TEST: Yamaha True X Surround 90A - Das weltweit erste Soundbar-System mit Auro-3D und Auro-Matic

MusicCast App

Die True X Surround 90A besitzt ein Yamaha MusicCast-Modul für umfangreiche und dennoch einfach zu handhabende Streaming- sowie Multiroom-Optionen. Alle MusicCast Komponenten, die sich im Haus befinden, können auf einfachem Weg mittels der MusicCast-App miteinander verbunden werden, damit Signale zwischen den jeweiligen MusicCast-Komponenten übertragen werden und das gesamte Netzwerk komfortabel mit einem einzelnen Mobilgerät, auf dem die MusicCast-App läuft, zu steuern ist.

Das gelingt problemlos in Verbindung mit zahlreichen anderen MusicCast-fähigen Audiogeräten, die wir bereits im Test hatten, darunter z.B.:

Die App ist jedoch nicht ausschließlich für Streaming und Multiroom einzusetzen. Zusätzlich ermöglicht sie die den Zugriff auf Grundfunktionen wie zum Beispiel die Lautstärkeregelung oder die erweitertem Einstellungen (z.B. die Abstrahlwinkel der Beam-Lautsprecher oder die Pegel der einzelnen Kanäle einstellen). Zusätzlich der Übertragung per MusicCast findet sich ebenso die Option zur kabellosen Wiedergabe per Apple Airplay 2 und Bluetooth®. Hier unsere Screenshots zur Music Cast App:

Auswahl des passenden Geräts

Wir haben die Soundbar gefunden

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Nun schalten wir die Soundbar ein

Ein passender Raumname wird eingegeben

Eine Raumabbildung in Form eines Fotos kann ausgewählt werden

Man kann auch aus in der MusicCast-App gespeicherten Fotos ein Bild aussuchen

Sollen noch weitere Elemente konfiguriert werden?

Einrichtung des Accounts, passend zum jeweiligen Streaming-Service

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Bearbeiten der Quellen

Alexa-Setup

Google Assitant Setup

Einrichtung abgeschlossen

Hörzone und Lautstärke

Wiedergabe über Spotify Connect

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Darstellung in der Music Cast-App

Insgesamt ist die Music Cast-App einfach zu handhaben und sichert komfortabel die erste Einrichtung und, während des anschließenden Betriebs, den einfachen Zugriff auf Streaming-Dienste und andere Einstellungen. 

OSD-Menüs

Wir haben hier die wichtigsten Screenshots des integrierten OSD-Menüs zusammengetragen. Mehr Screenshots zu weiteren Funktionen finden sich nach dem Fazit in diesem Bericht. 

Yamaha True X Bar 90a Sr X90a Menue 4

Hier das Setup-Menü mit den einzelnen Punkten

Yamaha True X Bar 90a Sr X90a Menue 5

Lautsprecher-Menü. Mit "Strahl" sind die Beam-Lautsprecher gemeint

Yamaha True X Bar 90a Sr X90a Menue 6

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Einstellmöglichkeiten für die Beam-Lautsprecher

Yamaha True X Bar 90a Sr X90a Menue 7

Einstellung des Winkels für die Height-Lautsprecherarrays

Hier wird ein Testton ausgegeben, und sollte das Ergebnis in der Wewrkseinstellung nicht überzeugend ausfallen, stellt man selbst den Winkel so ein, dass es sich am Hörplatz authentisch anhört. Standardeinstellung ist 72 Grad, 90 Grad entspricht einem senkrecht nach oben gehenden Strahl.

Yamaha True X Bar 90a Sr X90a Menue 8

Brennweite/Fokus-Menü 

In diesem Menü wird die Breite des Beam-Strahls, die Höhenlautsprecher betreffend, eingestellt, und zwar jeweils für links und für rechts. Werksvoreinstellunge ist 1,8 Meter, der Einstellbereich liegt zwischen 1 und 3 Metern.

Yamaha True X Bar 90a Sr X90a Menue 9

Eingabe der korrekten Deckenhöhe,  Standardeinstellung sind 2,5 Meter, der Einstellbereich geht von 1 Meter bis 4 Meter.

Yamaha True X Bar 90a Sr X90a Menue 25

Testton 

Yamaha True X Bar 90a Sr X90a Menue 10

Pegelabgleich

Etwas schade ist, dass das True X Surround 90A Soundbar-System nicht über eine entsprechende Einmessautomatik verfügt. Yamaha hat mit dem hochenwickelten YPAO, das selbst in zahlreichen Stereo-Netzwerk-Receivern des Hauses zum Einsatz kommt, eigentlich ein passendes System, das nur auf die besonderen Spezifikationen der Soundbar angepasst werden müsste.

Klangwertung

In diesem Abschnitt möchten wir nun auf die klanglichen Eigenschaften des Yamaha True X Surround 90A Soundbar/Subwoofer/Wireless Rears System genauer eingehen. Da gerade auch hochwertige Soundbar-Systeme nicht ausschließlich für Filmton eingesetzt werden, sondern im Wohnzimmer vieler Anwender eine komplette HiFi-Anlage oder aktive Streaming/WLAN-Lautspecher ersetzen, starten wir unsere Klangwertung mit Musikbeispielen. Die Wahl fürs erste Klangbeispiel ist auf den anspruchsvollen Titel "I Believe in You (Je crois en toi)" von Il Divo feat. Céline Dion gefallen. Die Zuspielung erfolgt mittels wir via Spotify Connect. Für die Wiedergabe haben wir uns für den Modus "Stereo" entschieden. Der Titel beginnt mit Querflöten, die sehr klar und natürlich vom True X Surround 90A-System präsentiert werden - hier scheint bereits wieder durch, was uns schon beim ersten Kennenlernen so positiv auffiel: Das Yamaha Hightech-Paket erweist sich als ausgesprochen musikalisch. Als nach wenigen Momenten Streicher aus dem Orchester hinzugesellen, gewährleistet das True X Surround 90A Ensemble eine hervorragenden Tiefenstaffelung der verschiedenen akustischen Elemente. Als nach wenigen Momenten dann die ersten vokalen Anteile der multinationalen Gesangsgruppe folgen, überzeugt das Soundbar-System True X Surround 90A mit einer gefühlvollen und absolut differenzierten Performance. Als im weiteren Verlauf Céline Dion mit ihrer unverkennbaren Stimmfarbe loslegt, ermöglicht unser Test-Set eine vielschichtige Ausarbeitung der unterschiedlichen Stimmfarben. Zudem können sich die Stimmen hervorragend von der Soundbar lösen. Der Wireless-Subwoofer liefert ein präzises, voluminösen und tiefes Bassfundament und bleibt auch bei gehobenem Pegel souverän - wie auch das gesamte System. 

Deutlich dynamischer wird es beim nächsten Klangbeispiel. Wir beginnen mit der Wiedergabe von "Home" (David Guetta, Kiko und Olivier Giacomotto). Der Titel startet ab der ersten Sekunden mit einem satten Bassfeuerwerk sowie Synthesizer-Klängen. Das Bassfundament setzt der Wireless-Subwoofer unseres Sets trocken und trotzdem zugleich mit ansprechendem Volumen um. Die elektronisch erzeugten Klänge werden mit erstaunlich hoch liegender akustischer Reinheit und hervorragend strukturiert umgesetzt. Überzeugen kann uns ebenfalls die Darstellung der elektronisch verzerrte Damenstimme. Sie löst sich hervorragend von der Soundbar und bietet exakt gezeichnete Konturen. Das Zusammenspiel aus dem harten Bassfeuerwerk, den dynamischen Synthesizer und dem speziellen Gesang gelingt auf einem insgesamt hervorragenden Niveau, und das auch bei deutlich höheren Lautstärken - das Yamaha-System bleibt souverän. 

Wie wir bereits eingangs erwähnt haben, decodiert die True X Surround 90A nicht nur DTS:X und Dolby Atmos, sondern, weltweit zum ersten Mal in einer Soundbar, auch Auro-3D. Die hier gebotene Klangqualität möchten wir natürlich umgehend überprüfen. Hierfür verwenden wir die Blu-ray Disc "Lichtmond 3: Days of Eternity" und starten mit dem ersten Stück "Nightflight to Chronos Part 1", setzen mit "Nightflight To Chronos Part 2" und "Feel The Spirit" fort. Die Tonspur ist in 9.1 Auro-3D auf hohem Niveau - so spricht zumindest die Theorie, doch wir kennen sie auch in der Praxis als atmosphärisch ungemein dicht und mit sehr gut nachvollziehbarer Effektstruktur. Die Yamaha True X Surround 90A überzeugt sofort ab Beginn mit einem hervorragenden Volumen und einer grandiosen Klarheit, das gilt auch für die ausgezeichnet wahrnehmbaren Überkopf-Passagen. Die unterschiedlichen Facetten des Stücks sitzen immer an der korrekten Stelle, und auch die vokalen Elemente werden eindrucksvoll in Szene gesetzt und wirken, auch durch ihre nahtlose Einbindung, absolut glaubwürdig. Sie stehen daher weder zu weit im Vordergrund noch unpassend im Hintergrund. Der Wechsel vom linken Kanal auf den rechten und dann der Wechsel auf die Rear-Kanäle gelingt erstklassig. Der Wireless-Subwoofer liefert zudem ein sattes Bassfundament und unterstreicht daher die Gesamtwiedergabe perfekt. Was wir ebenfalls feststellen dürfen: Das True X Surround 90A System wird auch bei höherem Lautstärkepegel nie unangenehm schrill oder metallisch, sondern liefert grundsätzlich einen homogenen, sauberen Klang.

Im nächsten Schritt möchten wir Auro-Matic, den talentierten 3D-Audio-Aufpolierer von Auro-3D, checken. Hierfür legen wir die Blu-ray Disc "Stirb Langsam 4.0" ein, in der DTS HD Tonspur. Wir skippen zum Kapitel, als die Gangster von Thomas Gabriel den Computer-Hacker Matthew Farrell ausschalten wollen. Die Kugeln, die durch das Fenster einschlagen und auch durch Türen dringen, sind auf eine plastische Art und Weise deutlich wahrnehmbar, werden mit Nachdruck und einer hervorragenden Struktur dargestellt. Als im Verlauf des Feuergefechts der Feuerlöscher im Treppenhaus explodiert, liefert der Wireless Subwoofer unseres Sets in Verbindung mit der Soundbar, ein sattes und präzises Bassfundament, und der ganze Effekt nimmt den Raum ein, was auch daran liegt, dass Auro-Matic die dritte Hörebene über den Köpfen der Zuhörer nahtlos und realistisch mit einbezieht. Die unterschiedlichen Dynamiksprünge meistert die True X Surround 90A mit Bravour. Die Stimmen der Protagonisten werden charismatisch und lebendig dargestellt. Fasziniert sind wir von der Klarheit und der Räumlichkeit, die Auro- Matic umsetzen kann. Selbst das Laden der Schnellfeuerwaffe wird zum Erlebnis, da wir förmlich ins Geschehen eingebunden werden, und Effekte, die aus der Überkopfebene kommen, werden enorm glaubwürdig und sehr gut wahrnehmbar eingebunden. 

Nun fahren wir mit der Filmtonwiedergabe fort, und zwar mit mit "Black Panther: Wakanda Forever" in Dolby Atmos. Gerne verwenden wir bei diesem Blockbuster das Kapitel Nummer 21, als Shuri, das letzte lebende Mitglied ihrer Familie, es schafft, das herzförmige Kraut, die einem Menschen die Kraft des Black Panthers verleiht, zu synthetisieren, nun der neue Black Panther wird und die Thronfolge antritt. Die Synthesizer-Klänge werden von der Yamaha True X Surround 90A mit einer exzellenten Wiedergabe auch kleiner Facetten herausarbeitet. Die Dialoge der Protagonisten können mit akkurater Betonung der Stimmen umgesetzt werden. Die speziellen Geräusche beziehungsweise Rufe der Krieger arbeitet das Yamaha-System mit Sorgfalt heraus, gleichzeitig aber ist die enorme Impulstreue stets zu loben. Nun bewegen wir uns etwas weiter zur Szene, als die Schlacht entbrennt und bei der Shuri den Bösewicht Namor ans Festland locken möchte. Die Gesänge der Kriegerinnen kann unser Testkandidat sehr homogen und einer hervorragenden Plastizität darstellen. Als Namor und seine Krieger aus dem Meer auftauchen, gelingt die Umsetzung dieser Sequenz ebenfalls mit akustischer Vielschichtigkeit. Bei den darauffolgenden Kampfszenen liefert der Wireless-Subwoofer ein ausgezeichnetes Bassfundament, das sich darüber hinaus auch erstaunlich präzise präsentiert. Die typischen Überkopf-Effekte von der Dolby Atmos Tonspur, wie z.B. die Angriffe der Fluggeräte, werden von den Lautsprecher-Arrays glaubwürdig und authentisch umgesetzt.

Weiter geht es mit "Kingsman: The Golden Circle". Bei diesem Titel setzen wir des Öfteren die Anfangssequenz ein, als sich Eggsy und Charlie im Kingsman "Taxi" einen harten Kampf liefern. Die energiegeladene sowie facettenreiche Szene wird von der True X Surround 90A mit klaren Konturen und zugleich mit immensem Nachdruck offeriert - durch die sehr gelungene Einarbeitung aller Effekte entsteht hier für den Zuhörer der Eindruck, sich mitten im Geschehen zu befinden. Das ist wahrhaftig selten bei einem Soundbar-basierten System. Klar, es gibt mittlerweile richtig gute, klanglich auf hohem Level operierende Systeme, z.B. von KEF, oder auch von Samsung oder lG. Aber dieses Maß an raumfüllendem Volumen, gepaart mit exakter Positionierung auch kleinere Effektstrukturen, haben wir praktisch noch nie vernehmen dürfen. Die Dolby Atmos-Effekte werden dank der Topfiring-Arrays wieder hervorragend umgesetzt. Und auch bei Kleinigkeiten sind wir überrascht: Selbst das Schleifen von Charlies Cyborg-Hand auf dem Teer wird detailreich und mit einer präzisen Ausarbeitung präsentiert. Die Schüsse aus den automatischen Waffen der Verfolger besitzen einen hohen Dynamikumfang und werden mit der nötigen Portion Durchschlagskraft präsentiert. Auch der Crash am Betonpoller kommt glasklar zum Ausdruck, und das Zerbersten der Frontscheibe sowie der harten Landung von Charlie auf der Straße wird mit absolut sauberer Durchzeichnung und entschlossenem Nachdruck herausgestellt. 

Als Nächstes haben wir uns für "The Expandables 3:A Man's Job" entschieden. Wir skippen zum 10. Kapitel, als sich Barney und das Expandables-Team seinen Weg aus einem Hochhaus freikämpfen muss. Das erweist sich als nicht einfach, da die Männer von zahlreichen Maschinengewehren und Panzern unter Beschuss genommen werden. Die Stimmen der Schauspieler sowie die Kampfszenen werden mit sauberer akustischer Einarbeitung und mit der richtigen klanglichen Balance präsentiert,  beides ist für viele andere Soundbar-Systeme oftmals recht schwierig. Als die Panzer dann aufs Expandables-Team feuern, werden die dazugehörigen Explosionen vom Yamaha Wireless Subwoofer sehr kräftig und punktgenau umgesetzt - erstaunlich, dieses Bassfundament für einen so kompakten aktiven Subwoofer. Der Schüsse aus den Handfeuerwaffen und den Maschinengewehren kommen dynamisch und mit korrekt gezeichneten Konturen heraus, und  Dolby Atmos-Höheneffekte in Form der über den Köpfen fliegenden Hubschrauber kann das Soundbar-System realistisch ins Geschehen einbinden. Als Zuhörer, werden wir förmlich ins Gesamtgeschehen integriert und fühlen uns von Klang umgeben.

Weiter geht es in unserer Klangwertung mit Hans Zimmer: Live in Prag. Auch, wenn wir fasziniert von sämtlichen Titeln auf der Blu-ray Disc sind, mussten wir uns für ein Stück entscheiden. Die Wahl ist auf "Captain Sparrow/One Day" aus Pirates of the Carribean gefallen. Der Titel startet mit einem salopp gespielten Klavier und mit Streichern, und beide Facetten meistert die Yamaha True X Surround 90A hervorragend: Akkurate Betonung der Tastenbewegung des Klaviers und sehr gute Durchhörbarkeit der sensiblen Streicher. Kurz darauf gesellt sich ein Akkordeon hinzu sowie weitere klassische Instrumente, und es gelingt erneut eine ausgezeichnete Differenzierung der unterschiedlichen Instrumente und ihrer jeweils charakteristischen Ausprägung. Auch, als der Track dann deutlich an Dynamik gewinnt und sich Bläser, E-Gitarren und vieles mehr mit einbringen, bleibt die Gesamtwiedergabe exzellent gestaffelt. Der Wireless-Subwoofer liefert punktgenau im richtigen Moment ein hervorragendes Volumen im Bassbereich.

  • Auf der nächsten Seite folgen Konkurrenzvergleich und Fazit

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