Das XXL-Special "40 Jahre Dali": Ein Hersteller aus Dänemark an der Weltspitze des Lautsprecherbaus

Dalis Einbaulautsprecher

Es gibt eine Vielzahl an Produktlinien für nahezu jeden Einbau-Zweck. Wir haben uns entschieden, in diesem Special unsere beiden Highlights aus dem Portfolio herauszupicken und diese zu präsentieren.  

Wer alle Baureihen kennenlernen möchte, kann dies direkt bei Dali tun:

Oder sich unser Special durchlesen:

Nun zu unseren Favoriten. Diese bestehen aus den folgenden Modellen:

Phantom M-675, Phantom S-280, S-180, S-80 und K60-LP. Bevor wir mit den individuellen Merkmalen der Lautsprecher und unseren Höreindrücken einsteigen, möchten wir die generellen Vorzüge von Dalis In-/On-Wall-Lösungen kurz aufzählen:

  • Breitwinklige Abstrahlung, breiter Sweet Spot, perfekt geeignet für mehrere Personen
  • Wandbündig montiert
  • Durch die gleichmäßige Verteilung des Schalls im gesamten Raum entsteht somit an nahezu jeder Stelle ein gleichmäßiger, tonal ausgewogener, räumlich authentischer und facettenreicher Klangeindruck
  • Einbautiefe sehr gering bei Phantom S/M
  • Drehbares Hybrid-Hochtonmodul bei zahlreichen Modellen
  • SMC Magnetmaterial - geringe Verzerrungen, hohe Belastbarkeit bei vielen Modellen
Starten wir mit dem Phantom M-675.

dali_phantom_m_675_links_s-280_rechts

Phantom M-675 (links)

Anzeige

Er kommt auf einen Stückpreis von 2.199 EUR und bringt für Dali typische Merkmale mit: Eine leichte Papiermembran kombiniert mit Holzfasern, einen guten Wirkungsgrad von 90 dB, eine schlanke und somit flexible Bauweise plus eine sorgfältige Entwicklung, die unter praktisch allen Bedingungen einen ausgezeichneten Klang garantiert. Wir konnten uns damals bei Dali in Dänemark selbst davon überzeugen,  mit wieviel Akribie und Enthusiasmus dort Einbaulautsprecher entwickelt werden. Sogar das Team wurde vergrößert, damit man diesem Bereich des Portfolios zukünftig noch größeres Augenmerk schenken kann. 

dali_phantom_m_675_passivradiatoren

Passive Radiatoren

Zurück zum Phantom M-675. Der schon als Universalist zu bezeichnende Einbaulautsprecher kann horizontal und vertikal installiert werden, dadurch ist dieses Modell auch bestens als Surround-Lautsprecher geeignet. Er setzt auf die Dali-exklusive SMC-Technologie und verfügt über optimierte Gummisicken plus neu entwickelte Schwingspulen für nachdrückliche Bässe und hohe Belastbarkeit.

Zu den Merkmalen des M-675 gehören auch  vier 7“ Passivradiatoren sowie die ebenfalls Dali-spezifische Hybrid-Hochtoneinheit. Sie besteht aus einer 28 mm Gewebekalotte und einem Bändchen. Die Kalotte stellt die perfekte Anbindung an Mitteltonbereich sicher, der Bändchenhochtöner steht für fabelhafte Impulstreue bei höchsten Frequenzen. Der hochwertige Schallwandler wird nicht nur in Dänemark entwickelt, sondern auch dort gebaut.

dali_phantom_m_675_hybrid_hochtoener

Hybrid-Hochtöner

Defintiv zu erwähnen ist die geringe Einbautiefe von 100 mm. Das Gehäuse besteht aus glasfaserverstärktem ABS-Material. Die vordere Schallwand und Rand sind in mattschwarzer Lackierung gehalten. Es gibt magnetisch haftende und lackierbare Abdeckungen, diese schließen nahezu bündig mit der Wand. Es finden sich keine glänzenden Flächen an der Front, daher kommt es nicht zu Reflektionen in dunkler Umgebung. 

dali_phantom_m_675_hf_schalter

Anzeige

HF-Schalter

Die Chassis-Integration erfolgt handwerklich tadellos. Mittig untergebracht wurde der Hybrid-Hochtöner, oben der Tiefmitteltöner, unten der Tieftöner. Den Rest stellen Passivradiatoren dar. Einen passenden OnWall-Rahmen gibt es optional für 399 EUR.

Phantom K-60LP

Und schon folgt unser nächster Favorit. 

dali_k_60_lp_front

K-60LP

Der Phantom K-60LP (Stückpreis 399 EUR) ist dank "LP", was wie zu erwarten war, nicht für "Langspielplatte", sondern für "Low Profile" steht, besonders einfach zu installieren - er erweist sich als äußerst flach (nur 38 mm Tiefe). Zudem zeichnet er sich durch das Dogleg-Montagesystem (von vorne in den Deckenausschnitt einsetzen und festziehen) aus und verfügt über ein reinweißes Frontgitter, was einen diskreten Auftritt weiter begünstigt.

dali_k_60_lp_front_ohne_abdeckung

Front ohne Abdeckung

dali_k_60_lp_anschluesse

Anzeige

Terminals

Die Dänen möchten bei diesem Modell die Mission realisieren, trotz der flachen Bauweise typischen lebendigen und kräftigen Dali-Sound anbieten zu können. Dass dieses Vorhaben gelingt, dazu tragen mehrere Merkmale bei: So die ABS-Schallwand, der HF-Schalter für Anhebung der hohen Frequenzen und die Kompassmarkierung. An Bestückung stehen ein 25 mm Hochtöner mit Neodym-Magnet und ein 6“ Tiefmitteltöner bereit.

dali_k_60_lp_rueckseite_detail

Detail Rückseite

Um die extrem flache Bauweise möglich zu machen, befinden sich Schwingspule und Magnet in der Membran, die Befestigung der Zentrierspinne erfolgt an der Membran statt am Schwingspulenträger. An Chassis vorhanden ist ein  Aluminiumkonus-Tieftöner, Frequenzen von 52 - 26.000 Hz können dargestellt werden, der Wirkungsgrad liegt bei 84 dB.

Kommen wir zum Phantom S-280, dem absoluten Spitzenmodell.

Phantom S-280

Dali_Phantom_S_280_front

Phantom S-280

Mit einer € 4.999 (UVP in Deutschland pro Stück) ist der S-280 1,53 m hoch, 53 cm breit, jedoch lediglich 10 cm flach. Er sorgt mit einem um 90 Grad drehbaren Hybridhochtöner für eine Kombination aus Auflösungsvermögen und Flexbilität.

Sowohl die Kalotte als auch das Bändchen arbeiten in ihren Übertragungsbereichen vollständig linear. Das Hybrid-Hochtonmodul punktet auch bei extrem anspruchsvollen Hörern durch die außergewöhnlich gleichmäßige, breite horizontale Abstrahlung. Auch die Montageplatte für das Hochtonmodul wurde in Hinsicht auf eine optimale horizontale Abstrahlung optimiert.

Dali_Phantom_S_280_tiefmitteltoener_passivmembran

Passivmembran und Tiefmitteltöner

Eine enorm tief liegende Resonanzfrequenz, eine exzellente maximale Belastbarkeit plus enorme Reserven für einen hohen Schalldruck und entsprechend große Auslenkungen sind die Eigenschaften des Dali-Kalottenhochtöners. Das Dali-Bändchen erweist sich als ein echter Meister in der horizontalen Abstrahlung hoher Frequenzen und als perfekter Partner für die schon oberhalb von 2 kHz einsetzende Hochtonkalotte.

Zwei 200 mm große Tiefmitteltöner und zwei zusätzliche 250 mm große Passivmembrane stellen eine exzellente Präsentation des Tief- und Mitteltonbereiches sicher. Natürlich offeriert das Chassis auch eine facettenreiche und ausgewogene Mitteltonwiedergabe. Um eine bestmögliche Basswiedergabe mit dem Phantom S-280 zu ermöglichen, baut Dali zusätzlich noch zwei 250 mm große Passivradiatoren ein, die auf der Passivmembran des firmeneigenen High-End-Subwoofers SUB P-10 DSS aufbauen. Mit dem identischen Aluminiumkorb, der weichen Sicke und dem hochwertigen Karbonfaser-Konus sind die Passivradiatoren der Phantom S-280 für eine tief hinabreichende und kraftvolle Basswiedergabe zuständig.

Dali_Phantom_S_280_hybrid_hochtoener

Hybrid-Hochtöner

Die Schallwände verfügen über einen Aluminiumrahmen, der in die Ein- bauöffnungen eingesetzt wird und einen eleganten, nahezu bündigen Übergang zwischen den Lautsprechern und der Wand ermöglicht. Die flachen Abdeckungen werden mit unsichtbaren Magneten fixiert. Die rückwärtige Gehäusekammer besitzt einen stabilen MDF-Rahmen, an dem die Montagehalterungen und die Anschlussterminals angebracht sind. Auch die Rückseite des Gehäuses wird aus einer MDF-Platte gefertigt, die zudem mit einer hochwertigen Vinylfolie bezogen ist. Die Lautsprecherchassis sind in einer schwarz gestrichenen MDF-Schallwand unterbracht. Dank dezenter weißer Abdeckungen sieht man praktisch nichts, hört aber dafür umso mehr.

Der S-280 gibt bei +/- 3 db Frequenzen zwischen 48 Hz und 25 khz wieder. Die Empfindlichkeit gibt Dali mit 89 dB an (2,83V/1m). Üppig fallen die 112 dB maximaler Schalldruck aus. Verstärker mit einer Leistung von 40 bis 400 Watt pro Kanal können zusammen mit dem Phantom S-280 Einbaulautsprecher betrieben werden. Die Nennimpedanz beträgt 6 Ohm. 

Nächster Kandidat: Der kleinere, sehr flexible Phantom S-180.

Dali Phantom S-180

Dali_Phantom_S_180_als_center_gesamt_ohne_abdeckung

Der Dali Phantom S-180 kann auch als Center hergenommen werden

Der S-180 liegt bei € 2.999 (UVP in Deutschland pro Stück) und setzt auf den 20 cm Tiefmitteltöner (mit Holzfasermembran) in Verbindung mit einem 25 cm Passivtreiber. Ergänzt wird das Set-Up durchs Hybrid-Hochtonmodul. Dies ermöglicht dem S-180 einen ausgezeichneten Tiefgang sowie eine kräftige Basswiedergabe, aber natürlich auch einen klaren, zugleich angenehmen Hochtonbereich. Bei allen Qualtäten im tieffrequenten Bereich zeigt sich der S-180 als ein relativ kompakter Lautsprecher, der ebenso gut als Front- oder Center-Lautsprecher dienen kann.

Er ist mit einem sehr flachen Gehäuse ausgestattet, das sich mit wenig Aufwand und ohne bauliche Veränderungen in die meisten Standard-Wände einbauen lässt. Die Entwicklung dieses Gehäuses war in mehrfacher Hinsicht eine Herausforderung. Bei der vorgesehenen Einbautiefe von nur 103 mm musste basierend auf den Abmessungen der Lautsprecher das perfekte Gehäusevolumen für die Tiefmitteltöner gefunden werden. Die Schallwände besitzen einen Aluminiumrahmen, der in die Einbauöffnungen eingesetzt wird und einen praktisch komplett bündigen Übergang zwischen den Lautsprechern und der Wand ermöglicht. Die flachen Abdeckungen werden mit unsichtbaren Magneten fixiert.

Dali_Phantom_S_180_als_center_detailverarbeitung

Genaue Verarbeitung beim Phantom S-180

Die rückwärtige Gehäusekammer hat einen stabilen MDF-Rahmen, an dem die Montagehalterungen und die Anschlussterminals angebracht sind. Die Rückseite des Gehäuses besteht ebenfalls aus einer MDF-Platte, auf die eine hochwertige Vinylfolie aufgebracht wurde. Die Lautsprecherchassis sind in einer schwarz gestrichenen MDF-Schallwand montiert.

Der Phantom S-180 sollte so in die Wand integriert werden, dass sich sein Bändchenhochtöner in Ohrhöhe der sitzenden Zuhörer befindet. Um dies auf komfortable Art und Weise zu realisieren, hat Dali das Hybrid-Hochtonmodul in diesem Modell um 180 Grad gedreht auf dem Kopf stehend eingebaut. So lassen sich die Lautsprecher perfekt auf gleicher Höhe wie der TV-Bildschirm montieren statt unterhalb des TV-Monitors.

Dali_Phantom_S_180_als_center_hybrid_hochtoener_tiefmitteltoener

Hybrid-Hochtonmodul und Tiefmitteltöner

Ein weiterer Grund, warum Dali den Hybridhochtöner bei diesem Modell anders herum als sonst verbaut hat, ist die möglichst nahe Platzierung der Hochtonkalotte am Tiefmitteltöner. Auf diese Art und Weise ist ein nahezu perfekter Übergang vom Mitteltöner auf die tiefsten von der Kalotte wiedergegebenen Frequenzen sichergestellt. Der Abstand zwischen den beiden Chassis ist so gewählt, dass sich die von ihnen abgestrahlten Frequenzen optimal summieren und mit dem von der Frequenzweiche vorgegebenen Pegel genau überein stimmen.

Auch bei einer horizontalen Anbringung des Phantom S-180  - für die Wiedergabe des Center-Kanals  - sollte sich das Hochtonbändchen unbedingt in Ohrhöhe und oberhalb der Kalotte befinden. Nur dann ist die für das Bändchen typische überaus weitwinklige Abstrahlung aller sehr hohen Frequenzen gewährleistet. In der vertikalen Ebene, in der der Abstrahlwinkel des Bändchens prinzipbedingt eingeschränkt ist, beeindruckt die unterhalb des Bändchens platzierte Hochtonkalotte mit ihrem hervorragenden Abstrahlverhalten.

Der Phantom S-180 stellt Frequenzen zwischen 49 Hz und 25 kHz dar, weist eine Empfindlichkeit von 89 dB (2,83V/1m) auf und hat eine Nennimpedanz von 6 Ohm. Beachtliche 109 dB beträgt der Maximal-Schallpegel. Verstärker mit einer Kanalleistung von 40 bis 200 Watt können angeschlossen werden. 

Und weiter geht es - mit dem noch kompakteren Phantom S-80.

Dali Phantom S-80

Dali_Phantom_S_80_ohne_abdeckung

Phantom S-80 ohne Abdeckung

Der kompakte und trotzdem leistungsstarke Phantom S-80 für € 1.999 (UVP in Deutschland pro Stück) ermöglicht mit seinem 20 cm Tiefmitteltöner in Zusammenarbeit mit dem drehbaren Hybrid-Hochtonmodul eine detalreiche sowie saubere Wiedergabe bei jeder Art von Quellmaterial. Aufgrund seiner kompakten Abmessungen eignet sich der Phantom S-80 perfekt für die Platzierung in Ihrem Heimkinosystem - als Front-, Center-, Rear- oder Höhenlautsprecher. Das kompakteste Modell der Serie bietet eine optimale Balance zwischen herausragender Klangqualität und einer flexiblen Platzierung. Die Kombination des 200 mm Tiefmitteltöners mit dem drehbaren Hybrid-Hochtonmodul liefert ein tadellos auflösendes und zugleich akkurat definiertes Klangbild einschließlich einer überraschend kraftvollen und tiefen Basswiedergabe.

Schon das kleinste Modell der Phantom S Familie bietet dank des integrierten 200 mm großen Tiefmitteltöners und eines optimal auf das Chassis abgestimmten, nur 103 mm tiefen Gehäuses ein voluminöses Klangbild, wie man es sonst nur von deutlich größeren Standlautsprechern gewöhnt ist. Aufgrund seiner vergleichsweise kompakten Abmessungen lässt sich der Phantom S-80 in allen Kanälen eines Stereo- oder Heimkinosystems als Front-, Center-, Surround- oder Deckenlautsprecher verwenden. Zahlreiche Dali-Technologien wie die charakteristischen, rot schimmernden Holzfaser-Membranen, verlustarme Sicken, stabile MDF-Schallwände, das drehbare Hybrid-Hochtonmodul und das innovative Magnetsystem mit SMC-Polstück ermöglichen dem S-80 einen kultivierten und dynamischen Klang. 

Dali_Phantom_S_80_tiefmitteltoener

Tiefmitteltöner

Der eigens für die Phantom S Modelle entwickelte Tiefmitteltöner ist so spezifiziert, dass er sowohl den Mitteltonbereich als auch tiefe Bässe überragend wiedergeben kann. Zusammen mit dem Hybrid-Hochtöner wird ein ausgewogenes, harmonisches und detailreiches Klangbild ermöglicht. Der Phantom S-80 besitzt ein ausgesprochen flaches Gehäuse, das sich ohne bauliche Veränderungen schnell in die meisten Standard-Wände integrieren lässt. 

Dali_Phantom_S_80_mit_abdeckgitter_inwall

S-80 mit Abdeckgitter

Die Schallwände verfügen über einen Aluminiumrahmen, der in die Ein- bauöffnungen eingesetzt wird und einen eleganten, nahezu bündigen Übergang zwischen den Lautsprechern und der Wand sicherstellt.

Dali_Phantom_S_80_metallrahmen

Hochwertiger Rahmen

Die flachen Abdeckungen werden mit unsichtbaren Magneten fixiert, wodurch sich die Lautsprecher diskret in jedes Wohnambiente einfügen. Die rückwärtige Gehäusekammer besitzt einen stabilen MDF-Rahmen, an dem die Montagehalterungen und die Anschlussterminals befestigt sind. Die Rückseite des Gehäuses besteht aus einer hochfesten MDF-Platte, die mit einer hochwertigen Vinylfolie veredelt wurde. Die Lautsprecherchassis sind in einer schwarz gestrichenen MDF-Schallwand montiert.

Auch der Phantom S-80 sollte so in die Wand integriert werden, dass sich sein Bändchenhochtöner in Ohrhöhe der sitzenden Zuhörer befindet - hier gilt das Gleiche wie beim Phantom S-180, auch bei der Verwendung als Center. 

Dali_Phantom_S_80_hybrid_hochtoener

Hybrid-Hochtonmodul

Der Phantom S-80 gibt Frequenzen zwischen 59 Hz und 25 kHz wieder. Die Empfindlichkeit (2,83V/1m) beziffert der Hersteller mit 88 dB. Maximal schafft der S-80 108 dB Schalldruck. Verstärker, die eine Leistung von 40 bis 200 Watt (pro Kanal) aufweisen, können in Verbindung mit dem S-80 betrieben werden. 

Kurze akustische Eindrücke

Wir konnten unsere Favoriten in folgenden Setups hören und starten mit Setup 1:

  • 2x Phantom M-675 als Fronts, 2x K-60 LP, P10 DSS Subwoofer (4.1 System) an NAD T 778 (per Dirac eingemessen). Den NAD T778, der derzeit auf 3.599 EUR kommt, ist ein sehr kraftvoller Neunkanal-AV-Receiver mit BluOS-Modul und mit Dirac Live. Der T 778 verfügt über eine Evolutionsstufe der NAD-eigenen Hybrid-Digitalendstufen. Die Dauerleistung (alle neun Kanäle über die volle Bandbreite angesteuert) beträgt 85 Watt pro Kanal - wohlgemerkt, hier ist der T 778 voll in Action, also nicht die oft gängige Maßeinheit "1 kHz, 1 Kanal ausgesteuert, 6 Ohm" oder Ähnliches. 

Hier unsere Klangeindrücke in Kürze:

  • kultivierter Klang mit sauberer Detaillierung
  • Homogenes Klangbild mit präziser räumlicher Ausbreitung
  • Tadellose Pegelfestigkeit, praktisch keine Verzerrungen auch bei hoer Lautstärke
  • Breite Abstrahlung
  • Hervorragende Grobdynamik

Wenden wir uns dem zweiten Setup zu.

Dali_Phantom_S_aufbau

  • 2 x Phantom S-280, Center Phantom S-180, 4 x Phantom S-80 Surrounds, 2x K-14 Subwoofer an NAD M17. Kurz zu den NAD-Komponenten: Die NAD M28 Siebenkanal-Endstufe bietet pro Kanal massive 340 Watt Dauerleistung (an 4 Ω). Zum Einsatz kommen HybridDigital Purifi Eigentakt. Für kurzzeitige Impulse (z.B. ein furioses Orgel-Finale im Konzert) stellt die M28 kurzfristig eine Leistung von bis zu 700 Watt (ein Kanal an 4 Ω) bereit. Der M17 AV-Prozessor ist das richtige Modell für Mehrkanal-Enthusiasten. NAD selbst spricht von der "technisch anspruchsvollsten Komponente im Programm". Decoder für Dolby Atmos und DTS-X. MDC, 4K Ultra HD-kompatibel. Dirac Live, BluOS-Modul, WLAN/LAN, Bluetooth, MQA-kompatibel. Separate D/A-Wandler für jeden Kanal. Symmetrische Signalverarbeitung mit separater linearer Stromversorgung. HDMI 2.0 mit HDCP 2.2, HDR10-Support. Anschlüsse u.a. 5 x HDMI-In, 2 x HDMI-Out. Auf der Front findet sich ein hochauflösender Touchscreen.

Hier unsere Klangeindrücke in Kurzform:

  • Auch bei diffizilem Material (klassische Musik) enormer Facettenreichtum, herausragende Klarheit
  • Absolut authentisches räumliches Abbildungsvermögen
  • Enorme Basskraft vor allem der S-280
  • Außergewöhnlich hoch liegende akustische Gesamthomogenität mit nahezu perfekten Übergängen zwischen allen Komponenten des Lautsprechersystems
  • Sehr hohe Pegelfestigkeit

Unser Fazit zu Dalis Phantom-Einbaulautsprechern

Dali hat es zweifelsohne geschafft, eines der derzeit stärksten Sortimente hochwertige Einbaulautsprecher betreffend anzubieten. Hier sollte man, gerade, wenn man den Neu- oder Umbau eines Hauses plant, einmal genau hinsehen. Denn nahezu unsichtbar in Wände oder Decken integriert, erhält man hier kompromisslosen Spitzenklang, und ist nahezu völlig frei bezüglich des verwendeten Setups. Hilfreich ist auch, dass sich Dalis Phantom-Lautsprecher recht einfach und schnell installieren lassen. 

Kommen wir nun zur Spitze des Dali-Portfolios, wir stellen die Kore und die 2023 auf der High End neu präsentierte Epikore als "kleinere Kore mit viel DNA vom Topmodell" vor. Anschließend präsentieren wir weitere Highlights aus dem Dali-Programm, die wir bereits genauer durchchecken konnten. 

Kore

Dali Kore Denmark 8

Dali Kore

Bevor wir in die Details zur Konstruktion der Kore einsteigen, stellen wir die berechtige Frage: Wie kommt Dali dazu, in ein bezogen auf die restliche Modellpalette völlig neues Segment einzusteigen und mit absoluten Luxus-Herstellern zu konkurrieren?

Dali Megaline

Dali Megaline

So fremd ist Dali das Luxus-Marktsegment nicht, denn was manch einer vielleicht nicht weiß: Es gab die Dali Megaline. Dali startete mit verschiedenen Evolutionsstufen dieses Modells im Jahr 1996. Weitere Entwicklungsstufen führten zur Megaline III, die mit 24 Bass/Midrange-Treibern ausgestattet war und zudem sechs Bändchen-Hochtöner mitbrachte. Im Wesentlichen handelte es sich um einen Zweiwege-Lautsprecher, der sich aus übereinander montierten Bass-/Mitteltoneinheiten zusammensetzte, die um seitlich montierte, ebenfalls vertikal aufgebaute Hochton-Units ergänzt wurden. Die Sektionen sind so aufgebaut, dass sie sich wie ein einziges "virtuelles Chassis" verhalten, welches sich vom Boden bis zur Decke erstreckt. Jeder Kanal beinhaltet drei identischen Modulen, die aufeinander getürmt sind. 2007 kostete das Stereo-Paar 35.000 EUR. Ok, keine Kore-Dimensionen, aber deutlich über der Epicon-Baureihe, die bis zu Kore und Epikore die Spitze im Dali-Portfolio darstellte. 

Dali hielt es daher auch aus Gründen der Tradition für richtig, mit der Kore nun zum einen die Geschichte fortzuführen, zum anderen, salopp gesprochen, noch "eins draufzusetzen", wobei "eins" hier noch definitiv zu wenig ist, wenn man bedenkt, was bei der Kore für ein immenser Aufwand betrieben wurde.

Was ist typisch für die Kore?

Zunächst die Balanced Drive SMC-Technologie. Es ist eine Kombination aus der zweiten Generation der in zahlreichen Lautsprecherserien (aktuell ab Oberon) der vergangenen Jahre eingesetzten SMC-Technologie (Soft Magnetic Compound) mit dem Konzept des symmetrischen Antriebs durch zwei Schwingspulen. Da sich bei dieser aufwändigen Konstruktion stets eine Schwingspule durch das Magnetfeld nach innen und die andere nach außen bewegt, heben sich die richtungsabhängigen Nichtlinearitäten gegenseitig auf. Ergebnis ist eine drastische Reduzierung der Verzerrungen, insbesondere der der subjektiv als ermüdend empfundenen und unmusikalischen Obertöne ungerader Ordnung.

Dali Kore 13

Neuer Mitteltöner, neuer Hybrid-Hochtöner

Weiteres Kore-Merkmal ist der EVO-K Hybrid-Hochtöner. Er ist eine Weiterentwicklung des Hybrid-Hochtonmoduls aus der Epicon-Baureihe. Das System verfügt über eine bei Dali selbst hergestellte 35 mm-Hochtonkalotte und ein besonders hochwertiges, besonders impulstreues Bändchen. Durch den nach unten erweiterten Übertragungsbereich garantiert das Modul einen nahtlosen Übergang zum Mitteltöner. Sehr geringe Verzerrungen und eine reduzierte Leistungskompression sind weitere Trümpfe. 

Wichtig ist auch der eigens für die Kore neu entwickelter 18 cm messender Mitteltöner. Er ist das erste, gezielt für die Wiedergabe des Mitteltonbereichs entwickelte Lautsprecherchassis des Hauses Dali und wurde von Grund auf neu konzipiert. Akustisch setzt er mit einer natürlichen klanglichen Wärme und musikalische Kohärenz im wichtigen Mitteltonbereich Akzente. Darüber hinaus bietet er  eine Reihe von technologischen Innovationen, darunter eine neu gestaltete Version von Dalis charakteristischer Holzfasermembran. Weitere Merkmale umfassen Balanced Drive SMC, einem leistungsstarken und kompakten Neodym-Magneten, kürzere Schwingspulen sowie eine besonders schmale und massearme Sicke.

Dali P Kore Basstreiber side

Mächtige Basstreiber

Für die druckvolle und exakte Präsentaion tiefer Frequenzen sind die SMC-Basstreiber zuständig. Mit 11,5 Zoll ausnehmend groß und riesigem Ferritmagnetsystem, werden hier nahezu ideale Voraussetzungen für einen höchsten Ansprüchen genügenden Bassbereich geschaffen. Natürlich kommt SMC-Magnetmaterial der zweiten Generation zum Einsatz. Eine doppelte Voice Coil, eine duale Zentrierspinne, eine neue Honeycomb Sandwich-Membran (zweilagiges Papier/Holzfaser) sowie Ringe aus Aluminium, die den magnetischen Fluss stabilisieren, vervollständigen das Konzept.

Dali P Kore Terminals

Terminals

Wichtig zu erwähnen wäre noch die neuartige Frequenzweiche mit SMC Core Induktoren. In der Frequenzweiche der Dali Kore werden neben hochwertigen Luftspulen neu entwickelte Spulen mit einem Kern aus SMC Gen-2 verwendet. Verglichen mit herkömmlichen -Luftspulen garantiert diese Technologie insbesondere bei hohen Induktivitäten einen geringeren Gleichstromwiderstand, einen kürzeren Signalweg sowie eine geringere Anfälligkeit für Übersprechen zwischen den Spulen. Darüber hinaus ermöglicht SMC Gen-2 hervorragende, extrem verlustarme Filtereigenschaften.

Dali P Kore Cabinet 1

Extrem aufwändige Gehäuse, hier in der Produktion in Dänemark

Dali P Kore Cabinet 3

Hier wurde ein riesiger Aufwand betrieben

Dali P Kore Fraese

Bearbeitung eines Kore-Gehäuseteils in der CNC-Fräse im Dali-Werk in Dänemark

Ein Lautsprecher dieser Preisklasse verfügt selbstverständlich über ein außergewöhnlich aufwändiges Gehäuse: Die Kombination unterschiedlicher, penibel genau auf die jeweiligen Aufgabenbereiche abgestimmter Materialien hilft,  die Konstruktion eines sowohl optisch wie technisch hoch entwickelten Gehäuses zu realisieren. So kommt das geschwungene Holzlaminat mit glänzendem Amara-Ebenholzfurnier und kontrastierendem, strukturiertem Finish aus der Welt des Luxusmöbeldesigns. Die aus Aluminiumdruckguss hergestellte Frontwand für die Hoch- und Mitteltöner sowie die strukturellen Verbundwerkstoffe offerieren mehr Designfreiheit und zudem eine hochfeste Pattform für die Treiber.

Dali Kore 11

Schwerer Sockel

Der mit satten 34 kg äußerst schwere Sockel aus zementbasiertem Harzverbundstoff stellt eine solide Grundlage für das beträchtliche Gesamtgewicht des Lautsprechers von 160 kg dar. An keiner Stelle des Gehäuses finden sich bei der Kore parallel verlaufende Oberflächen, und es gibt keine sichtbaren Schrauben. Die Frequenzweiche befindet sich im Sinne perfekter Arbeitsbedingungen außerhalb des eigentlichen Gehäuses.

Kernziel bei der Kore war eine mühelose, authentische Klangwiedergabe im Verhältnis 1:1 (eingehendes Signal/Signalreproduktion). Es gibt nahezu keine Verzerrungen oder Verfärbungen, nichts wird hinzugefügt, nichts wird weggenommen. Es handelt sich gleichsam um die ultimative Umsetzung von Dalis Prinzip einer möglichst verlustarmen Wiedergabe. Pro Woche werden in Dänemark übrigens zwei Paar Kore gefertigt, was neben dem Preis eine gewisse Exklusivität gewährleistet.

Dali Kore Denmark 7

Akustisch überwältigend

Schon mehrmals durften wir die Kore hören. Unsere Eindrücke: Der Lautsprecher bietet bei praktisch jedem Pegel ein faszinierend umfassendes Hörerlebnis. Mit fein dosierter, weitläufiger Räumlichkeit, einem dynamischen sowie natürlichen Aufbau jeder musikalischen Facette und einem hoch präzisen sowie druckvollen Bassfundament kommt das große Potential dieses Luxus-Lautsprechers zum Ausdruck. Stimmen trägt der dänische Schallwandler mit grandiosem Facettenreichtum in den Hörraum, und hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um männliche oder um weibliche Stimmen handelt. Dass der sehr große Standlautsprecher auch einen herausragenden Tiefgang bietet und in der Lage ist, äußerst komplexe Bassstrukturen mit unerschütterlicher Souveränität abzubilden, ist ein weiteres Merkmal. Jede klangliche Struktur, wie auch immer geartet, wird mit einer extrem plastischen Wirkung versehen, die die Akustik für den Zuhörer praktisch greifbar macht. Die direkte Art, das Signal unverfälscht zu reproduzieren, ermöglicht eine nahtlose Verbindung zwischen Zuhörerschaft und Musik. Der Kore-Schallwander eignet sich für jeden Musikstil, die feine, zugleich kraftvolle Darstellung, eingebettet in einen bravourös ausgestalteten virtuellen Raum, macht aus jedem Musikstück ein Erlebnis. 

Dali Kore Denmark 2

Somit bleibt bilanzierend festzushalten, dass die Kore zwar ein Jahr zu früh in Bezug auf Dalis 40-jähriges Jubiläum kam, dafür aber mit einer unglaublichen Mischung aus konstruktiver Liebe zum Detail, modernsten Technologien, bestmöglicher Materialqualität und Verarbeitung sowie mit einem mitreißenden, fesselnden, höchst detailreichen Klang aufwarten kann.

Dali Epikore

Dali Epikore 11 4

Lichtgestalt: Dali Epikore 11

Die Epikore, Paarpreis 40.000 EUR, gönnte sich das dänische Unternehmen dann zum 40. Geburtstag. Erstmals gezeigt auf der High End in München im Mai 2023, handelt es sich hier um einen Ausnahme-Lautsprecher, der zahlreiche Gene von der Kore in sich trägt und ein Bindeglied zwischen Kore und der Epicon-Serie schaffen möchte. Mit einer sehr gediegenen Verarbeitung, die klar auf dem Niveau der oberen Preisregionen liegt, und einer eleganten Optik nimmt die Epikore 11 für sich ein. 

Dali Epikore 11 8

Treiber im Detail

Dass auch aus akustischer Perspektive eine glanzvolle Vorstellung gelingt, liegt vermutlich auch am neu entwickelten 6,5 Zoll messenden Epikore Mittelton-Treiber, der zudem, wie wir bei ersten Klangtests hören konnten, eine sehr facettenreiche, zugleich aber auch mit der nötigen Entschlossenheit ausgestattete Wiedergabe des Präsenztonbereiches ermöglicht.

Dali Epikore 11 5

Neu entwickelter Mitteltöner

Dali Epikore 11 3

Hybrid-Hochtonmodul

Die fein ausgeprägten sowie seidigen Höhen, sehr brillant, aber nie aggressiv, kommen natürlich auch nicht von ungefähr. Der "Advanced EVO-K Hybrid-Hochtöner" ist mit enormem Aufwand entwickelt und realsiert worden. Er umfasst, wie bei Dali oft üblich, einen Bändchenhochtöner für eine absolut impulstreue Wiedergabe von Details im höchsten Teil des Frequenzspektrums, zugleich aber auch eine große Kalotte für eine perfekte Anbindung an den Mitteltonbereich. Das hat ein sehr angenehmes, kultiviertes, in sich schlüssiges Klangbild zur Folge, gerade auch bei komplexen Musiktiteln.

Dali Epikore 11 2

Obere Tieftöner

Dali Epikore 11 5

Terminals 

Insgesamt erweist sich der Epikore 11 Schallwandler als ein weiteres Highlight der Dali-Produktpalette. Auch beweist der Lautsprecher, dass die 2022 vorgestellte Kore keine "Eintagsfliege" ist. 

Nun setzen wir unser Special fort mit weiteren Highlights aus dem Dali Produktprogramm. Und hier steigen wir mit einem Schallwandler ein, der noch viel mehr kann, als man spontan vermutet.

Anzeige


Weiter auf: Vorherige Seite Nächste Seite

Seiten: 1 2 3 4

Tags:

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD

Themen-Schlagwörter (nach Häufigkeit sortiert)

Lautsprecher Blu-ray Disc-Review Samsung Panasonic IFA TV Kopfhörer Ultra HD Ultra HD Blu-ray-Review Soundbar LG Sony AV-Receiver CES Teufel Fernseher OLED Denon Subwoofer nubert Verstärker Special Bluetooth-Lautsprecher Dolby Atmos Yamaha Smartphone Bluetooth Aktivlautsprecher Stereo Canton Dali Beyerdynamic JBL Marantz Philips aktiver Lautsprecher AVR Wireless-Lautsprecher KEF Info-Special

Privacy Manager
  ZURÜCK