TEST: Samsung 65 Zoll Curved QLED Ultra HD-TV Q8C – der andere Weg zum Spitzenbild

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Samsung ist einer der wenigen Anbieter, die auch 2017 noch Curved-TVs anbieten. Nach wie vor sind die Südkoreaner von den Vorzügen der gebogenen Display-Bauform überzeugt. Mit der 2017er Display-Technologie QLED verbunden, heißt das aktuelle Spitzenmodell Q8C. Zu einem Kurs von 4.499 EUR (UVP) wird der hervorragend verarbeitete Ultra HD-TV mit „cleaner“ Rückseite angeboten. Er läuft unter Samsungs eigenem „Tizen“ Betriebssystem und bietet 1.500 Nit maximale Display-Helligkeit. 

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Saubere Gestaltung hinten. Normalerweise gibt es für den Bereich unten in der Mitte natürlich eine Abdeckung, diese fehlte bei unserem Test-TV

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Mitgelieferter Tisch-Standfuß von vorn

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Standfuß von hinten

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Live TV-Betrieb

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Internet-Browser

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Große App-Auswahl

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Gliederung

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Hi-Res-Files gibt der Q8C auch wieder

Samsung-QE65Q8CGM-Fernbedienung

Premium Smart Remote

Der TV wird mit der „Premum Smart Remote“ ausgeliefert. Das kleine Tool liegt sehr gut in der Hand und ist hinsichtlich der Materialgüte als ausgezeichnet einzustufen. Im Gegensatz zu früheren Remotes mit „Fake-Alu“ Surface kommt nun echtes, kühles, wertiges Aluminium zum Einsatz. Wer klassische Fernbedienungen gewohnt ist, wird sich schon umgewöhnen müssen, da nur wenige Tasten die Bedieneinheit der Premium Smart Remote zieren. Unter anderem finden sich Tasten fürs Home-Menü und fürs Mikrofon, um Sprachbefehle einzugeben. Nach Drücken der Home-Taste gelangt man ins Hauptmenü, das parallel zur aktuellen Quelle (z.B. Live TV oder YouTube) eingeblendet wird. Das Home Menü gliedert sich in mehrere Ebenen, die je nach aktueller Quelle unterschiedlich bestückt sind. Im Live TV-Betrieb z.B.  befinden sich die Icons TV-Programm, Senderliste, Programmierung sowie die am häufigsten betrachteten Sender in einer Ebene, darunter ganz links sind Einstellungen, Quellwahl, Suche sowie die App-Übersicht in einem Fenster untergebracht. Es schließen sich in Leistenform unten zahlreiche nachgefragte und verwendete Apps (z.B. VoD-Dienste wie Amazon Video, Netflix, Google Play Movies&TV oder YouTube) an, die man auf Wunsch einfach an eine andere Stelle verschieben oder entfernen kann. Auch, wenn Samsung und LG harte Konkurrenten sind: LGs webOS 3,5 und Samsungs Tizen 2017 haben einiges gemein, was die Darstellung angeht. 

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One Connect Box als separates Device, das mit dem Display verbunden wird

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3 x USB, 4 x HDMI, Netzwerkanschluss, optischer Digitalausgang: Das Übliche

Wie von Samsung bekannt, wird auch der Q8C wieder mit der „One Connect Box“ ausgeliefert, an die praktisch alle Quellen angeschlossen werden. Mit einem einzigen, sehr dünnen optischen Kabel mit dem TV verbunden, kann die One Connect Box bis zu 5 Meter entfernt vom Display platziert werden. Optional ist ein längeres Kabel (15 Meter) lieferbar.

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Standfuß

Wer den Q8C an die Wand montieren möchte, freut sich über eine fast bündig mit der Wand abschließende „No Gap“ Wandhalterung. Der im Lieferumfang enthaltene, hochwertige Standfuß des Q8C sieht aber auch richtig gut aus. 

Die Ersteinrichtung des Q8C ist einfach. Hier die Screenshots:

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„Willkommens“-Bildschirm zu Beginn

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Auswahl des Landes

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Einfache TV-Einrichtung mit entsprechenden Hilfetexten

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Einrichtung des DVB-S2-Tuners

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Samsung-Konto kann erstellt werden

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Identifikation angeschlossener Quellgeräte

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Identifizierung abgeschlossen

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Einrichtung des Netzbetreibers

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Zusammenfassung

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Individuell anzupassen: Der persönliche Smart Hub

Samsung QE65Q8CGM Screenshot 11

Test der Fernbedienung

Der Samsung ist rasch betriebsbereit, und schon nach kurzer Eingewöhnung kommt man sehr gut mit dem Tizen-Betriebssystem, dem Smart Hub und der kleinen, sehr hochwertigen Fernbedienung zurecht. Sehr reaktionsschnell setzt der Q8C alle Befehle um, die mit der Remote gegeben wurden. Überhaupt: Prozessorleistung scheint in üppiger Form vorhanden zu sein, dies belegen alle von uns untersuchten Arbeitsprozesse:

  • Streaming
  • Upscaling von 576i und 1.080p Material
  • Reaktion auf Fernbedienungsbefehle
  • Download von Apps

Ein toller Eindruck vom Samsung Q8C: Einfach zu handhaben, üppig ausgestattet, sehr betriebssicher und überdies schnell. 

Bild

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Gut für das Betrachten vieler Inhalte geeignet: Der augenfreundliche „Film“ Modus

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Alle Video-EQ-Parameter finden sich in den „Experteneinstellungen“

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Frame Interpolation „Auto Motion Plus“ und HDR+ Modus für HDR-ähnlichen Effekt auch bei klassischem SDR-Inhalt

Aus visueller Sicht machen wir einen ersten Vergleich zwischen QLED- und QLED-Technik. Übrigens trägt der Q8C das Ultra HD Premium-Zertifikat und trumpft mit einer gegenüber den 2016er SUHD-TVs weiter verbesserten Frame Interpolation auf, die ein natürliches Bild mit praktisch komplett ruckelfreier Bewegungswiedergabe verbindet. Aber: Es gibt bei „Auto Motion Plus“ nur einen Automatikmodus oder die Möglichkeit, benutzerdefiniert (Unschärfe-Minderung und Judder-Minderung) einzugreifen. Weitere Modi wie „Klar“ oder „Film“ finden sich nicht. Nach wie vor hat der Samsung weder ISF- noch THX-Modi. es finden sich nur „Standard“, „Film“, „Natürlich“ und „Dynamisch“. 

  • Der Samsung Q8C ist definitiv heller als alle bislang von uns getesteten OLEDs. Selbst bei Tageslicht und Sonnenschein draußen kann man im Wohnzimmer noch HDR-Inhalte wahrnehmen. Auch, wenn aktuelle OLEDs, besonders der EZW1004 von Panasonic, durchaus eine erfreuliche Panel-Maximalhelligkeit aufweisen, so legt der Samsung noch locker einige Schippen drauf. 
  • Der Samsung Q8C bietet für einen auf LCD-Technik (wenn auch enorm modifizierten) basierenden TV einen ausgezeichneten Schwarzwert, der auch anspruchsvolle Anwender zufrieden stellen wird. Im abgedunkelten Raum, unter Heimkino-Bedingungen, fahren jedoch aktuelle Hightech-OLEDs mit noch satterem, noch tieferem Schwarz und nochmals feinerem Detailkontrast auf. 
  • Farbwiedergabe = OLED-Domäne? Das versprechen die Hersteller, aber der Q8C hält hier hervorragend mit und platziert sich ebenfalls an der Spitze dessen, was derzeit möglich ist. „Q Color“ mit 10-Bit-Panels und 100 Prozent Farbvolumen sowie eine praktisch komplette Abdeckung des DCI-P3-Farbraums zeichnen den Q8C aus. Dass Samsung den Worten auf der Website auch Taten folgen lässt, belegt der Q8C durch enorm hohe Farbdynamik, die erfreulicherweise auch mit hoher Farbreinheit kombiniert wird. 
  • Bildschärfe: Hier sticht der Q8C im wahrsten Wortsinne hervor. Extrem scharf, klar, trotzdem praktísch kein Ringing – das sitzt. Aber: gerade derjenige Anwender, der den klassischen „Kino-Look““ mag, kann auch dem nicht ganz so scharfen, dafür enorm natürlichen OLED den Vorzug geben. Letzten Endes ist es eine Frage der „Weltanschauung“.
  • Fazit: Wer es knackscharf, hell und extrem „clean“ liebt, wird mit dem Q8C fast alles richtig machen. Wer auf höchste Natürlichkeit und klassische visuelle Kino-Tugenden Wert legt, fährt mit einem OLED besser. Daher ist es sehr gut, dass es beide Konzepte gibt. Die „Generation High Tech Gamer“ und 4K Schärfe-Gurus werden sich mit dem glatten, gleichzeitig plastischen Bild eines Samsung QLED sofort anfreunden, wer schon lange Kino-Filme nahe der Original-Güte betrachten möchte und Wert auf ein extrem angenehmes Bild legt, greift zum OLED. Mehr Charisma hat der OLED, mehr Ultra HD Hi-Res-Feeling offeriert der Samsung. Daher gibt es kein „besser oder schlechter“, sondern vielmehr sollte der jeweilige Einsatzzweck im Fokus stehen. 
Nun zu unseren Eindrucken von „The Legend Of Tarzan“ ab Filmbeginn. 
  • Der Kongo mit dem über den Bäumen liegenden Nebel wird ausgezeichnet wiedergegeben. Der Samsung ermöglicht dank der großen Displayhelligkeit auch bei Tageslicht eine überzeugende Wiedergabe von HDR-Inhalten. Das Bild ist scharf und plastisch, dunkelt man ab, stellt man überdies fest, dass der Schwarzwert auf einem sehr guten Level ist. 
  • Die Bewegungen der Wolken gleich in der ersten Bildeinstellung erfolgen bei Einstellung der Frame Interpolation auf „Auto“ ruhig und gleichmäßig. 
  • Als die Soldaten durch die hohen Grashalme laufen, stellt der Q8C nahezu jeden Grashalm mit enormer Schärfe dar. Auffällig ist, dass das maximale Schärfeniveau etwas über den von uns in Augenschein genommenen OLEDs liegt. Das heißt nicht, dass die OLED-TVs unscharfe Bilder als Nachteil aufweisen, vielmehr aber legt der Samsung einfach noch etwas oben drauf – und es ist kommt auf den jeweiligen Anwender an, welchen Bildeindruck er mehr schätzt. Fest steht: Der Q8C macht alles richtig und präsentiert auch Farbnuancen überragend und authentisch. 
  • Als bei Laufzeit 2:07 der Felsen durch den Bildschirm gleitet, begeistert der Q8C aufgrund mehrere Faktoren: Erstens verläuft die Kamerafahrt absolut ruhig und scharf, ohne störende Artefakte. Zum zweiten holt der Samsung nahezu alles an Detailkontrast selbst bei Tageslicht heraus. Zum dritten werden die Konturen des Felsens klar, aber ohne jede Artefakte präsentiert. 
  • Laufzeit 2:18, Truppen formieren sich und stehen im leichten Dunst: Der steinige Unterboden kommt lebendig heraus, auch kleine Steine zittern nicht, sondern stehen  komplett stabil. Details an den Uniformen der Soldaten sind klar auszumachen. Der Samsung zeichnet das Bild bis in die hintersten Ebenen stabil durch. 
  • Kapitel 2, Laufzeit 10:59: Der vom Regen nasse Boden der Straße wird exakt präsentiert. Die Gebrauchsspuren an der Gebäudefassade werden gekonnt hervorgehoben. Der Bildeindruck, geprägt durch die präzise Wiedergabe aller Passanten mit der für die damalige Zeit typischen dunklen Kleidung, ist enorm dreidimensional und vielschichtig.
Ultra HD-BD „Independence Day – Die Wiederkehr“, ab Kapitel 14:
  • Wir wollten überprüfen, ob man die zahlreichen dunklen Sequenzen, wie z.B. in Kapitel 14, auch am Tage auf dem Q8C betrachten kann, ohne dass zu viele Einzelheiten „verschwinden“: Der Q(C schlägt sich wirklich tüchtig und stellt genug maximale Helligkeit bereit, dass selbst das Innere des Kontrollzentrums im Dämmerlicht gut herausgerarbeitet wird. Ok, einige Einzelheiten in sehr dunklen Szenen gehen selbst beim hellen QLED-TV verloren, aber in nur sehr geringem Umfang
  • Das Bild während der wilden Manöver in der Luft ist sehr stabil, auch während schnellen bewegten Abläufen zeigt der Samsung viele Details. 
  • Das Bild hält im schwarzgrauen Bereich viele exakte Abstufungen bereit. Der Samsung ist in der Lage, beim abgedunkelten Raum mit einem beachtlichen Schwarzwert und einer sehr überzeugenden Staffelung des Kontrastes die Vorzüge von HDR-Inhalten gekonnt aufzuzeigen. 
  • Dass das Panel des Q8C praktisch nicht rauscht, kommt dem Seh-Erlebnis auch bei diesem Material zu Gute. 
  • Kontrastierende Bildinhalte werden sauber voneinander differenziert, es gibt praktisch keine störenden Überstrahlungseffekte
  • Halos vom Backlight halten sich beim Q8C in engen, unserer Meinung nach (auf unser Testgerät bezogen) absolut tolerablen Rahmen
YouTube, „Cista Rica in 4K“:
  • Stabiles Streaming per kabelbasierter Netzwerkeinbindung ohne Ruckeln oder Verzögerungen (Ethernet-Anschluss an der One Connect-Box)
  • Sehr plastisch werden Flora und Fauna wiedergegeben.
  • Der Frosch, die Schlange, ihre Bewegungen: Sehr natürlich, flüssig, mit enormer Stabilität. Die Hautoberfläche der Reptilien kommt sehr gut heraus
  • Das Bild auch des Chameleons ist sehr scharf, plastisch – diese extreme Bildschärfe, die ohne störendes Ringing möglich ist, prägt den Charakter des Q8C. Für manche mag es „des Guten zuviel“ sein, für diejenigen, die grafisch hochwertige Konsolen-Games lieben, wird der Q8C aber absolut passen.
  • „Meister des 4K-Eindrucks“. Auch aus der vorherigen Beobachtung leiten wir ab, dass der Samsung die Vorzüge der enorm hohen 4K-Auflösung besonders überzeugend zum Ausdruck bringt. Das sieht man z.B. am Fell des Faultiers, das einen Baum hochklettert. Auch der Salamander und der Boden rund um das Reptil zeigen auf, dass der Q8C ein echter Meister der Bildschärfe ist.
  • Das Bild hat eine exzellente Tiefenwirkung und eine hohe Dynamik, wie man es von Samsung-TVs gewohnt ist. 
Blu-ray „James Bond 007 – Ein Quantum Trost“

Zunächst schauen wir ab Kapitel 5, Sequenz in London, Wohnung des von Bond getöteten Leibwächters, der ein doppeltes Spiel spielte:

  • Im „Film“ Modus authentische Farben, wie man am braunen Holzton des Tisches sehen kann, schon noch recht intensiv, aber nicht so übertrieben, dass Farbtöne verfälscht dargestellt werden
  • Enorm geringes Scaling-Rauschen trifft auf extrem geringes Panel-Rauschen – selbst das, was im Quellmaterial an Rauschen enthalten ist, tritt nur sehr schwach in Erscheinung. Eine hervorragende Leistung des Q8C. 
  • Das Bild ist sehr plastisch und kontrastreich und auch bei deutlichem externem Lichteinfall äußerst hell. Der „Ganztagesfernseher“ – man kann praktisch jeden Inhalt bei praktisch jedem Lichtzustand im Raum der Aufstellung wahrnehmen. 

Die Sequenz auf Haiti, im heruntergekommenen Hotel und auf den Straßen der Hauptstadt Port-Au-Prince- wir aktivieren nun den „HDR+“ Bildmodus für einen Quasi-HDR-Effekt:

  • Bei diesem Film ist ein deutlich höherer Kontrastumfang zu beobachten, ähnlich dem, was wir bei Verwendung des HDR+ Bildmodus bei TV-Content feststellten. Gerade das dunkle Hemd Bonds in der Lobby des alten Hotels ist deutlich präziser im HDR+ Bildmodus zu erkennen.
  • Auch das Abplatzen des Putzes an der Außenfassade des Hotels in Bereichen, die im Schatten liegen, sind mit aktiviertem HDR+ Bildmodus besser herausgearbeitet.
  • Liebhaber einer absoluten visuellen Authentizität werden den Modus unter Umständen trotzdem meiden, weil es manchmal etwas digital-synthetisch und der Maximalkontrast leicht überzogen erscheint (sieht man z.B. etwas an den Gesichtern der Protagonisten in Kapitel 8). Wer aber ein tief gehendes, dynamisches Bild mit enormen Kontrastverhältnissen schätzt, kommt hier auf seine Kosten. 
  • Die Frame Interpolation arbeitet gut, nur selten sieht man leichte Bewegungsartefakte
  • Zu Beginn von Kapitel 8, der Blick aufs Meer, überzeugt durch sehr hohe räumliche Tiefe und eine feine Detaillierung, was man z.B. an der Wasseroberfläche oder am Frachtschiff nachvollziehen kann.
TV-Tuner, DVB-S2, ZDF „Drehscheibe“, aktivierter HDR+ Modus für „Quasi-HDR-Darstellung“ sowie Modus „Film“:
  • HDR + Programm verbessert selbst bei normalem 720p TV-Content Gesamt- sowie Detailkontrast und steigert die visuelle Gesamt-Intensität
  • Solider Bildstand, nur selten im Bildhintergrund leichtes Zittern im hochfrequenten Bildbereich
  • Natürliche Farben, die aber „echter“ bei Anwahl des Modus „Film“ als bei „HDR+“ wirken. Wer es aber intensiver und satter schätzt, kann ohne extreme negative Effekte auch auf HDR+ setzen.
  • Der Samsung hat ein extrem rauscharmes Panel, dazu rauscht auch der hochwertige DVB-S2 Tuner kaum – das passt. Ein sehr sauberes Bild, das auch mit akkuraten Farbübergängen glänzt, ist die Folge. 
  • Hautfarben stellt der Samsung ausgezeichnet dar, auch feine Übergänge arbeitet er sensibel heraus. 
Klang

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Ton-Menü

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Ton: „Experteneinstellungen“

Was kann das Lautsprechersystem des Samsung? Die Konkurrenz von Sony, LG oder Panasonic veranstaltet einen großen Wirbel um die besonders hochwertigen, in die Top-TVs eingebauten Soundsysteme. Wie hält der Q8C hier dagegen? Wir lauschen „Hello“ von Adele und stellen fest: Auch das Soundsystem des Q8C muss sich keinesfalls verstecken. Das 4.2-Kanal-Lautsprechersystem stellt Adeles Stimme klar und lebendig dar, der Hochtonbereich ist die eigentliche Überraschung: Frei, räumlich sauber und mit einer ordentlichen Auflösung bleibt hier kaum ein Wunsch offen. 60 Watt Leistung sollen laut Samsung-Datenblatt vorhanden sein, wer gern  lauter hört, wird feststellen, dass dies keine leeren Versprechungen sind: Der Q8C erweist sich als erstaunlich pegelfest und bietet im Modus „optimiert“ auch ein weitläufiges Raumgefühl. Der Bsssbereich ist schon vorhanden, verständlicherweise kann hier aber aufgrund der Rahmenbedingungen wie auch bei den Konkurrenten nur ein befriedigendes Volumen offeriert werden. 

Konkurrenzvergleich

Generell möchten wir vor dem Beginn des Konkurrenzvergleiches kurz auf die Bauform eingehen. der Samsung ist einer der letzten „Curved“ TVs. Vor einiger Zeit als neuer Trend gefeiert, bieten im Modelljahr 2017 nur noch wenige Hersteller Curved-TVs an. Samsung ist einer davon. Der plastische, tiefe Bildeindruck, wenn man direkt zentriert vor dem Bildschirm sitzt, ist schon nicht wegzudiskutieren – daher hat ein Curved-TV, wenn man nicht mit so vielen zusammen Inhalte anschaut, schon noch eine Daseinsberechtigung. Wer aber zu vierl zu fünft oder zu sechst Filme betrachtet, ist mit einem modernen Flat-TV besser bedient, da dieser praktisch identische Bedingungen für jeden Betrachter – auch für die außen sitzenden – offeriert. 

Nun zu den Konkurrenten. 

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LG OLED65E7V

Selten hatten wir eine so enge Situation „an der Spitze“ , langweilig wird es aber trotzdem nicht. Vergleichen wir den Samsung mit dem LG OLED65E7V, so muss zunächst gesagt werden, dass der LG mit 5.999 EUR deutlich teurer ist. Dafür kommt er unter anderem mit besonders edler Optik und einem Soundsystem, das sogar Dolby Atmos verarbeitet. Die Fernbedienung „Magic Remote“ ist sehr hochwertig, und nach kurzer Eingewöhnung gibt es keine Bedien-Probleme mehr. Visuell beeindruckt der Schwarzwert des LG, das Bild ist außergewöhnlich augenfreundlich und „Kino-like“, perfekt für den Filmabend. Der Samsung kontert mit einem Gegenentwurf: Schärfer und heller, spricht er nicht den typischen Kino-Fan an, sondern denjenigen, der auch allzeit sehen möchte, was ein Ultra HD-TV hoher technischer Güte leisten kann. Der günstigere Samsung hat ebenfalls eine vorzüglich verarbeitete Fernbedienung und eine tadellose Materialqualität – für seinen Kaufpreis stellt der Q8C demnach ohne Zweifel eine sehr gute Wahl dar, vor allem, wenn man mit der ganzen Familie auch am Tag Inhalte betrachten möchte. Dann wirft der Q8C seine enorme maximale Displayhelligkeit in die Waagschale. Übrigens – der HDR+ Bildmodus und der eingebaute TV-Tuner überzeugen ebenfalls, das enorm schnelle Reaktionsverhalten des TVs auf per Fernbedienung gegebene Befehle ist beispielhaft, so schnell agiert kaum ein Konkurrent. Und: Sein Soundsystem ist überraschend gut. Der teurere LG offeriert akustisch allerdings noch mehr Weitläufigkeit und Effekt-Staffelungsvermögen. 

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Bravia A1 OLED

Der Sony Bravia A1 OLED ist mit 5.499 EUR preislich ebenfalls oberhalb des Samsung angesiedelt. Der Sony begeistert uns mit seinem visionären Akustik-Konzept (komplette Display-Rückseite arbeitet als „Lautsprecher“) und mit seinem natürlichen, klaren Bild. Er ist für einen OLED ausreichend hell, aber gegen die 1.500 Nit des Samsung hat er kein „Allheilmittel“.

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ZD9

Da muss man dann den für 4.999 EUR erhältlichen Sony Direct LED-LCD ZD9 zum Vergleich heranziehen. Er ist ebenfalls extrem hell, und auch wenn Sony keine genauen Angaben macht, sind beim ZD9 1.500 Nit locker drin. Er hat keine ISF- und/oder ISF-Bildprogramme, wie man sie z.B. bei Panasonic, LG der Philips findet. Die Programme „Cinema Home“ und „Cinema Pro“, die übrigens auch der A1 OLED mitbringt, sind aber sehr ausgewogen. Farben stellt der ZD9 eine Idee zurückhaltender als der Q8C dar. Hier ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks. Der Sony hat aufgrund seiner „Backlight Master Drive“ Technologie einen für einen LCD-TVs vorbildlichen Schwarzwert, zudem kommt es auch praktisch nicht mehr zu Halos. Halos produziert auch der Q8C kaum noch, der Schwarzwert ist minimal schlechter, aber dafür schlägt der Q8C den Sony beim Thema Bildschärfe. Beide Sony-TVs haben eine leicht bedienbare Fernbedienung, die aber nicht so edel wirkt wie die des Q8C. Klanglich fällt der ZD9 trotz gutem Soundsystem leicht hinter den Q8C zurück, der sich eher mit dem Bravia A1 OLED messen kann. 

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DXW904

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EZW954

Von Panasonic kommt der 2016er LCD DXW904, der in 58 und in 65 Zoll lieferbar ist. 3.499 EUR wechseln für den 65-Zöller den Besitzer. Verglichen mit dem Q8C muss man konstatieren, dass der Samsung ein dynamischeres Bild produziert, das schärfer und heller ist. Der DXW904 kontert mit einem besonders harmonischen Bildeindruck, alles wirkt wie aus einem Guss. Der Q8C beweist durch das nochmals rauschärmere Panel, dass er einfach neuer ist. Panasonics preislich passender OLED, der EZW954, der in 65 Zoll auf 5.499 EUR kommt, wird von uns in Kürze getestet. Ersten Eindrücken nach stellt der EZW954 einen brillanten Schwarzwert und eine vortreffliche Bewegungswiedergabe zur Verfügung. Maximale Schärfe und maximale Bildhelligkeit bleiben die Domäne des Q8C. 

Fazit

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Der Samsung Q8C im beliebten 65-Zoll-Format stellt eine hochinteressante Alternative zu den zuletzt getesteten OLED Ultra HD-TVs dar. Sehr hell, extrem scharf, mit beachtlich gutem Schwarzwert sowie sauberem Upscaling von niedriger auflösendem Quellmaterial: Der Samsung setzt Glanzlichter. Das kann man für 4.499 EUR Kaufpreis auch erwarten, aber die OLED-Kontrahenten sind eher teurer als preiswerter.Für den Q8C spricht ferner der ausgezeichnete Tuner, der rauscharm und scharf agiert. Ums eingebaute Lautsprechersystem macht Samsung wenig Aufhebens, dabei kann es sich absolut sehen lassen: Klar, mit guter Räumlichkeit und einer ordentlichen Pegelfestigkeit, weiß es zu überzeugen. Die enorm hochwertige Fernbedienung ist sehr kompakt und weist nur wenige Tasten auf. Nach nur sehr kurzer Eingewöhnungszeit hat man sich aber schon ans Konzept gewöhnt und ist immer wieder beeindruckt, wie schnell und direkt der Q8C auf Kommandos, die mit der Remote gegeben wurden, reagiert. 

Extrem hell und extrem scharf, ist der Samsung Q8C der „TV für alle Fälle“
referenz
Curved-TVs Oberklasse
Test 24. Juli 2017

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 24. Juli 2017




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