XXL-TEST: Mackie MC-50BT - Over-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung
Klangtestreihen
Widmen wir uns nun den klanglichen Eigenschaften des Mackie MC-50BT. Im ersten Schritt möchten wir die Freisprecheinrichtung sowie die aktive Geräuschunterdrückung checken. Die Geräuschunterdrückung von Mackie arbeitet effektiv und reduziert die Umgebungsgeräusche sehr gut, blendet diese aber nicht komplett aus. Weiter geht es mit der Freisprecheinrichtung, diese funktioniert ebenfalls hervorragend, wir verstehen den Angerufen ohne Probleme, allerdings leicht verfälscht - die Stimme klingt etwas synthetisch. Der Angerufene versteht uns ebenfalls sehr gut, allerdings mit leichtem Hall.
Weiter geht es mit der Klangexpertise bei der Musikwiedergabe. Wir starten unsere Klangtestreihen mit "Sweet Goodbye" von Robin Schulz. Der zu Beginn des Titels bewusst hallende Gesang, wird von unserem Mackie-Testkandidaten hervorragend umgesetzt. Als der Titel dann an Fahrt aufnimmt, liefert uns der MC-50BT einen sauber strukturierten und sauberen Bassbereich. Sehr gut gefällt uns, dass der Over-Ear-Kopfhörer hier nicht zu dick aufträgt, sondern auf Präzision und Facettenreichtum setzt.
Als nächstes Klangbeispiel haben wir uns für "Ritual" von Ghost entschieden. Der Titel beginnt mit einer Gitarre auf dem rechten Ohr sowie Drums, auf der linken Seite. Diese Effekte kann der Mackie Over-Ear-Kopfhörer tadellos meistern. Als der Song dann schneller wird und die Effekten zunehmen, gelingt eine überragende Gesamtperformance. Die E-Gitarren werden mit Nachdruck umgesetzt, dabei geht aber der mystische Gesang von Frontmann Tobias Forge zu kleinster Zeit unter. Daher erklingt die spezielle Stimmfarbe von Forte so, wie wir sie kennen und schätzen.
Nun geht es weiter mit einem gefühlvollen Cover von "Leave a Light On" von Papa Roach. Dieser Titel handelt davon, den Menschen, die sich gerade in einer dunklen Ecke ihrer mentalen Gesundheit befinden, Trost zu schenken und ein Licht zu geben, wo sie selbst vielleicht gerade keines sehen. Der Track startet mit einer Akustikgitarre sowie Gesang. Beide akustischen Elemente kann der Mackie Kopfhörer mit einem erstaunlichen Feingefühl umsetzen. Selbst, als Frontmann Jacoby Shaddix zur Kopfstimme übergeht, bleibt der MC-50BT "am Ball" und erzeugt einen authentiscen vokalen Eindruck.
Jetzt starten wir die Wiedergabe von "I Will Remember" von Toto. Der Track beginnt mit harten Drums sowie einem leicht hallenden Chorgesang. Die harten Drums kann der Mackie Kopfhörer erstaunlich gut umsetzen, kein störendes "Nachschwingen" ist herauszuhören. Der Chorgesang wird ebenfalls glaubwürdig dargestellt, und das Zusammenspiel aus Drums und Chorgesang klappt richtig gut. Als der Song etwas an Fahrt aufnimmt, bleibt die Gesamtwiedergabe differenziert und kräftig, ohne dabei überladen aufzutreten. Der Bassbereich wirkt ebenfalls ordentlich ausbalanciert.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit dem raplastigen Titel "Escapism." von Raye & 070 Shake zu. Bereits nach wenigen Sekunden explodiert dieser Titel förmlich - und zwar durch harte Bässen und Gesangseinlagen von Raye. Selbst bei diesem schwierigen Titel beweist der Mackie MC-50BT Rückgrat und eine klare Differenzierung klappt größtenteils souverän. Der Sprechgesang von Raye überzeugt mit klarer Kontur und besitzt durchaus den Wiedererkennungswert, den man sich als Hörer mit gewissem Anspruch wünscht. Die Basswiedergabe ist präzise und voluminös.
Konkurrenzvergleich

- Bose Quiet Comfort SE: Wir beginnen unseren Konkurrenzvergleich mit dem Boise Quiet Comfort SE. Dieser ist zum Zeitpunkt unseres Mackie-Tests für schlanke 189,99 EUR direkt im Onlineshop des Herstellers erhältlich. Der Bose Kopfhörer präsentiert sich optisch schlicht und zeitlos, die Verarbeitung sowie die Materialqualität sind ausgezeichnet. Die Geräuschunterdrückung sowie der Quiet-Modus konnte uns ebenfalls überzeugen, arbeiteten doch beide Betriebsmodis äußerst effektiv und zudem rauscharm. Die Bose-App ist schlicht und einfach gehalten, lässt sich komfortabel handhaben und ermöglicht es, schnell Anpassungen am Klang vorzunehmen. Der integrierte Akku der QuietComfort SE Headphones ermöglicht eine Wiedergabedauer von bis 22 Stunden, bei eingeschalteten ANC und einer Lautstärke von 50%. Eine vollständige Aufladung dauert ca. 2,5 Stunden und eine 15-minütige Schnellladung reicht für weitere drei Stunden Musikgenuss. Sollte dem Akku der Over-Ear-Kopfhörer doch mal der Saft ausgehen, befindet sich im Lieferumfang ein USB-Ladekabel. Dieses ist extrem kurz geraten mit knappen 31 cm. Ein Netzteil befindet sich, wie üblich, nicht im Lieferumfang. Insgesamt vier Hochleistungsmikrofone auf den Außenseiten der beiden Ohrmuscheln sorgen für eine klare Verständlichkeit der Stimme bei Telefonaten. Ein moderner Algorithmus filtert Umgebungsgeräusche effektiv heraus und isoliert diese oder blendet sie, im Aware Modus, ein. In unseren Klangtestreihen überzeugte das Bose Device mit einem kultivierten und lebendigen Klang.

- Mackie MC-60BT: Weiter geht unser Konkurrenzvergleich mit dem MC-60BT, welcher auch aus dem Hause Mackie stammt. Der große Bruder ist derzeit für 239 EUR im Onlinehandel erhältlich. Der MC-60BT verfügt ebenfalls über die MIS aktive Breitband-Geräuschunterdrückung von Mackie. Weiterhin ist der Over-Ear-Kopfhörer mit einem von Mackie speziell abgestimmten akustischen Tuning versehen. Durch die Kombination mit leistungsstarken Treibern und aptX HD-Unterstützung, entsteht ein reiner und originalgetreuer Klang. Der integrierte Akku des MC-60BT ermöglicht eine Wiedergabedauer von bis zu 35 Stunden, bei ausgeschalteten ANC. Ist die Geräuschunterdrückung aktiv, sind Wiedergabezeiten von bis zu 32 Stunden möglich. Sollte dem Akku der Over-Ear-Kopfhörer doch mal "der Saft" ausgehen, befindet sich erfreulicherweise ein Wireless-Charger im Lieferumfang nebst einem dazugehörigen USB-Ladekabel. Ist der Akku komplett leer, vergehen bis zu 3 Stunden, bis er vollständig und mittels USB-C Kabel geladen ist. Wird der Wireless Charger verwendet, vergehen bis zu 5 Stunden, bis die Kopfhörer vollständig geladen sind. Ein Netzteil befindet sich, wie üblich, nicht im Lieferumfang. In den Klangtestreihen präsentierte sich der MC-BT60 mit einer facettenreiche Wiedergabe und einer sehr guten und präzisen Basswiedergabe. Die aktive Geräuschunterdrückung funktionierte bei unserem Testkandidaten ebenfalls auf hohem Level und Umgebungsgeräusche wurden effektiv reduziert. Tadellos funktioniert ebenfalls der Ambient Modus, allerdings erklingen Umgebungsgeräusche etwas dumpf.

- Teufel REAL BLUE PRO: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit dem Teufel REAL BLUE PRO. Wie bei Teufel üblich, kann dieser direkt im Onlinestore des Herstellers oder in einem der zahlreichen Flagshipstores geordert werden. Zum Zeitpunkt unseres Mackie-Reviews lag der Kaufpreis des REAL BLUE PRO bei reduzierten 299,99 EUR. Der REAL BLUE PRO verfügt über umfangreicher EQ-Programme, Dynamore sowie hoch belastbare 44 mm HD-Treibern. An Bord ist auch die personalisierte Klanganpassung von Mimi Hearing Technologies, die Hördefizite ausgleichen kann und für jeden Hörer ein eigenes Klangprofil erstellt. Mittels der Teufel-App kann man die erforderlichen Hörtests in rund fünf Minuten abschließen und sich eine individuelle Optimierung berechnen lassen. Drei Intensitätsstufen bringt Teufels neu entwickelte Geräuschunterdrückung mit. Dabei sollen Umgebungsgeräusche in der stärksten Stufe nahezu komplett ausgeblendet werden – und das funktionierte hervorragend. Im ebenfalls integrierten Transparenzmodus hingegen kann man Umgebungsgeräusche sehr gut wahrnehmen. Die Umgebung wird sogar noch verstärkt, so dass es sich anfühlt, als würde man gar keinen Kopfhörer tragen. Über 44 Stunden hält der Real Blue Pro mit einer einzigen Akkuladung und eingeschalteter Geräuschunterdrückung bei mittlerer Lautstärke durch. Ohne ANC beläuft sich die Nutzungsdauer sogar auf über 56 Stunden. Aufgrund der integrierten Schnellladefunktion reichen 15 Minuten Laden für sieben Stunden Musikwiedergabe aus, das sind richtig gute Werte. Im Techno-EQ-Modus mit Mimi und Dynamore führt der Teufel mit abgrundtiefen, satten Bässen und unglaublicher Raumwirkung die Konkurrenten stellenweise vor. Er schiebt mit einer Entschlossenheit und Souveränität an, die für das investierte Geld unfassbar gut ist. Aber auch bei Klassik, mit Neutraler Klangeinstellung, sprintet der Berliner Soundexperte an die Spitze – durch seine sensible, unaufgeregte, zugleich aber lebendige Art, stimmtypische Einzelheiten herauszuarbeiten. Die aktive Geräuschunterdrückung ist mit das Beste, was man in der Preisklasse des Real Blue Pro und auch deutlich darüber derzeit finden kann. Absolut rauscharm, sinnvoll in drei Stufen untergliedert und mit einem sehr guten Transparenzmodus gekrönt.
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