TEST: Panasonic ALL Connected Soundbar System SC-ALL70T – Universalist fürs Wohnzimmer?

Panasonic SC-ALL70T Gruppenbild2

„I want it all, and i want it now!“ – Wer diesen legendären Song von Queen als Vorbild nimmt, landet unweigerlich bei Panasonic. Hier gibt es für knapp 500 EUR das 3.1 Soundbar/Subwoofer-System SC-ALL70T. Im Set enthalten ist neben der schlanken, edel wirkenden Soundbar ein drahtloser aktiver Subwoofer. 350 Watt (RMS) Ausgangsleistung ist üppig bemessen, hinzu kommt, dass Panasonic selbstverständlich auch dieses ALL-Soundbar/Subwoofer-System in eine 4K/Ultra HD-Umgebung integriert: Dank 4K Pass-Through – zu deutsch, 4K/Ultra-HD-Bildsignale können durchgeschliffen werden – und HDCP 2.2 ist das SC-ALL70T-System voll auf der Höhe der Zeit.

Panasonic SC-ALL70T Soundbar Anschluesse Rueckseite2

Optischer Digitaleingang, Netzwerkbuchse

Panasonic SC-ALL70T Soundbar Anschluesse Rueckseite1

HDMI Ein- und Ausgang, 4K-kompatibel und mit HDCP 2.2

Neben der Einbindung ins drahtlose WLAN-Netzwerk ist auch Bluetooth (inklusive NFC) an Bord. So kann auch der Freund, der zu Besuch ist, schnell seine neuesten Lieblingslieder vorspielen, auch wenn er nicht im WLAN-Netzwerk registriert ist. An internetbasierten Diensten werden Spotify, Qualcomm AllPlay Radio, Napster sowie AUPEO! unterstützt. Natürlich kann man auch Musik, die auf PCs und Home Servern gespeichert ist, mittels des SC-ALL70T Systems wiedergeben. Dank HDMI mit Audio Return Channel (ARC) wird das SC-ALL70T System vom TV (der auch über HDMI-ARC-Funktionalität verfügen muss) als externes Audiosystem erkannt. Dann erfolgt die Tonausgabe nicht mehr über die qualitativ meist eher wenig begeisternden TV-Lautsprecher, sondern über SC-ALL70T. Die Soundbar, bestückt mit 6,5 cm Breitband-Chassis, kann flexibel aufgestellt werden (0 oder 90 Grad-Winkel), wiegt 2,6 kg und ist 905 mm lang, 55 mm hoch und 120 mm tief. Der dazugehörige aktive Subwoofer mit 16 cm Basschassis kommt auf ein Gewicht von 5 kg, ist 180 mm breit, 378 mm hoch und 303 mm tief. 

Panasonic SC-ALL70T Soundbar Front Seitlich1

Die Soundbar tritt sehr elegant auf

Panasonic SC-ALL70T Soundbar Display

Display

Panasonic SC-ALL70T Soundbar Bedienelemente Seitlich2

Flach und elegant auch aus seitlicher Perspektive

Panasonic SC-ALL70T Soundbar Bedienelemente Seitlich1

Touch-Bedienelemente an der anderen Seite

Wenden wir uns dem 3.1-Komplettpaket im Detail zu. Die 350 Watt Gesamtleistung verteilen sich mit jeweils 70 Watt auf Front-Links-/Center/-Rechts, plus 140 Watt für den kabellosen aktiven Subwoofer. Im Gegensatz zu manchem Konkurrenzprodukt dekoriert Panasonic das SC-ALL70T-System auch mit Decodern für Dolby Digital sowie DTS. DTS-HD und Dolby True HD werden nicht nativ decodiert. Dolby Pro Logic II und Dolby Virtual Speaker sind ferner an Bord. Mittels „Re-Streaming“ können übrigens, wenn das SC-ALL70T-System Audiosignale via Bluetooth zugespielt bekommt, diese Signale auch an andere im gleichen WLAN-Netz befindliche ALL-Komponenten weitergereicht werden. Praktisch ist auch, dass man zwei SC-ALL2 per App mit dem SC-ALL70T-System koppeln kann, dann hat man ein echtes Wireless Surround-System. Im Spielbetrieb kann man zwischen verschiedenen Sound-DSPs, umschaltbar über die Fernbedienung, wählen: Standard, Music, Cinema, Stadium, News und Stereo. 

Panasonic SC-ALL70T Subwoofer Front Seitlich1

Aktiver drahtloser Subwoofer

Panasonic SC-ALL70T Subwoofer Rueckseite Seitlich1

Rückseite

Panasonic SC-ALL70T Subwoofer Unterseite

Downfire-Konstruktion – von unten hat der aktive Subwoofer einen gewissen „Selbstbau-Touch“

Panasonic SC-ALL70T Subwoofer Tieftoener

16 cm Basschassis

Panasonic SC-ALL70T Subwoofer Bassreflexrohr

Standfüße

Die Soundbar ist ansprechend verarbeitet und sieht richtig gut aus, auch aus seitlicher Sicht. Auf der einen Seite sind Bedienelemente in Touch-Form integriert. Ein schmaler chromfarbener Rand umgibt die Soundbar auf beiden Seiten, was die optische Eleganz weiter steigert. Leider hält der drahtlose aktive Subwoofer nicht den erfreulichen Standard. Gerade die Unterseite – auch wenn man diese in normalen Betrieb zugegebenermaßen nicht sieht – ist sehr einfach gehalten. Man muss allerdings bei dieser Kritik auch die Preisklasse berücksichtigen, das üppig ausgestattete System kostet lediglich knapp 500 und eben keine 1.000 EUR. Dass schon ein gewisser Sparzwang herrscht, stellt auch die ebenfalls sehr simple Fernbedienung im Mini-Format unter Beweis. 

App-Screenshots

Panasonic Music Streaming App 1

Lautsprecher werden gesucht

Panasonic Music Streaming App 2

Gleich zu Beginn gibt es eine kleine Einführung, was man wie mit der App machen kann

Panasonic Music Streaming App 4

Unser SC-ALL70T-System wurde gefunden

Panasonic Music Streaming App 5

Liste der aktiven Quellen. Unten kann man weitere Musikdienste hinzufügen

Panasonic Music Streaming App 14

Auswahl an Musikdiensten

Panasonic Music Streaming App 6

Wiedergabe von Musik vom Smartphone

Panasonic Music Streaming App 7

Neues Design der App

Panasonic Music Streaming App 8

Erweiterte Lautsprecher-Auswahl

Panasonic Music Streaming App 9

Möglichkeit, ein Setup mit SC-ALL2 als Rear-Lautsprechern zu erstellen

Panasonic Music Streaming App 10

Integrationsanleitung

Panasonic Music Streaming App 11

Nach diesem Prozess hat man ein Wireless-Mehrkanal-Setup

Panasonic Music Streaming App 12

Einstellungen

Panasonic Music Streaming App 13

HiRes-Wiedergabe: 88,2 kHz FLAC-File

Panasonic SC-ALL70T 3.1-System – Pro & Contra:

+ Komplettes 3.1-System für Aufbesserung des TV-Sounds plus Wireless Multiroom Audio 
+ 350 Watt System-Gesamtleistung
+ Sehr elegante Optik der Soundbar
+ Integrierte Decoder für Dolby Digital und DTS
+ Möglichkeit, durch Erweiterung um SC-ALL2 Lautsprecher eine Surround-Anlage aufzubauen
+ Bluetooth inklusive Re-Streaming-Funktion integriert
+ HDMI inklusive 4K-Unterstützung und HDCP 2.2

– Aktiver Subwoofer hinsichtlich der Materialqualität nur Durchschnitt
– Sehr einfache Fernbedienung
– Nur ein HDMI-Eingang

Klang

Wir starten mit einer klassischen Soundbar-Disziplin – der Wiedergabe von Filmtonspuren. 

Beim 007-Film „Ein Quantum Trost“ (BD, Tonspur deutsch DTS 5.1) bietet der harmlos aussehende aktive Subwoofer schon gleich in den ersten Sekunden eine enorme Bassfülle. Der Tiefgang ist in Anbetracht der kompakten Abmessungen ausgezeichnet, und das Volumen verdient sich ebenfalls tadellose Bewertungen. Als dann der Film mit einer gnadenlosen Verfolgungsjagd am Gardasee startet, managt das Panasonic-System den immensen Dynamiksprung gelassen. Im DSP-Soundmodus „Cinema“ kommt die Jagd der Killer in ihren Alfa Romeo 159 Limousinen auf 007 im Aston Martin DBS richtig gut heraus. Die Salven, die die schießwütigen Ganoven aus ihren Automatikwaffen abfeuern, haben eine überraschende Durchschlagskraft, vor allem auch in tiefen Frequenzbereichen. Die Crashs kommen mit sehr guter Raumwirkung heraus. Die Detailauflösung im Hochtonbereich ist, wie es auch nicht anders zu erwarten war, durchschnittlich. Sehr gut gelungen ist die tonale Gesamtauslegung des Systems. Sehr angenehm, leicht warm, mit kräftiger, nachdrücklicher akustischer Note. Hier hat Panasonic voll ins Schwarze getroffen. Die nun folgende ruhigere Filmsequenz, als Bond mit dem ziemlich übel aussehenden Aston Martin in Siena einrollt, beweist, dass auch Sequenzen mit weniger Effektgewalt mit ordentlicher atmosphärischer Dichte übertragen werden.

Wie es bei 007-Movies üblich ist, folgt nach der Anfangssequenz nun der Titelsong. Dieser hat ebenfalls eine hohe Ausdruckskraft und breitet sich räumlich homogen aus. Nur die Stimme ist nicht so klar fokussiert, wie wir uns das wünschen, und wird leicht von den sehr nachdrücklichen Bassanteilen überlagert. Wir schalten nun einige Kapitel weiter in die Sequenz des Films, die auf Haiti spielt. In dem heruntergekommenen Hotel begibt sich Bond auf Spurensuche und wird alsbald in eine handfeste Schlägerei verwickelt. Schon zuvor, als der Doppelnull-Agent das Zimmer betritt, kommt die zahlreichen „kleinen“ Effekte mit guter Raumwirkung zur Geltung. Was das All-System an Atmosphäre schafft, ist beachtlich. Die Schlägerei, die dann folgt, ist ebenfalls aus akustischer Sicht gut gelungen, nur die Fausthiebe wirken etwas „hohl“, hier wird tonal nicht exakt getroffen. Neben-Effekte, z.B. als sich 007 die schwarze Jacke anzieht und in die Rolle des Schergen schlüpft, arbeitet das SC-ALL70T-System sehr gut heraus. Die Stimmwiedergabe ist absolut in Ordnung, Stimmen sind auch bei gehobenem Pegel prima verständlich. Und die Pegel können durchaus gehoben sein: Gelassen managt die Anlage dank tatsächlich großzügig bemessener Gesamtleistung auch Lautstärken, die richtig Spaß machen und durchaus „heimkinotauglich“ sind. 

Wir lauschen nun dem 14. Kapitel „Die Invasion Beginnt“ von der Avengers-BD. Auch hier schlägt sich der kompakte drahtlose Woofer blendend und sorgt für richtiges akustisches Kino-Feeling. Die teils sehr tiefen Bässe zeigen aber dann doch die Grenzen auf, als das schwarze Loch geöffnet wird. Der Dialog zwischen Stark und Loki im großen Raum oben in Starks Skyscraper wird in sprachlich akkurater Qualität übertragen. Einzig das etwas überzogene tieffrequente Wummern mag sensiblen Naturen nicht so gut gefallen. Der Bassbereich ist, auch wenn man den aktiven Subwoofer nicht übertrieben hoch einpegelt, schon stets sehr präsent. Als Lokis Zepter die Brust des „Iron Man“ berührt, kommt dieses Geräusch sehr glaubwürdig heraus. Nun kommt „Leben in die Bude“, als Stark im Flug in den neuesten Iron Man Anzug schlüpft. Die Raketentriebwerke in der Rüstung sorgen für Action im Bassbereich, und was uns auffällt ist, wie präzise die einzelnen Effekte und Effektstrukturen im Raum verteilt werden. Hier schneidet das Panasonic-System richtig gut ab. Wenn man bedenkt, dass keine 500 EUR für diese 3.1-Anlage fällig werden, kann man nur feststellen, dass der Gegenwert überragend ist. Auch Schreie der verängstigten Menschenmenge, die überall herumfliegenden Fighter der Aliens, der Kampf zwischen Thor und Loki: Nirgendwo scheitert das SC-ALL70T-System. Die Wiedergabe ist ziemlich umfassend, berücksichtigt auch Faktoren wie die räumliche Tiefe und die räumliche Weite sehr gelungen. 

Wie kommt das SCX-ALL70T-System mit mehrkanaliger Musik von BD zurecht? Wir  hören „The Sun Always Shines On TV“ von a-ha. Der Track stammt von der BD mit dem damaligen Abschlusskonzert der norwegischenn Pop-Formation 2010 in Oslo. Wir verwenden nun das „Music“ DSP. Die Beifallsbekundungen der Fans klingen gut, allerdings ist hier die Feinauflösung nicht restlos überzeugend. Der Song an sich wird tadellos übertragen, wobei ein weiteres Mal der kräftige Bass für viel Atmosphäre sorgt. Man muss diese recht nachdrückliche Auslegung aber mögen. Eher analytisch veranlagten Hörern wird es „des Guten zuviel“ sein. Der Aufbau von „The Sun Always Shine On TV“ kommt allerdings ohne Zweifel überraschend gut heraus. Die Synthesizer-Elemente sind fließend ins Gesamtgeschehen eingebunden, die Stimme von Morten Harket präsentiert die Panasonic-Anlage durchaus charismatisch, wenn auch etwas mehr Prägnanz nicht schaden könnte. Als der Song dann durchstartet, sind wir ein weiteres Mal sehr angetan von der Pegelfestigkeit: Auch in Räumen oberhalb der 20 Quadratmeter ist genug „Luft“ vorhanden, um mit erstaunlich hoher Lautstärke zu hören. 

Wenden wir uns nun weiteren Quellen zu. Vom Home Server spielen wir verschiedene FLAC-Dateien zu und starten in 48/24 mit der Diana Krall-Adaption von „California Dreamin“. Beeindruckend sind die erzielbaren Pegel. Zwar nimmt das akustische Differenzierungsvermögen bei höheren Lautstärken schon etwas ab, aber die Verzerrungen bleiben auf geringem Level. Bis ca. Lautstärke-Anzeige „35“ auf dem Display kann man souverän und beinahe ohne Einschränkungen hören. Dass man beim Klavier nicht wirklich die Anschlagdynamik heraushört, verwundert kaum. Insgesamt werden ein sehr hohes Gesamtvolumen und eine gute Loslösung der Stimme von den Lautsprecher-Chassis erzielt. „Desperado“, ebenfalls vom Diana Krall-Album „Wallflower“, präsentiert sich auch in ordentlicher Verfassung, wenn das Panasonic-System die Darstellung übernimmt. Hier sollte man aber nicht über „30“ hinsichtlich des Pegels gehen, sonst stört hörbares Dröhnen. Die räumliche Weite und die räumlich Tiefe sind recht ausgeprägt. die Stimme Dianas ist relativ gut ins klangliche Gesamtgeschehen eingearbeitet. Prima heraus kommt der 96/24-FLAC-Titel „Freedom Every Day“ von Torsten Goods. Lebendig und mit einer relativ gut strukturierten Stimmwiedergabe wird hier eine angenehme Wiedergabe offeriert. Hand aufs Herz – ob HiRes oder nicht, spielt bei einem derartigen System eigentlich kaum eine Rolle, aber durch die homogene Gesamtakustik hört man trotzdem gern zu. Wir empfehlen hier, anstatt „Music“ mit virtuellem Surround-Processing lieber die „Stereo“ Betriebsart zu verwenden. Dieser wirkt zwar weniger räumlich und atmosphärisch dicht, ist aber hinsichtlich der Stimm-/Instrumentaltrennung besser. 

Nun spielen wir Musik von dem Smartphone (iPhone 6S Plus) zu, auf dem auch die entsprechende „Panasonic Music“ App installiert ist, Positiv ist anzumerken, dass innerhalb der App die auf dem iPhone in iTunes abgelegten Wiedergabelisten übernommen werden. Das Picco vs. DJs From Mars-Mix des Dune-Klassikers „Hardcore Vibes“ kommt mit kraftvollem Bass und hohem Gesamtvolumen heraus. Die zahlreichen elektronischen Effekte werden impulstreu eingearbeitet, selbst Lautstärke „44“ ist noch möglich. Hier haben viele Soundbars & Sounddecks dieser Preisklasse keine Chance gegen das Panasonic 3.1-System. „Raptor“ von Digital X überzeugt ebenfalls mit Bassdruck und weitläufiger Wirkung. Obwohl der Bass von seiner Auslegung her eher „fies“ ist, schlägt die Membran des Subwoofers erst bei hohen Pegeln über „40“ leicht an. Das ist beachtlich, schließlich ist lediglich ein kleiner 16 cm Basstreiber verbaut. Der Rhythmus des Tracks kommt gut heraus, ab Pegelstufe „35“ nimmt das Differenzierungsvermögen allerdings hörbar ab. Bis zu dieser Lautstärke wird ein homogenes, rundes akustisches Gesamterlebnis offeriert. 

Spotify Connect ist ebenfalls integriert und funktioniert problemlos. Die beiden Titel „Dreamer Trance“ von Mediteria im General Base Mix sowie „Back Again“ von General Base sind Trance der 90er Jahre in Top-Form. Und in Top-Form ist auch das SC-ALL70T-System. Obwohl das Quellmaterial aus Sicht der Audioqualität nicht eben „hitverdächtig“ ist, gefällt die runde, nachdrückliche Wiedergabe des Panasonic-Systems. Der Bass ist, wie wir es kennen, „powerful“ und entfaltet eine gute räumliche Wirkung. Dass das SC-ALL70T-System kein „Meister der Auflösung“ ist, fällt nicht weiter ins Gewicht, da die Tracks ohnehin nicht durch sehr viele klangliche Details auffallen. 

Panasonic 3.1-System SC-ALL70T Pro & Contra:

+ Kräftiger, voluminöser Bassbereich
+ Gute bis sehr gute Pegelfestigkeit
+ Tadellose Räumlichkeit
+ Tonal angenehme Auslegung

– Detaillierung nur durchschnittlich

Konkurrenzvergleich
  • Harman Kardon SB 26/230: Für rund 500 EUR gibt es eine sehr gute Verarbeitung bei Soundbar und aktivem Subwoofer sowie einem vergleichsweise großen 25 cm Basstreiber beim drahtlosen Bassisten. Nicht integriert ist ein DTS-Decoder, so muss man sich mit Dolby Digital begnügen. Bluetooth und rudimentäre App sind an Bord, ein Streaming-Modul fehlt ebenso wie ein Display. Klanglich gefallen Pegelfestkeit, Detaillierungsvermögen und der Tiefgang des Subwoofers. Hinsichtlich der für den Preis gebotenen Ausstattung und Flexibilität fällt die SB 26 aber trotz der ausgezeichneten Akustik hinter das SC-ALL70T-System zurück.
  • Gute Soundbar für kleines Geld gesucht? Dann scharrt die Auna Areal Bar 850 im 4.1 Layout für aktuell rund 200 EUR in den Startlöchern. Ordentlicher Sound, umfassende Ausstattung und schicke Optik gibt es hier, die klangliche Fülle, die Gesamtperfektion und die Flexibilität des SC-ALL70T-Systems dürfen natürlich nicht erwartet werden. 
  • Q Acoustics HiFi-Soundbar Media 4: 499 EUR kostet die All-In-One-Soundbar der britischen Klang-Experten. Ein separater aktiver Subwoofer wird hier nicht benötigt. Mit feinem HiFi-Klang verwöhnt das Talent von der Insel, die Ausstattung ist unterdurchschnittlich. Außer Bluetooth ist nichts dabei, keine Decoder und auch  kein HDMI. Für Puristen, die eine Soundbar suchen, die rein und klar klingt, trotzdem eine sehr gute Wahl. 
Fazit

Panasonic SC-ALL70T Gruppenbild1

Panasonic bietet mit dem SC-ALL70T-System eine rundherum überzeugende Gesamtlösung zum sehr fairen Kaufpreis an. Mit vollem, kraftvollen Klang und insgesamt sehr angenehmer akustischer Auslegung kann man Musik und Filmton gleichermaßen tadellos hören. Das integrierte Modul für Wireless Multiroom Audio/Streaming funktioniert tadellos. Die einfache Einrichtung, die ausgezeichnete Betriebssicherheit und die praxisgerechten Streaming-Möglichkeiten sprechen klar für Panasonics SC-ALL70T. Bluetooth fehlt auch nicht – die Ausstattung ist schlichtweg erstklassig. Auch, wenn die Leserschaft wieder aufschreien wird, weil wir wirklich zahlreiche wirklich hervorragende Komponenten im Test mit entsprechenden Testurteilen hatten: Alles andere als eine klare Preisklassenreferenz wäre zu wenig. Panasonic hat bei diesem System einfach alles richtig gemacht und auch an HDMI-Terminals mit 4K-Kompatibilität und HDCP 2.2 gedacht. Kleinigkeiten wie die nicht sehr hochwertige Unterseite des aktiven Subwoofers oder die einfache Fernbedienung können den Durchmarsch des SC-ALL70T-Systems nicht verhindern. 

Panasonic triumphiert furios: Für 500 EUR gibt es derzeit kein besseres und flexibleres Soundbar/Subwoofer-System
preisklassenreferenz
Soundbar-/Subwoofer-Systeme bis 500 EUR

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 09. März 2016




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