Nubert XXL-Special: Die Musterwohnung in Schwäbisch-Gmünd im Detail plus Interview mit Claudia List (E-Commerce) und Martin Bühler (Marketing/Vertrieb)

Aktuelles Spitzenmodell ist der nuSub XW-1200 für 995 EUR

Anderes Stichwort: Subwoofer.  Hier hat Nubert ja ein komplett neues Portfolio auf den Markt gebracht, Downfire anstatt Frontfire, meist kompakt anstatt ausladend, mit High Tech-Features wie der App-basierten, automatischen Einmessung des Bassbereiches. Wie haben die Kunden diesen Umschwung aufgenommen? Blicken auch Kunden mit Wehmut den „alten Zeiten“ hinterher, möchten wir wissen.

Subwoofer-Monumente wie den nuVero AW-17 vermissen einige Nubert-Kunden

Martin Bühler gibt eine interessante Antwort: „Tatsächlich trifft beides zu. Unsere neuen aktiven Subwoofer laufen hervorragend, aber es gibt auch Kunden, die immer noch begeistert von den klassischen Nubert Aktivsubwoofern sind – die Wehmut nach brutalen Woofern ist schon vorhanden.“

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Und in vorherigen Zeiten war Nubert mit den großen, äußerst kraftvollen aktiven Subwoofern extrem erfolgreich – zeitweise war Nubert in Deutschland Marktführer im Segment aktiver Subwoofer. DSP-Steuerung, doppelte Chassis-Bestückung, bärenstarke Endstufen: All das war typisch für Nuberts Subwoofer, und dementsprechend begehrt waren sie. „Bewusst kamen unsere Subwoofer martialisch daher“, erinnert sich Bühler noch genau an die Bass-Boliden zum Beispiel aus den Serien nuLine sowie nuVero.   

Subwoofer - neu gedacht: Modellen wie dem nuSub XW-800 slim ist zu verdanken, dass Nuberts aktive Basslautsprecher so gut laufen

So ab 2015 – 2016 beginnend, hat Nubert allerdings erkannt, dass die Zahlen im Subwoofer-Segment, und gerade bei den voluminösen Giganten, rückläufig waren – bezogen auf den gesamten Markt. Auch andere Mitwettbewerber hatten dies bestätigt. Im Jahr 2018 hatte man aufgrund der vorherrschenden Lage bei Nubert tatsächlich überlegt, ob man den Bereich aktive Subwoofer einstellen soll.

Chefentwickler Markus Pedal, mittlerweile auch Mitglied der Nubert-Geschäftsführung, steht als treibende Kraft hinter vielen Innovationen

Markus Pedal, heute Chefentwickler und Mitglied der Geschäftsführung (separates Interview folgt), brachte damals allerdings ein neues Subwoofer-Konzept inklusive cleverer Einmessmimik ins Spiel.

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Nubert-Volltreffer ist die X-Room Calibration

Es gab zum damaligen Zeitpunkt viele Designvorschläge bezüglich der Gestaltung neuer aktiver Subwoofer, und letztendlich hat Nubert eine 180 Grad-Wende vollführt. Die neuen, wohnraumtauglichen, schlicht gestalteten Downfire-Subwoofer „sprechen den HiFi- und Surroundfreak vielleicht zunächst nicht sonderlich an“, führt Bühler aus. Aber das Konzept ging auf, und das Paradoxe ist passiert: „Wir verkaufen aktuell so viele aktive Subwoofer wie nie zuvor.“ Zugleich allerdings gibt es derzeit bei Nubert auch Überlegungen, ein paar richtig große aktive Basslautsprecher nach dem alten Rezept wieder auf dem Markt einzuführen. Das Know-How ist schließlich vorhanden.

Das ist Nubert heute: Kompakte Hightech-Subwoofer und kompakte Hightech-Stereovollverstärker wie der nuConnect ampX

Nubert ist mittlerweile auch auf dem Elektronik-Markt aktiv – nicht nur mit den klassischen HiFi-Boliden nuControl 2, nuPower D und nuPower A, sondern auch mit neuen Konzepten wie dem nuConnect ampX oder dem Mehrkanal-Vorverstärker nuXinema preAV. Wie verkaufen sich solche Modelle? Es mag beim gerade eingeführten nuXinema preAV noch etwas früh sein, aber beim nuConnect ampX gibt es doch sicherlich bereits Erfahrungswerte, fragen wir nach.

„Der nuConnect ampX ist seit zwei Jahren auf dem Markt und hat wie eine Bombe eingeschlagen“, erklären Bühler und List nicht ohne Stolz. „Ein kleiner Verstärker, der sozusagen der Wolf im Schafspelz ist, trifft den Puls der Zeit offensichtlich sehr gut“, führt Martin Bühler weiter aus. Er wird in „traumhaften Stückzahlen“ verkauft und der nuConnect ampX zeigt auf, dass im Segment Stereo-Verstärker insgesamt viel Potential auch für Nubert vorhanden ist. Daher, so mutmaßen wir, kann man davon ausgehen, dass noch mehr von den schwäbischen Sound-Experten zu erwarten sein wird. Für wichtig hält Bühler aber auch nach wie vor die Nubert Vor-/Endstufen-Bausteine, denn diese „zeigen Nubert Premium-Qualität in bester Tradition des Hauses, handwerklich und technisch meisterhaft ausgeführt“. Langlebigkeit und enorme Betriebssicherheit sind absolute Nubert-Tugenden, das wissen auch wir. 

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Der nuXinema preAV ist ein mutiger Schritt von Nubert in eine verheißungsvolle Mehrkanal-Zukunft

Zum Schluss betonen Nuberts Marketing-Experten noch, dass der „nuXinema preAV Neuland für Nubert“ ist. Nubert ist in diesen Markt mit einer Kombination aus „Vorsicht und Mut“ hineingegangen.  

Bühler ist überzeugt: „Wenn man sich das Produkt genau anschaut, könnte es super funktionieren. Im Gegensatz zu einem AV-Receiver ist die nuXinema preAV-Vorstufe viel einfacher im Handling und überfordert den Anwender nicht.“ Ziel soll sein: HDMI-Kabel vom TV zum preAV, einmal den preAV mit den angeschlossenen Lautsprechern pairen, und alles funktioniert.“ Wenn die Kundschaft genau diesen Use Case versteht und in Folge dessen oft zum nuXinema preAV greift, dann ist die Mission erfüllt.

Technisch extrem aufwändig: nuPro XI-2000 RC

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Der nuXinema preAV ist aktuell aber beileibe nicht die einzige Nubert Innovation. Zu nennen wäre hier noch der Install-Smart-Speaker nuPro XI-2000 RC, ebenfalls Türöffner für ein Gebiet, auf dem Nubert zuvor nicht aktiv war. Wie sehen Marketing und Vertrieb die Chancen für ein solches, doch recht spezielles Produkt, das mit viel Liebe zum Detail entwickelt wurde?

Nubert fehlte bislang der Zugang zum Installer-Bereich, der doch mehr und mehr wichtig wird auch auf dem deutschen Markt. Also Elektriker, Custom Install-Firmen etc. Aber auch Endkunden, die neue Lösungen suchen, werden mit dem nuPro XI-2000 RC angesprochen. Martin Bühler glaubt, zu erkennen, dass auch in Deutschland der Markt für smarte Einbaulautsprecher wächst und man daher mit Produkten wie dem XI-2000 RC zukünftig erfolgreich mitmischen kann. „Der Lautsprecher ist aktiv, das sorgt für eine Sonderposition auf dem Markt. Die Konkurrenz arbeitet fast ausschließlich mit passiven Konzepten. Zudem ist der XI-2000 RC bezahlbar“, führt Bühler aus.

Dass der smarte Lautsprecher auf ein vollwertiges Dreiwege-System mit einem auf maximale Breite optimierten Abstrahlverhalten zurückgreifen kann, sind weitere nicht zu unterschätzende Vorzüge. Die ganze Sweet-Spot-Problematik ist nicht vorhanden, und zusätzlich ist mit der X-Room Calibration eine Einmessfunktion integriert. Bluetooth ist ebenfalls an Bord – und zwar nicht nur für eine etwaige Systemeinbindung, sondern es kann auch einfach ein BT-Stream vom Smartphone oder Tablet zum nuPro XC-2000 RC gesendet werden, sehr praktisch im Alltag. Das erweitert die Einsatzmöglichkeiten immens. Momentan allerdings gibt es, so Bühler, auch noch „echte Herausforderungen, das Produkt in den Markt einzuführen“.

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