TEST: FiiO FT3 - Hochwertiger HiFi-Kopfhörer für 299 Euro?

Der Hersteller FiiO fokussiert seit seiner Gründung im Jahre 2007 hochwertige HiFi-Komponenten mit einem fairen Preis-/Leistungsverhältnis. Diesem Motto entsprechend will man mit dem neuen FT3 Kopfhörer ein qualitativ hochwertiges Klangerlebnis zum Kurs von 299 Euro bieten. Es handelt sich dabei um ein kabelgebundenes Over-Ear-Headphone, welches zum identischen Preis in einer 32 Ohm- und einer 350-Ohm-Variante erhältlich ist. Unser Testsample weist eine Impedanz von 32 Ohm auf und eignet sich, neben dem stationären Klanggenuss zuhause, auch für den Musikgenuss unterwegs. Im Lieferumfang befinden sich zusätzlich zum Kopfhörer ein Transport-Case, Kabel und insgesamt vier Arten von Steckern und Adaptern. Der FiiO FT3 ist ausschließlich in Schwarz verfügbar.
Features in der Übersicht
Der FiiO FT3 ist, im Gegensatz zu seinem teureren Geschwistermodell FT5, der als Magnetostat mit 90-mm-Planartreiber ausgeführt ist, ein dynamischer Kopfhörer. Bei unserem 32-Ohm-Modell sorgt ein 60mm großer aluminiumbeschichteter LCP-Treiber für die Schallwandlung. Das Open-Back-Design steckt in einer Konstruktion aus eloxiertem Aluminium und für die Signalübertragung setzt der Hersteller auf ein 392-adriges monokristallines Kupferkabel. Im Lieferumfang ist, wie bereits erwähnt, eine Transporttasche enthalten. Dabei handelt es sich um ein Hard-Case mit Leder-Bezug und Tragegriff. Außerdem liegen folgende Stecker/Adapter bei: 3,5mm / 4,4mm / 6,35mm / 4-Pin XLR. Dazu gibt es zwei Paar Ohrpolster, wahlweise aus Stoff oder Leder, die auch, wenn auch nicht in erheblichem Maße, akustisch Einfluss ausüben.
Verarbeitung

Schicke Verpackung, vorne mit einem Sticker mit der Impedanz versehen

Im Case

Liegend seitlich

Blick auf die Hörerschale

Kopfband

Lieferumfang

Kabel, Stecker und Adapter
Der FiiO FT3 kommt in einer schicken Verpackung daher. Entsprechende Siegel weisen darauf hin, dass man ein neues, bislang ungeöffnetes Exemplar enthält. Öffnet man die Box, findet man einen schwarzen Stoffbeutel vor, in dem sich das Hard-Case samt Kopfhörer befindet und außerdem gleich die beiden zusätzlichen Ohrpolster aus Stoff. Vormontiert sind die Polster mit Leder-Bezug. Per einfacher Clip-Befestigung mit Befestigungspunkten aus Kunststoff kann man diese problemlos mit nur einem Handgriff austauschen.
Das Hard-Case selbst macht äußerlich auch einen sehr guten Eindruck. Die Haptik des Leders ist sehr angenehm und alle Nähte wirken sogar sehr gut ausgeführt. Lediglich an der Seite hat sich ein kleiner Makel eingeschlichen und ein schwarzer Faden ist im unteren Bereich sichtbar. Andere Kleinigkeiten, wie z.B. das nicht 100% gerade eingepasste FiiO-Logo aus Metall, fallen dank des sonst wirklich tadellos erscheinenenden Exterieur ebensowenig ins Gewicht. Der Tragegriff ist stylisch diagonal an der Oberseite angebracht und an zwei Befestigungspunkten montiert, die aus Metall gefertigt und mit einer Chrom-Beschichtung versehen sind. Der Reißverschluss gefällt ebenfalls gut und wirkt durchaus robust.

Mitgeliefertes Transport-Case

Trageschlaufe oben
Im Inneren hält die Tasche ebenfalls, was sie verspricht. Zum einen liegt der Kopfhörer gut geschützt in den dafür vorgesehenen Hartschalen-Sektionen, zum anderen finden sowohl das ca. 150cm lange Kabel und alle beiliegenden Stecker und Adapter problemlos Platz. Die Adapter und Stecker kullern auch nicht einfach so in der Tasche herum, sondern sind in einem zusätzlichen Täschchen mit drei Sektionen fest untergebracht, welches wiederum mit Klett im Case befestigt wird. Für das Kabel gibt es eine praktische Schlaufe inmitten des Kopfhörers.
Die Stecker machen einen hochwertigen Eindruck und sind vergoldet, für alle gängigen Anschlussformen liegt ein entsprechendes Bindeglied bei. Der 6,35mm Adapter und auch der 4-Pin XLR wird einfach auf den 3,5mm Stecker aufgesteckt. Der 4,4mm Stecker hingegen wird, nachdem man den kleineren entfernt hat, sowohl fest eingesteckt als auch per Schraubgewinde fixiert. Das Kabel ist flexibel und mit Textilgewebe ummantelt und macht ebenfalls einen insgesamt soliden Eindruck. Es wird an beiden Seiten des Kopfhörers befestigt.
Widmen wir uns dem Kopfhörer selbst. Sofort stechen die auffälligen Hörerschalen ins Auge. Das moderne Design wirkt beinahe wie ein Satz schwarze Alufelgen und bietet einen sehr dynamischen Look. Die Kombination aus dunklem Anthrazit und dem dahinter liegenden Lochgitter aus Schwarz, welches das Open-Back-Design verrät, überzeugt und verleiht dem sonst fortschrittlichen Look eine gewisse zeitlose Eleganz. Wir sind froh, dass man hier nicht noch zusätzlich auf kontrastreiche Farbakzente setzt, das wäre für uns zuviel des Guten. So macht der Kopfhörer optisch einen zwar technisch modernen, aber sehr stimmigen Eindruck, bei dem man durchaus auch von Eleganz sprechen kann.
Beim Material setzt FiiO auf Metall und zwar auf leichtes, eloxiertes Aluminium. Das "Hohl-Design" hat natürlich auch Vorteile beim Gewicht. Der FiiO FT3 bringt es auf (real gewogen) 392,5g. An der Unterseite der Hörerschalen befinden sich die Klinkenanschlüsse, recht gut eingepasst, mit der jeweiligen Beschriftung für links und rechts. Die eingravierten "L" und "R" wirken minimal unpräzise geschnitten, das ist aber nun wirklich Meckern auf hohem Niveau. Die Ohrpolster machen einen sehr guten Eindruck und können, wie bereits erwähnt, mit einem festen Handgriff einfach ausgeklippst und getauscht werden. Entfernt man das Polster, ist der Blick frei auf den hinter einer Schutzabdeckung liegenden großen Treiber.

Detailansicht

Befestigung an der Hörerschale

Detail der Hörerschale

Fest sitzende, austauschbare Ohrpolster
Die Befestigungen an den Hörerschalen sind, ebenso wie die flexiblen Gelenke (ca. 15 Grad sind möglich), ebenfalls aus Aluminium gefertigt. Auch der Kopfbügel besteht aus Metall. Alles wirkt robust und sehr solide konstruiert. Im Bereich der Gelenke findet man nochmals eine Beschriftung für die linke und rechte Ohrmuschel sowie der Impedanz des Kopfhörers, etwas auffälliger in Weiß gehalten. Hier haben wir keinerlei Kritik bezüglich der Ausführung.
Im oberen Bereich ist der FT3 so gesehen nicht manuell verstellbar, sondern setzt auf eine Kombination aus stabilem Aluminium-Kopfbügel und einem flexiblen, anpassungsfähigen Kopfband aus Kunststoff. Der Kopfhörer sitzt sehr bequem und dank des absolut moderaten Gewichts von unter 400g wird er auch bei längeren Hör-Sessions nicht schwer auf dem Kopf. Die Ohrpolster sind ebenfalls weich und angenehm an den Ohren.
Wir hatten keinerlei Probleme bei ausgiebigen Sessions, weder mit heißen Ohren noch jeglichen Druckstellen seitlich und am Schädel. Der Kopfhörer sitzt gut und angenehm, aber bei einer schlanken Kopfform nicht außerordentlich fest. Ein etwas stärkeres Kopfschütteln kann den FT3 schon einmal abwerfen. Kopfband und Kopfbügel sind mit Leder und sauberen Nähten versehen. Der Bereich des Bandes, welches den Kopf berührt, ist zusätzlich gepolstert.
Insgesamt ist der FiiO FT3 samt Zubehör sehr gut verarbeitet und auch die Materialqualität kann für eine Komponente, die keine 300 Euro kostet, mehr als überzeugen. Unsere kleinen Kritikpunkte im Detail sind kaum der Rede wert, hier kriegt man zweifellos einen sehr solide wirkenden Over-Ear-Kopfhörer fürs Geld.
Klangeindrücke auf Seite 2
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Tags: FiiO • HiFi-Kopfhörer • Kopfhörer • Over-Ear Kopfhörer






