Samsung Wireless Audio Multiroom-System WAM 750/751 plus WAM 250

Samsung Multiroom Gruppenbild2

Wireless Multiroom-Audiosysteme boomen derzeit – der einst von Sonos losgetretene Trend ruft mittlerweile praktisch alle namhaften Hersteller auf den Plan: Panasonics ALL-Serie, HEOS by Denon , Raumfeld by Teufel, Bose Sound Touch – um nur einige zu nennen. Die Media-/Saturn Eigenmarke Peaq sowie LG  bieten ebenfalls derartige Systeme an.

Sinn und Zweck ist stets, eine komplette Musikbeschallung fürs ganze Haus anzubieten. Die Lautsprecher sind entweder direkt im WLAN des Hauses integriert oder aber bauen sich ein eigenes WLAN auf. Meist gibt es aktive WLAN-Boxen in verschiedenen Größen, um damit den unterschiedlichen Raumgrößen Rechnung zu tragen. Oft ist es zudem möglich, z.B. zwei Lautsprecher zu koppeln und somit ein Stereo-Lautsprecherpaar zu erstellen. Dies ist allerdings nicht immer unkritisch, da die Laufzeiten nicht immer stimmen und dann einer der beiden gekoppelten Lautsprecher leicht hinterherläuft.

Sonos ging vor einiger Zeit noch weiter und brachte Soundbar und Subwoofer auf den Markt, so dass man nun das gesamte Haus-Entertainment miteinander verbinden und flexibel nutzen kann. Auch Raumfeld by Teufel geht eigene Wege – mit großen Stereo-Hochleistungs-Standboxen (Speaker L) wird WiFi-Audio auch beim HiFi-Liebhaber salonfähig gemacht – „WiFi-HiFi“ sozusagen. Denon bietet mit dem „HEOS AMP“ die Möglichkeit, passive Boxen zu aktivieren und ins HEOS Netzwerk zu integrieren. Raumfeld, Denon, Sonos und auch Panasonic bieten überdies Module an, um bestehende HiFi-Anlagen ins jeweilige Netzwerk einfach einzubinden. Also eine hart umkämpfte Marktsituation, was allerdings Samsung nicht daran hindert, nun auch in dieses Segment einzusteigen. 

Samsung Multiroom M7 WAM751 Aufstellungsvariante2

Vertikal….

Samsung Multiroom M7 WAM751 Front Seitlich1

…oder horizontal aufstellbar

Samsung Multiroom M7 WAM751 Bedienelemente Oberseite

Schicker Lautstärkeregler. Des Weiteren direkter „Radio“-Touch-Button und weitere Touch-Button für Bluetooth und die Kopplung mit einem Samsung-TV

Samsung Multiroom M7 WAM751 Rueckseite Seitlich1

Rückseite

Samsung Multiroom M7 WAM751 NFC

Mit NFC

Samsung möchte mit pfiffigem Design, hoher Flexibilität, moderaten Preisen und einfacher Installation punkten. Überdies bietet sich die Möglichkeit, per Bluetooth die Wireless Audio-Boxen auf einfachem Weg mit einem entsprechend kompatiblen Samsung TV zu verbinden (ab Modelljahr 2014, Sound Connect). Möglich bei Samsung ist nicht nur das Verbinden von zwei Lautsprechern zu einem Stereo-Lautsprecherpaar, sondern sogar das Schaffen kompletter Surroundsysteme. Kompatible Samsung Soundbars des Modelljahrgangs 2014 wie die Samsung HW-H750/H751 lassen sich überdies ebenfalls ins System einbinden und zusammen mit den Wireless Audio-Aktivlautsprechern nutzen. So kann die Soundbar dann in einem Surroundsetup als Center fungieren.

Im einzelnen offeriert Samsung zwei unterschiedlich große Wireless-Lautsprecher: Den WAM 550/551 (schwarz/550, weiß/551) für 299 EUR sowie den größeren WAM 750/751 (schwarz/750, weiß/751) für 399 EUR/Stück. Des Weiteren gibt es den Hub WAM 250 für 49 EUR zur einfachen Verbindung mehrerer Speaker. Mittels des Hub lässt sich auch ein Party-Modus nutzen (gleiche Quelle für alle Lautsprecher). Bei uns zum Test aufgelaufen sind WAM 750 sowie WAM 751, damit man beide Farbvarianten begutachten kann in ihrer optischen Wirkung, und der WAM 250 HUB.

Somit kommt man auf eine überschaubare Gesamtsumme von knapp 850 EUR für eine 2-Zonen-Beschallung, also der Minimal-Konfiguration. Es ist im Übrigen möglich, die Lautsprecher auch ohne Hub zu nutzen. Dann kann man den entsprechenden Samsung-Wireless-Lautsprecher auch mittels WiFi-Protected Setup (WPS) auf einfache Weise mit dem Router verbinden, sofern dieser WPS unterstützt. Diese Methode ist bei einem einzelnen Lautsprecher nützlich. Mehrere Lautsprecher sind dann mit Hub einzusetzen. 

Beide Lautsprecher, der kleinere M5 und der von uns getestete größere M7 – so die Kurzform der Produktbezeichnungen – lassen sich praktischerweise wahlweise horizontal oder vertikal aufstellen, Entsprechende Halter für die vertikale Aufstellvariante werden mitgeliefert. Unsere größeren M7 sind 3,8 kg schwer, 402 mm breit, 137 mm hoch und 194 mm tief. Im Betrieb werden 24 Watt an Energie verbraucht, im Standby-Betrieb bleiben 7 Watt übrig. Angaben über die maximale Leistung der eingebauten Endstufen macht Samsung nicht.

Samsung Multiroom M7 WAM751 Anschluesse Bedienelemente

Anschlüsse am Lautsprecher. Auch ein 3,5 mm Miniklinkenanschluss ist vorhanden. Netzwerk und USB sind ebenfalls als Anschlüsse vorhanden

Samsung Multiroom M7 WAM751 WAM750

In weißer und in schwarzer Variante hochwertig und schick

Samsung Multiroom WAM250 Anschluesse Rueckseite

Der mit 49 EUR günstig kalkulierte Hub von hinten

Samsung Multiroom WAM250 Front Seitlich2

Der Hub ist sehr kompakt (100 x 106 x 25 mm) und wiegt nur 0,4 kg. Im Betrieb verbraucht er 10 Watt

Samsung Multiroom WAM250 Front Seitlich4

Der Hub unterstützt auf einfache Weise auch größere Set-Ups

Gut gefällt uns die Verarbeitung. Beide Farbvarianten sehen schick aus und sind auch im Detail sehr gut verarbeitet. Das Gitter auf der Front ist präzise eingepasst. Die Oberflächen überzeugen haptisch wie auch optisch, das Hochglanz-Finish ist tadellos gelungen. 

Zugriff hat man mittels der Samsung-Komponenten auf zahlreiche Online-Musikstreamingdienste. TuneIn, Spotify, Deezer, Napster, 8tracks und Rdio stehen zur Verfügung. Je nach Land variieren die angeboten Dienste, Pandora oder Rhapsody sind in den entsprechenden Ländern z.B. auch zu empfangen. Damit hören die Möglichkeiten aber noch nicht auf, selbstverständlich greift das Samsung Wireless Audio Multiroom-System auch auf PCs und Server zu, die sich im gleichen Netzwerk befinden, und spielt Musik von diesen ab. Möglich ist auch der Import einer iTunes-Mediathek sowie das Abspielen von Musik von PC/NAS ab Windows XP beziehungsweise Mac OS X. 

Bluetooth nebst vereinfachter NFC-Kopplung (für Android-Smartphones derzeit) ist ebenfalls mit an Bord, so muss das Smartphone des Freudes, der zu Besuch kommt, gar nicht erst ins Netzwerk eingebunden werden, um die neusten musikalischen Errungenschaften präsentieren zu können. 

Um die Samsung-Komponenten mittels App steuern zu können, ist auf einem Apple-Device als Minimal-Konfiguration iOS 5.0 vorgesehen, bei Android-Devices funktioniert es ab Version 2.3 (Gingerbread). 

Bezüglich der Abspielfähigkeit gibt Samsung an, dass nur FLAC-Dateien bis 44,1 kHz/16-Bit wiedergegeben werden. Das erweist sich in der Praxis als falsch. Es kann gut sein, dass im Device ein Downsampling auf 44,1 kHz/16-Bot vorgenommen wird, entgegengenommen aber werden FLACs mit bis zu 192 kHz/24-Bit (Stereo). Des Weiteren akzeptiert das Samsung Wireless-„Team“ MP3,, OGG, ALAC, WMA, AAC (nur DRM-frei), AIFF und WAV (laut Samsung bis 44,1 kHz/16 Bit). Ferner kommen die Komponenten bei der Audioausgabe mit DTS und Dolby Digital zurecht. 

Um einen Überblick über die Funktionen zu geben, haben wir eine umfangreiche Sammlung an Screenshots erstellt (Bilder zeigen die Android-App):

Samsung Multiroom Android Screenshots 1

App wird von Google Play heruntergeladen

Samsung Multiroom Android Screenshots App Anleitung 1

Nützliche App-Anleitung – hier Wahl der Musikquelle

Samsung Multiroom Android Screenshots App Anleitung 2

 Möglichkeit der Zuweisung getrennter Tonkanäle für bis zu 5 Lautsprecher zum Aufbau eines Surroundsystems

Samsung Multiroom Android Screenshots App Anleitung 3

Gruppen von Lautsprechern erstellen

Samsung Multiroom Android Screenshots App Anleitung 4

Praktische Features einfach erklärt

Samsung Multiroom Android Screenshots App Anleitung 5

Mini-Player-Anzeige

Samsung Multiroom Android Screenshots App Anleitung 6
W
iedergabebildschirm gedrückt halten, dann kommt eine Liste der verfügbaren Lautsprecher

Samsung Multiroom Android Screenshots Music Dienste 1

Verfügbare Musik-Streamingdienste

Samsung Multiroom Android Screenshots Music Handy 2

Wiedergabe von Musik vom eigenen Telefon

Samsung Multiroom Android Screenshots Music Handy

Alben-Übersicht 

Samsung Multiroom Android Screenshots Music Server 1

 Zugriff auf PCs und Mediaserver

Samsung Multiroom Android Screenshots Music Server 2

Wiedergabe einer 44,1 kHz Flac-Datei vom Server

Samsung Multiroom Android Screenshots Music Server 3

Wiedergabe einer 88,2 kHz-Datei vom Server

Samsung Multiroom Android Screenshots Music Server 4

 Wiedergabe einer 96 kHz-Flac-Datei vom Server

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 2

Weitere Erklärungen zur App

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 3

Auch Bluetooth ist integriert und kann als Musikquelle genutzt werden

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 4

Integrierte Bass-/Höhen-/Balance-Reglung

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 5

Verschiedene Zonen-Namen 

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 6

 Quellwahl

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 1

Setup

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 8

Hinzufügen von Lautsprechern

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 9

Erläuterung des Prozesses

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 11

Erst, nachdem man auf die jeweilige Zone, in unserem Fall „Küche“ getippt hat, kann man bei der WLAN-Wiedergabe zwischen PCs, Servern und Onlinediensten wählen

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 12

 Hier kann man Gruppen zusammenstellen und später auch wieder auflösen

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 7

Einstellungen, Teil 1

Samsung Multiroom Android Screenshots Setup 10

 Einstellungen, Teil 2

Auch von der iOS-App haben wir ein paar Screenshots gemacht:

Samsung Multiroom iOS Screenshots 1

Im Apples App Store kann man Samsungs Wireless Audio-App herunterladen

Samsung Multiroom iOS Screenshots 2

Bluetooth-Wiedergabe

Samsung Multiroom iOS Screenshots 3

Hinzufügen eines weiteren Lautsprechers

Samsung Multiroom iOS Screenshots 4

Auswahl des Gerätetyps 

Samsung Multiroom iOS Screenshots 5

 TuneIn-Wiedergabe

Die App lässt sich bilanzierend einfach handhaben. Meist klappt auch das Hinzufügen eines Lautsprechers, manchmal aber wird der neue Lautsprecher nicht erkannt und der Prozess muss wiederholt werden. Die Möglichkeiten, die die App bietet, sind unserer Meinung nach ausreichend. 

Wie sieht es mit den akustischen Talenten der Samsung M7 Wireless-Audiolautsprecher aus? Gerade dann, wenn man zwei Lautsprecher zu einer Gruppe verbindet, kann man mit sehr guten klanglichen Leistungen rechnen. Aber – 100 % perfekt ist das Time Delay nicht, eine minimale Verzögerung beim Ankommen des Signals hört man, wenn man genau aufpasst. 

Interessant ist, dass entgegen den Angaben auf der Website auch Flac-Musikdateien mit Auflösungen von bis zu 192 kHz/24-Bit wiedergegeben werden, so „Dronning Fjellrose“ vom Hoff Ensemble. Was im einzelnen aus dieser hohen Auflösung vor der Ausgabe gemacht wird, kann nicht klar gesagt werden, da ein solcher Lautsprecher wie der M7 ohnehin nicht ideal geeignet ist, um die Vorzüge einer erhöhten Auflösung, die sich im Oberwellenbereich bemerkbar macht, herauszustellen. Dies ist kein Vorwurf an Samsung, das ist bei den Produkten der Kontrahenten nicht anders. Da muss man sich schon die sehr großen Raumfeld L Sepaker kaufen, um hier die Vorteile akustisch nutzen zu können. 

Schlecht klingt „Dronning Fjellrose“ der Akustik-Jazzer aus dem Norden Europas aber keinesfalls, sondern beachtlich homogen und räumlich dicht. Auch gern mit höherem Pegel, die beiden M7 bleiben lange souverän und trennen Stimmen und Instrumente gekonnt voneinander. Das Klavier tritt wohltemperiert auf und keinesfalls dünn oder blechern. Feinste musikalische Details kann der M7 natürlich nicht herausarbeiten, aber Einzelheiten in den vorderen akustischen Ebenen kommen tadellos heraus. 

Bei „Garden In The Rain“ von Diana Krall, in Flac 96 kHz/24-Bit vorliegend, machen die beiden M7 im Stereo-Paar-Betrieb erneut einen ausgezeichneten Eindruck. Sie arbeiten die charakteristisch-rauchige Stimme Dianas treffsicher heraus und beweisen, dass man Samsungs Audiokompetenz keinesfalls nur müde belächeln sollte. Wie schön das Klavier herausgearbeitet wird, gefällt uns ebenfalls ausgesprochen gut. Räumlich wirkt das Ganze weitläufig und auch in der Tiefe sauber gestaffelt. 

„O Surdato ‚Nnammurato“ von Andrea Bocelli, diesmal in 44,1 kHz/16-Bit, erfreut wiederum durch solide Stimmwiedergabe, die Stimme erscheint aber minimal zu undifferenziert. Die Instrumente werden sehr gut herausgearbeitet. Dies zeigt sich auch beim zweiten Titel von Bocelli, „E Vui Durmiti Ancora“. 

Richtig gut kommen die beiden M7 mit kraftvoller Dance-/Trance-Musik klar. „Selfie“ als Club-Track von den Chainsmokers wird mit Wucht und überraschend tiefem, kraftvollem Bass auch bei höherem Pegel in den Raum gebracht. Die Vocal-Anteile und vor allem die elektronischen Effekte haben eine sehr überzeugende räumliche Wirkung. Der Klassiker „X-ray – Follow Me“ von Space Frog gefällt wiederum mit sattem Bass und einer dynamischen Effektwiedergabe. Auch hier gilt – die Samsung Wireless Audio-Lautsprecher haben keine Angst vor höheren Pegeln und sind auch im Hörraum mit rund 25 Quadratmetern tadellos einzusetzen. 

Wir haben auch einen einzelnen der Lautsprecher im Bluetooth-Betrieb angesteuert – schnell und unkompliziert erfolgte die Kopplung auch ohne die Nutzung von NFC. Schon einer der beiden Lautsprecher entfaltet bei „1,2,3 Yeah“ von Jason Risk, einem nachdrücklichen Club-/Dance-Track, eine ausgezeichnete Dynamik und auch eine richtig gute Räumlichkeit. Das kann man auch beim Techno-Klassiker „There Is Progress“ von Dyno sehr gut heraushören.

Die erzielbaren Pegel geben keinerlei Anlass zur Klage. Natürlich kann man mit zwei M7 hohe Pegel noch souveräner stemmen, aber dies dürfte eigentlich klar sein. Auch der Para X Vocal Club Mix des DJ Klubbingman&Savon-Hits „Aurora“ erzeugt einen erstaunlichen Nachdruck, zudem sind die Synthesizer-Effekte auch gut durchstrukturiert. „Dell Amore Non Si Sa“ von Andrea Bocelli tritt den Beweis an, dass schon ein M7-Lautsprecher auch differenzierte Musik mit durchaus vorhandenem Gefühl und ordentlicher Detaillierung wiedergeben kann, 

Was bietet die Konkurrenz? Wir stellen drei Alternativen vor. 

Panasonic ALL-Serie: Kein Bluetooth und keine Möglichkeit, zwei Wireless-Aktivboxen zu einem Stereopaar zu koppeln, das sind die Nachteile der Panasonic Wireless-Lösung. Klanglich präsentiert sich gerade der große SC-ALL8 in Bestform. Mit 299 EUR auch nich extrem günstig, kann man mit diesem kraftvoll und lebendig aufspielenden Wireless-Lautsprecher kaum etwas falsch machen. Noch etwas pegelfester als der M7 und mit ähnlich guter räumlicher Wirkung, kann man hier sehr zufrieden sein. Sowohl Panasonic als auch Samsung bieten ein Modul an, mit dem man konventionelle HiFi-Anlagen in das Multiroom-System integrieren kann. Bei Samsung handelt es sich um das „Link Mate WAM270“.

Bose Sound Touch: Wenig komfortabel, wenig Services zur Auswahl, aber klanglich überzeugend, so lautete unser Fazit zum Test der damals neuen Bose Sound Touch Komponenten im Herbst 2013. Der große Sound Touch30 ist recht ausladend und klingt im Bassbereich stark – ist mit 699 EUR aber schlichtweg zu teuer. Ganz anders der SoundTouch 20 – klanglich gar nicht so weit hinter dem Sound Touch 30, wie man in Anbetracht des deutlich kleineren Gehäuses vermuten könnte, aber mit 399 EUR/Stück bodenständig kalkuliert. Bose offeriert zudem, ebenfalls für faire 399 EUR, noch den SoundTouch Portable für Akkubetrieb mit besonders kompaktem Gehäuse. Leider fehlt Bluetooth, und das Handling ist nicht bis ins Detail durchdacht. 

Raumfeld by Teufel Cube: Für knapp 500 EUR liefert Raumfeld die Hightech-Wireless-Audio-Speaker Cube gleich im Duo. Nur einen Lautsprecher kann man hier nicht verwenden, die meisten „Raumfelder“ bis auf Raumfeld One bzw. das neue One S treten nur paarweise auf. Bluetooth fehlt bei den Cubes, dafür sind sie enorm schick und mit Koaxchassis auch bestens bestückt. Der Hochtöner sitzt hier im Zentrum des Tiefmitteltöners, was nach dem Punktschallquellen-Prinzip ein zeitgleiches Ankommen aller Klanganteile beim Zuhörer ermöglicht. 

Fazit

Samsung Multiroom Gruppenbild1

 Flexibel, schick und klanglich sehr gut – Samsungs Wireless-Audio-Vorstoß kann überzeugen

Samsung liefert mit den M7 Wireless Audio-Multiroom-Lautsprechern nebst Hub zu einem fairen Preis ein bilanzierend überzeugendes Produkt ab. Die dazugehörige App ermöglicht eine komfortable Installation und Steuerung, hinzu kommt, dass sich das Samsung-System vielen beliebten Online-Musik-Streaming-Diensten gegenüber offen zeigt. Auch Bluetooth inklusive NFC fehlt nicht, so ist der Kontakt auch zu Smartphones oder Tablets schnell hergestellt, die sich nicht im Heimnetzwerk befinden. Die sauber verarbeiteten aktiven Wireless-Lautsprecher sichern schon in Einzelbetrieb einen räumlich dichten und kräftigen Klang.

Fügt man zwei M7 zu einem Stereo-Paar zusammen, ist man sehr erfreut über dass gleichermaßen dynamische wie angenehme und kraftvolle Klangbild, das gerade beim alltäglichen Spielbetrieb überzeugt: Auch, wenn man dem M7-System mehrere Stunden lang zuhört, beginnt der Klang nie, sich unpassend auf die Nerven des Hörers auszuwirken, im Gegenteil: Souverän und harmonisch machen sich die vom M7 erzeugten Schallwellen selbst im größeren Hörraum breit. Aktuell liefert Samsung außer dem M7 nur noch den Hub, den man braucht, wenn man mit mehreren Lautsprechern ein Setup erstellen möchte, und den kleineren M5. Was fehlt, ist ein portabler Lautsprecher, und ein Device, das bestehende HiFi-Anlagen in ein entsprechendes Samsung Wireless Audio-Netzwerk einbindet.

Sehr gut gefällt uns, dass per Bluetooth auch Verbindung zu einem kompatiblen Samsung-TV aufgenommen werden kann. Dann erfolgt die Audioausgabe nicht mehr über die klanglich doch arg limitierten TV-Lautsprecher, sondern über die sehr deutlich klangstärkeren M7. Auch kann man ein Mehrkanal-Setup aus Samsungs Wireless Audio-Komponenten zusammenstellen und sogar eine kompatible Samsung-Soundbar in eine solche Konfiguration einbinden. Kritik gibt es für die nicht perfekte Synchronisation im Stereo-Betrieb und dafür, dass es manchmal nicht auf Anhieb gelingt, einen weiteren Lautsprecher hinzuzufügen. 

Flexibles, modernes und schickes Wireless Multiroom-Audiosystem mit harmonisch-kräftigem Sound zum fairen Preis
ueberragend
Wireless Audio-Systeme Obere Mittelklasse
Test 02. September 2014

+ Gelungenes Design
+ Saubere Verarbeitung
+ Kräftiger, harmonischer Klang schon bei Verwendung eines Lautsprechers
+ Im Paarbetrieb auch im größeren Hörraum mit tadellosem Pegel einzusetzen
+ Zahlreiche Online-Streamingdienste an Bord
+ Insgesamt komfortable Steuerung
+ Bluetooth

– Minimaler Zeitversatz/Stereowiedergabe wird vom anspruchsvollen Hörer bemerkt
– Ab und zu klappt das Hinzufügen eines 2. Lautsprechers nicht auf Anhieb

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 02. September 2014

 

 

 

 

 

 




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