TEST: Teufel ROCKSTER NEO - absoluter Champion der Bluetooth-Partylautsprecher
Klangwertung
In diesem Abschnitt unseres Reviews möchten wir nun auf die klanglichen Eigenschaften des Teufel ROCKSTER NEO eingehen. Wir beginnen unsere Klangwertung mit "Darker Still" von Parkway Drive. Der Metalcore Track startet mit einem Pfeifen sowie mit Gitarrenklängen, die der ROCKSTER NEO mit klarer Kontur umsetzen kann und dabei erstaunlich viel Gefühl entwickelt. Als Winston McCall, Frontband der Band, mit seinem außergewöhnlichen, sehr tiefen Gesang in den Titel einsteigt, können wir die Stimmfarbe ziemlich genau so wahrnehmen, wie wir diese kennen und schätzen gelernt haben, was für einen Bluetooth-Lautsprecher, auch für einen großen, kräftigen und recht kostspieligen, alles andere als selbstverständlich ist. Die Wiedergabe des Zusammenspiels aus den harten und voluminösen Bässen, den E-Gitarren sowie dem sehr fordernden Gesang gelingt auf sehr hohem Niveau. Als der Titel dann deutlich an Geschwindigkeit und Dynamik gewinnt, spielt das koaxiales Lautsprechersystem mit langhubigem 300-mm-Tieftöner und vorgesetztem Kompressionshochtöner mit Constant-Directivity-Waveguide seine Vorzüge aus und präsentiert ein exzellentes Timing, hinzu kommt ein hervorragendes Bassfundament, das auch einen beachtlichen Tiefgang aufzuboeten hat. Selbst die teilweise aggressiv gespielten E-Gitarren werden zu kleinster Zeit zu schrill oder zu harsch, selbst nicht bei Maximalpegel. Als Winston McCall förmlich ins Mikrofon brüllt, schiebt der ROCKSTER NEO nur noch vorne, ohne dabei an Auflösungsvolumen zu verlieren, das ist Weltklasse und wir beginnen, zu staunen.
Mit viel Gefühl und einer sehr guten Message geht es weiter in unserer Klangwertung, und los geht die Wiedergabe des Titels "Leave a Light On" von Papa Roach. Die zu Beginn des Titels erklingende Akustikgitarre sowie der mehrstimmigen Gesang werden mit einem überraschend hohen Maß an Fingerspitzengefühl und einer hervorragenden Klarheit vom ROCKSTER NEO dargestellt. Als Jacoby Shaddix zur Kopfstimme übergeht, bleibt das Gefühl erhalten, das uns der Künstler mitteilen möchte. Die tieffrequenten Elemente des Titel werden präzise und mit sehr solidem Punch umgesetzt. Das Zusammenspiel aus gefühlvollem Gesang sowie einer facettenreichen Wiedergabe funktioniert extrem gut.
Als nächsten Track haben wir uns „Ratchets“ von Hedegaard ausgesucht - immer wieder gern genommen wegen der überaus massiven Bässe, die bis tief in die Magengrube vordringen. Der Track startet ab der ersten Sekunde mit hart ausgeprägten tiefen Frequenzen, und nach wenigen Momenten kommt eine elektronisch erzeugte Stimme hinzu. Die Bässe fliegen uns in der Redaktion förmlich um die Ohren, aber im besten Sinne: Das Bassfundament ist trocken, präzise und besitzt ein Volumen, mit dem die meisten anderen Partylautsprecher definitiv nicht mithalten können. Die Synthesizer-Effekte werden kristallklar und detailreich umgesetzt. Das Zusammenspiel aus Bassfeuerwerk und den elektronisch erzeugten Effekte gelingt grandios.
Weiter geht es mit dem Techno-Mix von Bennett des Klassikers "Vois Sur Ton Chemin". Der äußert dynamische Titel beginnt mit einem mehrstimmigen Chorgesang, welcher sich als insgesamt sehr homogen und klar gegliedert präsentiert. Auch hier können wir selbst in der Nähe des möglichen Maximalpegels keinerlei Verzerrungen oder Übersteuern feststellen. Als dann nach wenigen Momenten der Titel förmlich explodiert - mit schnellen und harten Bässen -, bleibt der ROCKSTER NEO absolut gelassen und liefert uns ein Bassfeuerwerk, das seinesgleichen sucht. Wir hatten schon zahlreiche Partyspeaker im Test und mussten immer wieder feststellen: Entweder liefert ein Device knallharte Bässe, kann dann aber bei der Stimmwiedergabe nicht vollends mit Auflösung glänzen oder liefert eine feine Auflösung, hat dann aber mit akustischen Einschränkungen zu kämpfen, wenn es grobdynamisch ordentlich zur Sache geht. Nicht aber so beim neuesten ROCKSTER-Sproß, hier ist den Berliner Lautsprecherspezialisten der Spagat zwischen einer harten und punktgenauen Bassperformance kombiniert mit einer detailreichen Auflösung außergewöhnlich gut gelungen.
Nicht weniger fordernd wird es beim nächsten Klangbeispiel. Sehr gerne verwenden wir Paul Kalkbrenners Track "Altes Kamuffel". Er beginnt mit elektronisch verzerrten Klängen, die sehr stimmig und mit sauberer Dynamik vom Teufel-Lautsprecher präsentiert werden. Der Bass hat ein kräftiges, ausgezeichnet strukturiertes Fundament, und die tieffrequenten Basspassagen meistert der ROCKSTER NEO gekonnt. Sie wirken bei Maximalpegel manchmal schon fast zu dominant. Weder schrill noch zu monoton werden die verwendeten Synthesizer dargestellt, sie fließen nahtlos, aber trotzdem prima herausgearbeitet mit in die Gesamtwiedergabe ein.
Abschließen möchten wir unsere Klangwertung mit "When Legends Rise" von der US-amerikanische Hard-Rock-Band Godsmack. Die harten Drums sowie die E-Gitarren zu Beginn des Titels werden energiegeladen und detailreich auf den Punkt gebracht. Als der Titel bereits nach wenigen Momenten massiv an Dynamik gewinnt, bleibt die Wiedergabe homogen und facettenreich. Die Stimmfarbe von Frontmann Sully Erna wird exakt auf den Punkt getroffen und mit all ihrer Vielseitigkeit umgesetzt.
Konkurrenzvergleich

- Magnat Bulldog 7: Wir starten unseren Konkurrenzvergleich mit dem Magnat Bulldog 7. Magnat belebte mit dem Bulldog 7 wieder alte Tugenden und schickt dabei einen leistungsstarken und optisch exakt aufs "feierwütige" Publikum zugeschnittenen Partylautsprecher ins Rennen. Inhalte vom Smartphone können dank der von Integration Bluetooth 5.0 kabellos zum Partylautsprecher übertragen werden. Der Bulldog 7 verfügt ebenfalls über einige weitere Eingänge, auch für Instrumente oder ein Mikrofon. Erfreulich ist, dass der Bulldog 7 über einen austauschbaren 18V 5,2 Ah Li-Ion Akku mit 94 Wh Kapazität verfügt. Mit diesem sollen Wiedergabezeiten von bis zu 20 Stunden möglich sein, natürlich bei moderaten Pegeln. Geht die Akkukapazität dennoch mal zu Neige, braucht es leider bis zu 6 Stunden, bis der Akku wieder voll einsatzbereit ist. Wer jedoch eine Steckdose in der Nähe des Aufstellortes hat, kann diese natürlich ebenso verwenden. Im Großen und Ganzen ist der Magnat Bulldog 7 anständig verarbeitet. Wir würden uns allerdings etwas mehr Detailverliebtheit bei der Akkuabdeckung oder auch den Kantenschutz wünschen. Einige Details machen doch einen eher einfachen Eindruck, hier könnte man für rund 1.000 EUR mehr erwarten. Klanglich hat uns der Bulldog doch etwas überrascht, ist er doch anders ausgelegt als manches Konkurrenzmodell. Der Bulldog 7 lieferte einen kultivierten und reifen Klang mit einer hervorragenden Stimmwiedergabe, gerade bei langsameren Stücken oder Balladen. Auch Pop/Dance Titel erklangen auf dem Magnat Lautsprecher sehr gut.

- JBL Partybox 701: Weiter geht es in unserem Konkurrenzvergleich mit der Partybox 701 von JBL. Ja, der Test ist schon etwas älter, nach wie vor ist der Lautsprecher aber erhältlich. Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 799 EUR (mittlerweile für gut 580 EUR im Handel erhältlich) liefert die JBL Partybox 710 kraftvolle 800 Watt (RMS) und zudem ist das gute Stück spritzwasserfest nach der IPX4-Norm. Gesteuert wird die eigene Club-Maschine per App, und damit lässt sich auch die Light-Show starten. Die Musik wird synchronisiert und die passenden Lichteffekte werden generiert. Die 800 Watt-Endstufe versorgt einen 216 mm messenden, hart aufgehangenen Tieftöner und zwei 70 mm messende Hochtöner mit ausreichend Leistung. Wem selbst das noch nicht genug ist, der hat die Option, zwei Partyboxen miteinander zu koppeln. Das kann entweder per Kabel oder kabellos (True Wireless Stereo) passieren. Das doch recht ausladende Modell (399 mm breit, 905 mm hoch, 436 mm tief) ist dank Rollen problemlos zu bewegen und an der richtigen Position aufstellbar. Neben Bluetooth 5.1 stehen anschlussseitig auch ein Mikrofon-Eingang, ein Gitarren-Eingang, USB und ein Aux-In bereit. Über eine integrierten Akku verfügt das JBL Device allerdings nicht und muss somit an einer Stromquelle angeschlossen werden. Die JBL Partybox 710 präsentierte sich in unserer Klangwertung als krasse Pegel-Maschine für Techno, Trance, Club-Hymnen, R&B-Tracks. Bei gefühlvolleren Musiktiteln oder Rockmusik, fehlte es uns allerdings etwas an Auflösung.

- Teufel ROCKSTER: Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit dem Ur-Rockster aus dem Hause Teufel. Der Großvater des ROCKSTER NEO ist derzeit für reduzierte 849,99 EUR direkt im Onlineshop des Herstellers oder in einem der zahlreichen Flagshipstores erhältlich. Das mobile Event-System ist mit Class-D- und Class AB 440 Watt-Verstärker ausgestattet. Dank des integrierten Akkupack sind Wiedergabezeiten bis zu 20 Stunden möglich. Sollte der Akku dennoch mal leer sein, kann dank optionalen Kabel, sogar eine 12 Volt Autobatterie angeschlossen werden. Auch ein herkömmlicher Stromanschluss steht zur Verfügung. Wenn es etwas "mehr" sein darf, der kann zwei Rockster mittels Kabel miteinander verbinden. Im den Klangtestreihen überzeugt der Rockster durch Kraft und Dynamik auch bei exorbitant hohem Pegel. Der Rockster verfügt über keine IPX-Zertifizierung, die Bedienelemente werden aber auf der Oberseite durch einen Deckel vor Umwelteinflüssen geschützt. Im direkten Vergleich würden wir den jungen und wilden Rockster NEO den Vorzug geben, da dieser eine längere Wiedergabezeit generieren kann, vor Umwelteinflüssen bestens geschützt ist und im Handling deutlich einfacher ist. Für den Einsatz im Partykeller ist aber der Ur-ROCKSTER noch immer die perfekte Wahl. Wer es gerne etwas mobiler haben möchte, für den ist der ROCKSTER NEO die richtige Wahl.
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