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Canon stoppt SED-TV-Entwicklung

Canon beendet die Entwicklung von SED-Fernsehern für den Consumer-Bereich. Zwar gibt Canon die Entwicklung nicht ganz auf und will zumindest für kommerzielle Anwendungen die Displays noch weiterentwickeln, doch für den Heimgebrauch wird man einen SED-TV voraussichtlich nicht mehr erleben können.

Technologisch ist die "Surface Conduction Electron Emission Display"-Technik sowohl LCD als auch Plasma-TVs überlegen. Denn sie arbeitet nach dem Prinzip einer Elektronenstrahlbildröhre, bei der aber nicht ein einzelner Strahl mit hoher Geschwindigkeit die Zeilen auf dem Bildschirm schreibt, sondern für jeden Pixel ein eigenes Element besteht, welches nur dann Licht abgibt, wenn es eingeschaltet wird und somit einen perfekten Schwarzwert ermöglicht, der bereits in verschiedenen Messe-Vorführungen von Prototypen nicht von absoluter Dunkelheit zu unterscheiden war. Aufgrund der Pixelauflösung können SEDs im Unterschied zu klassischen Röhren-TVs auch flach gebaut werden.

Canon arbeitet seit 1999 an der Entwicklung von SED-TVs und gründete 2004 ein Joint Venture mit Toshiba. Die für 2007/2008 geplante Markteinführung erster Fernseher durch beide Firmen wurde aber aufgrund rechtlicher Probleme verzögert: Canon war vom amerikanischen Unternehmen Applied Nanotech wegen Patentverletzung verklagt worden, da dieses die Nutzung der lizensierten Patente zusammen mit Toshiba beanstandet hatte.

Nach langem Rechtsstreit und dem erzwungenen Ausstieg von Toshiba aus dem gemeinsamen Joint Venture wollte Canon die SED-Technologie ursprünglich alleine weiter entwickeln, lies einen konkreten Zeitpunkt für eine Markteinführung aber offen. Durch die enormen Bildverbesserungen bei Plasma- und LCD-TVs in den letzten Jahren hat sich die Nische, die SED durch den technologischen Qualitätsvorsprung hätte füllen können, inzwischen nahezu geschlossen.

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