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Blu-ray Disc-Verkaufsumsatz sinkt in Deutschland um 5 Prozent

Der deutsche Markt für Homevideo-Produkte verzeichnet im laufenden Jahr ein Minus. So sankt der Verkaufsumsatz von Blu-ray Discs bis Ende September um 5 Prozent. Für die Ultra HD Blu-ray werden noch keine eigenen Verkaufszahlen ausgewiesen. Im Details hat sich der deutsche Homevideo-Markt in 2017 laut einer Mitteilung des Bundesverbands Audiovisuelle Medien (BVV) bislang folgendermaßen entwickelt:

Hamburg, 14. November 2017 – Wie die aktuellen Daten der GfK Panel Services Deutschland, die im Auftrag der Filmförderungsanstalt (FFA) erhoben werden, belegen, hat die deutsche Videobranche in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 im transaktionalen Videomarkt (ohne physische Leihmedien* und Abo-Angebote bzw. SVoD = Subscriptional VoD) einen Umsatz in Höhe von 812 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit liegt das Ergebnis nach neun Monaten um -4% unter dem Vorjahresergebnis von 847 Mio. Euro.

Videokaufmarkt mit starkem digitalem Umsatzzuwachs

Nach den ersten drei Quartalen 2017 liegt die Videoindustrie in Deutschland mit einem transaktionalen Kaufmarktumsatz (DVD, Blu-ray, 4K UHD Blu-ray, EST) in Höhe von 723 Mio. Euro nach 777 Mio. Euro in 2016 um -7% unter dem Vorjahresergebnis. Innerhalb des Kaufmarktes gibt es jedoch starke Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Formate zu beobachten. So wächst der digitale Kaufmarkt EST (Electronic Sell Through) von 79 Mio. Euro in 2016 um weitere +25% auf 98 Mio. Euro. Diese Umsatzzuwächse können den Rückgang im DVD-Geschäft um -14% auf 383 Mio. Euro (nach 445 Mio. Euro in 2016) und beim Blu-ray-Absatz um -5% auf 241 Mio. Euro (nach 254 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum) jedoch nicht kompensieren. Die Ergebnisse belegen allerdings deutlich, dass die physischen Bildtonträger mit 86% des Kaufmarktumsatzes das Videogeschäft weiterhin dominieren.

Erfolgreiche Aufholjagd nach schwachem Jahresstart

Betrachtet man die einzelnen Quartalsergebnisse des Videokaufmarktes, wird deutlich, dass die negativen Umsatzzahlen vor allem auf das schwache Ergebnis im ersten Quartal 2017 mit einem Rückgang in Höhe von -19% zurückzuführen sind. Demgegenüber haben die folgenden Dreimonatsabschnitte mit -1% im zweiten Quartal und +2% im dritten Quartal stark ansteigende Tendenz aufgezeigt. Verbandssprecher Oliver Trettin kommentiert diese Entwicklung mit den Worten: „Da das Ostergeschäft in diesem Jahr erst im zweiten Quartal stattgefunden hat, ist die Umsatzdelle in Q1 nachzuvollziehen. Mit den starken Videoveröffentlichungen im vierten Quartal dieses Jahres kann die Videoindustrie vielleicht sogar noch in die Nähe des Vorjahresergebnisses kommen.“

TVoD mit neuen Höchstwerten

Im Videoverleihmarkt konnte das digitale Format „TVoD“ (Transactional VoD) seine Wachstumszahlen weiter ausbauen. Mit einem digitalen Verleihumsatz in Höhe von 89 Mio. Euro (nach 70 Mio. Euro in 2016) und einem weiteren Umsatzzuwachs um +27% konnte das Online-Geschäft einen neuen Höchstwert erzielen. Im Videoverleihmarkt ist ebenfalls eine Trendumkehr erkennbar. Während die Umsätze im ersten Quartal dieses Jahres noch um     -17% hinter dem Vorjahresergebnis lagen, konnten im zweiten Quartal mit +3% und im dritten Quartal mit +5% dagegen Umsatzzuwächse verzeichnet werden.

„Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ auf Platz 1 der physischen Verkaufscharts

Dem Fantasy-Abenteuer aus dem Harry Potter-Kosmos „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ gelang es in den ersten neun Monaten dieses Jahres, den ersten Rang der physischen Verkaufscharts zu belegen. Gefolgt vom „Star Wars“-Spin-off „Rogue One: A Star Wars Story“ auf dem zweiten und der Bestsellerverfilmung „Fifty Shades of Grey 2 – Gefährliche Liebe“ auf dem dritten Platz.

„John Wick: Kapitel 2“ Top Titel im digitalen Markt

Die Top-Titelliste im digitalen Videomarkt wird vom Action Thriller „John Wick: Kapitel 2“ angeführt. In dieser Rangliste lag die deutsche Erfolgskomödie „Willkommen bei den Hartmanns“ an zweiter Stelle noch vor dem Fantasy-Spektakel „Guardians of the Galaxy Vol. 2“.

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