XXL-TEST: HEOS by Denon HomeCinema – leistungsstarke Soundbar mit Wireless-Subwoofer für 799 EUR?

Heos by Denon HomeCinema Gruppenbild2

Für 799 EUR gibt es „Heos by Denon HomeCinema“ – ein leistungsfähiges Set aus Wireless Multiroom Audio-Streaming-2.1-Soundbar und kompaktem aktiven drahtlosen Subwoofer. Verbaut ist eine 4-Kanal-Class D-Endstufe in der sauber verarbeiteten Soundbar, der aktive Subwoofer verfügt über eine eigene Class D-Endstufe. 2 x speziell entwickelte Mittel-/Tieftöner mit ovalen Treibern und Doppelmagneten sowie 2 x 20 mm Weichkalotten-Hochtöner mit Neodym-Magneten für klare sowie präzise Höhen inklusive breitem Abstrahlwinkel stellen die Bestückung dar. 

Heos by Denon HomeCinema Soundbar Bestueckung

Bestückung

Heos by Denon HomeCinema Soundbar Bedienelemente Seitlich

Akkurate Verarbeitung auch der seitlichen Bedienelemente

Heos by Denon HomeCinema Soundbar Bassreflexoeffnung

Rückseite. Spezielle Füße halten die Soundbar überdies immer in der richtigen Distanz

Die Heos HomeCinema beeindruckt durch leistungsstarke interne DSP-Verarbeitung mit 32-Bit Fliesskomma-DSP-Technologie und 400 MHz Prozessor – der gleiche Prozessor kommt auch in Denons AV-Receivern zum Einsatz. Basierend auf dieser immensen Rechen-Power, arbeitet Denons selbst entwickelter Virtual Surround-Algorithmus. Diskrete Tonformate – ein Decoder für Dolby Digital und DTS ist an Bord – werden dekodiert und durch mit viel Aufwand entwickelte psychoakustische Verarbeitungsalgorithmen mit toller Räumlichkeit präsentiert – ohne zusätzliche Lautsprecher. Das ist vielleicht ein bisschen schade, viele Konkurrenten wie z.B. Sonos oder Panasonic bieten bei ihren Soundbar-Lösungen die Option, zwei drahtlose Rear-Lautsprecher einzubinden. Hier sollte Heos nachziehen. 

Heos by Denon HomeCinema Subwoofer Rueckseite

Bassreflex-Subwoofer

Heos by Denon HomeCinema Subwoofer Front Seitlich

Schlichte Front-Ansicht

Heos by Denon HomeCinema Subwoofer Bedienelement Rueckseite

Pairing-Taste

Wenden wir uns aber wieder den Ausstattungsmerkmalen der Heos HomeCinema Soundbar zu. An Bord befindet sich auch der „Dynamic Bass Boost“, der richtig clever agiert, denn er sorgt für eine ausgefeilte Anpassung der Frequenzen sowie des Dynamikbereiches. Die Folge: Ein präziser Bass mit gutem Tiefgang, der aber stets sauber bleibt und nicht durch Verzerrungen unangenehm auffällt. 

Heos by Denon HomeCinema Soundbar Anschluesse1

HDMI-Eingang und HDMI-Ausgang – leider nicht neuesten Specs entsprechend. Die HDCP 2.2 Signale von Ultra HD-BDs werden nicht durchgeschliffen

Heos by Denon HomeCinema Soundbar Anschluesse2

IR Out, koaxialer sowie optischer Digitaleingang

Heos by Denon HomeCinema Soundbar Anschluesse3

Netzwerkanschluss, USB-Terminal, Resettaste, Pairing- und Connect-Taste

Der Ausstattungsumfang umfasst auch einen HDMI-Eingang und einen HDMI-Ausgang (mit ARC). Dualband-WLAN mit 802.11 n ist für flotte Verbindungen zuständig. Weitere Anschlüsse: Koaxialer sowie optischer Digitaleingang, 3,5 mm AUX-Input sowie ein USB-Terminal. 

Praktisch: Die Heos HomeCinema unterstützt die Weiterleitung von Infrarotsignalen – wird die Soundbar daher vor dem TV aufgestellt, werden die Infrarotsignale der Fernseher-Fernbedienung vom Infrarotempfänger der Heos-Soundbar empfangen und mit einem eigenen Infrarot-Empfänger an den TV weitergeleitet. Da sich keine Fernbedienung im Lieferumfang befindet, ist es auch möglich, Heos HomeCinema  mit der Fernbedienung des TV-Gerätes zu steuern. Neben der Aufstellung auf einem Sideboard ist die Soundbar ebenso für die Wandmontage geeignet. 

Die Kopplung von Wireless-Subwoofer und Heos Soundbar läuft folgendermaßen ab: 

  1. Taste „Pair“ ab Subwoofer wird so lange gedrückt, bis die Status-LED am Subwoofer blau blinkt. Zunächst, wenn die beiden Komponenten noch nicht gekoppelt sind, leuchtet sie orangegelb. 
  2. Die Taste „Pair“ auf der Rückseite der Soundbar drücken, die Status-LED am Wireless-Subwoofer leuchtet dann durchgehend blau auf. 

Die Ersteinrichtung der Heos HomeCinema Soundbar läuft denkbar einfach ab. Eine zentrale Rolle spielt das 3,5 mm Klinkenkabel, das mitgeliefert wird. Für die erste Installation wird dieses benötigt, auf der einen Seite steckt man es auf der Rückseite der Soundbar in den „Aux In“ 3,5 mm Anschluss, auf der anderen Seite ins Smartphone (Kopfhörerbuchse). Wir haben, wie üblich, einige Screenshots angefertigt:

HeosHomeCinema_App1

Die Heos-App startet

HeosHomeCinema_App2

Audiokabel wird an den AUX-Eingang angeschlossen und mit der Kopfhörerbuchse des Smartphones verbunden

HeosHomeCinema_App3

Drücken der Connect-Taste

HeosHomeCinema_App4

Leuchtet die LED auf der Front der Heos Soundbar dauerhaft grün, kann es weitergehen

HeosHomeCinema_App5

Eingabe des Passwortes des Routers

HeosHomeCinema_App6

Herstellung der Verbindung zum Heimnetzwerk

HeosHomeCinema_App7

Auswahl des Namens fürs Device

HeosHomeCinema_App8

Setup beendet

Nachdem die Erstinstallation abgeschlossen ist, stellen wir die Frage: Was kann man mit der Heos HomeCinema Soundbar alles anstellen?

Hier zunächst die Übersicht, was unterstützt wird:

HeosHomeCinema_App9

Großes Angebot

HeosHomeCinema_App15

Auch Tidal ist mit dabei

Man kann entweder Musik von beliebten Online Streaming-Services hören, auf die Musik-Bibliothek des Smartphones/Tablets, über das die Heos HomeCinema bedient wird, zurückgreifen oder aber auf Musik, die auf PCs, Laptops, Home Servern und NAS-Systemen liegt, die sich im gleichen Netzwerk befinden. Wichtig ist, sich ein eigenes Heos-Konto einzurichten, um alles nutzen zu können. Das ist innerhalb weniger Schritte erledigt. 

HeosHomeCinema_App13

In den Einstellungen findet sich auch das gerade verwendete Heos-Konto

HeosHomeCinema_App14

Erweiterte Einstellungen

Folgende Formate werden unterstützt:

  • Wiedergabe von Musik vom Tablet/Smartphone: iOs (iTunes), Android, Amazon Kindle Fire
  • WMA: bis einschließlich 192 kbit/s. 
  • AAC und MP3: bis einschließlich 320 kbit/s
  • WAV, ALAC und FLAC: bis einschließlich 16 bit / 48 kHz. Schlecht – hier sollten Dateien bis 192 kHz/24-Bit wiedergegeben werden. 
  • Per Internet Radio ist das Streaming von AAC, MP3 und WMA-Streams möglich
  • An Bildformaten für die Coveranzeige werden JPG, PNG, BMP und GIF unterstützt

Minuspunkte: Neben der Tatsache, dass bei WAV, ALAC und FLAC schon bei 16-Bit/48 kHz Schluss ist, fehlt auch der DSD-Support.

Was fällt sonst noch auf? Die Verarbeitung ist wirklich sehr gut, auch der aktive Subwoofer macht keine Ausnahme. Einige Dinge wären noch zu verbessern/sind festzuhalten:

Hochwertige, dicke HDMI-Kabel mit Metallstecker (der etwas größer ausfällt als ein einfacher Kunststoffstecker) können nicht optimal am Anschlussfeld angeschlossen werden. Flexiblere, dünnere Kabel, vielleicht noch mit speziell angewinkeltem Stecker, sind hier die bessere Lösung. Auch nicht perfekt: Es ist schön, ein minimalistisch-pures Design anzubieten, dass Heos HomeCinema aber gar kein Display hat, auf dem elementare Informationen zum Betrieb angezeigt werden, ist doch des Minimalistischen etwas zu viel.  Auch, dass das System gar keine eigene Fernbedienung hat, ist nicht optimal. Eine kleine, schmucke Remote wäre z.B. wünschenswert, wenn man einen Film schaut. Klar kann man die Heos HomeCinema auch über die TV-Remote steuern, als „Notlösung“ für alle Fälle wäre eine kleine mitgelieferte Fernbedienung trotzdem schön. 

Klang Blu-ray: Mission Impossible – Rogue Nation (Dolby Digital 5.1)

HeosHomeCinema_App17

Übersicht über die Einstellmöglichkeiten

Eine Soundbar-/Subwoofer-Lösung wird gern verwendet, um sich des Abends Kinofilme in guter Klangqualität anzuhören. Bei Heos weiß man dies offensichtlich, und daher finden sich in der App drei wichtige Funktionen: Es gibt einen „Musik“ und einen „Movie“ Soundmodus, beide Betriebsarten sind tadellos an Musik- bzw. Film-Quellen aus akustischer Sicht angepasst. Des Weiteren gibt es einen „Dialog Enhancer“ für beste Dialog-Verständlichkeit unter allen Bedingungen. Auch dieser macht einen wirklich guten Job. Als dritte Funktion findet sich ein „Night Mode“, den man aktivieren kann. Und es gibt auch einen EQ für Höhen und Bass (Soundbar) sowie für den Subwoofer-Pegel. 

Wir haben uns „Mission Impossible – Rogue Nation“ angehört. Die Heos HomeCinema besitzt eingebaute Decoder für Dolby Digital und DTS, was für eine Soundbar völlig ausreichend ist. Erstaunlich ist, wie zu Filmbeginn, als der Airbus A400 mit der gefährlichen Fracht an Bord startet, die Heos-Soundbar ein voluminöses sowie klares Klangbild zur Verfügung stellt. So kompakt der Wireless-Subwoofer auch sein mag – das hindert ihn nicht daran, einen nachdrücklichen Bass zur Verfügung zu stellen, der zudem überraschend präzise ist. Auch kleine Geräusche, die z.B. von Warnfunktionen im Airbus-Cockpit ausgehen, managt Heos HomeCinema sehr gut. Das Aufheulen der Triebwerke des Airbus kommt gut heraus, ebenso die Dialoge zwischen Ethan, Luther, Benjamin und William in der Zentrale. Die Stimmen sind immer sehr gut verständlich, schieben sich aber zugleich nie unschön in den Vordergrund. 

Nun folgt das vierte Kapitel, das in Wien spielt. Die klassische Musik gleich zu Beginn kommt sehr gut heraus, mit Volumen und einer recht authentischen Gesamtcharakteristik. Dann wird Benjamin in einer U-Bahn-Station nahe der Oper gezeigt. Als er den Umschlag von Ethan öffnet und die spezielle Brille herausholt, kommen auch kleine Effekte wieder gut heraus – als Benji z.B. die Brille aufsetzt und ein Scan zur Identifizierung des Trägers durchgeführt wird. Die Wiedergabe der Heos Soundbar ist in allen Sequenzen sehr umfassend, will heißen: Man fühlt sich von Klang umgeben, die Räumlichkeit beim Blitzlicht-Gewitter vorm Opernhaus, als der österreichische Bundeskanzler mit seinem Dienst-Maybach vorgefahren wird, ist sehr gut. Gleichzeitig aber schafft es die HomeCinema-Soundbar, auch Struktur in das gesamte akustische Geschehen zu bringen. 

Nun beginnt Puccinis „Turandot“ gleich, und die bedrohliche Musik, als der Attentäter  mit einer als Musikinstrument getarnten Waffe die Kontrolle passiert, wird mit hohem Spannungspotential wiedergegeben. Klar, wir sollten erwähnen, dass auch eine wirklich gute Soundbar weder einen Satz hochklassiger Stereo-Boxen noch ein Mehrkanal-Setup ersetzen kann, aber was Heos HomeCinema bietet, ist auf jeden Fall eine ganze Menge. Vor allem das Auflösungsvermögen, als das Publikum Beifall spendet, ist prima. Die Opernaufführung gibt die Soundbar mit passendem Volumen und einer überzeugenden Stimmwiedergabe zum Besten. Für Alltags-Ansprüche, das wird rasch klar, eignet sich Heos HomeCinema ausgezeichnet. Sogar die weibliche Gesangsstimme wirkt nicht zu matt und bedeckt, sondern recht klar und bringt sogar eine gewisse räumliche Brillanz mit. 

Auch das rege Treiben hinter der Bühne, z.B. als Benji versucht, den Killer im Publikum per Spezial-Screen (Opernheft mutiert zu Notebook) auszumachen, wird akustisch detailreich präsentiert. Hier fehlt es an nichts, verglichen mit der Performance, die selbst gute im TV eingebaute Lautsprechersysteme erzielen, wird deutlich übertroffen. Der virtuelle Surroundeindruck ist sehr gut, und Heos HomeCinema schafft es ohne Schwierigkeiten, parallel stattfindende Ereignisse differenziert darzustellen. So z.B. die Geschehnisse auf der Bühne auf der einen Seite, und das Zusammensetzen der Waffe (Ilsa Faust) zum Anschlag auf der anderen Seite.  Auch das heftige Gefecht zwischen Ethan und dem Killer des Syndikats kommt sehr gut heraus, hart die Faustschläge und hart das Aufprallen von Ethan auf dem Untergrund. 

Wiedergabe von Musik vom Smartphone/von Spotify

HeosHomeCinema_App11

Wiedergabe vom Smartphone

HeosHomeCinema_App12

Are You Ready To Fly? Mit der Heos HomeCinema auf jeden Fall

Wenden wir uns der Präsentation von Musik von unserem iPhone zu. „A View To A Kill“ aus dem gleichnamigen James Bond 007-Film kommt mit Wucht und Kraft zum Ausdruck. Die Stimme Simon Le Bons wird akkurat von den Instrumenten getrennt und die gesamte Dynamik ist ausgezeichnet. Bei „Nobody Does It Better“ erfreut die Heos HomeCinema wiederum mit einer fundierten vokalen Abbildung und einer gut gestaffelten Räumlichkeit. Der aktive drahtlose Subwoofer gliedert sich nahtlos und stimmig ins Klangbild ein. „All Time High“ von Rita Coolidge präsentiert sich die Heos-Soundbar einmal mehr als richtig kultiviert und authentisch darstellend. Der Klang bleibt immer angenehm, auch bei hohem Pegel. Bei „Perfidia“ von Andrea Bocelli schlägt sich die Heos-Soundbar ebenfalls wacker und besticht durch Klarheit und eine erstaunlich gelungene Loslösung der Stimme Andreas von den Lautsprecher-Chassis. Beim Techno-Klassiker „Are You ready To Fly“ liefert der kompakte drahtlose Subwoofer einen schnellen und kraftvollen Bass, der virtuelle Surround-Modus sorgt für eine ausgezeichnete Verbreitung der elektronischen Effekte. 

Nun aktivieren wir das Heos-Modul und starten Spotify.

HeosHomeCinema_App10

Spotify Connect an Bord

HeosHomeCinema_App16

Spotify-Wiedergabe

Hier ist es wichtig, die Heos HomeCinema Soundbar in den zur Verfügung stehenden Wiedergabe-Devices auszusuchen – und nach kurzer Verzögerung beginnt dann die Wiedergabe unserer Best Of-Playlist mit Trance-Klassikern der 90er Jahre: „Is E.T. on X.T.C.“ von Mediteria hat Dynamik und eine gute Räumlichkeit, dass das Quellmaterial nicht eben sensationell ist, kann allerdings die Heos HomeCinema nicht ganz verbergen. Es folgt „Dreamer Trance“, wiederum von Mediteria, im Remix von General Base. Hier kommt der alternierende Effekt gleich zu Beginn sehr gut heraus, auch das Piano klingt lebendig und klar. Der Bass hat Substanz und ein sehr gutes Volumen, die Pegelfestigkeit ist außerordentlich gut. Die Class D-Verstärkung scheint offensichtlich enorm  leistungsfähig zu sein. Heos macht leider keinerlei Leistungsangaben auf der Website, aber unserem Eindruck nach besteht kein Grund, die Heos HomeCinema auch im 25 Quadratmeter-Raum zu verwenden. „Back Again“ von General Base folgt als dritter Spotify-Titel, und wieder erfreut uns die Heos-Soundbar mit sattem Bass und klarer Gesamtwiedergabe. Effekte werden tadellos durchstrukturiert, und mit entsprechendem Nachdruck präsentiert. 

Konkurrenzvergleich

Panasonic SC-ALL70T Gruppenbild2

  • Panasonic SC-ALL70T: 499 EUR kostet das schicke und gut verarbeitete Panasonic ALL-System, das fürs Geld nicht nur einen harmonischen sowie kräftigen Klang bietet, sondern sogar die Option offeriert, zusammen mit zwei Wireless Multiroom Audio-Lautsprechern aus der ALL-Baureihe ein echtes Mehrkanal-Setup mit Wireless-Rears aufzubauen. Das geht bei Heos HomeCinema derzeit nicht. Mit besserem Finish im Detail, feinerer Auflösung über den gesamten Frequenzbereich und noch spontanerem Antritt rechtfertigen die Heos HomeCinema-Soundbar und der dazugehörige Wireless-Subwoofer aber den Mehrpreis.

Raumfeld Soundbar Subwoofer Gruppenbild2

  • Raumfeld Soundbar: 1.299,99 EUR – das ist eine ganz schöne Menge Geld. Dafür aber lässt sich der Raumfeld Soundbar mit enorm leistungsstarkem Flachsubwoofer aus akustischer Sicht nichts vormachen, und auch, was die Verarbeitung angeht, liegt der Soundbar aus Berlin vorne. Nachteil: Nur ein HDMI-Terminal und keine Decoder an  Bord – hier sollte Raumfeld unbedingt nachbessern. 
Fazit

Heos by Denon HomeCinema Gruppenbild1

Heos sticht mit der Heos HomeCinema Soundbar genau in eine preisliche Lücke. Die sehr edle Alternative von Raumfeld ist mit 1.300 EUR deutlich teurer, der Panasonic-Vorschlag ist mit rund 500 EUR merklich preisgünstiger. Richtig krass wird es, wenn man von Sonos das Set aus Playbar und Sub für knallharte 1.598 EUR kauft – sicherlich, Sonos ist Marktführer, aber wirklich viel besser ist das stylishe Set nicht, vergleicht man es mit der Heos HomeCinema-Lösung. Sehr gut bei Sonos ist hingegen, dass man sich auch gleich für 2.056 EUR ein 5.1 Set mit zwei Play:1 für die Rear-Kanäle kaufen kann – das geht natürlich auch nachträglich, der schon eine Playbar besitzt, kann sich die Play:1 auch nachträglich dazu kaufen. Leider gibt es derzeit für die Heos HomeCinema diese Option noch nicht.

Ansonsten aber bietet Heos HomeCinema extrem viel fürs Geld. Nicht nur eine ansprechende Verarbeitung und eine elegant-zeitlose Optik, sondern auch eine beispielhaft einfache Erstinstallation, die enorm zuverlässig funktioniert, eine prima Ausstattung und einen kraftvollem Klang. Beachtlich ist ferner das gute Auflösungsvermögen selbst im Hochtonbereich. Die Zusammenarbeit zwischen Soundbar und Subwoofer funktioniert sehr gut, es entsteht der Eindruck einer runden, in sich schlüssigen Klangkulisse ohne störende Lücken. Leider gibt es an der HomeCinema Soundbar kein Display, und eine Fernbedienung ist auch nicht im Lieferumfang enthalten.

Die HDMI-Sektion ist nicht für das Durchschleifen von Ultra HD Blu-ray-Signalen mit HDCP 2.2 geeignet – damit steht die Heos HomeCinema aber nicht alleine dar, sie ist eben schon etwas länger auf dem Markt. Dafür liefert Heos separate DSP-Modi für Filme und Musik, die sehr gut funktionieren, und auch einen „Dialog Enhancer“, der ebenfalls einen tadellosen Job macht. 

Heos by Denon liefert ein Maximum fürs Geld: Vollen Sound, tolle DSPs und eine praxisgerechte Ausstattung
preisklassenreferenz
Soundbar-/Subwoofersysteme bis 1.000 EUR
Test Dienstag, 13. September 2016

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 13. September 2016

 




Alle aktuellen Tests auf AREA DVD
  ZURÜCK