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"HD Vinyl"-Start mit 3D-Laser-Technik verzögert sich

Der Verkaufsstart der ersten "HD Vinyl"-Schallplatten verzögert sich. Ursprünglich wollte die Firma Redbeat Innovation aus Österreich bereits 2019 die ersten "HD Vinyl"-LPs auf den Markt bringen. Nach ersten Testpressungen im letzten Dezember ist allerdings noch eine Anpassung des Fertigungsprozesses im Presswerk erforderlich, bevor die ersten Platten hergestellt werden können. Danach sind unter anderem noch Stress-Tests zur Qualitätssicherung der Massenproduktion und eine Optimierung der Klangqualität vorgesehen. Redbeat erwartet, dass HD Vinyl voraussichtlich 2020 produktionsreif sein wird, will sich aber noch auf keinen genauen Starttermin festlegen.

HD Vinyl ist eine neue Methode für die Herstellung von Schallplatten, die neben einem besseren Signal/Rauschabstand auch 30% mehr Spielzeit bieten soll. Die Technik von Redbeat für die "HD Vinyl" setzt bei dem "Stamper" an, mit dem eine Schallplatte gepresst wird. Diesen fertigt Redbeat mit einer aus einer High Resolution Audio-Datei erzeugten topographischen 3D-Karte an, die mit Laser-Gravur auf eine Keramik-Platte geschrieben wird. Dieser Stamper soll im Unterschied zu den klassischen Nickel-Stampern keine Abnutzung zeigen, um eine gleichbleibende Qualität bei der Pressung zu sichern. Klassische Stamper sind in der Produktion oft für gerade einmal 1000 Pressungen mit sinkender Qualität geeignet. HD Vinyl soll für bis zu 10.000 Pressungen geeignet sein.

Neben der höheren Präzision beim Laser-Schnitt können mehrere qualitätsmindernde Zwischenschritte bei der Stamper-Produktion eingespart werden. Laut Redbeat können mit der Technik Frequenzen bis zu 100 kHz reproduziert und eine bis zu 30% höhere Amplitude erreicht werden.

Dabei ist das Verfahren abwärtskompatibel zu vorhandenen Abspielgeräten: "HD Vinyl"-Platten können mit normalen Plattenspielern abgespielt werden. Die Firma will aber langfristig auch eigene Plattenspieler anbieten, die neben einer optimierten Klangqualität u.a. digitale Metadaten nutzen können. Ausserdem sollen Hersteller Nadeln anfertigen können, die optimal die präzise gelaserten "Grooves" der "HD Vinyl"-Platten auslesen können. Wie herkömmliche Schnallplatten sind auch die "HD Vinyl"-Platten anfällig für Klangeinflüsse durch Abnutzung und Staub.

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