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PREVIEW: Onkyo AV-Prozessor PR-RZ5100 und 9-Kanal-Endstufe PA-MC5501

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Der 11-Kanal AV-Netzwerk-Receiver TX-RZ3100 hat in unserem Test kürzlich neue Maßstäbe setzen können. Doch Onkyo legt „noch eins drauf“, denn die 3.499 EUR kostende 11.2 AV-Vorstufe PR-RZ5100 ist das „Nonplusultra“ im Onkyo-Sortiment. Für Marktpreise um die 2.100 EUR kann man die schon ältere Neunkanal-Endstufe PA-MC5501 dazu addieren, um dann eine enorm leistungsfähige Vor-/Endstufenkombination für gehobene Ansprüche betreiben zu können. 

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Hat bei uns im Test schon „vorgelegt“: TX-RZ3100 als 11-Kanal-AV-Receiver von Onkyo

Decoder für dts:X sowie Dolby Atmos gehören bei der PR-RZ5100 ebenso wie ein THX Ultra 2-Zertifikat zur Ausstattung. Da bei den aktuellen objektbasierten Immersive Sound-Tonformaten der AV-Receiver in Echtzeit die Verteilung der Audio-Objekte auf die einzelnen Lautsprecher des jeweiligen Setups vornehmen, sind große AV-Controller und AV-Receiver mit entsprechend leistungsstarken CPU-Einheiten hier klar im Vorteil. Selbstverständlich sind auch die Upmixer dts Neural:X und Dolby Surround an Bord, um bei konventionellen Tonspuren die Height-Lautsprecher mit einzubeziehen. 

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Imposanter Auftritt: PR-RZ5100

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Charakteristische Merkmale der Onkyo RZ-Modelle: Design des Lautstärkedrehreglers und die Standfüße

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Hochwertiges Finish

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Traditionelles Onkyo-Display mit grünen Lettern. Bedienelemente unter einer soliden Klappe. Ein HDMI-Eingang ist vorn

Die hochwertige Verarbeitung der Vorstufe ist sehr zu loben. Ein Boliden-artiges, sehr spezielles, uns persönlich enorm gut gefallendes Design mit eigenständiger Formensprache ist Erkennungsmerkmal der PR-RZ5100.  Der recht große Lautstärkeregler allein schon bringt einen hohen Wiedererkennungswert ins Spiel, die kleinen darüber angeordneten Tasten und die speziellen eingefrästen Ringe in den recht schmalen, aber hohen Gerätestandfüßen sorgen für einen höchst individuellen Gesamtauftritt. Die Frontblende ist sehr gut eingepasst, und auch die Rückseite mit dem Anschluss-Panel weiß bezüglich ihrer Hochwertigkeit durchaus Begeisterung zu wecken.

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Rückseite

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Fernbedienung

Die mitgelieferte Fernbedienung ist bezüglich Qualitätsanmutung und Layout schon seit einigen Generationen von Onkyo AV-Receivern und AV-Vorstufen bekannt und wurde lediglich im Detail angepasst. 

Sorgfalt lässt Onkyo auch bei der Wahl einzelner Baugruppen durchscheinen. Natürlich finden sich daher im Inneren der PR-RZ5100 selektierte Hochleistungs-DACs mit, sie stammen aber, anders als in den drei neuen SC-LX-Modellen von Pioneer, nicht von ESS, sondern von AKM. Man merkt, dass in den Punkten Timing, Präzision sowie Dynamik wirklich Großes von der PR-RZ5100 Vorstufe geleistet wird, daran haben die D/A-Konverter sicherlich auch ihren Anteil. Hier Einzelheiten zur DAC-Bestückung:

  • Separater Stereo-DA-Wandler AK4490 mit 384 kHz/32 Bit (Front links/
    rechts)
  • 2 Mehrkanal-DA-Wandler AK4458 mit 768 kHz/32 Bit (SurroundKanäle)
  •  2 diskrete Stereo-DA-Wandler AK4388 mit 192 kHz/24 Bit für
    Zone 2 und Zone 3
  • Mehrere digitale 32-Bit-Signalprozessor

Als Einmess-/Room EQ-System kommt Onkyos eigenes „AccuEQ“ zum Einsatz. Dieses präsentiert sich in deutlich besserer Form als ältere uns bekannte AccuEQ Varianten. 

Opulent ist die sonstige Ausstattung. Zusätzlich zu Vorverstärkerausgängen für Zone 2 und Zone 3 weist die PR-RZ5100 für den Anschluss einer entsprechenden Mehrkanal-Endstufe 11.2-Kanal RCA-Vorverstärkerausgänge auf, alternativ sind symmetrische XLR-Anschlüsse, bekannt aus der Profitechnik, vorhanden. 

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FireConnect

Multimedial gibt es nur einen Makel. Mit FireConnect  ist zwar ein markenübergreifender Multi-Room-Standard  prinzipiell integriert, der noch eine Vielzahl an weiteren Einsatz- und Kombinationsmöglichkeiten eröffnet – aber leider lässt das notwendige Update der Firmware immer noch auf sich warten.  Pioneer und Onkyo setzen auf FireConnect und möchten damit offensichtlich Yamaha angehen. Deren auf der IFA 2015 erstmals offiziell vorgestellte MusicCast-Technologie ist mittlerweile in beinahe allen netzwerkfähigen Yamaha-Produkten, vom AV-Receiver oder digitale Soundprojektoren und Stereoreceiver bis hin zu kompakten HiFi-Anlagen enthalten. Nur läuft Onkyo und Pioneer die Zeit davon, weil FireConnect immer noch nicht arbeitet derzeit. 

Andere stark nachgefragte und zahlreiche Multimedia-Features sind jetzt schon vorhanden: Integriertes AirPlay®, Dualband-WLAN, Bluetooth®, Spotify®, TIDAL, Deezer, Google Cast™ (per Firmware-Update) und TuneIn stehen in der Feature-Liste, wobei die einfach zu bedienende Onkyo Remote App, die vor einiger Zeit „frisch renoviert“ wurde, auch noch erwähnt werden sollte. 

Hier die Übersicht über die Audioformate, die verarbeitet werden können:

  • Dolby Atmos und dts:X inklusive Dolby Surround und dts Neural:X als Aufpolierer
  • Dolby True HD und dts-HD
  • Dolby Digital und dts 5.1
  • THX Ultra 2-Zertifikat und THX Audio-Programme
  • DSD (Direct Stream Digital) bis zu 11,2 MHz
  • 192/24 PCM,
  • Dolby® TrueHD auch per USB-Audio und Netzwerk-Streaming
  • FLAC, WAV, ALAC
  • AAC, MP3, WMA

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XLR- und Cinch-Beschaltung, 2 HDMI-Ausgänge

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Sieben HDMI-Eingänge hinten und einer vorn

Die Technologien zur Bildverarbeitung sind beim PR-RZ5100 auf aktuellem Stand. Dedizierte HDMI-Ausgänge unterstützen HDR-Signale (High Dynamic Range) nach BT.2020-Norm sowie 4:4:4 Farbabtastung. Die Kompatibilität mit HDCP 2.2 garantiert die Wiedergabe von UltraHD Blu-rays, 4k Video Streaming sowie PC-basiertes Gaming in 4k/60 Hz. Ein Videoausgang für Zone 2 ermöglicht die Übermittlung von 4k-Inhalten auf einen zweiten TV. Das bordinterne Video-Processing ermöglicht nur das Upscaling digitaler Videosignale von Full HD auf 4K, mehr nicht. Auch einen umfangreichen Video-EQ gibt es nicht mehr. 13,6 kg wiegt die Vorstufe, sie ist 435 mm breit, 201 mm hoch und 447,5 mm tief. 

Die Anschlüsse der PR-RZ5100 AV-Vorstufe in der Übersicht:

  • 8 HDMI-Eingänge (1 Front/7 Rückseite), Main-Ausgang und Zone-2-Ausgang
  • Umschalter für Component-Videoquellen (2 Eingänge und 1 Ausgang)
    und 2 Composite-Video-Eingänge
  • 5 digitale Audioeingänge (3 optisch, 2 koaxial) 
  • 7 analoge Audioeingänge
  • Phono-Eingang (MM) zum Anschluss von Plattenspielern
  • Dateiwiedergabe über USB-Massenspeichergeräte (Eingang Rückseite)
  • 11.2-Mehrkanal- und XLR-Vorverstärkerausgänge
  • Zone-2- und Zone-3-Vorverstärker-/Line-Ausgänge
  • Doppelte Subwoofer-Vorverstärkerausgänge
  • 12-V-Triggerausgang (zuweisbar) mit IR-Eingang, unterstützt IP und RS232
  • 6,3-mm-Kopfhörereingang

Weitere Merkmale der PR-RZ5100 AV-Vorstufe:

  • Klangregler (Bass/Höhen) ±10 dB für alle Kanäle
  • Unabhängige Einstellung der Subwoofer-Trennfrequenz für jeden Kanal
  • (40/50/60/70/80/90/100/120/150/180/200 Hz)
  • AV-Synchronisation (bis zu 500 ms in Stufen zu 5 ms bei 48 kHz)
  • Neue grafische Overlay-Bildschirmanzeige (OSD) via HDMI mit
    Schnellkonfigurationsfunktion
  • Hybride Bereitschaftsfunktion mit HDMI-Durchleitung
  • 40 UKW/MW- und 40 Internetradio-Senderspeicher
  • Systemsteuerung über RIHD (Remote Interactive over HDMI)

Natürlich haben wir auch schon Screenshots vom hochauflösenden OSD gemacht. Der PR-RZ5100 AV-Prozessor bringt, wie wir es von den 2016er Onkyo kennen, einen Einrichtungsassistenten mit. 

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Einstellungen – übersichtliches Menü

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Praktisch: Es steht gleich dabei, welcher HDMI-Input auch HDCP 2.2 mitbringt

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Sub-Menü TV-Ausgang/OSD

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Lautsprecher-Parameter

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Wir wählen ein 5.14 Setup

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Übernahme-Frequenzen

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Optionen für die Top Firing Module

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Equalizer-Einstellungen

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Extra EQ gegen stehende Wellen

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Klangeinstellungen

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Auch eine intelligente Lautstärkeanpassung ist vorhanden

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Einstellungen – Hardware

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HDMI-Funktionen

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Natürlich beherrscht der PR-RZ5100 auch alle gängigen HiRes-Audioformate

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TuneIn Internet Radio

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Übersicht: Multimedia-Features. Mit Pandora können wir hierzulande nichts anfangen

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HiRes Flac 192 kHz/24-Bit-Wiedergabe

Dank des übersichtlichen Menüs und der recht praktischen Fernbedienung lässt sich der PR-RZ5100 AV-Prozessor gut kontrollieren, die Ersteinrichtung überfordert auch weniger versierte Anwender nicht. 

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PA-MC5501 Neunkanal-Endstufe

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Von der Seite aus gesehen

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Rückseite

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Anschlüsse aus der Nähe betrachtet

Die PA-MC5501 Neunkanal-Endstufe gibt es schon länger im Portfolio. Sie ist ebenfalls THX Ultra 2-zertifiziert und verfügt über WRAT (Wide Range Amplifier Technology) , ein traditionelles Onkyo-Merkmal. Die vollständig analoge Schaltung ohne digitales Rauschen passt hier perfekt, denn die PR-SC5530 setzt noch auf klassische analoge Endstufen und nicht, wie die neuen 2016er TX-RZ1100/3100 AV-Receiver auf digitale Endstufeneinheiten. 22,2 kg wiegt die PR-SC5530, sie ist 435 mm breit, 198,5 mm hoch und 446,5 mm tief.

Hier die Leistungsdaten:

  • Ausgangsleistung
    Front L/R 220 W/Ch
    (6 Ω, 1 kHz, 1%, 1 Kanal ausgesteuert, IEC)
    Center 220 W
    (6 Ω, 1 kHz, 1%, 1 Kanal ausgesteuert, IEC)
    Surround L/R 220 W/Ch
    (6 Ω, 1 kHz, 1%, 1 Kanal ausgesteuert, IEC)
    Front High oder Surround Back L/R 220 W/Ch
    (6 Ω, 1 kHz, 1%, 1 Kanal ausgesteuert, IEC)
    Surround High L/R
    220 W/Ch
    (6 Ω, 1 kHz, 1%, 1 Kanal ausgesteuert, IEC)
  • Dynamische Leistung 400 W (3 Ω, Front)
    300 W (4 Ω, Front)
    180 W (8 Ω, Front)

Insgesamt macht das „Onkyo-Gespann“ einen hervorragenden Eindruck. Mit umfangreicher Ausstattung, hochwertiger Verarbeitung und einem dafür fair erscheinenden Kaufpreis werden Akzente gesetzt. 

Klang
BD Tiesto, Elements Of Live, dts-HD Master Audio, auf 5.1.4 aufpoliert mit dts Neural:X:

Schon beim TX-RZ3100 waren wir begeistert von dessen dynamischen Fähigkeiten. Nicht viel anders sieht es bei der PR-RZ5100 AV-Vorstufe aus, wenn wir sie zusammen mit der Onkyo 9-Kanal-Endstufe PA-MC5501 betreiben. Dabei finden sich technisch durchaus Differenzen, setzt die schon ältere Endstufe auf analoge Verstärkung und nicht wie TX-RZ1100 und TX-RZ3100 auf digitale Verstärkereinheiten. Die THX Ultra 2 zertifizierte Endstufe geht eine nahezu perfekte Verbindung mit dem 2016er AV-Prozessor ein, denn die ohnehin schon verbindlichere Auslegung der Onkyo Vorverstärker-Sektionen (dies haben wir auch beim TX-RZ3100 herausgehört) kommt in Verbindung mit der neutral-angenehm spielenden Endstufe hervorragend zur Geltung. Bei Verwendung von dts Neural:X wird eine räumlich praktisch lückenlose, umfassende akustische Abbildung garantiert, die höchsten Ansprüchen genügt.

Unser Nubert nuLine Mehrkanal-Set mit vier Top Firing-Modulen wurde bei den Testläufen vom erstklassigen Sunfire SDS12 Aktiv-Bass ergänzt, der nicht einmal besonders teuer ist, aber schon hohe Ansprüche erfüllt. Er zeigt uns: Auch ein kompakter aktiver Sub kann Kraft und Tiefgang der Extraklasse entfalten, wir wissen dies schon von anderen Sunfire Bass-Kraftwerken. So haben wir ein über alle Maßen homogenes, klar und detailreich aufspielendes System, das für pure Freude bei „Back In Your Head“ sorgt. Nahtlos und absolut stimmig werden die vier Top Firing-Module auch bei „In The Dark“ ins Gesamt-Klanggeschehen eingebunden. Sehr gut lösen sich vokale Komponenten von den Lautsprechern, und die sehr schlüssige, sehr harmonische, gleichzeitig ungemein dynamische Auslegung bleibt auch bei extrem hohem Pegel völlig erhalten.

Der Trance-Klassiker „Adagio For Strings“ bringt dies auch sehr gut zur Geltung. Schon der Aufbau zu Beginn entfaltet eine grandiose, tiefe, echte Raumwirkung. Kleine dynamische Differenzen präsentieren sich herausragend gestaffelt, und werden in ein Klangbild von ungemein hoch liegender atmosphärischer Dichte eingebunden. Die Übergänge vom Mittelton- in den Bassbereich sind auf höchstem Level, die Ansteuerung des aktiven Subwoofers erfolgt mit extrem hoch liegender Präzision. „He’s A Pirate“ ist der letzte dts-HD Master Audio-Track der Tiesto-BD, den wir auf dts Neural:X hoch polieren, und mit sattem, hartem Kickbasseinsatz und räumlich weiter Wiedergabe der elektronischen Effekte wird auch hier ein Level offeriert, der uns auch als erfahrene Tester verblüfft.

Denn eines ist klar: Man kann noch sehr viel mehr Geld investieren als die 3.499 EUR (UVP, 2.999 EUR Marktpreis) für die PR-RZ5100 und die rund 2.100 EUR (Marktpreis) für die Neunkanal-Endstufe PA-MC5501. Aber ob man sein Geld auch noch besser investieren kann? Sicher, das möchten wir nicht verschweigen, es geht immer noch mehr. Mehr Details, mehr Kontur, mehr Strahlkraft, mehr räumliches Differenzierungsvermögen. Die Frage drängt sich nur auf: Zu welchem finanziellen Mehraufwand? Und das ist der Knackpunkt, denn für die derzeit aufgerufenen Kaufpreise bietet die Onkyo-Kombi schlichtweg fast alles.

Celine Dion, A New Day, Dolby True HD + Dolby Surround (Atmos-Upmix) auf 5.1.4

Bei der Celine Dion Adaption von “The Power Of Love” glänzt unser Onkyo-Team ein weiteres Mal. Wie gut sich selbst bei enorm hohem Pegel die Stimme Celines von den Lautsprechern löst, wie souverän die Leistung angeliefert wird – es macht einfach Spaß, immer weiter zuzuhören. Die Trennung der Stimme Celines von den Instrumenten gelingt vorzüglich, und auch die Konturen aller beteiligten Instrumente werden trotz gekonnter Fokussierung auf die vokalen Elemente sehr treffend abgebildet.

Feine dynamische Unterschiede stellt die Onko-Kombination impulstreu dar, sie braucht ein Boxen-System, das alle Arten von Impulsen so schnell umsetzt wie unsere Nubert nuLine-Schallwandler, die genau hier eine große Stärke haben. Der Dolby Surround Aufpolierer zeigt sich keinesfalls dem dts-Pendant Neural:X unterlegen, sondern entfaltet auch eine dichte, sich sehr gut verteilende Räumlichkeit in der Über-Kopf-Ebene. Die Beifallsbekundungen des Publikums am Ende des Songs beweisen dies auch.

Der nächste Titel „It’s All Coming Back To Me Now“ beeindruckt durch sehr filigrane Dosierung aller akustischen Bestandteile. Dazu gehört auch das Piano, das mit feiner Lebendigkeit und sehr gut herausmodellierter Anschlagdynamik erfreut. Celines Stimme scheint erneut frei im Raum zu stehen, der Background-Gesang wird nahtlos,, fließend und mit sauberer Akzentuierung eingearbeitet.

BD „Mission Impossible – Rogue Nation“, Tonspur englisch, Dolby Atmos

Als Filmton-Beispiel haben wir etwas Bewährtes verwendet. „Mission Impossible – Rogue Nation“, und hier die Sequenz in Wien. Ja, wir wissen, „Filmton“ ist nicht ganz korrekt, weil die Aufführung von Puccinis „Turandot“ im legendären Wiener Opernhaus eine bedeutende Rolle spielt. Nun starten wir mit dem Wien-Kapitel. Schon die kurze Sequenz, als die österreichische Hauptstadt aus der Vogelperspektive in der Nacht erscheint und dazu Musik ertönt, verdeutlicht, was Onkyo unter „Immersive Sound“ versteht: Nachdruck, dreidimensionale Abbildung, und faszinierende Dynamik gehen Hand in Hand.

Die akustischen Ereignisse in der U-Bahn-Station in unmittelbarer Nähe des Opernhauses bringen PR-RZ5100 und PA-MC5501 überragend zur Geltung, der herausfahrende Zug oder die Geräusche der Menschenmassen wirken authentisch. Auch der Scan der Spezialbrille für Benjamin Dunn hört sich präzise eingearbeitet an. Die Räumlichkeit ist auch in Sequenzen enorm hoch, in denen nicht so viel passiert und man hauptsächlich Umgebungsgeräusche und kleinere Effekte vernimmt. Das Gemurmel im Treppenhaus der Oper, die kurzen Dialoge der Techniker vor Beginn der Aufführung, der Music Score, das Anbringen eines Sensors durch Benji: Alle Arten von Effekten werden plastisch und mit der richtigen Balance eingearbeitet.

Die Beifallsbekundungen der Opernbesucher vor der Aufführung ertönen gleichmäßig sowie dynamisch über alle Kanäle. Die Puccini-Musik in all ihren Facetten sowie die Stimmen der Opernsänger arbeiten PR-RZ5100 und PA-MC5501 auf hohem Niveau heraus. Gerade die weibliche Gesangsstimme überzeugt durch Strahlkraft, feine Ausprägung aller Konturen und durch eine sehr gute Einarbeitung.

Verschiedene parallel stattfindende Ereignisse, so die Dialoge zwischen Ethan und Benji, die Opernaufführung und später der harte Kampf zwischen Ethan und dem Killer, der den österreichischen Bundeskanzler, ebenso wie es auch Ilsa Faust vorhat, umbringen möchte: Die Onkyo-Kombination bringt auch bei hohem Grundpegel Ordnung in alle klanglichen Ereignisse. Sehr schön melodiös wird der Auszug aus der weltberühmten Arie „Nessun Dorma“ zur Geltung gebracht, mit passender Einarbeitung nicht nur der vokalen, sondern auch der instrumentalen Komponente.

Videosektion

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Referenz-Bildwiedergabegerät: Panasonic TX-65CZW954

Der PR-RZ5100 AV-Prozessor unterscheidet sich von der Video-Funktionalität her nicht vom TX-RZ3100 AV-Receiver. Ein Upscaling von Full HD-Signalen auf 4K ist möglich, und wie sich in der Wien-Sequenz von „Rogue Nation“ zeigt, fällt dieses ausgezeichnet aus. Wien bei Nacht gleich zu Beginn wird mit sattem Schwarz und mit praktisch ruckelfreier Kamerafahrt wiedergegeben.

Da wir auf unserem Panasonic OLED-TV TX-65CZW954 schauen, können wir uns darauf verlassen, dass das Bildwiedergabegerät auch tatsächlich eine exzellente Wiedergabe sicherstellt. Die U-Bahn-Station wird detailreich und mit tadelloser Betonung des Gesamtkontrastes wiedergegeben. Vorteilhaft ist das nur in sehr geringem Umfang auftretende Scalingrauschen. Das sieht man in dem Moment sehr gut, als kurz der Boden im U-Bahnhof im Bild zu sehen ist, hier ist die Struktur der Platten hervorragend herausgearbeitet, es stören keine feinen Rauschmuster, die des Öfteren zu beobachten sind.

Als Benji kurze Zeit später aus der U-Bahn-Station läuft und das beleuchtete Opernhaus, in dem in Kürze die „Turandot“-Aufführung beginnt, zu sehen ist, wird die eindrucksvolle Fassade des weltberühmten Gebäudes im warmen Schein des Lichtes sehr filigran herausgearbeitet. Detailtreue sowie Schärfe im hochfrequenten Bildbereich sind ohne Zweifel hervorragend. Die weiße Fliege am Hals des österreichischen Bundeskanzlers, der aus seinem Dienst-Maybach zusammen mit seiner Ehefrau steigt, hebt sich plastisch vom weißen Smoking-Hemd ab – an vielen Einzelheiten lässt sich festmachen, dass das Upscaling wirklich richtig gut ist. Das prächtige Treppenhaus der Oper kommt mit sehr guter Schärfe, wie man an den zahlreichen Ornamenten sieht, zur Geltung.

Erstes Fazit

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Höchste Performance, enorm reichhaltige Ausstattung, bolidenartige Optik: Onkyo greift bei dieser Mehrkanal-Vor-/Endstufenkombination sprichwörtlich „in die Vollen“. Klanglich beeindrucken Homogenität, Räumlichkeit und Dynamik. Die Zusammenarbeit zwischen 2016er AV-Prozessor und der älteren Endstufe könnte kaum besser sein. Auch lange Hör-Sessions werden dank der harmonischen, gleichzeitig aber sehr lebendigen Gesamt-Auslegung zu einem großen Vergnügen. Ins Bild passt die hochwertige Videosektion, die zwar nur eine äußerst spärliche Funktionsvielfalt aufweist, von der eigentlichen Leistungsfähigkeit her beim Upscaling von Full HD auf 4K aber überzeugen kann. Hochwertige Verarbeitung, zeitgemäße Multimedia-Ausstattung und eine umfangreiche Anschlussbestückung sprechen für die PR-RZ5100, die ebenfalls tadellos verarbeitete Endstufe PA-MC5501 begeistert durch ihre exzellente Pegelfestigkeit und durch enorm hohe Impulstreue. 

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Philipp Kind
Datum: 27. Dezember 2016

 

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