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Filmkritik: "Auslöschung" (Netflix)

Der Soldat Kane (Oscar Isaac) kehrt als einziger Überlebender einer Expedition in eine Zone zurück, in der sich die Natur durch einen bunten "Schimmer" auf merkwürdige Art und Weise verändert. Kane kann nichts über seine Erlebnisse erzählen, sondern entwickelt innere Blutungen und fällt ins Koma. Seine Frau Lena (Natalie Portman), eine Biologin und ehemalige Soldatin, macht sich zusammen mit einem weiteren Expeditionsteam auf, um Antworten auf das rätselhafte Phänomen zu finden, welches sich langsam aber stetig immer weiter ausbreitet ....

"Auslöschung" ist in Deutschland seit dem 12.03.2018 in Ultra HD & HDR bei Netflix zu sehen. Netflix hat sich die Rechte an dem Film von "Ex Machina"-Regisseur Alex Garland in den meisten Ländern der Welt gesichert, nachdem die Produzenten Zweifel am kommerziellen Erfolg des Films bekamen. Der Co-Financier Skydance Productions soll nach schlechten Test-Screenings Nachdrehs gefordert haben, da Skydance-Chef David Ellison befürchtete, der Film würde zu intellektuell und kompliziert wirken. Änderungen am Film wurden vom ausführenden Produzenten Scott Rudin aber abgelehnt weswegen Paramount das Risiko durch den Verkauf der internationalen Rechte an Netflix mindern wollte. Nur in den USA und Kanada startete "Annihilation" 23.02.2018 regulär im Kino und wird dort voraussichtlich im Frühjahr auch auf Blu-ray Disc veröffentlicht werden.

Die Vorlage für den Film bildet die "Southern Reach Trilogie" von Jeff VanderMeer.  Wie bereits in Alex Garlands Regie-Debüt "Ex Machina" ist das Erzähltempo auch in "Auslöschung" gerade in der ersten Hälfte ziemlich gemächlich und der Film hält sich auch mit vielen Rückschauen unnötig auf, die von der eigentlichen Handlung abschweifen während andere eingefügte Szenen bereits wesentliche Teile des Endes verraten. Der Film entwickelt nur recht wenig Atmosphäre und Garland scheint oft auch mehr Interesse daran zu haben, die inneren Konflikte des ausschließlich von Frauen besetzten Expeditionsteams aufzuzeigen, als dem Zuschauer wirklich mit Spannung die rätselhafte Welt dieses Films zu präsentieren. Stattdessen täuschen die schönen Bilder oft über die dahinterliegenden Gefahren hinweg und die Mitglieder des Expeditionsteams verhalten sich oft auch sehr unprofessionell. Zudem verrät der Film bereits sehr früh, was im Kern vor sich geht.  Erst in den letzten 40 Minuten gewinnt "Auslöschung" deutlich an Dramatik und präsentiert dann bis zum Showdown einige Twists und Wow-Momente die wirklich für bleibenden Erinnerungswert sorgen.

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