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HDTV: DVB-T2 startet in Deutschland 2016 mit HEVC & Verschlüsselung

In Deutschland werden TV-Sender zukünftig via DVB-T2 ausschließlich mit dem neuen HEVC-Video-Codec ausgestrahlt. Darauf haben sich bei einem Treffen in Berlin Vertreter der Medienanstalten sowie der Sendergruppen ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 geeinigt. Während zuvor ARD und ZDF einen Start für 2017 angepeilt hatten, ist jetzt die Einführung von DVB-T2 sukzessive bereits ab 2016 geplant.

Während die Programme von ARD und ZDF weiterhin unverschlüsselt ausgestrahlt werden sollen, beabsichtigen die privaten Sender ein überwiegend verschlüsseltes Angebot. Dafür will der Sendernetzbetreiber Media Broadcast eine Plattform aufbauen, für die RTL bereits die Unterstützung angekündigt hat. Der Umstieg vom bisherigen DVB-T auf DVB-T2 soll in der Fläche bis 2020 vollendet werden. Bis dahin fordern die Beteiligten von der Politik, dass für die Simulcast-Phase benötigte Frequenzsspektrum zu sichern und erst danach für den Mobilfunk freizugeben.

Die Medienanstalten werden den weiteren Umstiegsprozess koordinieren und steuern. Dabei stehen zunächst die Feinplanung des Zeitrahmens und die detaillierte Frequenzplanung im Mittelpunkt, anschließend auch die Kommunikation gegenüber Verbrauchern und Endgeräteindustrie. Nächster Schritt ist nun die Vorbereitung eines Beschlusses der Ministerpräsidentenkonferenz, um das private Frequenzspektrum auf einen bundesweiten Plattformbetrieb umstellen zu können.

Für den DVB-T2-Empfang werden Empfangsgeräte mit DVB-T2-Tuner und HEVC/H.265-Decoder erforderlich werden. Wieviele Programme in HDTV und wieviele nur in SD-Auflösung verbreitet werden, ist noch offen.

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