TEST: XTZ 5.1-Lautsprechersystem 4 x Cinema M6, 2 x Cinema S5 plus aktiver Bass Cinema 1X12

XTZ Cinema Series Gruppenbild1

 Aus Schweden kommt der Lautsprechersteller XTZ (Hier im Shop zur Übersicht). Hier möchte sich besonders die seit kurzem erhältliche Cinema-Serie auf dem hart umkämpften deutschen Markt durchsetzen. Grund genug für uns, ein 5.1-Set einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. 

XTZ Cinema Series M6 Gruppenbild

M6 Cinema

XTZ Cinema Series S5 Dipole Gruppenbild

S5 Dipol

XTZ Cinema Series SUB 1X12 Front Seitlich2

Kraftvoller aktiver Subwoofer

 Wenden wir uns zunächst den Preisen zu: Der Cinema M6 Schallwandler kommt auf 750 EUR/Stück, so dass für die drei genau bezeichneten einzelnen Boxen (konstruktionsbedingt, mehr dazu weiter unten, muss man angeben, ob linker/rechter oder Center Lautsprecher) zusammen 2.250 EUR fällig werden. Dazu kommen zwei der S5 Dipole (links/rechts wieder getrennt) für jeweils 550 EUR, also 1.100 EUR zusammen. Fehlt der Bassist, der Cinema 1X12 liegt bei recht fair erscheinenden 800 EUR. So kommt man auf einen Gesamtpreis von 4.150 EUR.

XTZ Cinema Series M6 Center Anschluesse

Tadellose Anschlussterminals

XTZ Cinema Series S5 Dipole Tiefmitteltoener Seitlich

 Gerundete Kanten, hier bei den Dipolen, und makelloses Finish

Die Verarbeitung ist sehr solide, optisch wirken die Komponenten beinahe wie aus dem Pro-Sektor und nicht wie für den Privatgebrauch. Magnetisch haftende Frontgitter sind ein hochwertiges Merkmal, ebenso das sehr hochwertige Oberflächenfinish und die gerundeten Kanten. Auch, wenn sich manche Lady von den doch recht martialisch gestalteten Schallwandlern überzeugen lassen dürfte – objektiv kann man die Verarbeitung nur loben. Es ist alles präzise eingepasst, geringe Spaltmaße zeugen von gekonnter Fertigung. Wir werden alle technischen Features nun genau erklären und steigen gleichzeitig direkt in die Hörtestreihen ein. 

Wir haben uns „G.I. Joe „Geheimauftrag Cobra“(englische Tonspur, DTS-HD Master Audio) von Anfang an angehört, und schon der Vorgeschichte im Mittelalter kommt akustisch imposant heraus. Gerade, als McCallum die Maske aufgesetzt bekommt, und dann der Music Score sich weiter steigert, merkt man, dass eine sehr dynamische, lebendige und Kino-gemäße Wiedergabe Kennzeichen der XTZ Cinema-Lautsprecher ist. Und auch wenn nicht mehr viele Hersteller Dipole anbieten, so zeigt unser XTZ-Setup, dass es durchaus gute Gründe gibt, noch auf Dipole zu setzen: Eine atmosphärisch dichte, vielschichtige Surround-Klangkulisse. Man sollte Dipole nur nie so wie normale Surroundlautsprecher einpegeln, sondern immer etwas lauter, denn sonst wirken die Effekte im Vergleich zur Frontkulisse zu leise.

Kurze Zeit später, als der KOnvoi aus Armeefahrzeugen unterwegs ist, aus der Luft bewacht von Helikoptern, kommen die Fluggeräusche ebenso gekonnt heraus wie die Fahrgeräusche der Geländefahrzeuge. Als dann plötzlich der Angriff, wie aus dem Nichts, der Cobra-Gangster erfolgt, kommt sofort Leben ins Geschehen. Explosionen, Schüsse, aufgeregte Stimmen, herumfliegende Wrackteile: Es gibt viel zu tun fürs XTZ-System. Und nicht nur, dass der aktive Subwoofer mit enormer Kraft zu begeistern weiß: Auch der Übergang schneller Effekte von vorne nach hinten ist herausragend. Für Heimkino eine echte Offenbarung – die XTZ-Lautsprecher schaffen eine tolle Atmosphäre und sind überdies enorm pegelfest.

Die Zusammenarbeit mit unserem Onkyo TX-NR3030 funktioniert auf jeden Fall exzellent. Wir haben die Frontlautsprecher auf 80 Hz Trennfrequenz und die Dipole auf 90 Hz eingestellt, in unserem Falle nahezu ideal. Was noch auffällt: Während des Gefechtes gibt es kein klangliches „Loch“ zwischen Front-/Center-Lautsprecher und aktivem Subwoofer.

XTZ Cinema Series SUB 1X12 Front Seitlich1

Mit 500 Watt RMS-Leistung geht der aktive Subwoofer in die Vollen

XTZ Cinema Series SUB 1X12 Bassreflexoeffnung

Bassreflex-Schlitz

Der Bassist langt in jeder Situation mit Wucht und Präzision hin und ist pegelmäßig nicht in die Knie zu zwingen. Der hochwertige Claridy Class D-Verstärker stemmt 900 Watt Peak-Leistung und satte 500 Watt RMS-Leistung – das nehmen wir ihm sofort ab. Durch eine optimierte Clipping-Charakteristik kann man ohne Bedenken Leistung abrufen. Das 12 Zoll-Chassis reagiert enorm impulstreu, z.B. bei Raketeneinschlägen oder MP-Schüssen sowie kurzen Bass-Effekten. Ein  speziell optimiertes Magnetfeld-Design, eine Ultra-Hochtemperatur-Schwingspule, eine besonders hochwertige Gummisicke mit maximaler Linearität über den gesamten Auslekungsbereich und eine Zentrierspinne aus einer Mischung aus zwei besonders günstig zu kombinierenden Materialien sind hier die Merkmale.

Leichtes, aber verwindungssteifes Membranmaterial (Langfaser-Zellstoffmischgewebe) ist mit für die hohe akustische Performance verantwortlich. Der Basslautsprecher bringt hinten (Metall-Kippschalter) einen speziellen Room Gain-EQ mit, der den Subwoofer entzerrt und etwas Tiefgang nimmt, damit es nicht zu raumakustischen Problemen kommt. Von 30 Hz bis 160 Hz geht dann der Frequenzgang, während in der Einstellung „Anechoic“ der Frequenzgang von 19 Hz bis 160 Hz reicht. 

XTZ Cinema Series SUB 1X12 Anschluesse

EQ-Funktion 

XTZ Cinema Series SUB 1X12 Innenleben Gesamt

 Elektronik des aktiven Subwoofers

Das schlitzförmige Bassreflex-Rohr sorgt dafür, dass praktisch keine Strömungsgeräusche auftreten. Hinzu  kommt eine höhere Stabilität des Gehäuses und eine maximierte Ankopplung an den Boden. Stabilität – ohnehin ein Merkmal des aktiven Subwoofers. Das an den Außenwänden 18 mm dicke MDF-Gehäuse mit 40 mm starken Versteifungen und die 30 mm Frontwand garantieren hohe Stabilität unter allen Betriebsbedingungen.

Das merkt man bei G.I. Joe – als die G.I. Joe Hauptzentrale mit den Trainingseinheiten gezeigt wird, gibt der aktive Bass gnadenlos Vollgas und lässt an seinen Ambitionen, richtig Gas zu geben, keine Zweifel aufkommen. Der 28 kg-Bsssbolide ist nicht eben klein – 450 mm hoch, 510 mm breit und 475 mm tief – aber sehr ambitioniert. Anschlussseitig sind sogar XLR-Terminals vorhanden. Phase, Tiefpass und Lautstärke sind natürlich stufenlos regelbar. 

XTZ Cinema Series M6 Front Seitlich

M6 mit vier Hochtönern

XTZ Cinema Series M6 Center Tiefmitteltoener

Tief-/Mitteltöner

XTZ Cinema Series M6 Center Hochtoener

 Quattro-Hochtöner im Detail

Dass es vorn geschlossen und nachhaltig zur Sache geht, ist natürlich ebenso Verdienst des M6 Lautsprechers, der sehr aufwändig konstruiert ist und bei uns für Front Links/Rechts sowie Center zum Einsatz kommt. Man muss aufpassen – linker und rechter Lautsprecher sind anders aufgebaut, daher muss man darauf achten, dass man linke und rechte Box richtig aufstellt. Besonderheit ist die Quattro-Hochtöner-Anordnung, die man sonst in dieser Liga nicht findet. An der Quattro-Hochtöner-Anordnung liegt es auch, dass man auf die Positionierung linker/rechter Lautsprecher aufpassen muss. Sie ist außermittig untergebracht, was störende Kantendispersionen unterbindet und so die Gesamtakustik harmonisiert.

Die Schallwand des M6 ist jeweils um 7,5 Grad in Richtung der Mitte des Raums angewinkelt. Gerade bei Wandaufhängung profitieren die Zuhörer durch die perfekte Ausrichtung auf die Hörplätze. Die vier Hochtöner sind im Übrigen eine Eigenentwicklung, mit Frontplatte aus 9 mm starkem Alu. Stabilität auf hohem Niveau und sehr gute Kühlung sind hier die Vorzüge. Dass auch die M6 hoch belastbar sind, zeigen sie uns beim G.I. Joe-Film deutlich, denn alle Effekte im oberen Bassbereich, im Mitteltonbereich und im Hochtonbereich werden impulstreu und souverän, mit klarer Klangcharakteristik, wiedergegeben. Die exakte Ausrichtung durch die Anwinklung der Schallwand merkt man sofort,  man ist im Zentrum des gesamten Geschehens und fühlt sich stärker umgeben von Sound.

XTZ Cinema Series M6 Rueckseite Seitlich

M6: Rückseite

Die vier Kalottenhochtöner gewährleisten ein sehr gutes Abstrahlverhalten und gleichzeitig ein bestimmtes Maß an Bündelung, diese verkleinert negative Einflüsse des Raumes. Von 1,2 kHz bis 3 kHz arbeiten drei der Hochtöner, in diesem sensiblen Bereich wird somit ein homogenes, in sich geschlossenes Klangfeld geboten. Das merkt man sehr gut bei Effekten im  Hochtonbereich, die dadurch sehr breitflächig, aber gleichzeitig präzise wirken. So bei der Rückblende im Film mit dem Tanz und der lebhaften Musik deutlich zu merken. Die beiden Tiefmitteltöner umrahmen die vier Hochtöner, demnach also eine D’Appolito-Anordnung. 5,25 Zoll messen diese Chassis und die Membran ist aus Langfaser-Zellstoffmischung.

Das sehr homogene horizontale Schallfeld ist gleich zu spüren, während das vertikale Schallfeld, das stärker von Decken- bzw. Bodenreflexionen beeinflusst wird, deutlich stärker gebündelt sind. Vorzug der M6 – selbst im akustisch nicht optimierten Raum sind sie ohne größere klangliche Defizite einzusetzen. Als die G.I JOE-Neulinge ausgestattet werden und ihre Ausrüstung erklärt bekommen, beweist das XTZ-Set wiederum das Gespür für Impulstreue und akustische Klarheit. Der Music Score kommt ordentlich heraus.

Direkt im Anschluss finden die Übungseinheiten statt, natürlich verbunden mit massiven Effekten – hier schafft das XTZ-Set richtiges Kino-Feeling. Die M6, ein 2,5 Wege Hybridsystem, beweist hier Klasse. Mit einem Frequenzgang von 75 Hz bis 30 kHz, einem guten Wirkungsgrad von 89 dB (1 Watt, 1 Meter) und einer Impedanz von 4 Ohm warten die 9 kg wiegenden  Boxen auf. 440 mm hoch, 230 mm breit und 220 mm tief, sind sie für empfohlene RMS-Verstärkerleistungen von 50 bis 200 Watt ausgelegt. 

XTZ Cinema Series S5 Dipole Tiefmitteltoener

Tief-/Mitteltöner der M5 Dipole

XTZ Cinema Series S5 Dipole Rueckseite Seitlich

Rückseite

XTZ Cinema Series S5 Dipole Front Seitlich3

Doppelte Hochtöner

XTZ Cinema Series S5 Dipole Wandhalter

 Genaue Anweisungen für den jeweiligen Einsatzzweck

Dass es im Surroundbereich so lebhaft zugeht, ist, wie schon erwähnt, Verdienst der beiden M5 Dipole, die pro Stück 7,5 kg wiegen.  Auch hier sind linker und rechter Lautsprecher klar definiert, sie sind überdies kompakt und finden daher leicht ihren Platz. Die duale Hochtöner-Anordnung ermöglicht hohe Pegel bei lediglich geringen Verzerrungen.

Darum darf der angeschlossene Verstärker auch zwischen 50 und 150 Watt RMS-Leistung mitbringen. Nur 282 mm hoch, 203 mm breit und 225 mm tief sind sie, und natürlich schon vorbereitet für die Wandmontage. Frequenzen von 80 Hz bis 30 kHz können sie wiedergeben. Sie arbeiten, ideal für die Wandmontage, nicht mit Bassreflextechnik, sondern mit geschlossenem Gehäuse. Der Wirkungsgrad der 4 Ohm-Lautsprecher liegt bei 87 dB. Verbaut sind zwei 1 Zoll Hochtöner, ein 4 Zoll Tief-/Mitteltöner und zwei seitlich angebrachte zusätzliche Breitbänder, eine nicht alltägliche Konstruktion.

Diese wurde gewählt, um auch den Bereich unterhalb von 1 kHz noch räumlich wiederzugeben. – darum die Breitbänder und nicht wie sonst oft lediglich um 180 Grad in der Phase versetzte Hochtöner. XTZ nennt dies „Dipol 3X Funktion“. Die duale Hochtöner-Anordnung mit 9 mm Alufrontplatte in Kombination mit dem um 7,5 Grad angewinkelten Gehäuse ermöglicht höchste Einbindung des Zuhörers ins akustische Gesamtgeschehen durch optimales Abstrahlverhalten. High Tech im Detail – mit spezieller japanischer Seide ummantelter beschichteter Polymer kommt als Membranmaterial zum Einsatz. 

Bei dem Gefecht mit dem Ninja und der Gangsterbraut, als jede Menge Material zu Bruch geht, schaffen die Dipole im 7. Kapitel wieder viel atmosphärische Dichte und sorgen so für Kino-Gefühle bei den Zuhörern. Auch Details wie der Hall der Stimmen in der großen Halle werden korrekt erfasst. Details wie das Ziehen am Anzug der Handfeuerwaffe kommen authentisch heraus. Die Dipole leisten ihren Teil bei dieser hervorragenden Vorstellung, nehmen nahtlos Effekte entgegen und verteilen sie dank der hochwertigen eingebauten Frequenzweiche stets passend auf die Chassis. Speziell selektierte Luftspulen sowie Spulen mit Eisenkern und hochwertigen Kondensatoren beweisen den Aufwand. Man kann die Dipole übrigens auch als Front- oder Centerlautsprecher  verwenden. 

Im nächsten Beispiel, dem 15. Kapitel „Der Krieg“ der Avengers-BD 8DTS-HD Master Audio), fliegen erneut „die Fetzen“. Aus dem schwarzen Loch kriecht eine gigantische gepanzerte Echse, die eine riesige Schneise der Zerstörung hinter sich lässt. Zusammenbrechende Fronten von Skyscrapern, herumfliegende Trümmerteile und daraus resultierend massive Flut von Effekten – das ist die Welt der XTZ Cinema-Lautsprecher: Druck aus dem Bassbereich, fließende Effektübergänge von vorn nach hinten beziehungsweise umgekehrt fallen positiv auf. Die Stimmen präsentieren sich ausgezeichnet eingebunden und stehen weder zu stark im Vordergrund, noch rücken sie zu weit in den akustischen  Hintergrund.

Schusswechsel, durch die Luft schießende Gleiter der Aliens, Schreie verzweifelter Menschen, Iron Man im Einsatz in der Luft: Die XTZ-Lautsprecher behalten immer den Überblick und sichern eine Atmosphäre, die sehr stark an hochwertige Kinosäle erinnert. Vor allem die Souveränität selbst bei hohem Pegel ist beeindruckend – für die Preisklasse eine elitäre Leistung. Mit geschlossener Gesamtwiedergabe unter allen Bedingungen, einer sehr gekonnten Einarbeitung auch kleiner Effekte und einer extrem guten Darstellung von Effekten mit starker Breitenwirkung (z.B. herumfliegende Trümmerteile) setzt sich unser Set sehr gut in Szene. 

Kann man sich mit dem XTZ-Set auch Musik anhören? Zunächst starten wir wegen dem fast passenden Songtitel mit „Is ET On XTC“ im LA-Mix durch. Dieser Techno-Titel der 90er Jahre ist ein „gefundendes Fressen“ für das XTZ-Set – lebhafte Effekte, Breitenwirkung beim Aufpolieren mittels DTS Neo:X Music und hohe Pegelfestigkeit verdichten sich hier zu einem enormen Hörspaß. Weiter geht es, diesmal mit  dem 2015er Snap-Rework des Klassikers „Rhythm Is A Dancer“ im Mix von CJ Stone. Hier geht es vehement weiter, erneut polieren wir auf mittels DTS Neo:X Music.

Der Bass hat Fundament und Kraft, der Track wird im Hochtonbereich recht prägnant, mit einer Spur Aggressivität wiedergeben, das dürfte dem ein oder anderen etwas zu viel sein. Der aktive Subwoofer stellt klar, dass er ein Ass auf seinem Gebiet ist: Was er locker an Pegel schafft und wie satt der Bass ist, verdient ohne Einschränkung Lob. Er ist die Komponente im System, die am höchsten belastbar ist – ihn zwingt man kaum in die Knie, davor bricht der ebenfalls hoch belastbare Rest ein. Interessanterweise, wie Experimente im Mehrkanal-Stereomodus zeigen, sind die kompakten Dipole kaum weniger pegelfest als die M6.

Weiter geht es mehrkanalig – mit Tiestos „Adagio For Strings“ und mit „He’s A Pirat“ von Klaus Badelt, beide auf der Tiesto-BD „Elements Of Life – Copenhagen“ BD (DTS-HD Master Audio) wollen wir hören, wie sich das XTC-Set im Mehrkanal-Betrieb bei nativem Material schlägt. Bei „Adagio For Strings“ sind wir etwas enttäuscht, so richtig möchte hier der Funke nicht überspringen. Der Bass zeigt kaum Aktivität, wir pegeln den Subwoofer etwas höher ein, aber auch dann ist das Ergebnis nicht überwältigend. Wir lernen – dieser Track und das XTZ-System ist keine perfekte Kombination. Auch die gesamte Atosphäre wirkt etwas fade, wir sind erstaunt nach der Performance, die zuvor vorgelegt wurde.

Deutlich mehr tut sich beim nächsten Track: „He’s A Pirate“, Trance-Mix eines „Fluch der Karibik Titels, ist deutlich kräftiger ausgeprägt im Bassbereich. Hier geht es plötzlich richtig ab, und der Bass ist kraftvoll und präzise im Start. Auch die Effektdarstellung kann man hier als dynamisch und umfassend bezeichnen. Schnelle Effektwechsel arbeiten die XTZ-Lautsprecher hervorragend heraus, und plötzlich ist das da, was beim „Adagio For Strings“ fehlte: Atmosphäre.  Also ein einmaliger Ausrutscher, hier passte einfach der Titel anscheinend nicht zum Setup, bei der Piraten-Hymne agiert das Set wieder so, wie wir es zuvor kennengelernt haben. 

Als nächstes wird es sentimental – bei der Celine Dion-Version von „The Power Of Love“ (BD „A New Day“, Dolby TrueHD) besticht der aktive Subwoofer durch sehr gelungenen Basseinsatz. Die Stimmwiedergabe überzeugt, da sie facettenreich ist und sich die Stimme Celines überdies gut vom Center löst. Räumlichkeit und Auflösung der vokalen Elemente sind tadellos. Die Einbindung der Dipole für das Schaffen einer dichten Atmosphäre gelingt auch hier, bei Musik, sehr gut. „Because You Loved Me“ besticht ebenfalls durch Klarheit, gute Detailarbeit und den homogenen Basseinsatz des aktiven Subwoofers, der sich stimmig in die Front-Klangkulisse integriert. Wiederum löst sich Celines Stimme sehr gut vom Lautsprecher, der Bühnencharakter der Darbietung kommt richtig gut heraus. Das Gefühl, inmitten des Geschehens platziert zu sein, bietet sich für den Zuhörer auch bei diesen Klangbeispielen. Nahtlos und umfassen, obwohl es „nur“ ein 5.1 Setup ist – wirklich überzeugend. 

Fazit

XTZ Cinema Series Gruppenbild1

Starke Leistung aus Schweden – das XTZ Cinema 5.1-Set kann im Testbetrieb gerade durch Stärke im Heimkinobetrieb sehr positiv auffallen. Geschlossene Klangkulisse, lebhafter Effektaufbau, hohe Pegelfestigkeit und enorm starke Bassleistung durch den erstklassigen aktiven Subwoofer sorgen für Begeisterung. Im Musikbetrieb sind die Leistungen sehr respektabel, lassen hier aber noch etwas Luft nach oben: Die Gesamtharmonie könnte noch höher liegen. Die routinierte, hochwertige Verarbeitung und die aufwändige Technik sind sehr zu loben. Für das Gebotene ist der Preis ohne Zweifel fair.

Filmton-Könner aus Schweden, die durch ihre aufwändige Technik bestechen
ueberragend
Mehrkanal-Sets Obere Mittelklasse
Test 16. März 2015

+ Geschlossenes, atmosphärisch dichtes Klangbild dank Dipole
+ Sehr pegelfest
+ Extrem leistungsstarker aktiver Subwoofer ohne Schwächen
+ Einheitliche, sauber gestaffelte Front-Klangkulisse
+ Subwoofer mit zwei EQ-Modi für passende Anpassung an den Raum
+ Sehr gute Loslösung aller Klangelemente von den Lautsprechern
+ Fairer Preis

– Bei Musik könnte die Gesamtharmonie noch höher liegen
– Optik nicht für jeden Geschmack 

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 16. März 2015




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