XXL-TEST: Mini LED-Premiere bei Sony - High-Tech pur im XR-65X95K

Der Sony XR-65X95K ist der erste LCD-Fernseher des Herstellers, der auf Mini LED-Technologie mit XR Backlight Master Drive setzt. Winzig kleine Leuchtdioden übernehmen dabei die notwendige Hintergrundbeleuchtung des LCD-Panels, was selbst gegenüber TVs mit Full Array LED-Backlight eine enorme Steigerung von Kontrast- und Schwarzwert-Performance bedeutet. Tatsächlich sind diese Geräte visuell eher mit OLED-Fernsehern vergleichbar. Diese sind zwar immer noch besser in den beiden genannten Punkten und bieten dank der selbstleuchtenden Pixel weitere Vorteile, dafür ist ein Mini LED-TV zu höherer Gesamthelligkeit imstande. Der Sony XR-65X95K ist zur UVP von 3.499 Euro erhältlich.

Schlüsseltechnologien

Das im Sony verbaute "Mini LED powered by XR Backlight Master Drive" ermöglicht eine sehr direkte Abstrahlrate der vielen kleinen und sehr hellen Leuchtdioden. Wie bei allen Geräten dieser Art führt dies grundsätzlich häufig zu Helligkeitssäumen (Blooming). Sony setzt allerdings auf eine besonders intelligente und präzise Steuerung der Mini LEDs, um diese negative Ausprägung effizient zu minimieren. Während andere Hersteller schlicht die Helligkeit reduzieren, bleibt bei Sony die maximale Helligkeit erhalten und durch eine leichte Erweiterung der angesteuerten, aktiven Dioden wirkt der Übergang dann sauberer. Für die Ansteuerung ist natürlich der verbaute XR Prozessor verantwortlich. Er erkennt die Verteilung der Leuchtdichte, steuert die Hintergrundbeleuchtung daraufhin dynamisch und wirkt Blooming entgegen.

Eine weitere Schlüsseltechnologie im X95K mit dem Cognitive Processor XR ist die Echtzeitanalyse durch Korrelation von Tausenden von Teilen innerhalb oder zwischen Bildern. Dank der Kreuzanalyse wird die Bildqualität in vielen Parametern optimiert. Ebenso wie unser Gehirn die Umwelt wahrnimmt, identifiziert der Prozessor Fokuspunkte im Bild. Mithilfe von Tiefenkontrolle und einer entsprechenden Bildverarbeitung auf nahe Objekte und dem Hintergrund wirkt das Bild enorm plastisch und natürlich zugleich. Optimiert wurde die Rolle des Cognitive Processor XR auch beim Farbkontrast. Zusätzlich zur Luminanz, die bereits beim ursprünglichen XR-Algorithmus berücksichtigt wurde, steuert die aktuelle Version auch die Sättigung und realisiert so noch mehr, noch kräftigere Farben. Die Farbdarstellung von über einer Milliarde Farben gewährleistet XR Triluminos Pro. Selbstverständlich fällt auch die Aufgabe eines hochwertigen 4K Upscalings sowie einer geschmeidigen, scharfen Bewegungswiedergabe auf den integrierten Sony-Prozessor.

Mit X-Wide Angle und X Anti-Reflection sind Technologien an Bord, die ein authentisches Bild in jeder Situation ermöglichen sollen. Ein breiter Blickwinkel, wenn man auch mal abseits der zentralen Position auf der Couch sitzt, sei gewährleistet und auch Spiegelungen sollen vermieden werden. Wie der X95K dies in der Praxis umsetzt, werden wir im Verlauf des Previews und finalen Testberichtes klären.

Auch die akustische Performance wird beim neuen Sony Mini LED-TV vom XR Prozessor unterstützt. Acoustic Multi-Audio nennt Sony das in den LCD-Fernsehern verbaute System, bei dem zwei nach vorne abstrahlenden Hochtöner zur Klangpositionierung an den Seiten des Bildschirms integriert sind. Im unteren Bereich gibt es zudem zwei Breitbänder und auch zwei Subwoofer. Mit XR Sound können Stereo- oder Surround-Quellen auf virtuellen 5.1.2-Kanal-Ton hochskaliert werden. Der Fernseher kann auch mit weiteren Audiogeräten kombiniert werden. Mit Acoustic Centre Sync übernimmt der TV bei Anschluss einer Soundbar oder eines Lautsprechersystems die Rolle des Center-Kanals, alle Systemlautsprecher sind dabei aktiv. Der TV kann mithilfe des Mikrofons in der Fernbedienung an die akustischen Gegebenheiten des Raumes angepasst werden.

Die neue BRAVIA CAM ist optional beim X95K und ab Juli verfügbar. Videochat, z.B. über Google Duo, ist hier möglich. Mit einem voraussichtlich zeitgleich veröffentlichten Firmware-Update erweitern sich die Features erheblich. Ambient Optimization Pro beispielsweise steuert automatisch die Helligkeit und Lautstärke des Bildschirms, wenn man sich dem TV nähert oder man sich davon entfernt. Außerdem folgt der Ton der Position des Zuschauers. Die BRAVIA CAM erkennt bis zu sechs Personen, Bild und Ton richten sich immer nach der Person, die sich dem TV am nähsten befindet. Auch einen Näherungsalarm soll es geben und geht man vom Bildschirm weg, wird die Helligkeit zur Energieeinsparung drastisch reduziert. Auch Gestensteuerung ist möglich. Privatsphäre spielt auch eine wichtige Rolle, so dass man mit einem Schiebeschalter auf der Oberseite die neue Sony-Kamera komplett deaktivieren kann.

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Mit dem Hinweis "Perfect for PlayStation 5" deutet Sony auf die Kompatibilität mit der eigenen, aber auch allen anderen, Spielekonsole bzw. Gaming PCs hin. Zwei HDMI 2.1-Slots sind an Bord, die 4K/120 unterstützen. Den Input Lag gibt der Hersteller mit 8,5 ms an. VRR und ALLM sind ab Werk an Bord.

Verarbeitung

Rahmen aus Metall

Ein stattliches Gewicht, selbst für einen 65 Zoll großen Fernseher, weist der Sony XR-65X95K auf, präsentiert sich aber auch wirklich mit hochwertiger Verarbeitungsqualität und Solidität. Die Standfüße vermitteln einen besonders schicken Eindruck, sind aus Metall gefertigt und verfügen über einen schicken, gestrahlten Alu-Look. Selbes gilt für den äußeren Rahmen, der ebenfalls aus Metall besteht und eine sehr angenehme Haptik bietet. Der Rahmen, der sich direkt an das Display anschließt, ist angenehm schmal. Die hohe Verarbeitungs- und Materialqualität setzt sich im Detail fort. Auch die untere, schwarze Leiste, häufig aus Kostengründen in Kunststoff gehalten, besteht aus Metall.

SORPLAS-Rückseite

Im Detail, in diesem Bereich befinden sich auch Subwoofer und Fullrange-Treiber des Soundsystems

Kunststoff findet man wiederum an der Rückseite des Gerätes. Auch dieser fühlt sich aber recht gut an und zeigt sich mit nicht unästhetischer Struktur mit sauber integrierten Öffnungen für integrierte Lautsprecherkomponenten. Die Rückwand ist im Übrigen nicht aus irgendeinem Kunststoff, sondern aus SORPLAS. Dabei handelt es sich um ein Material aus 100% recyceltem Kunststoff, der aus alten Automobilteilen gewonnen wird. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist auch der Karton insgesamt kleiner geworden und nicht mehr farbig bedruckt.

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Die Anschlüsse sitzen ebenfalls fest und sind gut zugänglich. Ein Kabelmanagement ist vorhanden und auch eine Abdeckung liegt bei, damit der TV auch bei freier Aufstellung im Raum eine gute Figur macht.

Massiver Standfuß

Montiert an der äußeren Position (tief)

Die Standfüße können beim Sony XR-65X95K an zwei Positionen montiert werden. Die äußere Position schließt seitlich mit dem Rahmen des Fernsehers ab und wirkt besonders elegant, die sich weiter innen befindliche Position ermöglicht die Aufstellung auch auf schmaleren Regalen und Sideboards. Wer über eine Soundbar verfügt und diese vor dem Fernseher platzieren möchte, kann die Standfüße auch so befestigen, dass der X95K einen größeren Abstand zur Standfläche hat. In der oberen Position passen problemlos die meisten Klangriegel unter das Gerät, ohne die Bildfläche zu überdecken.

Anschlüsse

Anschlussübersicht

Anschlüsse seitlich

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TV-Empfang, Ethernet, Digital optisch, USB sowie 3x HDMI (2x HDMI 2.1)

Der Sony Fernseher bringt eine übersichtliche, aber zweifellos praxisgerechte Anschlussbestückung mit. Zusätzlich zu DVB-T(2), DVB-C und 2x DVB-S2 stehen ein Ethernet-Slot sowie ein optischer Digitalausgang nach unten abgehend zur Verfügung. Daran schließen sich drei HDMI-Schnittstellen und ein USB 3.0-Slot für die HDD-Aufnahme an. Seitlich sind ein weiterer USB-Anschluss (2.0) sowie ein AV-In (mit Adapter und für S-Center Speaker nutzbar), der CI+ Slot und ein weiterer HDMI-Anschluss untergebracht. Zwei der vier HDMI-Eingänge sind als HDMI 2.1 ausgeführt und können 4K-Videosignale mit 120 Bildern pro Sekunde verarbeiten. HDMI 3 fungiert zusätzlich als eARC-Schnittstelle. Interessant ist ein mechanischer Schalter, um das im Fernseher integrierte Mikrofon vollständig deaktivieren zu können.

Menü

Start des Einrichtungsassistenten - Sprachauswahl

Einrichtung Google TV

WLAN-Verbindung

BRAVIA TV Einstellungen

Energiesparmodus wählen

TV-Empfang einrichten

Sendersuchlauf durchführen

Konfiguration zusätzlicher Geräte

TV-Position festlegen - für die Tonausgabe relevant

AirPlay und HomeKit verwenden

Bedienungshilfen

Der Einrichtungsassistent ist besonders umfangreich und umfasst neben den typischen Schritten - Sprache und Standort festlegen, Herstellen der Netzwerkverbindung, TV-Signal festlegen und Sendersuchlauf durchführen, etc - auch Dinge wie eine akustische Kalibrierung der Komponente sowie Optionen, die speziell für Google TV notwendig sind. Auch AirPlay/HomeKit, Samba TV Interactive und weitere Zusatzfunktionen können direkt aktiviert werden.

Google TV mit inhaltsbasierter, personalisierbarer Oberfläche

Einstellungen (Der TV kann auch über das eigene Smartphone eingerichtet werden)

Bildeinstellungen

Bildmodus auswählen

Der Sony XR-65X95K läuft unter dem Betriebssystem Google TV und ist daher auch 100% kompatibel mit Google Assistant sowie Google Smart Home-Funktionen. Inklusive ist hier natürlich auch der Zugriff auf alle relevanten VoD-Anbieter, sonstige kompatiblen Streamingdienste und Apps. Wie bei vielen anderen TV-Herstellern ist das Home-Menü nicht mehr als Overlay über bestehende Bildinhalte vorgesehen, sondern nimmt den kompletten Bildschirm ein. Ob Home Dashboard oder die eigentlichen Geräte-Einstellungen, der Sony TV bietet ein übersichtliches Menü und stellt den Durchschnittsanwender nicht vor schwierige Situationen. Die Menüs sind auch generell in dunkleren bzw. Grautönen gehalten und wirken optisch ansprechend. Wartezeiten und grobe Verzögerungen gibt es bei der Steuerung des Fernsehers nicht, schon direkt nach dem Einschalten kommt man hier zügig zu den gewünschten Optionen. Der X95K könnte zwar vereinzelt noch einen Tick spontaner auf Eingabebefehle der Fernbedienung reagieren, insgesamt fühlt sich das Handling aber direkt an und man hat niemals den Eindruck, auf den Fernseher warten zu müssen.

Fernbedienungen

Der Sony TV ist mit zwei Fernbedienungen ausgestattet. Beide weisen ein kompaktes Format auf und liegen gut in der Hand. Die "konventionelle" Variante ist mit vielen Tasten bestückt, etwas breiter und für Freunde der klassischen Remote die richtige Wahl. Der Tastendruckpunkt gefällt uns bei der Smart-Fernbedienung alledings etwas besser, hier findet man Direktzugriffstasten für Disney+, prime video, Netflix und auch BRAVIA CORE. Die Fernbedienungen werden auch zur akustischen Einmessung des Fernsehers verwendet. Für den Betrieb werden jeweils 2 x AAA-Batterien genutzt. Praktisch ist auch die Beleuchtung der kompakten Smart Remote. Wer seine Remote häufig verlegt, kann per Finder-Funktion und dem Befehl "Ok Google, finde meine Fernbedienung" ein Blink und- Tonsignal, ausgegeben von der Fernbedienung, provozieren.

Bild

Anpassung des Bildes anhand der räumlichen Gegebenheiten

Wie bereits erwähnt, ist der Sony XR-65X95K mit dem Cognitive Processor XR ausgestattet, der die Signalverarbeitung komplett übernimmt und für einen besonders eindrucksvollen, realistischen visuellen Eindruck sorgt und besonders im Bereich Kontrast, Bildtiefe und Plastizität Vorteile erzielt. Dafür arbeitet der Prozessor beim X95K mit dem XR Backlight Master Drive zusammen. Es handelt sich hier um eine besonders ausgeklügelte und präzise Ansteuerung der zahlreich verbauten Mini-LEDs, die als Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz kommen. Mini LEDs sind um ein vielfaches kleiner als konventionelle Leuchtdioden, so erreichen Fernseher mit Mini LED-Technologie deutlich bessere Schwarz- und Kontrastwerte als konventionelle Geräte mit einfacher LED-Hintergrundbeleuchtung. Identisch zu Full Array LED-Hintergrundbeleuchtung sitzen die Miniatur-Dioden vollflächig hinter dem Bildschirm. Gleichzeitig wird eine erstaunliche Helligkeit realisiert, die meist über das Potential von OLED-Fernsehern hinausgeht. OLEDs hingegen benötigen keine Ansteuerung der Hintergrundbeleuchtung, da es schlichtweg keine gibt. Sie erreichen noch tiefere Schwarzwerte und häufig einen plastischeren Bildeindruck, da der Übergang von dunkle in helle Bereiche nicht von Blooming negativ beeinflusst wird. Dennoch sind LCD-Fernseher mit Mini LED-TVs einfachen LED-TV-LCD-Geräten weit überlegen und bieten, wie erwähnt, Vorteile bei der Helligkeit gegenüber OLED. Wir sind gespannt, wie sich der Sony XR-65X95K hier im Praxisbetrieb schlägt.

Vorab noch ein paar Worte zu den integrierten Bildmodi, die der Sony Fernseher bietet. Sony bringt zwar IMAX Enhanced als Bildmodus mit, durchaus sinnvoll aufgrund des integrierten BRAVIA CORE Dienstes, beschränkt sich sonst aber auf konventionelle Bildfelder. Der IMAX Enhanced-Modus sollte nur benutzt werden, wenn IMAX Enhanced-Inhalte angesehen werden. Der Filmmaker Mode, der in der Regel eine solide und natürliche Farbwiedergabe bietet und dynamische Optimierer deaktiviert, ist nicht an Bord. Mit den Modi "Kino" oder "Anwender" erzielt man aber eine ähnlich authentische Wiedergabe der Farben und ob man zusätzliche technische Finessen, wie z.B. eine Zwischenbildberechnung für eine flüssige und schärfere Bewegungswiedergabe, nutzen möchte, bleibt einem selbst überlassen. Wir setzen zunächst auf das Kino-Preset und wechseln zwischen der Wiedergabe mit nativer Bildwiederholrate und zugeschalteter Frame-Interpolation hin und her.

Skyfall, 1080p Blu-ray Disc, ab Filmbeginn

Den Startschuss gibt James Bond mit "Skyfall", dem 23. Spektakel in der Serie. Zugespielt via konventioneller Blu-ray mit 1080p-Auflösung, der Sony XR-65X95K muss also die Skalierung von FullHD auf die native Panel-Auflösung von 3.840 x 2.160 Bildpunkten vornehmen. Zunächst deaktivieren wir die Zwischenbildberechnung. Dies kann in den Bildeinstellungen unter dem Punkt "Bewegung" und "Motionflow" erledigt werden. Neben der automatischen Optimierungsmethode lässt sich die Technologie deaktivieren, alternativ kann man auch mit "Anwender" eine benutzerdefinierte Intensität der Bewegungsglättung einstellen. Wir betrachten das Geschehen zunächst in vollständig abgedunkelter Umgebung. In den ersten Sekunden, als Bond zum ersten Mal sichtbar wird und durch den dunklen Korridor schreitet, wird schnell der exzellente Schwarzwert des X95K deutlich. Sehr tief sitzt er und vermittelt einen exzellenten Eindruck des Mini LED-TVs diesbezüglich - auch deshalb, weil die Helligkeitsverteilung sehr homogen ist und keine helleren Bereiche in den Ecken oder im Randbereich, in denen sich ja auch die schwarzen Cinemascope-bedingten Balken befinden, sichtbar werden.

Hier arbeitet die Technologie hervorragend. Er wirkt hier beinahe wie ein hochwertiger OLED-Fernseher. Zumindest, solange man zentral vorm Bildschirm sitzt. Wer sich nicht sicher ist, und einen LCD-TV entlarven möchte, muss den Blickwinkel etwas suboptimaler gestalten. Sobald man nämlich aus einem schlechteren Winkel den Bildschirm betrachtet, sind Helligkeitsunterschiede sichtbar. Zwar schlägt sich der Sony TV auch hier sehr gut im Vergleich mit anderen Mini LED-TVs und liefert nur geringfügig erhellte Bereiche, dennoch ist man diesbezüglich der OLED-Technologie unterlegen und wird schnell als LCD-Fernseher mit Hintergrundbeleuchtung entlarvt. Wer genau aufpasst, kann auch leichtes Blooming erkennen. Also ein Ausbluten von hellen Bereichen in dunkle Areale, so sieht man z.B. bei den hellen Spiegelungen der Vertäfelungen einen leicht erhellten Bereich im unteren schwarzen Balken. Störend in der Praxis ist das nicht, dennoch lassen sich hier die Nachteile der Mini LED-Technologie gegenüber selbstleuchtenden Pixeln nachvollziehen. Auf die hervorragende Kontrastwirkung in der Praxis hat das kaum spürbaren negativen Einfluss. Feine Details werden hier sowohl in der dunklen Holztür als auch in helleren Helligkeitsbereichen dargestellt und eine exzellente Differenzierung über den gesamten Bildbereich hinweg begeistert den Zuschauer und lässt ihn ins Geschehen eintauchen. Die angesprochene hohe Helligkeit wird ebenso schnell erkennbar. Auch ohne HDR-Highlights heißt uns strahlend heller Sonnenschein, der durch die Jalousien des Appartements fällt, willkommen. Auch eine hohe Schärfe des Bildes fällt auf, die noch natürlich wirkt, aber definitiv die Grenze zur Überschärfe tangiert.

Wirklich erstaunlich und definitiv positiv zu erwähnen ist die gebotene plastische Wirkung einzelner Personen und Objekte im Bild. Auch die gesamte Staffelung einzelner Bildebenen ist außerordentlich, so dass man einen sehr dreidimensionalen Bildeindruck erhält. Nicht ganz perfekt erscheint die native 24p-Wiedergabe. Insbesondere bei schnellen Bewegungen blitzt das ein oder andere Mal eine zitternde Kante auf, die den sonst stabilen Bildeindruck ein wenig schmälert. Das fiel uns im ersten Kapitel, bei schnellen Kopf- oder Handbewegungen von 007, immer mal auf. Erfreulicherweise zeigt sich diese Ausprägung im von uns problematischer eingeschätzten zweiten Kapitel, während der schnellen Verfolgungsjagd auf den Motorrädern, nicht in stärkerem Ausmaß. Im Gegenteil, die schnellen Szenenwechsel und auch die schnell fahrenden Krafträder werden mit angenehmer Ruhe und Stabilität abgebildet, auch bei den horizontalen Kameraschwenks auf dem Dach müssen wir kaum Kritik üben. Zwar zeigt sich an den Dächern immer mal eine etwas nicht ganz saubere Linie, die Motorräder aber bleiben unversehrt und auch die Bewegungen der Protagonisten fallen nicht negativ auf. Sehr gut gefallen auch die intensiven und kraftvoll, aber keinesfalls unnatürlich wirkenden Farben.

Wir aktivieren den Motionflow im Modus Automatisch und können erfreulicherweise verkünden, dass er nicht allzu aggressiv eingreift und immer noch ein recht natürlich wirkendes Bild im Film-Look bietet. Zwar wirkt das Geschehen ein wenig digitaler, von einer Seifenopern- oder Dokuserien-Optik zu sprechen, wäre aber keinesfalls richtig. Ein leichter Judder bleibt zwar sichtbar, das finden wir aber besser, als wenn vom typischen Film-Look nichts übrig bleibt. Völlig fehlerfrei arbeitet die Zwischenbildberechnung aber nicht. Auch hier sieht man immer mal wieder typische Berechnungsfehler, wie das Nachziehen einer Kante oder angedeutetes Ghosting. Echte Kino-Enthusiasten sehen bei der Verfolgungsjagd, die bereits im ersten Kapitel beginnt, natürlich auch durchaus die negativen Auswirkungen auf den Bildeindruck. Insgesamt findet der Sony XR-65X95K aber eine ausgewogene Balance zwischen höherer Bewegungsschärfe und authentischer, Kino-gerechter Darstellung. Zudem bereitet ihm das Verlangen nach höherer Rechenleistung keine Probleme. Auch die Dach-Szene mit schnellen Schnitten, Kameraschwenks- und Kamerafahrten sowie den schnell fahrenden Motorrädern gelingt dem XR Prozessor beinahe ohne Artefakte. Auch hier behält sich der TV einen eindrucksvoll plastischen und dreidimensionalen visuellen Eindruck.

Mord im Orient-Express, UHD Blu-ray, ab Filmbeginn

Wir wechseln mit dem Sony in Kombination mit dem Panasonic DP-UB9004 in den HDR-Betrieb und spielen die UHD Blu-ray "Mord im Orient-Express" mit Kenneth Branagh als legendärer Hercule Poirot zu. Schon bei der Initialzündung des Films und dem 20th Century Fox-Logo präsentiert der Sony Fernseher eine seiner markantesten positiven Eigenschaften. Die Plastizität und Bildtiefe, die hier realisiert wird, ist erstaunlich. Nahezu dreidimensional wirken Objekte im Bild, die Staffelung der verschiedenen Bildebenen ist ebenfalls auf außergewöhnlich hohem Niveau. Dies vollzieht der X95K nicht nur bei dieser Art von Szenen, sondern auch bei natürlichen Aufnahmen. Bei Panorama-Aufnahmen vor dem Hafen z.B. lassen sich vorderste Ebene (Schauspieler), etwas weiter hinten liegende (Schiffe) und entfernt erkennbare Berge und Landschaften überdurchschnittlich gut in ihrer unterschiedlichen Tiefe differenzieren. Das Bild macht so nicht nur einen sehr plastischen, sondern auch glaubwürdigen Eindruck, in das der Zuschauer eintauchen kann. Das insgesamt stabile und visuell sehr angenehme Bild zeigt manchmal an Kanten ein wenig Unruhe. Den Gesamteindruck stört es nicht und man muss schon genau hinsehen, um das minimale Zittern in vereinzelten Bereichen zu erkennen. Ähnlich sieht es mit dem cleanen Look des Bildes aus. Immer mal wieder flammt ein wenig Bildrauschen auf, dass man optisch nahezu Filmkorn zuordnen könnte. Wir nehmen an, dass es sich bei beiden Ausprägungen um Kennzeichen der im Hintergrund arbeiten Signalverarbeitung handelt. Wie erwähnt, beeinflussen diese die außerordentlich plastische Darstellung nicht nachhaltig negativ, geschulte Augen werden es aber erkennen.

Überragend ist es wieder um den Schwarzwert bestellt. Tief sitzt er und kratzt zweifellos ein wenig am Podest der OLED-Dominanz. Auch die Helligkeitsverteilung macht hier einen außerordentlich guten Eindruck. Bei nahezu vollständig abgedunkeltem Raum können wir keine ausgeprägten helle Bereiche und Highlights, dort wo sie nicht hingehören, ausmachen. Nur wenn man sich etwas weiter vom Sweet Spot entfernt und den Blickwinkel zu stark verändert, hellt sich das Bild in den dunklen Bereichen etwas auf. Die im ersten Abschnitt genannten Vorteile kann der Sony Fernseher natürlich auch exzellent bei der Szene ausspielen, in der die Kamera vom Horizont auf die Klagemauer unten schwenkt. Auch hier zeigt sich die ausgezeichnete räumliche Wirkung des Bildes. Einher geht dies mit einer sehr guten 24p-Darstellung. Sowohl an der Mauer zeigen sich keine ausgeprägten zitternden Kanten als auch bei den vielen umherwuselnden Gläubigen realisiert der X95K ein stabiles Bild. Leichter Judder ist unvermeidbar, die Objektkanten der Extremitäten der Leute bleiben aber weitgehend stabil und auch der Kameraschwenk gelingt sehr geschmeidig. Bei der Szene, in der eine Wache frontal zu sehen ist und davor sowie dahinter gehen Leute vorbei, wird der 24p-Judder etwas deutlicher und man erkennt, dass hier keine Motionflow-Optimierung aktiv ist. Ausgezeichnet hingegen die Detail- und Kantenschärfe des Sony. Hier wird die UHD-Auflösung wirklich maximal ausgereizt und jede Feinheit präsentiert. Der Sony schafft hier wirklich die Gratwanderung und wirkt nur in seltensten Fällen etwas überschärft, ein tolles Resultat. Was HDR-Highlights anbelangt, profitiert man natürlich von der hohen Helligkeitsleistung der Mini LED-Hintergrundbeleuchtung.

Die sehr guten Kontrastwerte inklusive sauberer Differenzierung in den niedrigen Helligkeitsbereichen stellt der Sony bei der Frühstücksszene zur Schaue. Hier werden feine Details an der Kleidung des Meisterdetektivs, z.B. bei der Nadelstreifenweste, und auch an den schwarzen Koffern sichtbar. An der tadellosen Darstellung von Gesicht und Schnauzbart lässt sich auch schön nochmal die überragende Detailschärfe des X95K nachvollziehen. Die Farben sind kräftig, intensiv, aber nicht überzogen. Insgesamt ein dynamisches, aber authentisches Bilderlebnis, das den Zuschauer voll einnimmt. Auch die Szene in Schwarz/Weiß gefällt und zeigt keinerlei ausgeprägtes oder gar verstärktes Rauschen. Ein beeindruckend glaubwürdiges Bild präsentiert der neue Sony Fernseher auch in der dunklen Umgebung des Schneesturmes. Hier sind die hinteren Bergebenen exzellent sichtbar und werden scharf und strukturiert abgebildet. Mit den vielen umherfliegenden Elementen, durch das Schneegestöber verursacht, hat der X95K keine Probleme. 

Bei aktivierter Motionflow-Technologie zeigt der Mini LED-TV auch bei der UHD Blu-ray eine tolle Performance, wie er sie bereits bei der 1080p-Wiedergabe unter Beweis gestellt hat. Völlig ohne Tadel ist sie nicht. Ab und an zieht eine Kante nach oder zittert und ein leicht digitaler Einschlag ist erkennbar. Insgesamt geht der Film-Look aber keinesfalls völlig verloren. Das Geschehen wird auch dem Kino-Enthusiasten noch zusagen, gleichzeitig werden Bewegungen etwas gleichmäßiger und mit höherer Bildruhe wiedergegeben. Praktisch natürlich auch, das Resultat mit dem Motionflow-Modus "Anwender" noch zu individualisieren und die für sich selbst perfekte Darstellungsoption finden zu können.

Tuner

Der integrierte Tuner des Sony Mini LED-Fernsehers erweckt ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Das Bild ist sehr angenehm stabil und von hoher Schärfe geprägt. Es ist zwar nicht vollständig rauschfrei, dennoch wirken hochwertig produzierte HD-Sendungen sauber und detailliert. Dass hier Scalingaufwand nötig ist, erkennt man dann häufig nur an größeren Flächen, denn insbesondere die Detailschärfe ist auf hohem Niveau. Strukturen auf Kleidung oder charakteristische Facetten in Gesichtern der Schauspieler wirken erstaunlich authentisch und fein aufgelöst. Auch Schriften im Bild oder das typische Senderlogo gefällt und zeigt keine Treppenstufen. Hier bei der TV-Wiedergabe machen wir es dem Sony etwas schwerer und sehen mit deutlichem externem Lichteinfall. Der X95K meistert dies allerdings souverän und lässt Spiegelungen ausschließlich in dunklen Bildbereichen zu. Diese wirken dann auch eher verwaschen, so dass wir eine spezielle antireflexive Beschichtung vermuten. Selbst in direkter Nachbarschaft zu einem Fenster macht das Bild einen natürlichen, kontraststarken Eindruck. Bei dunkleren Bildinhalten ist man, wie erwähnt, nicht völlig vor Reflektionen gefeit, dennoch würden wir die Tauglichkeit im Alltag höher einschätzen als bei so manchem Konkurrenzgerät. Die Farben wirken hier, ebenfalls im Kino-Modus, immer noch gut, Grüntöne allerdings kommen etwas arg intensiv daher und so fällt dann auch, z.B. bei einer Aufnahme einer Weidewiese, auf, dass die Farbdifferenzierung ein wenig leidet. Insgesamt ist die Farbwiedergabe aber zweifellos als natürlich zu bezeichnen und auch die Tiefenstaffelung des Bildes können wir wieder loben. Es ist erstaunlich, was der X95K selbst bei weniger teuren Produktionen noch an Details herausholt. Bei SD-Programmen hingegen muss man schon mit Treppenstufenbildung rechnen. Der Sony möchte dann die Schärfe künstlich hochhalten, was manchmal auch in zitternd wirkenden Objektkanten mündet. Wer auf einem 4K TV noch SD-Inhalte betrachten möchte, kann das hier bedenkenlos tun, eine Empfehlung kann man hier aber für nahezu keinen Fernseher aussprechen. Die Farben sind auch hier noch recht ausgewogen und nicht zu intensiv.

Klang

Audio-Modi

Acoustic Multi-Audio bringt der Sony XR-X95K mit. Dabei soll der Ton exakt der Handlung auf dem Bildschirm folgen. Klangpositionierende Hochtonlautsprecher sind dafür laut Hersteller verantwortlich, zusammen mit XR Sound Position und XR Surround sollen auch ohne nach oben und seitlich abstrahlende Lautsprecher exzellente virtuelle Surround-Klangerlebnisse möglich sein und der Sound am Bildschirm direktional klar verfolgt werden können. Die Klangwiedergabe des Sony Fernsehers kann per automatischer Akustikkalibrierung auf den Raum angepasst und optimiert werden. Das kann man direkt während der Ersteinrichtung des TVs erledigen oder im Menü der Klangeinstellungen starten. Die Gesamtleistung des Audiosystems beträgt 60 Watt.

Unseren ersten Praxiseindruck haben wir allerdings noch vor der Kalibrierung vorgenommen. Der TV erreicht eine hohe Lautstärke und kann problemlos in größeren Wohnzimmern verwendet werden. Man muss allerdings in den höheren Pegelbereichen ein wenig vorsichtig sein, da in hellhörigen Räumen die Sprachausgabe ein wenig spitz wirken kann. Zischlaute wirken dann leicht überbetont. Bleibt man im moderaten Rahmen, sollte man im Alltagsbetrieb keinerlei Probleme haben. Dialoge sind klar verständlich und auch untenrum wird ein für Flachbildschirme typisches Volumen geboten. Der Tiefgang lässt natürlich zu wünschen übrig, aber ein wenig Nachdruck kann der X95K vermitteln und eklatante Lücken im Bereich der Mitten können wir ebenfalls nicht feststellen. Im finalen Test werden wir uns mit der Kalibrierung befassen und prüfen, wie sich der TV im Filmbetrieb schlägt.

Automatische Akustikkalibrierung durchführen

Die akustische Raumkalibrierung empfiehlt sich in jedem Fall. Insbesondere aber dann, wenn sie über einen recht hellhörigen Raum mit hartem Fußboden und nicht allzu opulenter Möblierung verfügen. Die sonst etwas spitzen Höhen wirken dann auch bei höherem Pegel nicht aggressiv. Dennoch ist das TV-Audiosignal stets klar und die Verständlichkeit auf hohem Niveau. Nach der Einmessung haben wir uns nochmal die Verfolgungsjagd von Skyfall gegönnt und waren erstaunt, wie räumlich der Sony X95K uns das akustische Geschehen unter Verwendung des virtuellen Surround-Modus darbietet. Recht voluminös und kraftvoll tritt er auf und realisiert durchaus ein mitreißendes, dynamisches Klanggeschehen. Natürlich fehlt es an Tiefgang und Nachdruck in den unteren Regionen, für einen Flachbildschirm wird hier aber schon eine überdurchschnittlich gute Performance geboten. Pegeltechnisch spielt er auch in der oberen Liga und beschallt größere Räume problemlos. Die ohne Kalibrierung angesprochene Schärfe bei hoher Lautstärke konnten wir in unserer hellörigen Umgebung nach der Messung nur noch vereinzelt nachvollziehen. Natürlich werden Audio-Enthusiasten auf eine zusätzliche externe Lösung setzen, für den gelegentlichen Filmgenuss ist das Audiosystem des Sony X95K aber zweifellos geeignet und nimmt den Zuschauer mit überraschender Dynamik mit. Selbst Musik begeistert mit ausgezeichneter Stimmwiedergabe und guter Instrumentaldifferenzierung.

Konkurrenzvergleich

Samsung QN90B

Der direkte Konkurrent des Sony XR-65X95K ist zwar eher das Samsung Flaggschiff QN95B, wir müssen uns aber am Vize-Topmodell aus dem koreanischen Lager bedienen. Dieser ist natürlich günstiger erhältlich und aufgrund aktueller saisonaler Aktionsangebote sogar für unter 2.500 Euro zu haben. Auch der QN90B arbeitet mit Mini LED-Technologie, Quantum Mini LED bei Samsung, die präzise und exakt steuerbar ist. Trotz seines attraktiven Preises bietet der QN90B sehr interessante Features und übertrifft mit vier HDMI 2.1-Eingängen sogar das Sony Topmodell. Auch das Soundsystem, bei Samsung in 4.2.2 ausgeführt, besticht mit einem sehr räumlichen Eindruck. Die Kalibrierung kann bei Sony aber stark punkten und nimmt den Zuschauer ebenfalls mit einem dynamischen und lebendigen Sound absolut mit. Leistungstechnisch liegen beide Klangsysteme mit 60 Watt gleichauf. Visuell sehen wir den Sony vorne. Er kommt mit außerordentlich hoher Kanten- und Detailschärfe daher, die aber nur in Einzelfällen etwas zu stark angezogen wirkt. Der Real Depth Enhancer des Samsung TVs macht einen sehr guten Job. Die Plastizität und räumliche Tiefenstaffelung, die den Sony ganz besonders auszeichnet, kann er aber nicht bieten. Die Farbgebung ist bei beiden Geräten quasi identisch gut. Beim Kontrast arbeitet der Sony in den dunklen Bereichen noch etwas feiner Strukturen heraus und Blooming ist hier wirklich sehr sehr gering ausgeprägt. Beim Blickwinkel aber punktet wiederum auch der Samsung und zeigt sich, wenn auch beide Fernseher hier gute Werte aufweisen, bei Spiegelungen und Reflektionen etwas weniger anfällig. Überdurchschnittlich gut ist der QN90B beim Tuner, aber auch der Sony muss sich diesbezüglich keinesfalls verstecken. Das Handling gelingt bei beiden Komponenten intuitiv. Der X95K bringt gleich zwei Fernbedienungen mit und lässt dem User die Wahl, Samsung setzt mit der Solar Remote auf nachhaltige Energiequellen.

LG 50QNED819QA

Den kleinen, aber sehr feinen und auch preislich äußerst attraktiven LG wollen wir hier auch noch aufnehmen. Die visuelle Performance ist nicht direkt mit den oben genannten Fernsehern vergleichbar. Dennoch zeigt der QNED819QA was aktuell in 2022 mit optimierter LCD-Technologie und konventioneller LED-Hintergrundbeleuchtung möglich ist. Die Mini LED-Fernseher sind zweifellos im Schwarzwert, Kontrast, Homogenität der Helligkeitsverteilung und beim Blickwinkel zweifellos besser, dennoch beweist der überaus günstige LG-Fernseher was man aus der Technik noch herausholen kann. Und das zu einem Preis von unter 1.000 Euro in 50 Zoll. Besonders die authentische Farbgebung und das Upscaling sind auf hohem Niveau, auch akustisch ist das kleine Modell nicht zu verachten. HDMI 2.1 mit 4K120 steht hier auch an zwei Anschlüssen bereit und auch beim Handling kann der LG 50QNED819QA punkten und bringt praktische, morderne Features wie AirPlay 2 oder den Filmmaker Mode mit. Akustisch wird er übertrumpft und mit den dynamischen HDR-Formaten fehlen dann aber auch essentielle Features.

Fazit

Sony XR-65X95K

Zweifellos ist die visuelle Performance des Sony XR-X95K in 65 Zoll als erstklassig einzustufen. Die integrierten Technologien sorgen für ein überdurchschnittlich plastisches Bild mit ausgeprägter Tiefenstaffelung und nahezu dreidimensionalem Eindruck. Auch die Bildschärfe, sowohl was die Kanten- als auch die Detailschärfe betrifft, ist auf außerordentlich hohem Niveau. Die Farbgebung ist dynamisch und authentisch und dank der Mini LED-Hintergrundbeleuchtung liefert der Sony auch einen tief sitzenden Schwarzwert und ausgezeichneten Kontrast. Trotz geballter Innovationskraft kann Sony die grundlegenden Grenzen der konventionellen LCD- und auch der Mini LED-Hintergrundbeleuchtungstechnologie nicht völlig aushebeln. Leichtes Blooming wird das geschulte Auge bei genauem Hinsehen erkennen und auch der Blickwinkel muss etwas stärker berücksichtigt werden - insgesamt bietet der X95K aber eine schlicht exzellente visuelle Darstellungsqualität und kann in nahezu allen Situationen überzeugen. Auch die Motfionflow-Technologie gefällt uns in 2022 sehr gut. Die Nachbearbeitung arbeitet zwar nicht vollständig fehlerfrei,m greift aber selbst im automatischen Modus nicht zu aggressiv ein. Direkter Lichteinfall auf das Panel ist nicht ideal, diffuses Licht wird aber dank der Antireflektionsbeschichtung effektiv vermindert. Das Menü ist übersichtlich und intuitiv bedienbar. Ob man wirklich zwei Fernbedienungen braucht, sei dahingestellt. Praktisch durchaus, so kann jeder die individuell bevorzugte nutzen, im Sinne des Nachhaltigkeitsanspruchs von Sony wird man sich aber wohl in den nächsten Generationen von einer Komponente zwangsläufig verabschieden. Die Anschlussbestückung ist praxisgerecht, auch wenn nur zwei der vier HDMI-Anschlüsse den modernsten Anforderungen entsprechen. Akustisch hat uns der Sony TV im finalen Test ebenfalls überzeugt und macht insbesondere nach der akustischen Raumkalibrierung einen ausgezeichneten Eindruck. Sehr räumlich und immersiv wirkt das Geschehen, obwohl keine dediziert nach oben gerichteten Lautsprecher integriert sind. Auch größere Wohnzimmer beschallt er mühelos und ist auch für den gelegentlichen Filmgenuss sehr gut geeignet.

Visuell überdurchschnittlich starker Mini LED-TV, bepackt mit zahlreichen Features, innovativen Technologien und gutem Sound

Datum: 09.06.2022

Test: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 09.06.2022

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