TEST: Denon DHT-S517 - 3.1.2 Soundbar-/Subwoofer-System mit Dolby Atmos für 399 EUR

Ganz frisch von Denon auf dem Markt, und schon in unserem Testraum: Das Denon DHT-S517 Soundbar-/Subwoofer-System, ausschließlich in schwarzer Farbgebung verfügbar. Denon führt vier Hauptvorteile des 399 EUR kostenden Sets auf: Dolby Atmos 3D-Audio Decoder integriert (mit physisch vorhandenen Upfiring Modulen), die Kompatibilität zu jedem TV-Gerät, der Denon Dialogie Enhancer für beste Sprachverständlichkeit unter allen Bedingungen, und der im Paket inkludiert Wireless-Aktivsubwoofer. Natürlich ist, für ein einfaches Streaming vom Smartdevice, auch Bluetooth mit an Bord. 

Top Firing-Lautsprecher

Das 3.1.2 System besitzt einen dedizierten Centerkanal, was schon einmal sehr gute Voraussetzungen für eine klare und differenzierte Stimmwiedergabe schafft. 

HDMI-Ausgang mit eARC plus HDMI-Eingang, 3,5 mm Minikline, optischer Digitaleingang

USB-Buchse für Service-Zwecke

Anschlussseitig verfügt das DHT-S517 System über einen HDMI eARC-Ausgang und einen HDMI-Eingang. Zudem ist ein optischer Digitaleingang vorhanden, sowie ein analoger 3,5 mm Miniklinken-Eingang. Neben Dolby Atmos werden auch Dolby Digital, Dolby Digital +, Dolby True HD, DTS und DTS-HD decodiert. Es fehlt ein Decoder für DTS:X. Es finden sich weiterhin der Denon Pure Soundmodus, ein Nacht-Modus sowie der schon angesprochene Dialogue Enhancer in der Ausstattungsliste. 

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Gefälliger, sauber angebrachter Stoffbezug

Das Denon System ist ordentlich verarbeitet, für knapp 400 EUR darf man natürlich keine enorme Noblesse erwarten. Der Stoffbezug, hinter dem sich die Chassis befinden, ist präzise befestigt und wirft keine Falten. Das Kunststoffgehäuse entspricht in Ausführung und Oberflächenqualität gängigem Großserienstandard.

Status-LED vorn

Schicke kompakte Fernbedienung

Die mitgelieferte Fernbedienung liegt gut in der Hand und präsentiert sich hinsichtlich der Verarbeitung und der Materialqualität voll der Preisklasse angemessen. Oben links, rot markiert, befindet sich der Standby-Button. Darunter findet die Quellwahl statt. Lautstärkeregelung, die Pure-Schaltung und die Basseinstellung folgen dann. Darunter dann die DSP-Programme Movie, Night und Music. Die unterste Tastenreihe auf der Fernbedienung widmet sich voll und ganz dem Dialogue Enhancer, der in drei Stufen - LOW, MED und HIGH - schaltbar ist.

Front des aktiven Subwoofers

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Der im Lieferumfang enthaltene aktive Wireless-Subwoofer passt hinsichtlich der optischen Erscheinung sehr gut zur Soundbar.

Rückseite mit Bassreflex-Öffnung

Bassreflexöffnung im Detail

Die Abdeckung des aktiven kabellosen Subwoofer ist mit dem identischen Bezugsstoff versehen wie die Front der Soundbar. Vergleichen wir diesen kompakten Bassisten mit früheren, optisch sehr einfach und billig gehaltenen aktiven Subwoofer als Bestandteil von Soundbar-Systemen, so müssen wir feststellen, dass sich hinsichtlich des optischen Auftritts einiges ins Positive verändert hat.

Bezugsstoff des aktiven Wireless-Subwoofers im Detail

Standfüße und Finish des Subwoofers unten

Seitliche Ansicht 

Klangtestreihen

Wir beginnen mit unseren Klangtestreihen und Soundbars da mittlerweile als multimediale Schaltzentralen genutzt und damit auch für die Musikwiedergabe verwendet werden, möchten wir bei den ersten Klangbeispielen wissen, wie sich die Denon DHT-S517 bei der Präsentation von Musik schlägt. 

Wir starten unsere Klangtestreihen mit Takita und dem Titel "You Learn". Der gefühlvolle Track wird von der Denon Soundbar erstklassig wiedergegeben, gerade wenn man sich überlegt, dass dieses Set gerade einmal 400 EUR kostet. Die sehr feinfühlige Stimme von Takitas Frontmann Robert Petterson wird von der Denon Kombo mit einer tollen Klarheit in den Hörraum getragen, vokale Konturen sind klar erkennbar, erscheinen aber nicht überschärft. Auch nicht zu kurz kommt die Abbildung der klassischen Instrumenten: Die akkurat eingebundenen Bläser sowie die harmonisch klingenden Streicher sind sehr gut durchstrukturiert. Positiv möchten wir ferner den Wireless-Subwoofer erwähnen. Natürlich können wir in dieser Preisklasse kein Pegelmonster erwarten, aber der kabellose Bassist unterstützt die Soundbar mit Nachdruck und liefert trotz seiner kompakten Abmessung, ein sehr schönes Bassfundment. Der insgesamt sehr runde, nahtlose Klangeindruck ist es, den wir am Denon-Ensemble schätzen. Hier gibt es keine störenden "Klanglöcher" (zwischen unterer Grenzfrequenz der Soundbar und oberer Grenzfrequenz des aktiven Subwoofers) und keine unschönen Überbetonungen. 

Neu in unseren Klangtestreihen ist die nächste Künstlerin. Wir lassen uns von der Denon DHT-S517 den Titel "Young and Beautiful" von Lana Del Ray wiedergeben. Erneut brilliert die Denon Soundbar mit einer erstklassigen Stimmwiedergabe für ein so günstiges Device. Die Stimme erklingt gefühlvoll und löst sich gut von der Soundbar, die vokale Cahrakteristik ist klar und zugleich erstaunlich gefühlvoll. Auch der Subwoofer gefällt uns bei diesem Titel sehr gut, kraftvoll unterstützt dieser die Soundbar im Tieffrequenten Bereich, ohne dabei überfordert oder zu es zu übertreiben. Er kann dezent im Hintergrund bleiben, zugleich aber jederzeit ordentlich zupacken.

Bevor uns dem Thema "Filmton" widmen, starten wir die Wiedergabe des letzten Musiktitels in diesem Test und beginnen mit der Wiedergabe von "Shivers" von Ed Sheeran. Der etwas schnellere und dynamische Titel kann die Denon Soundbar ebenfalls nicht "in die Knie zwingen". Eds spezielle Stimmfarbe wird sauber getroffen und löst sich stimmig vom Rest der Akustik. Der Bass des kompakten aktiven Subwoofers ist zudem überraschend knackig und präzise, sodass wir insgesamt feststellen können, dass uns in diesen Preisklassen bislang kaum eine musikalischere Soundbar mit Subwoofer untergekommen ist. 

Starten wir nun mit der Filmtonwiedergabe, als ersten Titel haben wir uns Kingsman - The Golden Circle, natürlich in Dolby Atmos, ausgesucht. Der Hauptakteur Eggsy soll in diesem Filmtitel die kriminelle Organisation "The Golden Circle" aufhalten. Wir verwenden gleich die Sequenz am Anfang, in der sich Eggsy mit Charlie einen harten Fight im Taxi liefert. Die daher sehr actiongeladene Szene werden von den Denon Komponenten mit Nachdruck und zugleich mit klanglicher Übersicht präsentiert, selbst kleinere Nuancen wie z.B. die Verwendung des Elektroschockers, dürfen wir präzise wahrnehmen. Tatkräftige Unterstützung erhält die Soundbar vom aktiven Subwoofer, dieser entfaltet seine Kraft in überzeugender Art und Weise, auch höhere Pegel erzeugen keun hilfloses Durchschlagen. Durch die Verwendung von dedizierten, physisch vorhanden Top Firing-Modulen wird die Dolby Atmos Tonspur bezüglich der dreidimensionalen Wirkung und der Einarbeitung der Überkopf-Ebene glaubwürdig sowie überzeugend wiedergeben. Natürlich könnte man sich noch etwas mehr Detaillierung und noch kräftigeren Bass wünschen, in Anbetracht des doch schmalen Kaufpreises jedoch, überzeugt uns die dargebotene Performance ohne Abstriche.

Weiter geht es mit der nächsten Dolby Atmos-Blu-ray in Form von "Mission Impossible- Rogue Nation". Hier entscheiden wir uns für das Kapitel, in der Ethan und Benji den Anschlag auf den österreichischen Bundeskanzler in der Wiener Oper verhindern sollen. Hier können wir klare und authentische Dialogen wahrnehmen, die Stimmwiedergabe gelingt überzeugend: Vokale Einzelheiten kommen ordentlich heraus, zugleich aber fügen sich die vokalen Elemente tadellos ins tonale Gesamtgeschehen ein. Erstaunlich gut gefällt uns die Darstellung des Opernsänger, die zu kleinster Zeit undynamisch, monoton oder zu spitz wirkt. Als dann der Fight auf dem Gerüst zwischen Ethan und dem Terroristen einsetzt, fehlt uns etwas der Mitteltonbereich und so wirkt die Kampfszene nicht so realistisch, wie wir es von teureren Systemen her kennen. Auch als der Schusswechsel einsetzt, könnte etwas mehr Durchschlagskraft vorhanden sein. Aber gut, keiner erwartet von einem Soundbar-/Subwoofer-System für 400 EUR Referenzleistungen bei jedem Quellmaterial. 

Konkurrenzvergleich

  • Samsung HW-Q600A : Die Samsung HW-600A ist derzeit zum reduzierten Kurs von 409 EUR direkt beim Hersteller erhältlich, da es sich um ein Modell aus 2020 handelt. Das 3.1.2-Kanal-System ist mit 8 integrierten Lautsprechern bestückt und besitzt ebenfalls einen externen Wireless-Subwoofer. Wie die Denon Soundbar auch, liefert die Samsung Komponente Dolby Atmos, hinzu kommt noch DTS:X, was bei der Denon Soundbar fehlt. Zudem verfügt Samsungs Alternative über die "Acoustic Beam"-Technologie, für bestmöglichen und raumfüllenden Klang, versprechen die Südkoreaner. Die HW-Q600A bringt ebenfalls über keine Netzwerkschnittstelle mit, Inhalte vom Smartphone können via Bluetooth zugespielt werden. Zudem ist es möglich,, die die HW-Q600A noch zu einem 5.1.2 System auszubauen, dank optional erhältlicher Rear-Lautsprecher. Klanglich sind beide Kontrahenten auf hohem Level, die Denon DHT-S517 setzt aber mit einem natürlicheren Hochtonbereich, mehr Muskalität und feinerer Stimmdarstellung wichtige Akzente.

  • Panasonic SC-HTB600 : Weiter geht es mit der Alternative von Panasonic in Form der SC-HTB600. Mit einem Kaufpreis von 499 EUR ist diese rund 100 EUR teuerer als die Denon Lösung. Die Panasonic Soundbar besitzt für die Dolby Atmos Wiedergabe zudem keine dedizierte Top-Firing Module, sondern setzt auf virtuelle Aufpolierer. Das führt zu einem weniger authentischen 3D Audio-Klangeindruck. Diie SC-HTB600 klingt insgesamt tadellos, die Denon-Alternative löst aber feiner auf und arbeitet Stimmen noch überzeugender ein.  Über Netzwerkfunktionen verfügt der Kandidat von Panasonic ebenfalls nicht.

  • JBL BAR 5.0 : Abschließen möchten wir unseren Konkurrenzvergleich mit der JBL BAR 5.0. Diese besitzt neben dem Dolby Atmos-Decoding zahlreiche integrierte Streaming-/Multiroom-Optionen und spielt mit 399 EUR Kaufpreis, in der selben Preisklasse wie die Denon DHT-S517, mit - ist allerdings ein All-In-One-Device ohne separaten aktiven Subwoofer. Daher ist es völlig klar, dass man Abstriche hinsichtlich der Basskraft und dem Tiefgang hinnehmen muss. Um für die Zukunft bestens gewappnet zu sein, unterstützt die JBL BAR 5.0 Multibeam 4K-Inhalte, einschließlich HDR und Dolby Vision. Wer einen kleineren Hörraum besitzt und Wert auf Streamingfunktionalität legt, für den ist die JBL BAR 5.0 der richtige Ansprechpartner. Für mittelgroße Räume hingegen, ist die Denon DHT-S517 dank des im Paket enthaltenen aktiven Subwoofers die bessere Wahl.
Fazit

Denon landet mit dem DHT-S517 Soundbar-/Subwoofer System einen Volltreffer. Ernsthafte Kritik kann man nirgendwo anbringen. Gut, es gibt nur Decoder für Dolby Atmos, nicht aber für DTS:X. Aufgrund der geringen Marktdurchdringung von DTS:X - gerade auch bei Mainstream-Käufern ist DTS:X nicht besonders stark gefragt - aber halten wir diesen Nachteil für sehr gering. DTS:X ist ein typisches Feature, welches engagierte Mehrkanal-Liebhaber schätzen, die aber dann einen AV-Receiver oder AV-Verstärker kaufen oder bereits ihr Eigen nennen.

Ansonsten kann man dem Denon 3.1.2 Package nichts vorwefen, das beginnt schon mit der attraktiven Optik und der guten Verarbeitung. Die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung stammt 1:1 von teureren Denon Soundbars und ist deutlich besser als die meisten Alternativen der Konkurrenz. Akustisch begeistert das DHT-S517 System mit einer sehr sauberen Stimmwiedergabe und einem erstaunlich ausgeprägten Auflösungsvermögen.

So gerüstet, empfiehlt sich Denons Set sogar für die Musikwiedergabe. Der kompakte aktive Wireless-Subwoofer punktet mit solidem Bassfundament und einer nahtlosen Zusammenarbeit mit der Soundbar. Für uns steht daher fest: Für 400 EUR Kaufpreis kann man kaum noch mehr erwarten. 

Denon stellt mit dem DHT-S517 3.1.2 System derzeit den Maßstab in der 400 bis 500 EUR-Liga für Soundbar-/Subwoofer-Pakete

Soundbar-/Subwoofer-Systeme bis 500 EUR
Test 27. Januar 202

 

Test: Sven Wunderlich, Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
Datum: 27. Januar 2022

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