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Erster Live-Test mit DVB-C2

Das Institut für Nachrichtentechnik an der Technischen Universität Braunschweig hat auf der Fachmesse Anga Cable eine Live-Demonstration von DVB-C2 durchgeführt. Der derzeit noch in der Entwicklung befindliche Nachfolger für das digitale Kabelfernsehen DVB-C stößt bereits bei Kabelnetzbetreibern auf Interesse, da er die Möglichkeit verspricht, die Datenrate von DVB-C von maximal 51 Mbit/s auf 70 bis 80 Mbit/s pro Fernsehkanal zu erhöhen. Sowohl Kabel Deutschland, Kabel BW als auch Unitymedia haben zusammen mit weiteren sechs europäischen Kabelnetzbetreibern bereits im letzten Jahr ihre Bereitschaft für die Einführung des neuen Standards erklärt.

Anders als bei DVB-C ist für DVB-C2 das bisher hauptsächlich von DVB-T bekannte Übertragungsverfahren OFDM (Orthogonal Frequency Division Multiplex) zum Zuge gekommen. Das daraus entwickelte "absolute OFDM" soll die Festlegung von festen Kanalbandbreiten in einem Kabelnetz zukünftig überflüssig werden lassen. Durch die Vermeidung der bisher an den Kanalgrenzen vorhandenen Lücken soll erneut die in einem Kabelnetz mögliche Datenrate erhöht werden.

Wann DVB-C marktreif sein und tatsächlich in Kabelnetzen zum Einsatz kommen wird, ist noch offen. Neue Empfangsgeräte werden auf jeden Fall erforderlich sein, weswegen sich für den Einsatz von DVB-C2 zunächst vor allem neue Dienste anbieten, die ohnehin neue Hardware erfordern. Kabel Deutschland will DVB-C2 u.a. für Video on Demand und den Ausbau von HDTV nutzen. Wie sich die Kabelnetzbetreiber genau den Wechsel vorstellen, wurde bislang aber noch nicht erörtert.

Noch größeres Einsparpotential bietet auch ganz ohne DVB-C2 freilich bereits die Umwidmung ressourcenfressender analoger Kanäle für digitales Fernsehen. Spätestens 2012 wird das nach Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens ein Thema werden, sofern die Kabelnetzbetreiber dann nicht tatsächlich eine Re-Analogisierung vornehmen werden wie z.B. von Kabel Deutschland bereits angedacht.

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