XXL-TEST: Samsung 65-Zoll-4K-OLED-TV S95D - Erstklassige Helligkeit und kaum noch Reflexionen?

Anzeige
HCT 2026 AreaDVD Interstitial

Bild "Wonder Woman 1984", Blu-ray

Wir haben es bei der Blu-ray von "Wonder Woman" mit dem Bildmodus "KI-Anpassung" ausprobiert. Hier muss man sich aus drei aufeinander folgenden Thumbnail-Auswahlbilderserien jeweils für das Bild entscheiden, dass man aufgrund seiner persönlichen Sehgewohnheiten fürs das beste hinsichtlich Helligkeit, Kontrast und Farbwiedergabe hält. Wir haben hier jeweils möglichst neutral, doch trotzdem brillant wirkenden Bilder herausgesucht. Da unsere Blu-ray von "Wonder Woman" eine 1.080p-Auflösung beinhaltet, können wir hier auch untersuchen, wie gut der S95D dieses Material mittels des KI-basierten Processings auf die Ultra HD-Panelauflösung hochskaliert. Wir haben um kurz nach 9 Uhr morgens an einem regnerischen Tag den Filmbeginn angeschaut, also gibt es externen Helligkeitseinfall, allerdings keine "Hardcore"-Situation mit direktem Sonnenlicht. Sehr schnell verlassen wir gleich zu Filmbeginn den KI-Bildmodus, deaktivieren die Intelligente Bildanpassung (hier kann man neben KI-Anpassung noch die weiteren Modi "Optimiert" und "Eye Comfort" anwählen) und gehen zu den normalen, konventionellen Bild-Modi. Hier finden sich Dynamisch, Standard, Eco, Film und den Filmmaker Mode. Wir verwenden den normalen Film-Modus.  

Wir betrachten den Film sofort ab Beginn, und sind begeistert von der sehr dynamischen, zugleich aber authentischen Darstellung der Natur. Grüntöne kommen facettenreich und farblich echt heraus, im Bild zu sehen ist auch ein Wasserfall, der uns durch die natürlichen Bewegungsabläufe beim herunterstöremden Wasser überzeugt. Überragend ist es um die Bildtiefe bestellt, der S95D realisiert ein extrem plastisches Bild, das dafür sorgt, dass der Erlebnisfaktor beim Anschauen des Films enorm hoch liegt. Der S95D begeistert uns mit einer sehr guten Bewegungswiedergabe bei den sehr schnellen Bildsequenzen im Stadion, und mit einer enorm feinfühligen Durchzeichnung des Bildes, das ist besonders gut sichtbar, als das Stadion aus der Distanz ins Bild kommt. Der sandige Boden wird realistisch präsentiert, auch die Farbetreue ist hervorragend. Durch die spezielle Beschichtung des Panels werden Reflexionen wirklich effektiv gemindert, bei lediglich minimalen Verlusten hinsichtlich der visuellen Brillanz - die wir für absolut vertretbar halten. Das Upscaling gelingt dem KI-basierten Prozessor herausragend. Schon das Panel rauscht praktisch gar nicht, und Rauschen, das von einem unzureichenden Upscaling kommt, finden wir ebenfalls nur in extrem geringem Maße. Auch feine Details werden beim Upscaling sehr gut berücksichtigt, sodass man, sitzt man circa 3 Meter weit weg vom S95D, wirklich beinahe denken könnte, es wäre natives 4K-Material. Ganz gleich, ob die Reiter-Szenen oder der Kameraschwenk aufs Publikum: Der S95D wirkt grundsätzlich enorm souverän, sehr klar, und immer auf ein Höchstmaß an Realismus bedacht. 

Ultra HD Blu-ray, Black Panther - Wakanda Forever

Anzeige

Nun fahren wir mit der Ultra HD-Blu-ray "Black Panther - Wakanda Forever" (HDR10) im Filmmaker Mode fort. Wir schauen ab Filmbeginn und stellen rasch fest, dass der S95D bei der Präsentation von nativem 4K-Content ein nochmals realistischeres, enorm dreidimensionales Bild bereitstellt, und auch in den dunkeleren Sequenzen im medizinischen Labor erfreut uns der Samsung selbst bei externem Lichteinfall durch ein enorm vielschichtiges Bild - erneut punktet das Glare Free-Display, indem es einen beträchtlichen Teil an störenden Reflexionen unterdrückt. Bei der dann folgenden Beerdigung inmitten der Natur gibt der S95D die Struktur der Baumstämme vielschichtig wieder, ebenso die Grüntöne, und kurz darauf den sandfarbenen Boden. Die Gesichter der Akteure und deren Kleidung modelliert unser Testkandidat ebenfalls sehr akkurat heraus, auch Einzelheiten wie den Glanz in den Augen. Sehr viele Einzelheiten, darunter auch die Struktur des  Stoffes der Kleidung, kommen somit glaubwürdig heraus. Es sticht auch hier ins Auge, dass das Panel praktisch kein Rauschen produziert. Der große Blickwinkel und die lebendige, zugleich echt wirkende Farbwiedergabe ergeben ein lebensechtes Bild auch dann, wenn mehrere Personen den Film verfolgen. Der zum Himmel schwebende Sarg wird ausdrucksstark wiedergegeben, und das Fluggerät, das ihn aufnimmt, wirkt detailreich präsentiert. Alle Arten an Bewegungsvorgängen erscheinen nahtlos und flüssig. 

Ultra HD Blu-ray, Mord im Orient-Express

Mit Mord im Orient-Express spielen wir dem Samsung OLED eine weitere, uns bestens bekannte Ultra HD Blu-ray mit HDR-Signal zu. Hier konzentrieren wir uns zunächst völlig auf eine authentische, kinogerechte Filmwiedergabe. Dazu schnappen wir uns den Filmmaker Mode, kontrollieren noch einmal ob auch alle dynamischen Bildoptimierer und vor allem die Zwischenbildberechnung inaktiv sind (sind sie) und dunkeln unseren Testraum nahezu völlig ab. In typischer OLED-Manier erwarten uns tiefschwarze Balken bei der Cinemascope-Abbildung, eine inhomogene Ausleuchtung oder ein Ausbluten heller Bereiche in dunkle bleibt - erwartungsgemäß aufgrund der selbstleuchtenden OLED-Pixel - völlig aus.

Die Sequenz startet mit einem Kameraschwenk von der Sonne, die hier mit besonders hoher Helligkeit strahlend abgebildet wird, auf die Klagemauer, an der sich zahlreiche Pilger und Gläubige versammelt haben. Der Schwenk nach unten wird exzellent abgebildet, ganz vereinzelt lässt sich der 24p-Judder an Kanten und Fugen der Mauer erkennen. Insgesamt ist das Bild aber für native 24p-Darstellung sehr ruhig und angenehm. Bei den vielen umherlaufenden Personen am Boden und noch deutlicher in der folgenden Einstellung, als der Wachmann frontal im Bild zu sehen ist, kann der Samsung - identisch zu praktisch jedem anderen hochwertigen Fernseher - die fehlende Zwischenbildberechnung nicht ganz verbergen. Leichtes Zittern bzw. Nachziehen der Objektkanten bei schnellen Bewegungen, sind dann sichtbar. Alles spielt sich im typischen Rahmen ab. Der Samsung ist hier weder besser noch schlechter als vergleichbare OLED-TVs und das ist zweifellos ein positives Merkmal. Die TVs sind in diesem Bereich mittlerweile so gut geworden, dass Freunde eines authentischen Kinobildes diese Darstellungsform absolut problemlos nutzen können. Je nach der Frequenz und Geschwindigkeit der Bewegungen treten die Erkennungsmerkmale der 24p-Darstellung mal weniger, mal weniger in Augenschein.

Bevor wir die Zwischenbildberechnung aktivieren, sehen wir uns einige andere Parameter an. Der Samsung OLED besticht besonders durch seine hohe Helligkeit, ausgezeichnete Kontrastwerte und absolut authentische Farben. Helle Bereiche sind sehr fein durchzeichnet und strukturiert und lediglich, wer den Film aus dem FF kennt und sehr genau hinsieht, wird bemerken, dass in den sehr dunklen Bereichen in den Ecken des Raumes, in dem Hercule Poirot seine leider nicht perfekten Frühstückseier genießen möchte, die ein oder andere Feinheit nicht in Perfektion herausgearbeitet wird. Wir können es nicht mit Sicherheit sagen, aber vielleicht hängt dies mit der speziellen Anti-Reflektionsbeschichtung zusammen. Spielt allerdings auch keine große Rolle, da dieser Makel nahezu theoretischer Natur ist. Die Bildschärfe, sowohl was Kanten als auch Detail betrifft, ist auf sehr hohem Niveau und auch die klare Tiefenstaffelung der verschiedenen Bildebenen samt ausgezeichneter Objektplastizität trägt zu einem realistischen Bild bei. Das letzte Quäntchen gestochener Schärfe holt er nicht ganz heraus, auch hier gilt wieder die Vermutung der Antireflektionsbeschichtung, dafür bietet er mit höchster Farbauthentizität und dem gnadenlos hellen Bild eine glaubwürdige Gesamtkulisse und zeigt auch bei Panorama-Aufnahmen ein intensives, bis in die hinteren Ebenen differenziertes Bild. Hinzu kommt, dass diese Nuancen wirklich nur auffallen, wenn man genauestens darauf achtet und die feinen Unterschiede zwischen den verschiedenen TV-Geräten am Markt sucht. Im Praxisbetrieb wird man hier grundsätzlich eine exzellente Schärfe und Bildbrillanz attestieren. Feinste Strukturen und Nähte an Poirots' Kleidung, die einzelnen Härchen seines Schnauzers bis hin zu einzelnen Hautporen, alles ist beim S95D problemlos erkennbar. Erneut fällt auch das geringe bis kaum vorhandene Rauschen auf, welches beim Samsung OLED-Panel begeistert.

Anzeige
Yamaha True X 800x600

Die Zwischenbildberechnung im Samsung S95D arbeitet sehr gut und bietet erfreulicherweise die Möglichkeit, in der Einstellung "Benutzerdefiniert", die Intensität justieren zu können. Manchem wird es gefallen, uns als Kino-Enthusiasten greift die "Auto"-Einstellung aber etwas zu stark ein und "bügelt" das Bild für unsere Verhältnisse ein wenig zu glatt und sauber. Judder ist dann zwar praktisch gar keiner mehr sichtbar, dafür geht der typische Film-Look ein wenig verloren und bei schnellen Bewegungen bleiben an manchen Kanten Artefakte nicht gänzlich aus. Es ist, selbst bei schnellen Schwenks, Kamerafahrten und Action-Szenen zwar nie wirklich störend, aber der findige Zuschauer erspäht, dass hier im Hintergrund eine dynamische Optimierung läuft. Der Kompromiss ist aber zweifellos ein guter und, wer empfindlich gegenüber 24p-Judder ist, kann ruhig die Auto-Funktion verwenden. Mit einem leichten Eingriff, z.B. Unschärfe-Minderung von 10 auf 5 und Judder-Minderung von 3 auf 2, lässt sich aber ebenfalls ein exzellenter Mittelweg erzielen. Judder ist dann nicht komplett weg, aber praktisch kaum wahrnehmbar. Dafür bleibt der Film-Look erhalten und es gibt nochmals weniger Ghosting-Artefakte oder Unschärfen. Wer sich hier ein paar Minuten Zeit nimmt, findet schnell die persönlich optimale Einstellung.

TV-Tuner

Bei der Wiedergabe von Live TV lassen wir wieder etwas Licht in den Raum. Der S95D steht jetzt direkt neben einem Fenster, durch das Sonnenlicht fällt. Trotz der für einen OLED-Fernseher äußerst schwierigen Situation ist TV-Genuss mit dem S95D möglich. Die Glare-free-Beschichtung leistet wirklich ausgezeichnete Arbeit und vermindert direkte Spiegelungen, die praktisch einen Teil des Bildes unsichtbar machen würden, eklatant. Bei dunklen Flächen im Bild und generell bei dunklen Bildinhalten können Reflektionen natürlich nicht vollständig vermieden werden, allerdings wirkt die Spiegelung dann zwar erhellt, aber nicht so, dass man praktisch nur noch den gespiegelten Raum im TV sieht und nicht den eigentlichen Inhalt, den man schauen möchte.

Im Alltagsbetrieb profitiert man auch von der hohen Helligkeitsstärke des Samsung OLED-TVs, die wir bereits bei der HDR-Wiedergabe sehr positiv wahrgenommen haben. Das Upscaling gelingt ebenfalls wieder ausgezeichnet. Das 720p-Bild der öffentlich-rechtlichen Sender wirkt stabil, ruhig und ist sauber detailliert. Kanten- und Detailschärfe ist auf hohem Niveau, unschönes Rauschen oder störende Treppenstufenbildungen fallen nur bei schlecht produziertem Material auf. Auch die Farben gelingen durchaus kräftig und dynamisch, aber nicht unnatürlich. Identisch zu den Neo QLED-TVs von Samsung empfehlen wir auch beim Tuner die Verwendung eines Bildfeldes mit angenehmer Farbtemperatur. Der "Intelligente Bildmodus" überzieht bei Helligkeit, Kontrast und ist nicht so farbtreu.

  • Auf Seite 4 geht es weiter mit dem Klang, einem ausführlichen Konkurrenzvergleich mit dem Fokus auf LGs G4 und dem Fazit zum S95D

Anzeige


Weiter auf: Vorherige Seite Nächste Seite

Seiten: 1 2 3 4

Tags: • •

Alle aktuellen Tests auf AREA DVD

Themen-Schlagwörter (nach Häufigkeit sortiert)

Lautsprecher Blu-ray Disc-Review Samsung Panasonic IFA TV Kopfhörer Ultra HD Ultra HD Blu-ray-Review Soundbar LG Sony AV-Receiver Teufel CES Fernseher OLED Denon Subwoofer Verstärker nubert Bluetooth-Lautsprecher Yamaha Special Dolby Atmos Smartphone Aktivlautsprecher Bluetooth Stereo Canton Dali Beyerdynamic Marantz JBL Philips aktiver Lautsprecher AVR Wireless-Lautsprecher KEF Info-Special

Privacy Manager
  ZURÜCK