EXKLUSIVES PREVIEW: HEOS by DENON AVR – 5.1 Design Multiroom Audio AV-Receiver

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Für 899 EUR neu im Programm ist der HEOS by Denon AVR, der im klassischen 5.1 Layout gehalten ist. Innerhalb der nächsten 8 Wochen wird der HEOS AVR und auch die entsprechende Software verfügbar sein.

Wir hatten exklusiv schon die Möglichkeit, den HEOS AVR zu hören. Natürlich waren die Möglichkeiten stark begrenzt, da es die Software, respektive die entsprechend angepasste HEOS App, noch nicht gibt. Darum haben wir den HEOS AVR mit unserem Apple iPhone 7 Plus per Bluetooth verbunden und im 2.1 Layout Musikstücke laufen lassen. Als Lautsprecher kamen die XTZ Spirit 11 (Frontboxen) und der Spirit Sub 12 zum Einsatz. 

Was kann man über den HEOS AVR sagen? Denon sieht im neuen Vorzeige-AV-Receiver ein Produktkonzept, das sich von bisherigen Devices aus verschiedenen Gründen abhebt. Zum einen wäre hier der Faktor „Flexibilität“ zu nennen. Man kann alle 5 Endstufen des HEOS AVR nutzen und dann ein klassisches kabelgebundenes Lautsprecher-Setup zu bedienen. Alternativ wird es aber auch möglich sein, hinten zum Beispiel zwei HEOS 1 mit Akkupack zu verwenden. Dann ist man auf den Surround-Kanälen wahrhaftig „wireless“ unterwegs, da sie HEOS 1 dank des Akkupacks noch nicht einmal ein Kabel zur Steckdose benötigen. 

Heos-AVR-Detail-Oberseite

Hochwertig gestalteter Gehäusedeckel

Heos-AVR-Bedienelement-Front

Großer Lautstärkedrehregler mit beleuchtetem Ring – sehr elegant

Heos-AVR-Status-LED

Betriebs-LED

Zweiter Haupt-Gesichtspunkt ist das extravagant-elegant auftretende Design mit Alu-Chassis. Sehr hochwertig erscheint der Gehäusedeckel, der auch einen hohen Wiedererkennungswert generiert. Typische HEOS Stilelemente finden sich z.B. in Form der Front mit dem asymmetrischen „Knick“ und in der blauen Betriebs-LED. Sehr edel wird die ebenfalls für HEOS Devices typische Farbgebung in Titan. Der große Lautstärkedrehregler ist auf der Front das einzige Bedienelement. Es gibt kein Display, es finden sich keine Tasten. Wer keine großen Einrichtungs-Klimmzüge durchführen möchte, liegt beim HEOS AVR goldrichtig. Anschließen und fertig lautet hier die Devise. Es gibt kein automatisches Lautsprechereinmesssystem. 

Heos-AVR-Fernbedienung

Im Lieferumfang enthalten, das ist neu bei HEOS Devices, ist eine kleine, ebenfalls in Titan gehaltene Fernbedienung. Mute-Taste, Standby-Taste, 6 Favoritentasten, Lautstärkeregelung und Play/Pause sowie Titelsprung umfasst das Layout. 

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Anschlusssortiment. Nur ein Subwoofer-Pre-Out, dafür gute Schraubanschlüsse für die Lautsprecher.

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USB und Netzwerkanschluss

Technisch gesehen ist vieles, was wesentlich ist, mit an Bord. Der eingebaute Class D Digitalverstärker mobilisiert pro Kanal 100 Watt, das reicht auch locker für größere Speaker-Konfigurationen und größere Lokalitäten. Class D-Endstufen arbeiten sehr effizient und produzieren beim Verstärkungsprozess nur ein geringes Maß an Verlustwärme. 

Vier HDMI-Eingänge und ein HDMI-Ausgang sind vorhanden. Wie wir es auch von den Denon AV-Receivern her kennen, entsprechen die HDMI-Terminals neuesten Spezifikationen, das heißt, 4K-Signale können durchgeschliffen werden. Über HEOS stehen viele Streaming-Services zur Verfügung:

HeosHomeCinema_App9

Viele Musik-Streaming-Services stehen bereit (App-Bild vom Test der HEOS HomeCinema

Wie sieht es akustisch aus? Erste Eindrücke schildern wir, wie bereits weiter oben erwähnt, mittels Bluetooth-Zuspielung im 2.1 Layout. „I Like“ von Keri Hilson kommt gut heraus. Der HEOS AVR fokussiert eine angenehme, nicht zu prägnante Wiedergabe. Die Ansteuerung des aktiven Subwoofers erfolgt stimmig, in Verbindung mit den beiden XTZ Spirit 11 Standboxen wird eine homogene sowie kraftvolle Front-Klangkulisse geboten. Nun lauschen wir dem Durann Duran Hit von 1986 „A View To A Kill“ aus dem gleichnamigen James Bond-Film. Die leichten Mängel des Quellmaterials – ein etwas blecherner Einschlag – kann auch der HEOS AVR nicht völlig vergessen machen.

Er gleicht aber einen großen Teil durch seine homogene akustische Gesamtauslegung aus und sorgt für einen recht sauberen Mittel- und Hochtonbereich. Im Bassbereich gefallen die erneut gute Ansteuerung des aktiven Subwoofers und die damit verbundene Präzision. „Fo Your Eyes Only“ von Sheena Easton, ebenfalls Titelmelodie eines 007-Movies, fördert zu Tage, dass der HEOS AVR auch mit langsameren, emotionaleren Stücken gut zurecht kommt. Die Stimme Sheenas löst sich ordentlich von den Lautsprechern, und die Trennung zwischen Stimme und Instrumenten gelingt auf lobenswertem Niveau.  

Es scheint, als wäre der HEOS AVR nicht nur von Bedienung und Ausstattung so konzipiert, dass viele mit ihm zurechtkommen – auch die akustische Auslegung scheint in diese Richtung zu gehen. Man macht klanglich nichts wirklich falsch. Klar gibt es AV-Receiver, die mehr Auflösungsvermögen und mehr Dynamik besitzen – der HEOS AVR fokussiert sich dafür gekonnt darauf, nie akustisch zu stören, gleichzeitig aber eine dichte und weitläufige Räumlichkeit zu offerieren. Das hören wir auch sehr treffend bei Sheryl Crows „Tomorrow Never Dies“. Kraftvolles Fundament, präzise lokalisierbare Stimme und eine ausgezeichnete Räumlichkeit kennzeichnen den HEOS AVR. 

Heos-AVR-Oberseite

Ultra HD BD-Signale werden durchgeschliffen

Übrigens – das Durchschleifen von 4K-Signalen von Ultra HD Blu-ray funktioniert. Auch, wenn es uns noch nicht möglich war, in 5.1 akustische Beobachtungen zu schildern: Bildinhalte von Ultra HD BDs werden problemlos und ohne erkennbaren Qualitätsverlust durchgeschliffen.

Erstes Fazit

Heos-AVR-Front-Seitlich1

Der HEOS AVR bietet eine interessante Ausstattung, ein hochwertiges Design mit enormem Wiederkennungswert und, sofern wir es bislang beurteilen können, einen angenehmen, kräftigen Klang. Mehr zum HEOS AVR gibt es dann im finalen Test, der erfolgen wird, sobald die entsprechende App-Software zur Verfügung steht. 

Preview: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 08. März 2017




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