Zudem haben wir den X8505 nur in einem Modus betrachten können – nämlich beim Upscaling von 1.920 x 1.080p (BD „Captain Phillips“ mit Tom Hanks) auf 3.840 x 2.160p. 

Der X8505 zeigt, so viel können wir schon sagen, ähnlich gute Tugenden beim Upscaling wie der schon von uns untersuchte X9000B. Vor allem das sehr geringe Scalingrauschen und die enorme Detailschärfe fallen uns auf. Nur bei Sequenzen, die im Dunkeln spielen, tritt Rauschen stärker in Erscheinung, was aber auch mit dem Quellmaterial zu tun hat. Sehr gut hat uns im Kino-Modus mit Farbtemperatur Warm2 die Farbwiedergabe gefallen. Sony hat, um ein natürliches Bild auch für Liebhaber hoher visueller Authentizität, erfreulicherweise gleich im Kino-Modus vorgeführt und nicht in irgendeiner effekthascherischen Dynamikeinstellung. Sehr gut detailliert der X8505 auch Feinheiten wie die Hautoberfläche im Gesicht der Protagonisten. Der Farbige, der sich gerade eine Zigarette dreht, wirkt ungemein plastisch, jede kleine Tabakfaser ist zu sehen. Der Schweiß auf seiner Hut ist gut zu erkennen.

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Front des UHD-Gerätes

Insgesamt schafft es der X8505, ein visuelles Erlebnis bereit zu stellen, das ausgesprochen authentisch ist. Etwas schwächer fällt im Vergleich zum X9000B die Frame Interpolation aus, Sony setzt hier nicht auf ein 800-, sondern auf ein 200 Hz-System. Ganz so fließend und so scharf bei gleichzeitig enormer Bild-Natürlichkeit arbeitet die Frame Interpolation beim X8505 nicht, für die meisten Ansprüche aber ist das Gebotene locker ausreichend. Prima agiert der Sony bezüglich einer gleichbleibenden Bildschärfe in allen Bildebenen. Er bringt auch Details im Hintergrund, wenn die Kameraeinstellung diese entsprechend berücksichtigt, sauber heraus, auch hier, gerade in den Tageslichtszenen, ist nur geringes Rauschen sichtbar. 

Wandelt der X8505 von 2D nach 3D, dann ist praktisch kein Ghosting zu erkennen, ein Plastizitätsgewinn ist sichtbar. Bewegungen laufen auch dann flüssig ab, es gibt kaum Artefakte und auch praktisch keine Farbverfälschungen. Trotz der Wandlung bleibt die Detailschärfe auf hohem Niveau. 

Erstes Fazit: Authentisches, lebendiges und scharfes Bild, fairer Kaufpreis, gediegenes Design – der X8505 kann in vielen Belangen punkten. 

 

Preview: Carsten Rampacher, Philipp Kind




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