TEST: Kompakter Kino-Profi? Der Valerion VisionMaster Max im Detail

Auf der IFA 2025 in Berlin hat Valerion, Premium-Sub-Brand des US-Herstellers AWOL Vision, seinen neuen Flaggschiff-Projektor vorgestellt. Der VisionMaster Max wurde, so der Hersteller, für echte Kinoliebhaber und designbewusste Anwender gleichermaßen entwickelt und soll neue Maßstäbe im Bereich "Lifestyle-Projektion" setzen. Zweifellos zählt er zu den spannendsten Heimkino-Neuheiten in diesem Jahr.
Der Projektor hat eine sensationell erfolgreiche Kickstarter-Kampagne hinter sich und ist kürzlich bei uns zum Test eingetroffen. Offiziell verfügbar wird er voraussichtlich Ende Oktober sein. Der Preis im Handel liegt bei 4.999 Euro, aktuell kann man sich aber noch beim ein oder anderen Händler einen Vorbestellerbonus von 600 Euro sichern.
Der Fokus liegt klar auf hoher visueller Leistungsfähigkeit. "Professionelle Bildqualität im Wohnzimmer" soll hier geboten werden. Gleichzeitig aber alles verpackt in kompakter Formensprache. Echtes High-Tech im kleinen, für jeden Anwender zugänglichen Format. Dieses Ziel verfolgte bereits das Vorgängermodell VisionMaster, mit dem optimierten Neuzugang erreicht das Gerät laut Hersteller seine ausgereifteste Form. Der VisionMaster Max ist dafür mit einer ganzen Reihe fortschrittlicher Technologien ausgestattet.

Der VisionMaster Max wird in hochwertiger Verpackung geliefert

Der kompakte Projektor ist sicher eingebettet
Zum Beispiel kann man beim VisionMaster Max mit Wechselobjektiven arbeiten. Das hat den Vorteil, dass man den Bildwerfer präzise an Räume unterschiedlicher Größe und Beschaffenheit anpassen kann, ohne dass man stark auf Korrekturmaßnahmen zurückgreifen muss. Der VisionMaster Max realisiert ein variables Projektionsverhältnis von 0,9 - 2,0:1. Somit kann man praktisch von konventionellen Langdistanzprojektionen bis hin zu Kurzdistanz im Wohnzimmer alles realisieren. Das native Projektionsverhältnis ist 0,9 - 1,5:1, eine optionale Zusatzlinse erweitert den Bereich auf 1,5 - 2,0:1 und ermöglicht auch das Breitbildformat 2,35:1. Die Objektive verfügen über einen Bajonettanschluss, der auch die Kompatibilität mit Objektiven anderer Marken gewährleisten soll. Wann die optionale Zusatzlinse von Valerion erhältlich sein wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht sagen.
Auch sonst ist das Valerion-Topmodell üppig ausgestattet und zeigt sich auf dem Papier außerordentlich leistungsstark. 3.500 ISO-Lumen schafft der RGB-Laserprojektor und soll ein natives Kontrastverhältnis von 5.000:1 sowie einen EBL-Kontrast von 50.000:1 bieten. Verantwortlich dafür ist u.a. die NoirScene Dark Field Engine, die eine präzise IRIS-Blende, Streulichtabschirmung und den EBL-Algorithmus kombiniert. Die Folge: Auch dunkle Szenen sollen mit hoher Klarheit, Plastizität, Bildtiefe und Dynamik gelingen, mit einem hervorragenden Schwarzwert.
Herzstück ist die "Präzisions-IRIS-Blende", ein mechanisches Bauteil zur Regulierung des Lichts im optischen System. Gegenüber dynamischen Blenden bleibt sie während der Wiedergabe konstant. Zusätzlich sind hitzebeständige, schwarz beschichtete Edelstahlblätter verbaut, die das native Kontrastverhältnis weiter steigern sollen. Die Leuchtdichte bleibt, so Valerion, über alle Helligkeitsstufen hinweg konstant, was auch einen geringen Kalibrierungsaufwand fördert. Darüber hinaus bietet der Valerion VisionMaster Max einen optischen Zoom sowie einen motorisierten Lens Shift, was ihn insgesamt deutlich flexibler als noch seine Vorgänger macht.

Valerion VisionMaster Max
Der DLP-Projektor verfügt zudem über, Valerion nach der weltweit ersten, Anti-RBE-Technologie. Damit sollen 99,99% der Regenbogeneffekte, die manch sensiblem Anwender die Laune bei der DLP-Projektion verderben, eliminiert werden. Die Anti-RBE-Technologie mischt einzelne Farbfolgen in einer derart hohen Geschwindigkeit, dass das menschliche Auge die störenden Farbblitze nicht mehr wahrnimmt.
Zusätzlich ist der VisionMaster Max mit integriertem Google TV ausgestattet und bietet so zahlreiche Streaming- und Multimedia-Funktionen. Dolby Vision-Support ist gegeben und auch HDR10+ und IMAX Enhanced wird unterstützt. Auch eine KI-Szenenoptimierung ist vorhanden. Für flinke Netzwerkanbindung ist Gigabit-Ethernet und WiFi 6E an Bord. Als Chipsatz kommt der MT9618 SoC mit 4 GB RAM und 128 GB eMMC und sorgt für schnelle Reaktionszeiten und eine nahtlose Bedienung. Der Valerion VisionMaster Max ist außerdem kompatibel zu Google HomeKit, Apple HomeKit, Amazon Alexa und Control4.
Verarbeitung

Frontansicht Valerion VisionMaster Max

Ansicht von schräg oben

Von der Seite
Der Valerion kommt sehr edel daher. Das zeigt sich schon bei der Verpackung. Nach dem Auspacken aus der Umverpackung schützt ein weiterer Karton mit Oberfläche in Leder-Optik und dicken Schaumstoffeinsätzen den kompakten Bildwerfer. Außerdem liegt ein schickes Leder-Etui bei, in dem sich ein Gewebe-ummanteltes HDMI-Kabel mit Metall-Steckern und Valerion-Schriftzug befindet, welches den Premium-Anspruch des Projektors ebenfalls unterstreicht.
Hat man schließlich den neuen VisionMaster Max in den Händen, präsentiert auch dieser sich haptisch sehr solide und wertig und optisch elegant. Grundsätzlich ist das Design schlicht und kompakt. Die Kubus-ähnliche Form kennt man vielleicht schon vom VisionMaster Pro 2, ansonsten sind Front- und Rückseite komplett in Schwarz gehalten. Die Abmessungen betragen rund 26 x 18,5 x 24 cm.
Vorne rechts befindet sich die Optik, plan und nahtlos ins Gehäuse eingepasst. Die Rückseite wirkt ebenso edel und verbirgt die Anschlüsse hinter einer Blende. Die Blende ist, identisch zu Vorder- und Rückseite, aus Kunststoff ausgeführt. Die seitlichen Lüftungsöffnungen sind ebenfalls aus Kunststoff, allerdings in mattschwarz gehalten. Geräte-Front und Rückseite sind hochglänzend. Die chromierten Leisten fühlen sich kühler an und haben zumindest eine Metalloberfläche.

Runde Standfüße hinten

Vorne eine breite Standfußleiste, justierbar

Hier ausgeklappt

Der VisionMaster Max kann so nach oben hin angewinkelt werden

Ein stabiler, rutschfester Stand ist gegeben
An der Unterseite findet man gummierte, runde Füße hinten sowie einen breiten, verstellbaren Standfuß, ebenfalls mit griffiger Gummierung, vorne. Mit etwa 3,5cm Tiefe lässt sich der Projektor damit vorne anwinkeln, um schräg nach oben abzustrahlen. Der breite Fuß ist schwergängig und hält auch über einen längeren Zeitraum problemlos die Position.
Zweifellos schick und für die erstaunliche Leistungsfähigkeit äußerst kompakt ist der VisionMaster Max. Auch das Gewicht ist mit 7,5kg nicht zu viel und so kann man das Gerät durchaus recht mühelos umplatzieren. Für den Preis, insbesondere der UVP nach Marktstart, kommt für uns ein wenig viel Kunststoff zum Einsatz. Allerdings können wir das dem Valerion-Gerät nicht wirklich ankreiden, da sich dies auch bei vergleichbaren Heimkino-Projektoren recht ähnlich darstellt. Zumal auch die Verarbeitung insgesamt absolut solide ist, überall saubere Übergänge sichtbar sind und der Kunststoff haptisch ansprechend wirkt.
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Tags: 4K-Projektor • DLP-Projektor • Projektor • Valerion






