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DVB-T2: Bis zu 7 HDTV-Sender mit HEVC auf einem Kanal

TV Sender DVB-T FMT

Die Industrieorganisation DVB demonstriert auf der Fachmesse IBC in Amsterdam den praktischen Einsatz von DVB-T2 mit dem neuem HEVC/H.265 Video-Codec. Dabei ist es unter praxisgerechten Bedingungen möglich, bis zu 7 HDTV-Programme auf einem UHF-Kanal zu übertragen. Laut DVB wird auf einem DVB-T2-Kanal mit 8 MHz-Bandbreite und 64 QAM-Modulation eine Datenrate von 26.56 Mbit/s erzielt. Diese Parameter sollen den Empfang mit kleinen Indor-Antennen und auch mit portablen Geräten ermöglichen.

In Deutschland könnten ARD und ZDF mit diesen Parametern auf den vorhandenen Frequenzen nach dem Umstieg von DVB-T mit MPEG2-Kompression auf DVB-T2 mit HEVC ihr komplettes Sender-Angebot in HDTV ausstrahlen.

Bisher liegt die verfügbare Bandbreite auf einem DVB-T-Kanal in Deutschland meist unter 14 Mbit/s. Die Abwägung, ob primär der stationäre Empfang mit Hausantennen oder auch einfachen Antennen an portablen Geräten angestrebt wird, hat auf die nutzbare Bandbreite einen erheblichen Einfluss. Durch Veränderungen der Modulation oder auch eine Reduzierung der Redundanz für die Fehlerkorrektur lässt sich die Bandbreite erhöhen. In England setzt die BBC z.B. derzeit für ihre DVB-T2-Multiplexe auf 256 QAM Modulation und kann so 40 Mbit/s auf einem Kanal nutzen. Da in England für DVB-T2 derzeit H.264-Kompression eingesetzt wird, ist dort allerdings nur Platz für fünf HDTV-Sender auf einem Kanal.

In Deutschland will sowohl das IRT in München als auch der Sendernetzbetreiber Media Broadcast in Berlin in den nächsten Monaten erste DVB-T2-Testsendungen starten. Der Testbetrieb dient auch dazu, die genauen Parameter festzulegen, mit denen dann ab 2016 die ersten DVB-T2-Programme auch in anderen Teilen Deutschlands ausgestrahlt werden sollen.

Wann die ersten TV-Geräte für den Empfang des deutschen DVB-T2-Angebots auf den Markt kommen, ist noch nicht bekannt. Einzelne Geräte sind bereits mit einem DVB-T2-Tuner für HDTV-Programme mit H.264-Komprimierung ausgestattet und vor allem Ultra HD-Fernseher unterstützen auch bereits den H.265/HEVC-Codec.

 

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