TEST: Klipsch THE SEVENS II - Aktivlautsprecher mit Dolby Atmos Wiedergabe & powered by Onkyo
Klangwertung
In diesem Abschnitt möchten wir auf die klangliche Auslegung der Klipsch The SEVENS II genauer eingehen. Da die Wiedergabemöglichkeiten bei den Aktivlautsprecher sehr breit gefächert sind, werden wir unsere Klangwertung ebenfalls so aufbauen. Wir starten zunächst mit der Klangqualität von modernen Streaming via Spotify Connect und TIDAL Connect, wechseln dann zur klassischen Vinyl-Wiedergabe und schließen unsere Klangwertung mit der Wiedergabequalität von Dolby Atmos Inhalten ab.
Klang Streaming "Trade it for the Night", HAEVN
Wir beginnen unsere Klangwertung mit dem Titel "Trade it for the Night" von HAEVN. Hierbei handelt es sich um eine niederländische Indie-Pop-Band, die von der Singer-Songwriterin Marijn van der Meer und dem Filmsoundtrack-Komponisten Jorrit Kleijnen gegründet wurde. Der Titel beginnt mit Händeklatschen, und kurz darauf folgen weitere Instrumente sowie erste vokale Elemente. Diese Facetten präsentieren die Klipsch THE SEVENS II klar, detailiert und mit einer überraschend hohen Auflösung. Als dann die ersten Gesangseinlagen folgen, notieren wir eine hervorragende Differenzierung, und die doch spezielle Stimmfarbe kann sich auf einem hohen Niveau von den THE SEVENS II lösen. Auch, als sich im weiteren Verlauf sich weitere Instrumente wie z.B. eine Querflöte oder Streichinstrumente einbringen, stehen unsere Testkandidaten weiterhin für eine akkurate Differenzierung der verschiedenen musikalischen Ebenen. Als sich der Chor mit einbringt und zwischendrin Gitarrenklänge folgen, arrangieren die THE SEVENS II sämtliche musikalischen Elemente authentisch und damit glaubwürdig.. Die tieffrequenden Anteile des Titels werden mit einem sehr guten und präzise Volumen untermalt.
Klang Streaming "Hood To The Hills", Hedegaard feat. Matt Hawk
Deutlich dynamischer wird es beim nächsten Klangbeispiel - „Hood To The Hills“ von Hedegaard feat. Matt Hawk. Der Track startet ab der ersten Sekunde mit Syntheziser-Klängen, leichten Bässen sowie den ersten vokalen Elementen von Matt Hawk. Sehr klar und mit ausgezeichneter Struktur werden die Synthesizer herausgearbeitet und die Stimmfarbe von Matt wird ausgezeichnet getroffen. Im weiteren Verlauf nimmt der Umfang der akustischen Effekte zu, und es gesellt sich eine mit Absicht elektronisch verzerrte Stimme hinzu. Die Umsetzung dieses mehrschichtigen Auftritts gelingt den Klipsch THE SEVENS II außerordentlich gut. Das Zusammenspiel aus dem massiven Bassfundament, den elektronisch erzeugten Effekten und den unterschiedlichen Gesangsebenen wirkt klar definiert, räumlich dicht und sauber aufgebaut.
Klang Vinyl

Plattenspieler Technics SL-1500 CS
Die Klipsch THE SEVENS II verfügen über einen analogen Eingang mit integrierten Phono-Vorverstärker und auch hier, möchten wir die Klangqualität checken. Hierfür verwenden wir unseren Technics Plattenspieler SL-1500 CS mit MM-Tonabnehmersystem.
Klang Vinyl "In the End", Linkin Park
Als erstes Vinyl-Klangbeispiel haben wir uns für "In the End" vom Linkin Park-Album "Hybrid Theory" ausgesucht. Der Track startet mit einem elektrischen Piano sowie Syntheziser-Effekten - die THE SEVENS II agieren sehr detailreich und erzeugen eine hohe Klarheit, verbunden mit einer ebenso untadeligen Homogenität. Als der Ausnahmekünstler Chester Bennington kurze Zeit später zum Mikrofon greift und Mike Shinoda ihm mit seinem Sprechgesang unterstützt, ermöglichen die Aktivlautsprecher eine stimmige und feine Abzeichnung der beiden Stimmcharaktere. Nur wenigen Momente vergehen, bis das explosive Gemisch aus hart gespielten E-Gitarren, massiven Drums und dem dennoch gefühlvollen, manchmal explosiven Gesang von Chester in Erscheinung tritt. Aber auch hier liefern die THE SEVENS II ab, un zwar mit einer hervorragenden Auflösung, gepaart mit einem stets kontrollierten und kraftvollen Bassfundament. Die Darbietung von Chesters spezieller Stimmfarbe möchten wir als hervorragend einstufen.
Klang Vinyl, "Now We Are Free", Hans Zimmer
Bevor wir zur Dolby Atmos-Wiedergabe übergehen, lassen wir uns vom Vinyl-Album "Hans Zimmer - The Classics", den Titel"Now We Are Free" aus dem Film "Gladiator" wiedergeben. Erwurde vom tschechischen Philharmonieorchester unter Gavin Greenaway eingespielt, und am Mikrofon ist die Ausnahmekünstlerin Leona Lewis. Auch bei diesem gefühlvollen Titel können uns die Klipsch THE SEVENS II überzeugen. THE SEVENS II sind in der Lage, das Orchester in vielen Feinheiten durchzumodellieren, ohne dabei die fast zerbrechlich wirkende Stimmfarbe von Leona zu vernachlässigen. Ebenfalls überzeugen die Aktivlautsprecher mit einer ausgeprägten, zugleich realistischen Räumlichkeit. Die klassischen Streicher bleiben auch im weiteren Verlauf immer klar ortbar, so dass bilanzierend eine überragende Gesamtwiedergabe entsteht.
Klang Dolby Atmos-Material

Im letzten Abschnitt unserer Klangwertung möchten wir auf die Klangqualität der Klipsch THE SEVENS II bei der Wiedergabe von Dolby Atmos Material eingehen. Hierfür verbinden wir unseren Sharp 65JP7265E Smart-TV mit den Aktivlautsprechern mittels HDMI eARC.
Klang "Kingsman: The Golden Circle", in englischer Dolby Atmos Tonspur
Als erstes Dolby Atmos Klangbeispiel haben wir uns für "Kingsman: The Golden Circle" entschieden. Bei diesem Blockbuster verwenden wir grundsätzlich die Anfangssequenz, als sich Eggsy und Charlie einen erbitterten Fight im modifizierten und kugelsicheren Londoner "Black Cab" liefern. Die explosive und vor unterschiedlichen Facetten strotzenden Szenen werden von den THE SEVENS II mit klaren Konturen und mit ordentlichen Volumen sowie Druck umgesetzt. Die vokalen Elemente der beiden Protagonisten sind ebenfalls sehr klar und deutlich wahrnehmbar. Auch die kleinere Nebeneffekte, wie das Ziehen der Schusswaffe von Charlie, werden sehr präzise präsentiert. Die Dolby Atmos-Effekte werden mit klarem Aufbau und überraschend präziser Platzierung über den Köpfen der Zuhörenden platziert. Als die Verfolger in den Jaguar SUVs das Feuer auf das Black Cab eröffnen, stellen unsere Testkandidaten eine glasklare, fein nivellierte Darstellung der unterschiedlichen Effekte bereit. Das Zerbersten der Fahrertüre und der Seitenscheibe werden sehr effektreich in Szene gesetzt, ohne dabei zu harsch zu erklingen. Zudem liefern die Aktivlautsprecher ein sattes, gut ausbalanciertes Bassfundament.
Klang "Black Panther: Wakanda Forever", in englischer Dolby Atmos Tonspur
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "Black Panther: Wakanda Forever", ebenfalls in der englischen Dolby Atmos Tonspur. Wir gehen zu Kapitel Nummer 21. als Shuri, der letzte Überbleibsel der Familie es schafft, das herzförmige Kraut, die dem Black Panther übermenschliche Stärke, Schnelligkeit, Agilität und geschärfte Sinne verleiht, zu synthetisieren. Die verwendeten Synthesizer in dieser Szene, werden mit feinen, klaren Strukturen und mit stimmiger Gesamt-Klangcharakteristik umgesetzt. Die geführten Dialoge der Protagonisten überzeugen uns mit einer ausgezeichneten Klarheit und der nötigen Portion Natürlichkeit in unserem mittelgroßen Hörraum. Die akustischen Elemente lösen sich zudem hervorragend von den Aktivlautpsrechern, umgebenuns gekonnt und binden uns daher förmlich mit ins Geschehen ein. Weiter geht es nun mit der Szene, als die Schlacht entbrennt und bei der Shuri den Namor, König von Talokan, ans Festland locken möchte. Der Gesang der der Kriegerinnen wird sehr detailreich und einer ausgezeichneten Plastizität von THE SEVENS II präsentiert. Auch bei den effektgeladenen Kampfszenen gelingt eine detaillierte und auch bei höherem Pegel kontrollierte Gesamtwiedergabe. Die Aktivlautsprecher liefern zudem einen satten und sauberen Bassbereich. Das Aufsteigen der Fluggeräte und die Angriffe, die typischen Überkopf-Effekte von Dolby Atmos, werden authentisch und somit glaubwürdig umgesetzt.
Klang - Key Facts
- Enorm dichte Räumlichkeit bei jeder Art der Zuspielung
- Sehr gute Loslösung des Klangs von den Lautsprechern
- Ausgezeichnete Auflösung über den gesamten darstellbaren Frequenzbereich
- Dolby Atmos-Integration mit erstaunlich gelungener virtueller Einarbeitung der Überkopf-Ebene
- Tadellose Pegelfestigkeit und kräftiger Bassbereich
Konkurrenzvergleich

- Teufel STEREO M 2: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit den Teufel STEREO M2 als sehr günstiger, zugleich leistungsfähiger Alternative. Die nach dem Primary/Secondary Speaker aufgeführten STEREO M 2 sind in einer schwarzen sowie weißen Farbvariante für derzeit 799,99 EUR direkt im Onlineshop von Teufel oder in einen der zahlreichen Flagshipstores des Herstellers erhältlich. Weiteres Zubehör wie z.B. Lautsprecherstative sowie Wandhalterungen sind ebenfalls optional direkt beim Hersteller verfügbar. Die Gehäuse der Stereo M 2 bestehen aus FSC-zertifiziertem Holz sowie aus recycelten Stofffasern für die Lautsprecherabdeckungen. Die Außenflanken der Schallwandler sowie die Schallwand sind in edlem Schleiflack ausgeführt. Mit ihrem Abmessungen von 43,2 cm Höhe, einer Tiefe von 26,8 cm sowie einer Breite von 21 cm fühlen sich die Stereo M 2 auf einem Lautsprecherstativ oder einem großen Sideboard besonders wohl. Die Stereo M 2 besitzen ein WLAN-Modul und unterstützten AirPlay 2, auch Google Chromecast ist vorhanden plus der Teufel Home Plattform. Dadurch ist es komfortabel möglich, die Stereo M 2 in zahlreichen Multiroom-Umgebungen zu integrieren. Selbstverständlich können Dienste wie Spotify Connect oder Tuneln Radio ebenfalls komfortabel genutzt werden. Eine klassische Bluetooth-Verbindung steht außerdem auf der Ausstattungsliste. Weitere Zuspieler können via USB-C, optischen Digitaleingang sowie AUX direkt am Hauptlautsprecher angeschlossen werden. In den Teufel Stereo M 2 kommt ein SCA-Koaxial-Chassis zum Einsatz. Die tieffrequenten Signale setzt ein 165 mm Langhub-Wok-Tieftöner aus Kevlar um. Dieser kann dank des leichten, hochfesten Membranmaterials reaktionsschnell agieren, verfügt aber für einer souveränen Wiedergabe auch bei hohem Pegel auch über entsprechende Steifigkeit. Den Frequenzgang gibt der Hersteller mit 34 - 22000 Hz an. Der maximale Schalldruck beträgt 109 dB/1m. In unserer Klangwertung boten uns die Teufel-Aktivlautsprecher ein überragendes Auflösevermögen an, gepaart mit einem harten präzisen Punch im Bassbereich. Selbst bei kritischen Stimmcharakteren wurde die Gesamtwiedergabe nie harsch oder schrill. Bei zahlreichen unterschiedlichen Genres lieferten die Teufel-Speaker immer eine überragende Gesamtwiedergabe ab. Hätten wir drei Wünsche frei, würden wir uns einen HDMI-Port für die komfortable Einbindung eines TVs wünschen sowie eine Raumeinmessung und eine mitgelieferte Fernbedienung. Für den derzeit günstigen Kaufpreis aber schlicht wirtschaftlich nicht möglich.

- KEF LS 50 Wireless II: Weiter geht es in unserem Konkurrenzvergleich mit den KEF LS 50 Wireless II. Für einen Paarpreis von 2.499 EUR gibt es die kompakten aktiven Lautsprecher im unverwechselbaren Design in den Farbvarianten Carbon Black, Green Moss, Mineral White sowie Sand Shell. KEF stellt bei den LS 50 Wireless II eine Gesamtleistung von 760 Watt zur Verfügung, was bei der Musik- und Filmtonwiedergabe auch durch eine enorme Souveränität und Pegelfestigkeit spürbar ist. Die zum Einsatz kommende 12. Version des Uni-Q Treibers wurde weiter verbessert, uns gefiel besonders die Leichtigkeit und Luftigkeit gerade bei der Stimmwiedergabe. Aber auch der Tief- und Mitteltonbereich konnten uns hier überzeugen, der Bassbereich hat noch mehr Volumen, die Pegelfestigkeit stieg und auch Kontrolle sowie die gesamte Souveränität. Die Einrichtung ging dank der App einfach vonstatten. Dank der KEF App können Streamingdienste wie z.B. Spotify, Apple Music, Amazon Music, TIDAL, qobuz, Deezer, Podcasts sowie das Internetradio genutzt werden. Weitere Streaming Protokolle wie z.B. AirPlay 2, Chromecast built-in und Bluetooth 5.0 werden natürlich ebenfalls unterstützt. Zudem sind die KEF LS 50 Wireless II Roon ready. Insgesamt sind die LS 50 Wireless II spürbar teurer, bieten aber Leistung und Klangqualität satt.

- DALI VEGA: Zum Ende unseres Konkurrenzvergleich möchten wir nun noch ein anderes Konzept beleuchten, mit dem DALI VEGA. Beim VEGA handelt es sich nicht um klassische Aktivlautsprecher, sondern ein All-In-One Device der Extraklasse. Natürlich sind die knapp 3.000 EUR Kaufpreis schon eine Hausnummer, dafür erhält der Individualist eine erstklassige Verarbeitungsqualität mit Premium-Elementen. Highlight ist klar der kugelgelagerte Lautstärkedrehregler, der geräuschlos sowie geschmeidig arbeitet und eine präzise, stabile Kontrolle garantiert. Jede mechanische und elektronische Komponente des Lautstärkereglers wurde bei DALI im Haus entwickelt sowie gefertigt. Aber auch das gesamte Gehäuse, mit feinen Alu- und Holzelementen, ist eine Klasse für sich. DALI hat sich bei der Entwicklung des VEGA extreme Mühe gegeben und dem Projekt viel Entwicklungszeit gegönnt. Daher konnten die insgesamt zehn Treiber, die hochentwickelte DSP-Technologie, die äußerst kraftvollen Endstufen und das durchdachte Bedienkonzept perfekt in Einklang gebracht werden. Nicht nur, dass man VEGA wahlweise an der Wand (horizonale beziehungsweise vertikal) oder auf dem Sideboard aufstellen kann (die intelligente DSP-Elektronik passt die Akustik der Aufstellungsort an): Auch die moderne, bestens ausgestattete BluOS-Multiroom-/Streaming-Plattform und der HDMI-ARC-Anschluss stellen sicher, dass man VEGA in vielen älltäglichen Szenarien optimal verwenden kann. Beim Thema Klang überzeugt der VEGA mit Präzision, räumliche Wirkung, Tiefgang im Bassbereich, und mit einer ausgezeichnetenStimmwiedergabe. Klar kann auch DALI nicht komplett verleugnen, dass der gesamte Klang aus einer einzigen Komponente und nicht von zwei separaten Boxen kommt. Wer aber maximalen Style und maximal einfache Integration in den Wohnraum favorisiert und auf einen wirklich außergewöhnlich guten Klang für ein solches Konzept nicht verzichten möchte, findet hier die passende Lösung.
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