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Blu-ray Disc-Verkäufe auf Rekord-Niveau

Die Blu-ray Disc-Verkäufe in Deutschland sind 2013 auf ein Rekord-Niveau von 122 Millionen Stück (+ 4 %) und einen Umsatz von 410 Millionen EUR (+ 20 %) gestiegen. Das ergeben die aktuellen Zahlen, die jetzt der Bundesverband Audiovisuelle Medien bekannt gegeben hat. Der Durschnittspreis einer Blu-ray Disc fiel 2013 um 6 % auf 14 EUR.

Der Gesamtmarkt wurde trotz einem Minus von 3 % weiterhin von der DVD mit einem Umsatz von 984 Millionen EUR dominiert. Der erfolgreichste Film im letzten Jahr war „Der Hobbit – eine unerwartete Reise“, gefolgt von „James Bond – Skyfall“.

Digitale Verkäufe sorgten 2013 für einen Umsatz von 154 Millionen EUR – das entspricht einem Plus von 25 %.

Pressemitteilung

Hamburg, 12. Februar 2014 ─ Nachdem die Home Entertainment Marktzahlen der ersten drei Quartale bereits Höchstwerte für das Jahr 2013 erwarten ließen, wurde mit einem Gesamtmarktumsatz in Höhe von 1,757 Mrd. Euro (nach 1,707 Mrd. Euro in 2012) folgerichtig das erwartete Rekordergebnis aus dem Verkauf und Verleih filmischer Inhalte eingefahren. Wie die aktuellen Daten der GfK Panel Services Deutschland, die im Auftrag der Deutschen Filmförderungsanstalt (FFA) erhoben werden, belegen, ergibt sich dieses Ergebnis maßgeblich aus dem Kaufmarktallzeithoch in Höhe von 1,445 Mrd. Euro (+3% nach 1,408 Mrd. Euro in 2012) und einem um +4% angestiegenen Leihmarktumsatz in Höhe von 312 Mio. Euro nach 300 Mio. Euro in 2012.

Der Rekordumsatz aus DVD-, Blu-ray- und digitalem Verkauf ist jedoch weniger auf die moderat anwachsenden Online-Verkaufsumsätze in Höhe von 52 Mio. Euro nach 46 Mio. Euro in 2013 (+13%) zurückzuführen als auf die weiterhin stark ansteigende Nachfrage nach physischen Produkten. Während die herkömmliche DVD mit einem Umsatz von 984 Mio. Euro nach 1019 Mio. Euro mit -3% leicht unter Vorjahresniveau notierte, konnte dieser Umsatzrückgang durch die veränderte Mediennutzung hin zum High Definition Standard „Blu-ray“ auf 410 Mio. Euro Umsatz (+20% nach 343 Mio. Euro in 2013) deutlich mehr als kompensiert werden. Die ansteigende Nachfrage nach physischen und digitalen Videokaufprodukten führte mit 122,2 Mio. Stück auch zu einer bisher unerreichten Anzahl verkaufter Einheiten (+4% nach 117,4 Mio. in 2013). Dabei hält die weiterhin anhaltende Beliebtheit physischer Produkte den Umsatzanteil der digitalen Verkäufe trotz steigender Online-Umsatzzahlen bei 4% des gesamten Verkaufsumsatzes. Der Durchschnittspreis einer DVD fiel um -2% von 11,39 Euro in 2012 auf 11,20 Euro und der einer Blu-ray im Schnitt von 14,86 Euro auf 14,00 Euro um -6%.

Insgesamt ist der Digital-Umsatz aus Verleih und Verkauf filmischer Inhalte von 123 Mio. Euro auf 154 Mio. Euro in 2014 um +25% angewachsen. Bei einem Gesamtmarktumsatz in Höhe von 1,757 Mrd. Euro liegt der Anteil digitaler Inhalte somit bei 9%.

Der stellvertretende BVV-Geschäftsführer Oliver Trettin kommentiert diese Ergebnisse mit den Worten: „Ähnlich wie im Musikmarkt, in dem die physischen Tonträger noch 80% des Gesamtmarktumsatzes ausmachen, sind die Silberscheiben auch für das heimische Filmvergnügen noch immer am beliebtesten.“ Der BVV-Vorstandsvorsitzende Dirk Lisowsky, Universal Pictures Germany, ergänzt: „Dieses Ergebnis ist umso erstaunlicher, da die Branche seit Jahren mit Flächenbereinigungen in fast allen stationären Distributionskanälen zu kämpfen hat.“ Mit einem Blick auf die Preisentwicklung fügt Lisowsky warnend hinzu: „Wir freuen uns zwar sehr über die weiterhin hohen Absatzzahlen, doch der ohnehin hohe Margendruck wird durch die sinkenden Durchschnittspreise bei DVD und Blu-ray noch weiter verstärkt.

Innerhalb des Verleihmarktes stellt sich die Situation bereits etwas anders dar. Hier liegt der Anteil digitaler Verleihumsätze nach einem weiteren Umsatzanstieg um +32% (nach 77 Mio. Euro in 2012) mit 102 Mio. Euro mittlerweile bei einem Drittel (33%) des gesamten Vermietergebnisses in Höhe von 312 Mio. Euro. Diese Online-Umsätze verteilen sich auf die digitalen Abo-Modelle (Subscriptional Video on Demand, SVoD) mit 34 Mio. Euro und einer Zuwachsrate von +55% und auf die digitalen Einzelabrufe (Transactional Video on Demand, TVoD) mit Zuwachsraten von +24% und insgesamt 68 Mio. Euro Umsatz.

Im vergangenen Jahr hat Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Prequel „Der Hobbit ─ Eine unerwartete Reise“ im physischen Kaufmarkt alle anderen Titel hinter sich gelassen. Am zweithäufigsten wurde das jüngste James Bond Abenteuer „Skyfall“ als Bildtonträger vor dem Abschluss der Vampir-Romanze „Breaking Dawn ─ Bis(s) zum Ende der Nacht, Teil 2“ auf dem dritten Rang verkauft.

Im physischen Verleihmarkt hat sich Quentin Tarantinos Western „Django Unchained“ auf Platz eins gesetzt. An zweiter Stelle folgt „Der Hobbit ─ Eine unerwartete Reise“ vor „Skyfall“ an dritter Position.

Die Digital-Charts werden dagegen vom Science Fiction Epos „Oblivion“ vor „Der Hobbit ─ Eine unerwartete Reise“ und „Skyfall“ auf dem dritten Rang angeführt.

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