TEST: Dali SONIK 1 - kompakte 2-Wege-Box mit SMC-Technologie und Clarity Cone-Tiefmitteltöner

Klangwertung - das Equipment

NAD C 3050 Frontansicht4

NAD C 3050 Stereo-Vollverstärker

Cambridge Audio Cxn100 Frontansicht2

Der moderne Netzwerk-Streamer Cambridge Audio CXN 100

In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir auf die klangliche Auslegung der SONIK 1 genauer eingehen. Als Stereo-Vollverstärker setzen wir auf den NAD C 3050, der sich nach mehreren Hörversuchen als passend unter Beweis gestellt hat. Da der NAD über kein Stremingmodul verfügt, verwenden wir den modernen Cambridge Audio Netzwerk-Streamer, den CXN 100, als Zuspieler unserer digitalen Signale. Zuerst streamen wir Musik von Spotify und TIDAL, anschließend hören wir 2 Klangbeispiele von Schallplatte.

Klang "Wicked Game", Coverversionen von RAIGN

Wir starten unsere Klangwertung mit einer Coverversion des Chris Isaak-Klassikers "Wicked Game". Sehr gerne verwenden wir die Version der englischen Künstlerin und Musikproduzentin Raign. Die zu Beginn des Tracks erklingenden atmosphärischen, fein dosierten Elemente, werden von unseren Testkandidaten überraschend klar und detailliert dargestellt. Als dann nach wenigen Momenten Raign mit ihrem faszinierenden, charismantischen Gesang startet, schafft es der kleine Regallautsprecher tatsächlich, den Klang überzeugend von den Chassis zu lösen. Gut, zu weit weg sollte man nicht von den SONIK 1 sitzen, zaubern können auch die Dänen nicht.

Anzeige

Unkritische Aufstellung

Was ebenfalls wieder auffällt, ist die unkritische Aufstellung, die zur Philosophie des dänischen Herstellers gehört - wir dachten, man müsste so kleine Boxen viel deutlicher auf den Hörer anwinkeln, um dem klassischen Stereodreieck nahe zu kommen. Das muss aber gar nicht sein, auch bei lediglich geringere Anwinkelung kommt der Klang räumlich und exakt beim Zuhörer an.

Differenziert und klar

Fahren wir mit dem Track fort. Als er etwas an Fahrt aufnimmt und an Facetten gewinnt, realisiert der SONIK 1 eine außerordentlich gute Differenzierung der musikalischen Elemente. Selbst bei höherem Pegel wird der Ambient Sound nie harsch oder fordernd. In Anbetracht der kompakte Baugröße, liefern die SONIK 1 Box in unserem gut 20 qm großen Hörraum ein solides Bassfundament, welches für kleinere Räume mehr als ausreichend ist. Wer einen größeren Hörraum besitzt, kann zudem zu den nächstgrößeren DALI SONIK Modell greifen. 

Klang "No fear Of Tomorrow", Mike Mana

Weiter geht es "No Fear of Tomorrow" vom deutschen DJ und Producer Mike Mana. Die spezielle Anfangssequenz, die mit einem elektronisch erzeugten "Streichinstrument" und weiteren feinen und nicht einfach zu handhabenden feindynamischen Konturen untermalt wird. Diese facettenreiche Zusammenspiel meistern die SONIK 1 erstaunlich gut. Was uns weiterhin positiv auffällt:  Die kompakten DALI Schallandler liefern ein authentisches und sehr räumliches Klangbild. Bereits nach wenigen Momenten kommen vokale Elemente hinzu, und diese werden mit sauberer Struktur und natürlich präsentiert.

Gute Handhabung von Dynamiksprüngen

Anzeige

Als der Titel im weiteren Verlauf einen deutlichen Dynamiksprung mit einem harten und schnellen Bassfundament erlebt, klappt das Zusammenspiel aus den harten Bässen, dem weiter vorhandenen elektrisch erzeugten Streichinstrumenten und dem prägnanten Gesang richtig gut. Die sehr kompakten Regallautsprecher liefern eine schlüssige Differenzierung der akustischen Ereignisse, gepaart mit einem kräftigen Bassfundament. Selbst bei höherem Lautstärkepegel werden die "Streichinstrumente" nie zu harsch oder zu aggressiv umgesetzt. 

Klang "I'm A Song - Live at the Print Shop", Stephen Wilson jr.

Wir wechseln das Genre und starten die Wiedergabe von "I'm a Song - Live at The Print Shop" vom US-amerikanischen Multitalent Stephen Wilson Jr., der mit einer virtuos gespielten Akustikgitarre startet. Schon kurz darauf ist die charakteristische, markante und vielsichtige Stimme des Künstlers zu vernehmen. Beide klanglichen Ereignisse stellen die SONIK 1 mit klaren Umrissen dar und berücksichtigen auch feindynamische Unterschiede sehr gut. Als Stephen im weiteren Verlauf des Titels die Akustikgitarre forscher und dynamischer spielt, stellen unsere Testlautsprecher eine sauber ausbalancierte, dynamische Gesamtwiedergabe bereit. 

Klang "I don't care" - Apocalyptica feat. Adam Gontier

Bevor zur Wiedergabequalität von klassischer Schallplatte übergehen, spielen wir unserer NAD/Cambridge Audio/DALI Kombination "I Don't Care" von Apocalyptica feat. Adam Gontier zu. Der Titel beginnt mit drei Cellos, die homogen und einer überraschend guten Auflösung präsentiert werden. Kurz darauf greift der kanadische Musiker Adam Gontier mit seinem sehr feinen, aber zugleich fordernden Gesang in den Titel ein. Auch hier können die SONIK 1 uns mit der hervorragenden Gesamtperformance überzeugen. Insgesamt zeigen sich die dänischen Lautsprecher auch unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber und holen stets eine stimmige, klare Klangqualität aus dem Material.

Stets strukturiert und räumlich

Unser Schlusssatz des letzten Abschnitts ist bei diesem Titel vollumfänglich gültig. Die Stimmfarbe wird, in Anbetracht der günstigen Preisklasse, ausgezeichnet getroffen. Das Zusammenspiel aus den klassischen Instrumenten und den Gesangseinlagen wird hervorragend umgesetzt. Als der Titel einen Dynamiksprung erlebt, ermöglichen die SONIK 1 weiterhin eine ausgezeichnete Struktur innerhalb der musikalischen Elemente und eine gefühlvolle und vielschichtige Darstellung des außergewöhnlichen Stimmcharakters.

Klang Vinyl

Technics SL 1500CS

Technics SL-1500CS MM-Plattenspieler 

Anzeige

Als nächstes möchten wir die Klangqualität der SONIK 1 bei der Wiedergabe von klassischer Schallplatte checken. In diesem Test verwenden wir unseren Technics SL-1500CS Plattenspieler mit MM-Tonabnehmersystem.

Klang "Let the hard Times come", Jacob Dinesen

Als erstes Klangbeispiel haben wir uns den Song "Let The Hard Times Come" vom dänischen Songwriter Jacob Dinesen ausgesucht, vom gleichnamigen Vinyl-Album und was würde in diesem Test besser passen als die DALI Edition des Albums. Die schwungvoll gespielte Akustikgitarre zu Beginn des Titels wird lebendig und mit erstaunlich guter Detailarbeit von den SONIK 1 präsentiert. Als nach wenigen Momenten  Jacobs Stimmeinsatz erfolgt, sind wir begeistert, wie feinfühlig die kompakten Lautsprecher die vokalen Elemente umsetzen können.

Nuancenreich

Selbst die feineren Nuancen, wie beispielsweise das leicht Rauchige und Kratzige, die Jacobs Stimmfarbe prägen und auszeichnen, können die SONIK 1 mit Bravour umsetzen, gerade, wir wiederholen uns, in Anbetracht der günstigen Preisklasse. Die leichten Drums sowie die Akustikgitarre werden auch im weiteren Verlauf strukturiert und klar  dargestellt.

Klang "A Thousand Words", Miles Kennedy

Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "A Thousand Words" von Myles Kennedy. Der Track starten mit Gitarrenklängen, die von unserem Testaufbau sehr plastisch und feinfühlig umgesetzt wird. Als Myles Kennedy mit seiner unverkennbaren Stimme loslegt, überzeugen die DALI Schallwandler mit einer natürlichen und vielschichtigen Stimmwiedergabe. Auch als Myles im weiteren Verlauf zur Kopfstimme übergeht, wird dies lebendig und nicht zu harsch von den SONIK 1 umgesetzt.

Anzeige

Pegelfest und entschlossen

Das Zusammenspiel aus E-Gitarre, Bass-Gitarre und Schlagzeug gelingt mit einer ausgezeichneten Differenzierung. Selbst als der Titel deutlich an Dynamik gewinnt, bleiben die musikalischen Elemente fast in vollen Umfang erhalten. Im Bassbereich fehlt es natürlich bauartbedingt etwas an Durchschlagskraft in unserem doch größeren Hörraum. Für kleiner Horräume oder Wohnzimmer reicht die Performance allerdings vollkommen aus.

Konkurrenzvergleich

Wharfedale DIAMOND 12.2i Gruppenbild2

  • Wharfedale Diamond 12.2i: Wir starten unseren Konkurrenzcheck mit der Wharfedale Diamond 12.2i. Die neu aufgelegte Wharfedale DIAMOND 12i-Serie bietet sehr gut klingende Lautsprecher zu einem erstaunlich fairen Preis, davon konnten wir uns in diesem Review überzeugen. Die von uns getesteten, recht kompakten Diamond 12.2i 2-Wege Regallautsprecher werden zum Paarpreis von 449 EUR in den Farbvarianten Schwarz, Walnuss oder Grau angeboten. Die Verarbeitungsqualität ist tadellos für diesen Kaufpreis, zum anderen finden sich Details wie die ohne sichtbaren Schrauben in der Schallwand befestigten Treiber oder aber die magnetisch haftenden Lautsprecher-Schutzgitter, die man ansonsten eher von teureren Lautsprechern kennt. Gut, die Diamond 12.2i verfügen, wie auch die anderen Boxen der Serie, nicht über ein Unibody-Gehäuse, aber die Schallwand schmiegt sich eng und mit gleichbleibendem Spaltmaß an den Korpus - mehr kann man fürs investierte Geld kaum noch erwarten. Das gilt erfreulicherweise auch für die Akustik. In unserer Klangwertung spielten die Schallwandler sehr detailliert und lebendig auf. Gerade bei langsameren und gefühlvollen Titeln konnten die Diamond 12.2i ihre Stärken ausspielen. Auch bei schwierigen Stimmcharakteren lieferten die Wharfedale Lautsprecher einen überraschend facettenreichen und hervorragend gegliederten Hoch- und Mitteltonbereich ab. Bei dynamischen Titeln konnten wir einen für die Lautsprechergröße und die Preisklasse hervorragenden Bassbereich wahrnehmen, der stets kontrolliert und präzise agierte, unserer Meinung nach aber etwas mehr Volumen vertragen könnte. Für kleiner Räume jedoch reicht die Performance definitiv aus. Gutes zu berichten gibt es auch von der akustischen Auslegung bei höheren Pegeln. Selbst bei höherem Lautstärkepegel wurden die Diamond 12.2i weder schrill noch zu fordernd. 

Kef Q1 Meta Gruppenbild3

  • KEF Q1 Meta: Weiter geht es mit der KEF Q1 Meta, die ebenfalls als kompakter 2-Wege Regallautsprecher konzipiert sind. Die KEF Lautsprecher sind die für einen Paarpreis von 548 EUR in den Farben Satin White (Weiß), Walnut (Walnuss) und Satin Black (Schwarz) im Handel erhältlich. Als besonderes "Schmankerl" verfügt die aktuelle und preisgünstigen KEF Q Meta-Serie über die exklusive Metamaterial-Absorptionstechnologie (MAT). Das innovative Feature wird in den hochpreisigeren Serien von KEF erfolgreich verwendet und sorgt nachweislich für höhere Präzision und Klarheit im Hochtonbereich. Die Performance des Uni-Q-Treibers der 12. Generation wird damit auf ein neues Niveau gehoben, davon konnten wir uns bei den bereits getesteten Modellen der Q-Serie selbst überzeugen. Die KEF Q1 Meta ist speziell für kleiner und mittelgroße Räume ausgelegt. Der Frequenzgang (+- 3dB) ist mit 51 Hz - 20 kHz angegeben, die Empfindlichkeit liegt bei 86 dB und die Nennimpedanz bei 4 Ohm. Der maximale Schalldruck kommt auf 108 dB und die empfohlene Verstärkerleistung liegt laut KEF zwischen 10 bis 150 Watt. In unserer Klangwertung überzeugten die KEF Q1 Meta mit einem räumlich erstaunlich ausgeprägten und ausgewogenen Klang. Selbst durchaus kritische Titel konnten die Lautsprecher nicht aus der Komfortzone locken. Für den aufgerufenen Paarpreis lieferten die KEF Q1 Meta bilanzierend einen rundherum überzeugenden, weil erstaunlich kompletten Klang, und sind gerade für kleinere Räume perfekt geeignet. Sie klingen, ähnlich wie die SONIK 1, rund und homogen. Während die KEF aus räumlicher Sicht noch etwas weitläufiger agieren, gefällt uns bei den SONIK 1 die Einbeziehung kleiner Details noch ein wenig besser - insgesamt ein Patt, es kommt auf die persönlichen Präferenzen an.

Elac Debut Reference Dbr62 Gruppenbild1

  • ELAC Debut Reference DBR62: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit der ELAC Debut Reference DBR62. Diese ist ebenfalls als kompakte Zweiwege-Bassreflex-Regalbox ausgelegt, die derzeit zum sehr günstigen Paarpreis von 398 EUR im Handel erhältlich ist. Wahlweise gibt es den Schallwandler in der von uns getesteten Version mit weißer Schallwand, grauem Abdeckgitter und einem Korpus in Eiche-Folierung oder aber mit schwarzer Schallwand, Walnuss-foliertem MDF-Gehäuse und mit mittelgrauem Abdeckgitter als Kontrast vorne. Und auch in der Praxis erweist sich die Verarbeitung als ordentlich. Die vorn unten eingelassene Bassreflexöffnung sorgt zudem dafür, dass man die Box auch wandnah aufstellen kann. Die Bestückung setzt sich aus einem 25 mm Hochtöner mit Textilkalotte und einem Mittel-/Tieftöner mit Aluminium-Druckgusskorb zusammen. Die Membran des Tief-/Mitteltöners besteht aus leichter, zugleich steifer Aramidfaser. Der doppelt konische Bassreflexkanal stellt eine dynamische Basswiedergabe sicher, gleichzeitig kommt es kaum zu störenden Strömungsgeräuschen. Der Lautsprecher gibt Frequenzen zwischen 44 Hz und 35 kHz wieder, dadurch eignet er sich theoretisch sogar für Hi-Res-Audio-Anwendungen. Die Nominalimpedanz beträgt 6 Ohm, und der Wirkungsgrad ist durchschnittlich: 86 dB bei 2,83V/1m. Insgesamt spielen die ELAC-Lautsprecher wirklich tadellos auf, erweisen sich als lebendig ausgelegt. Erst bei hohem Pegel wird die Wiedergabe in den oberen Mitten und den Höhen dann etwas scharf, der Bassbereich wirkt dann angestrengt. Das ist aber in diesen Preisklassen meist so. Die SONIK 1 spielt insgesamt noch etwas runder, stimmiger und feiner auf.

Anzeige


Weiter auf: Vorherige Seite Nächste Seite

Seiten: 1 2 3

Tags:

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD

Themen-Schlagwörter (nach Häufigkeit sortiert)

Lautsprecher Blu-ray Disc-Review Samsung Panasonic IFA TV Kopfhörer Ultra HD Ultra HD Blu-ray-Review Soundbar LG Sony AV-Receiver Teufel CES Fernseher OLED Denon Verstärker Subwoofer nubert Bluetooth-Lautsprecher Yamaha Special Dolby Atmos Smartphone Aktivlautsprecher Bluetooth Stereo Canton Dali Beyerdynamic Marantz JBL Philips aktiver Lautsprecher AVR Wireless-Lautsprecher KEF Info-Special

Privacy Manager
  ZURÜCK